MeinungGehaltWarum es falsch ist, dass Adidas den Tarifvertrag verlässt

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Kommentar von Alexander Hagelüken

Lesezeit: 2 Min.

Die 8000 Beschäftigten bei Adidas in Deutschland erhalten künftig nicht mehr automatisch Gehaltserhöhungen aus dem Tarifvertrag.
Die 8000 Beschäftigten bei Adidas in Deutschland erhalten künftig nicht mehr automatisch Gehaltserhöhungen aus dem Tarifvertrag.
CHRISTOF STACHE/AFP

Für Arbeitnehmer lohnt es sich meist, wenn eine Gewerkschaft das Gehalt aushandelt. Deshalb kann der weltbekannte Sportartikler gerade etwas von einem Döner-Produzenten aus der schwäbischen Provinz lernen.

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Manchmal dauern Ergebnisse länger. In diesem Fall dauerte es elf Warnstreiks, bis die Gewerkschaft NGG jetzt erstmals einen Tarifvertrag bei Birtat durchsetzte. Die Firma aus Murr bei Ludwigsburg versorgt mit ihren Dönerspießen 13 Millionen Kunden im Monat. Die Mitarbeitenden zerkleinern bei geringen Temperaturen unter Zeitdruck Fleisch und stecken es auf Spieße, was der Betriebsrat – passend zum Produkt – als „Knochenjob“ bezeichnet. Für diese Arbeit wurden die Mitarbeitenden bisher überschaubar entlohnt, wie der neue Tarifvertrag zeigt: Dieser legt einen Einstiegslohn von 2600 Euro im Monat fest. Brutto, also vor Abzügen.

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:Adidas steigt aus dem Tarifvertrag aus

Der Sportartikelkonzern will unter anderem verhindern, dass die Lohnabschlüsse künftig auch für höher bezahlte Mitarbeitende gelten. Die Gewerkschaft nennt den Ausstieg „unsportlich und unsolidarisch“.

SZ PlusVon Alexander Hagelüken und Uwe Ritzer

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