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Aktien:Dax im Minus

Enttäuschende Quartalszahlen des Softwarekonzerns SAP trüben die Stimmung der Anleger und schicken den Dax ins Minus. Zudem ist unklar, wie es im Handelsstreit zwischen China und den USA weitergeht.

Ein Kurseinbruch beim Softwarekonzern SAP hat am Donnerstag vor allem dem deutschen Aktienmarkt zugesetzt. Allerdings machte der Dax einen Teil seiner Verluste wieder wett und schloss um 0,9 Prozent tiefer bei 12 228 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 verlor um 0,5 Prozent. Auch auf wirtschaftspolitischer Ebene hat sich in den bestehenden Konflikten bislang wenig getan. Weder zeichnet sich Entspannung im Streit um das Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran ab noch ist klar, wie es beim Handelsstreit zwischen den USA und China weitergeht. Die Aktien des Index-Schwergewichtes SAP sackten wegen schwacher Geschäftszahlen mit einem Minus von 5,6 Prozent an das Dax-Ende. Im M-Dax brachen die Aktien von Hochtief um mehr als neun Prozent ein. Dem Baukonzern macht ein Umsatzrückgang der australischen Tochter Cimic zu schaffen. Heidelberger Druck bekommt die konjunkturelle Eintrübung in Deutschland zu spüren und klagt über zunehmende Investitionszurückhaltung seiner Kunden. Der Druckmaschinenhersteller senkte seine Gewinnprognose. Die Aktien lagen mit einem Verlust von 15,7 Prozent weit abgeschlagen auf dem letzten Platz im S-Dax.

Wegen einer hohen Nachfrage nach neuen Medikamenten hob der Schweizer Pharmakonzern Novartis seine Prognose für das Gesamtjahr an. In Zürich stiegen Novartis-Papiere um 3,2 Prozent.

In London legten die Aktien von Vodafone um 0,7 Prozent zu. Die EU-Wettbewerbshüter gaben dem britischen Mobilfunkbetreiber unter Auflagen grünes Licht für die Übernahme des deutschen Kabelnetzanbieters Unitymedia. An der Wall Street sorgte ein Kurssturz von Netflix für trübe Stimmung. Der Dow Jones schloss kaum verändert bei 27 223 Zählern. Netflix enttäuschte die Anleger mit der Nutzeranzahl. Der Streaming-Dienst konnte im jüngsten Geschäftsquartal deutlich weniger Abonnenten für sich gewinnen, als ursprünglich geplant. In den USA sank die Nutzeranzahl um 130 000 Kunden. Ein langsameres Wachstum sei erwartet worden, der Rückgang sei aber schockierend, kommentierte Clement Thibault, Analyst bei Investing.com. Netflix-Aktien brachen um 10,3 Prozent ein. Ebay-Aktien legten um 1,9 Prozent zu. Das Internet-Kaufhaus steigerte die Zahl der aktiven Käufer.

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