Am Ende hatte Gerhard Hillebrand keine Chance mehr. Zu sehr hatte sich das Narrativ verfestigt, der oberste Repräsentant des ADAC für Verkehrsfragen habe gefordert, die EU solle die Autofahrer mit einer CO₂-Abgabe belasten, um sie zum Umstieg von Verbrenner- zu Elektroautos zu zwingen. Das hatte Hillebrand zwar gar nicht gesagt, aber das half ihm nach dem wochenlangen Shitstorm auch nichts mehr. Der Druck auf ihn wurde zu groß; deswegen trat er aus dem ADAC-Präsidium zurück.
MeinungDer Fall ADACFür Zwischentöne ist kaum noch Platz, das ist verhängnisvoll
Kommentar von Uwe Ritzer, München
Lesezeit: 2 Min.

Der Rücktritt von ADAC-Präsidiumsmitglied Hillebrand sagt viel aus über die Diskussionskultur in Deutschland – und über das größte Problem des ADAC.
