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Agrar - Darmstadt:In Hessen gibt es weniger und kleinere Äpfel dieses Jahr

Darmstadt (dpa/lhe) - Zum Start in die Apfelernte hoffen hessische Obstbauern in diesem Jahr auf durchschnittliche Erträge. "Wir bleiben deutlich unter dem Niveau des Vorjahres", sagte Bernd Weber vom hessischen Bauernverband über die Erwartungen bei den Tafeläpfeln. Und: Die Früchte werden etwas kleiner. "Wenn wir 9000 bis 10 000 Tonnen schaffen, ist das ganz gut." Im vergangenen Jahr gab es eine Rekordernte von 13 000 Tonnen.

Die geringeren Mengen sind Weber zufolge allerdings keine Überraschung. Nach einem Jahr mit sehr guten Erträgen gehen diese in der Regel im Folgejahr zurück. "Die Bäume haben letztes Jahr alles gegeben, was sie drauf hatten", sagte Weber. Da es 2017 wegen Frost bei der Apfelblüte eine schlechte Ernte gegeben habe, hätten die Obstbäume Reserven anlegen können. 2017 waren gerade mal rund 4000 Tonnen von den Bäumen gepflückt worden.

"Wir werden genügend Äpfel haben und die werden von guter Qualität sein", sagte Weber. Das Wetter mit dem zweiten Hitzejahr in Folge habe aber auch noch bei manchen Unternehmen zu Einbußen geführt. Einerseits habe das pralle Sommerwetter auch bei Äpfeln zu Sonnenbrand geführt, andererseits hätten Unwetter mit Hagelschlag dem Obst geschadet.

Auch die hessischen Keltereien hatten unlängst schon eine geringere Apfelernte prognostiziert. Allerdings braucht man dem Verband Hessischer Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien zufolge keine Angst haben, dass das "Stöffche" ausgeht. Für Apfelwein gebe es in den Keltereien notfalls auch Bestände aus dem letzten Jahr.

Der Apfel ist nach Angaben des Hessischen Landesverbandes für Erwerbsobstbau die wichtigste Obstart im Land. Auf rund 450 Hektar werden Tafeläpfel und auf rund 150 Hektar Wirtschaftsäpfel für Apfelwein und Fruchtsaft angebaut.