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Airport Berlin-Brandenburg:Flughafen-Eröffnung soll sich erneut verschieben

Medienberichten zufolge sollen auch im März 2013 keine Flieger vom neuen Berliner Airport starten können. Auch Flughafen- und Gesellschafterkreise gehen davon aus, dass der Termin ein drittes Mal verschoben wird. Klarheit darüber wird es wohl erst Mitte September geben.

Zweimal ist die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg (BER) bereits verschoben worden. Seit Dienstag mehren sich die Anzeichen, dass auch das zuletzt anvisierte Datum im März 2013 nicht mehr einzuhalten ist. "Nach meinem Kenntnisstand ist der 17. März 2013 vom Tisch und auf der Aufsichtsratssitzung der Flughafengesellschaft wird beraten, wie es weitergeht", sagte der Vorsitzende des Bundestagsverkehrsausschusses, Anton Hofreiter (Grüne), dem Tagesspiegel.

Laut der Nachrichtenagentur dapd wird sich der von Hofreiter genannte Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am Donnerstag allerdings noch nicht auf einen neuen Termin für die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens festlegen können.

Flughafen- und Gesellschafterkreise gehen demnach davon aus, dass das Gremium unter Vorsitz des Berliner Regierenden Bürgermeisters, Klaus Wowereit (SPD), erst am 14. September einen Termin nennen werde. Der Grund dafür ist simpel: Der Technik-Geschäftsführer des Flughafens, Horst Amann, ist nach erst zwei Wochen im Amt außerstande, eine Prognose für die Fertigstellung abzugeben. Amann hatte sein Amt erst am 1. August angetreten, nachdem sein Vorgänger Manfred Körtgen Mitte Mai abgelöst worden war.

Wowereit hatte vor knapp zwei Wochen bereits erste Hinweise auf eine erneute Verschiebung gegeben und dabei auf Amann verwiesen. "Wir werden sehen, ob er zur Aufsichtsratssitzung am 16. August in der Lage ist, dies abschließend zu sagen, oder ob er länger Zeit braucht", sagte Wowereit. Zweiteres ist nun offenbar der Fall. Wowereit hatte ebenfalls betont, dass man sich in der Sache keinen zu großen Zeitdruck auferlegen solle. "Es ist klar, dass ein hoher Verlässlichkeitsgrad da sein muss. Es darf nie wieder zu einer Situation kommen, dass man vier Wochen vor Eröffnung sagen muss, es klappt wieder nicht", sagte Wowereit: "Das wäre fatal." Ähnlich hatte sich auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) geäußert: "Wenn nicht wirklich absolut sichergestellt ist, dass alles so fertig ist, dass eine reibungslose Inbetriebnahme stattfindet, dann sollte man sich diesen Termin noch gründlich überlegen."

Die Deutsche Lufthansa verlangt unterdessen eine verlässliche Terminplanung mit ausreichend Zeit für einen Probebetrieb. "Wir brauchen einen verlässlichen Termin, der den Abschluss der Bauarbeiten sicherstellt, danach ausreichend Zeit für einen vernünftigen Probebetrieb vorsieht und noch einen Puffer beinhaltet", sagte Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber. Man könne demnach auch mit einer neuen Terminfestlegung innerhalb der kommenden Wochen leben, sagte Weber, "solange unseren Erwartungen entsprochen wird und wir uns insbesondere bei der Festlegung der Dauer und Inhalte des Probebetriebs einbringen können".