MeinungDer Fall ADACFür Zwischentöne ist kaum noch Platz, das ist verhängnisvoll

Kommentar von Uwe Ritzer, München

Lesezeit: 2 Min.

Auf der  Internationalen Automobil Ausstellung in München im vergangenen Jahr war auch der ADAC präsent.
Auf der  Internationalen Automobil Ausstellung in München im vergangenen Jahr war auch der ADAC präsent. Robert Haas

Der Rücktritt von ADAC-Präsidiumsmitglied Hillebrand sagt viel aus über die Diskussionskultur in Deutschland – und über das größte Problem des ADAC.

Am Ende hatte Gerhard Hillebrand keine Chance mehr. Zu sehr hatte sich das Narrativ verfestigt, der oberste Repräsentant des ADAC für Verkehrsfragen habe gefordert, die EU solle die Autofahrer mit einer CO₂-Abgabe belasten, um sie zum Umstieg von Verbrenner- zu Elektroautos zu zwingen. Das hatte Hillebrand zwar gar nicht gesagt, aber das half ihm nach dem wochenlangen Shitstorm auch nichts mehr. Der Druck auf ihn wurde zu groß; deswegen trat er aus dem ADAC-Präsidium zurück.

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