Aktien:Dax bleibt in Rekordnähe

Der Dax fällt zum Wochenanfang zurück, bleibt aber mit einem leichten Minus in Rekordnähe. HeidelbergCement sind die größten Verlierer im Dax.

Die Anleger in Europa haben sich nach zuletzt überraschend starken Job-Zahlen in den USA vorsichtig gezeigt. Der Dax gab zum Wochenauftakt leicht auf 15 745 Punkte nach. Die Erholung am US-Arbeitsmarkt rückte den Zeitpunkt für einen Abbau der Notenbank-Hilfen in den Vereinigten Staaten erneut in den Fokus der Investoren. Am Freitag hatten an der Wall Street die wichtigsten Indizes Bestmarken erreicht und damit auf den Arbeitsmarktbericht reagiert. Der Dax hatte sein Rekordhoch nur knapp verfehlt. In den USA wurden im Juli mehr Jobs geschaffen als erwartet; zugleich zogen die Löhne deutlich an. Nach den Jobdaten erhoffen sich die Anleger weitere Hinweise von dem im Wochenverlauf anstehenden US-Inflationsbericht.

Bei den Einzelwerten setzte eine Herabstufung die Titel von Heidelberg-Cement unter Druck. Mit einem Minus von knapp drei Prozent zählte die Aktie des Baustoffkonzerns zu den schwächsten Dax-Werten. Die Analysten der britischen Bank Barclays stuften den weltweit zweitgrößten Zementhersteller auf "untergewichten" zurück, da sie wegen des Inflationsdrucks ein gedämpfteres Gewinnwachstum erwarteten. Dagegen kam bei Anlegern der Einstieg des deutschen Rivalen Delivery Hero beim britischen Essenslieferanten Deliveroo gut an. Die Aktien kletterten an der Börse in London um bis zu zehn Prozent auf den höchsten Stand seit dem Börsengang Ende März. Die Titel von Delivery Hero gaben 3,2 Prozent nach. Delivery Hero hat 5,09 Prozent der Deliveroo-Aktien erworben. Online-Essens-Plattformen haben während des Corona-Lockdowns von einem Nachfrageschub profitiert. Marktbeobachter stellen aber in Frage, wie viel von dem Geschäft mit der Öffnung von Restaurants übrig bleibt. Ansonsten waren Versorgerwerte gefragt, RWE waren im Dax mit einem Plus von 1,5 Prozent weit vorne. Autowerte hingegen wurden am Montag gemieden. Im Dax verloren Daimler 1,9 Prozent, belastet vor allem von einer gestrichenen Kaufempfehlung von Jefferies. Außerhalb der wichtigsten Indizes sprangen die Schaltbau-Anteile um 38 Prozent nach oben. Der Münchner Verkehrstechnikspezialist steht vor der Übernahme durch den US-Finanzinvestor Carlyle.

An der Wall Street stand der Dow Jones zur Handelsmitte mit 0,2 Prozent im Minus.

© SZ vom 10.08.2021 / amon, Reuters, dpa
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