Aktien:Dax erholt sich

Der Dax wagt am Donnerstag einen Erholungsversuch. Auftrieb gibt dem deutschen Leitindex die Aussicht auf Annährung zwischen den USA und China und ein Kompromissvorschlag im US-Schuldenstreit.

Die Aussicht auf eine Lösung im Schuldenstreit in den Vereinigten Staaten und verbesserte Handelsbeziehungen zwischen den beiden wirtschaftlichen Großmächten USA und China hat die Stimmung am europäischen Aktienmarkt wieder aufgehellt. Der Dax erholte sich am Donnerstag von seinen jüngsten Verlusten und legte bis zum Nachmittag um 1,4 Prozent auf 15 179 Punkte zu. "Jetzt wird es spannend zu sehen, ob weitere Kursgewinne nachhaltig sind und das Fundament für eine Weihnachtsrally legen oder ob Kursgewinne sofort wieder als Verkaufsgelegenheit betrachtet werden", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Für Erleichterung sorgte zunächst, dass US-Präsident Joe Biden und Chinas Staatschef Xi Jinping sich grundsätzlich auf ein virtuelles Treffen einigen konnten. Zudem liegt im Streit um die Schuldenobergrenze ein Kompromissvorschlag der Republikaner auf dem Tisch. Negative Impulse kamen hingegen von neuen Konjunkturdaten. Die deutsche Industrie produzierte im August gegenüber dem Vormonat vier Prozent weniger.

Unter den Einzelwerten im Dax gehörte BMW zu den Spitzenreitern mit plus 2,8 Prozent. Der Autobauer konnte die Engpässe bei Halbleitern im dritten Quartal besser abfedern als der Konkurrent Mercedes-Benz. Im M-Dax waren die Aktien von Varta mit einem Plus von 7,7 Prozent sehr gefragt. Das Technologieunternehmen bestätigte Pläne zum Bau von V4Drive-Lithium-Ionen-Zellen für batterieelektrische Fahrzeuge. Einen Tag nach der Prognosesenkung straften die Anleger Teamviewer weiter ab: Die Aktien des Softwareanbieters fielen um sieben Prozent auf ein Rekordtief. Die erneute Gewinnwarnung, nur rund zwei Monate nach einer Prognosebestätigung, sei eine weitere negative Überraschung, hieß es beim Analysehaus EquiTS. Turbulent blieb es für Investoren der Immobilienfirma Adler Group. Der Handel wurde mehrfach angehalten, die Papiere sausten zeitweise 8,6 Prozent in den Keller. Ein negativer Bericht der Firma Viceroy des britischen Investors und Leerverkäufers Fraser Perring hatte die Titel am Mittwoch bereits um 26 Prozent einbrechen lassen.

An der Wall Street stieg der Dow Jones zum Handelsanfang um 1,1 Prozent auf 34 783 Punkte.

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