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Agrar:Landvolk: Spargelernte wegen Einreiseverbots in Gefahr

Agrar
Eine Saisonarbeitskraft sticht auf der Anbaufläche des Tannenhof Spargel. Foto: Andreas Arnold/dpa (Foto: dpa)

Hannover (dpa/lni) - Die Ankündigung eines Einreiseverbots für Saisonarbeiter zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie stößt bei den Bauern in Niedersachsen auf Kritik. "Damit geraten aktuell die Pflanzung von Gemüsekulturen sowie die Spargelernte massiv in Gefahr", sagte Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke am Mittwoch. Der kurzfristige Ausfall eingearbeiteter Helfer lasse sich nicht ohne Folgen ausgleichen. Zudem hätten viele Betriebe schon Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um die Erntehelfer, andere Mitarbeiter und Kunden zu schützen. Erfreulich sei aber, dass viele Menschen den Agrarbetrieben bereits ihre Hilfe angeboten hätten.

Das Bundesinnenministerium hat ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet, das von Mittwochnachmittag (17.00 Uhr) an gelten soll. Im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen werde Erntehelfern und anderen Saison-Arbeitskräften die Einreise verweigert, sagte ein Sprecher.

Niedersachsen ist Deutschlands Spargel-Anbauland Nummer eins. Im vergangenen Jahr wurden zwischen Harz und Nordsee rund 27 500 Tonnen Spargel geerntet - gut ein Fünftel der gesamten deutschen Ernte.

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