bedeckt München 14°

Agrar - Schwerin:BUND bleibt bei Kritik an Großanlage für Junghennen

Schwerin/Hoort (dpa/mv) - Die Umweltschutzorganisation BUND hält an ihrer Kritik am Bau einer Großanlage zur Hennenaufzucht zwischen Schwerin und Hagenow fest. "Der BUND warnt ausdrücklich vor der Genehmigung der Megastallanlage am Standort Hoort", sagte Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag am Dienstag anlässlich einer öffentlichen Anhörung zu dem Projekt in Hoort (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Bis Mitte Dezember hatten beim zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin Einwendungen erhoben werden können, die nun bei der Anhörung zur Sprache kamen.

Schwerin/Hoort (dpa/mv) - Die Umweltschutzorganisation BUND hält an ihrer Kritik am Bau einer Großanlage zur Hennenaufzucht zwischen Schwerin und Hagenow fest. "Der BUND warnt ausdrücklich vor der Genehmigung der Megastallanlage am Standort Hoort", sagte Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag am Dienstag anlässlich einer öffentlichen Anhörung zu dem Projekt in Hoort (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Bis Mitte Dezember hatten beim zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin Einwendungen erhoben werden können, die nun bei der Anhörung zur Sprache kamen.

Laut BUND müssen Anwohner mit Belastungen der Luft rechnen. Aufgrund des sandigen Bodens in der Umgebung bestehe zudem eine besondere Gefahr des Nährstoffeintrages in das Grundwasser. Für Tier-, Ver- und Entsorgungstransporte seien täglich bis zu 16 Lkw-Fahrten durch Dorf nötig, sagte Cwielag. Sie warf dem Investor aus Niedersachsen vor, mit dem Genehmigungsantrag für 84 999 Tierplätze um ein Tier eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu umgehen. In dem Betrieb in Hoort könnten jährlich knapp 255 000 Legehennen aufgezogen werden.

Nach Einschätzung des BUND lief das Genehmigungsverfahren bisher "intransparent und bürgerunfreundlich". Trotz Antrags habe der Verband keine Unterlagen zugesandt bekommen. Der Erörterungstermin finde zudem zu einer Zeit statt, in der betroffene Bürger extra Urlaub nehmen müssten, kritisierte Cwielag.

Zur SZ-Startseite