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Adecco-Chef Peter Blersch:"Zeitarbeit ist sozialpolitischer Sprengstoff"

Streit um Leiharbeiter bei BMW Leipzig

"Es muss angemessenen Lohn für angemessene Leistung geben", sagt Peter Blersch. Die Zeitarbeitsfirma Adecco vermittelt Leiharbeiter, unter anderem auch an die Automobilbranche.

(Foto: dpa)

Peter Blersch, Deutschland-Chef der Zeitarbeitsfirma Adecco, über den schlechten Ruf der Branche, die Risiken und Vorteile von Zeitarbeitern und die schwindende Angst vor Arbeitslosigkeit bei jungen Leuten.

Das, womit Peter Blersch Geld verdient, sorgt für Ärger. Als Deutschland-Chef des weltgrößten Zeitarbeitsunternehmens Adecco kümmert er sich um Personalvermittlung und vor allem darum, Tausende Zeitarbeiter zu verleihen. Gegen Gebühr helfen sie ein paar Monate in einem Betrieb. Kritiker sprechen von Arbeitnehmern zweiter Klasse. Blersch kämpft für das Ansehen seiner Branche - und um Personal. Vom Lkw-Fahrer über Pfleger bis zum Programmierer sind Fachkräfte knapp. Zunehmend bedient Adecco deshalb auch andere Geschäftsfelder, vermittelt beispielsweise Selbständige temporär und bietet Werkvertragslösungen an. Um Mitarbeiter zu gewinnen, muss Blersch sich ihren Wünschen anpassen. Seine Firma ist damit Seismograf für den Arbeitsmarkt.

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