GehälterGewerkschaft droht Adidas mit Erzwingungsstreik

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Adidas-Chef Bjørn Gulden spricht auf der Hauptversammlung des Unternehmens 2025.
Adidas-Chef Bjørn Gulden spricht auf der Hauptversammlung des Unternehmens 2025. (Foto: Daniel Löb/dpa)

Der bekannte Sportartikelhersteller hat kürzlich den Tarifvertrag verlassen. Nun will die Gewerkschaft IG BCE trotzdem höhere Gehälter durchsetzen. Dabei scheut sie keinen Konflikt.

Von Alexander Hagelüken

Als Adidas im August aus dem Branchentarifvertrag für seine Mitarbeiter ausgestiegen ist, hat das hohe Wellen geschlagen. Der weltbekannte Sportartikelhersteller gehört jetzt zu einer kleinen Gruppe im Deutschen Aktienindex, meist Neugründungen, die anders als Adidas von Anfang an keine Tarifverträge akzeptierten. Sollte der Adidas-Vorstand gedacht haben, die Gewerkschaft mit dem Ausstieg ein für alle Mal los zu sein, hat er sich getäuscht. Die IG BCE fordert die Firma in Herzogenaurach ultimativ auf, über einen Haustarif zu verhandeln, der nur für die Mitarbeiter des Konzerns gelten würde. Das geht aus einem Schreiben an die Gewerkschaftsmitglieder bei Adidas hervor, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

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:Adidas steigt aus dem Tarifvertrag aus

Der Sportartikelkonzern will unter anderem verhindern, dass die Lohnabschlüsse künftig auch für höher bezahlte Mitarbeitende gelten. Die Gewerkschaft nennt den Ausstieg „unsportlich und unsolidarisch“.

SZ PlusVon Alexander Hagelüken und Uwe Ritzer

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