Aktien:Dax kommt kaum vom Fleck

Lesezeit: 1 min

Das Rätselraten um die weitere US-Zinspolitik bremst den Dax aus. Bei den Einzelwerten beschäftigt vor allem eine Reihe von Unternehmensbilanzen die Anleger.

Die Unklarheit über die nächsten Zinsschritte der US-Notenbank Fed hat die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag ausgebremst. Der im Juli verlangsamte Anstieg der Inflation in den USA ließ zuletzt die Hoffnung aufkeimen, die Fed könnte ihr Tempo der Zinserhöhungen etwas reduzieren. Gleichzeitig warnten einige Analysten jedoch davor, größere Zinsschritte in den kommenden Monaten bereits abzuhaken. "Die veröffentlichten Konjunktur- und Preiszahlen halten den Druck auf die US-Notenbank aufrecht, die Zinsen weiter zu erhöhen", schrieben die Analysten der Helaba in einem Kommentar. Es bedürfe sicherlich noch ein oder zwei weiterer erfreulicher Inflationsberichte, um sicher zu sein, dass der Höhepunkt bei der Teuerung überschritten sei, sagte Elliot Clarke, Volkswirt beim Finanzhaus Westpac. Der Dax beendete den Handel fast unverändert. Bei den Einzelwerten beschäftigte vor allem eine Reihe von Unternehmensbilanzen die Anleger. Um 0,4 Prozent bergab ging es für die Aktien von Daimler Truck, obwohl der Lkw-Bauer den Gewinn im zweiten Quartal kräftig gesteigert hatte. Einige Börsianer hätten angesichts der Zahlen wohl mit einer Erhöhung von Prognosen gerechnet, sagte ein Händler. Die Anteile von RWE gaben nach Quartalszahlen um 0,6 Prozent nach. Der Energiekonzern will in diesem Jahr mehr als fünf Milliarden Euro in den Ausbau des grünen Portfolios investieren. Dank anhaltend hoher Düngerpreise hält K+S trotz drohender millionenschwerer Belastungen durch die Gaskrise am Gewinnziel für das laufende Jahr fest.

Die K+S-Titel legten um 3,3 Prozent zu. Im M-Dax griffen die Investoren vor allem bei Ströer zu. Der Werbeflächenvermarkter wuchs im zweiten Quartal erneut kräftig, die Aktien stiegen in der Spitze um mehr als 16 Prozent. Für die Aktien der Adler Group ging es an der S-Dax-Spitze um 11,5 Prozent aufwärts. Der angeschlagene Immobilienkonzern beschaffte sich mit dem Verkauf zweier Immobilienprojekte in Frankfurt am Main frisches Geld in Höhe von etwa 166 Millionen Euro.

An der Wall Street notierte der Dow Jones zum Handelsende etwas höher. Mit einem Plus von 4,7 Prozent stach hier die Aktie von Walt Disney heraus. Der Konzern hat seine langfristige Abonnentenprognose für Disney Plus gesenkt, hält aber an seinem Gewinnziel aus dem Streaminggeschäft fest.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB