Akku-Produktion des Elektroauto-Herstellers:Nevada erhält Zuschlag für Teslas "Gigafabrik"

Christie Appointees Ban N.J. Direct Sales for Musk's Tesla Cars

Strom statt Benzin - die nötigen Batterien für die Elektroautos von Tesla sollen künftig in Nevada produziert werden.

(Foto: Bloomberg)

Die Batteriefabrik-Pläne des Elektroauto-Herstellers Tesla nehmen Gestalt an. Nevada sticht Medienberichten zufolge andere US-Bundesstaaten als Standort für die weltgrößte Akku-Produktionsstätte aus. Der Bau soll Teslas Autos endlich erschwinglich machen.

  • Der Elektroauto-Hersteller Tesla will eine fünf Milliarden teure Batteriefabrik bauen. Laut Medienberichten steht jetzt fest, dass die Anlage im US-Bundesstaat Nevada entstehen soll.
  • Mit der Fabrik, die Tesla gemeinsam mit Panasonic bauen und betreiben will, sollen die Kosten für Elektroautos drastisch reduziert werden.

"Gigafactory" soll in Nevada entstehen

Der Elektroautobauer Tesla ist auf der Suche nach einem Standort für seine gigantische Batteriefabrik laut US-Medienberichten fündig geworden. Das bis zu fünf Milliarden Dollar verschlingende Mega-Projekt werde in Nevada hochgezogen, berichteten der TV-Sender CNBC und die LA Times unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Gouverneur Brian Sandoval wolle den Deal an diesem Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Nevadas Hauptstadt Carson City verkünden, hieß es in dem Zeitungsbericht.

Tesla verspricht sich wesentlich günstigere Produktionskosten

Die von Tesla-Chef Elon Musk als "Gigafactory" bezeichnete Riesenfabrik soll dem Staat bis 2020 etwa 6500 Arbeitsplätze bringen. Kalifornien, Arizona, Texas und New Mexico hatten sich ebenfalls um die Investition bemüht. Tesla braucht die Fabrik dringend, um die Kosten für die in den Elektroautos verbauten Batterien durch Massenproduktion zu senken. Nur so kann das Unternehmen Wagen herstellen, die sich auch die breite Bevölkerung leisten kann. Das aktuelle Tesla-Modell kostet etwa 70 000 Dollar (etwa 53 300 Euro). Ab 2017 soll das "Model 3" für 35 000 Dollar auf den Markt kommen. Zudem will Tesla seine Produktion mit dem riesigen Werk massiv ausweiten. Die "Gigafactory" soll bis 2020 mehr Lithium-Ionen-Akkus fertigen als alle heutigen Fabriken zusammen.

Partnerschaft mit Elektronikkonzern Panasonic

Bis Ende 2015 soll der Autoabsatz etwa 25 000 Fahrzeuge pro Quartal erreichen. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr produzierte Tesla 20 000 Wagen, in diesem Jahr sollen es etwa 35 000 werden. Wegen hoher Entwicklungs- und Vertriebskosten macht Tesla aber im Moment deutliche Verluste. Um ein profitables Geschäftsmodell mit günstigeren Elektroautos auf die Beine zu stellen, muss die Batteriefabrik ein Erfolg werden. Als Partner ist der japanische Elektronikkonzern Panasonic mit dabei. Das Unternehmen, das Tesla schon heute Batterien zuliefert, wird mit der Fertigung der Batteriezellen die Hälfte der Fläche einnehmen. Den Rest sollen andere Zulieferer und Tesla besetzen, um die fertigen Batteriepacks für die Autos zusammenzubauen.

© Süddeutsche.de/dpa/mahu/jab/holz
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