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Agrar - Berlin:Grüne Woche: "Jeder soll sich hier äußern können"

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Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin. Foto: Carsten Koall/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

Berlin (dpa) - Vor der Agrarmesse Grüne Woche rufen die Veranstalter Kritiker der Landwirtschaft und der Ernährungsindustrie zur Diskussion auf. "Die Kernaufgabe besteht darin, hier eine faire Bühne für jeden zu bieten", sagte Messechef Christian Göke am Mittwoch in Berlin. "Jeder soll sich hier äußern können, jeder soll hier Gehör finden."

Kritiker werfen den Landwirten immer wieder vor, auf Kosten von Umwelt, Tieren und Klima zu wirtschaften. An einer Großdemonstration für eine Agrarwende an diesem Samstag in Berlin sind in einem breiten Bündnis auch Bauern beteiligt.

"Wir sind Zentrum der gesellschaftlichen Diskussion", sagte Göke. Es sei richtig, die Debatte um das Klima auf der Grünen Woche zu führen. Nur in Ruhe geführte Diskussionen brächten die besten Ergebnisse. Die Messe beginnt an diesem Freitag. Bis zum 26. Januar werden rund 400 000 Besucher erwartet.

Das Thema Wertschätzung müsse in die Großstädte getragen werden, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, Christoph Minhoff. Er wünsche sich, dass die Verbraucher und die Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) neben den Bauern auch die Ernährungsindustrie "als wertschätzungswürdig" erkennen.