Activision Blizzard kauft King Digital Entertainment Call of Duty übernimmt Candy Crush

Das ist nicht Call of Duty - das ist Candy Crush

(Foto: Simon Dawson/Bloomberg)
  • Das Unternehmen Activision Blizzard übernimmt den Candy-Crush-Hersteller King Digital Entertainment - für 5,9 Milliarden Dollar.
  • Mit dem Geschäft prallen unterschiedliche Geschäftsmodelle der Branche zusammen.
  • Das Interesse der Nutzer an Candy Crush ließ zuletzt nach.

Unterschiedlicher könnten die Spiele kaum sein. Bei Candy Crush gewinnt, wer bunte Bonbons passend zueinanderschiebt, eine Mischung aus Tetris und Zauberwürfel. Bei Call of Duty gewinnt, wer dem anderen in den Kopf schießt, ein klassisches Shooter-Spiel. Candy Crush funktioniert am besten auf Handy-Bildschirmen, Call of Duty setzt auf hochauflösende Grafiken.

Nun gehören beide Spiele zum gleichen Konzern. Denn Activision Blizzard übernimmt den Candy-Crush-Hersteller King Digital Entertainment - für 5,9 Milliarden Dollar, teilt das Unternehmen mit.

Damit prallen auch unterschiedliche Geschäftsmodelle aufeinander. King Digital veröffentlicht Smartphone-Spiele, die auf den ersten Blick kostenlos sind. Doch sie locken Spieler, für kleine Vorteile ein bisschen Geld auszugeben. Darauf geht zumindest ein Teil der Nutzer ein.

Von Tony Hawk bis World of Warcraft

Activision Blizzard dagegen verkauft Bestseller. Call of Duty Black Ops 3 erscheint bald und kostet für den PC rund 60 Euro. Activision hat auch andere bekannte Spiele herausgebracht, wie Guitar Hero, Tony Hawk's Pro Skater, Destiny und World of Warcraft.

King Digital Entertainment sitzt in London und soll nach der Übernahme weiterhin unabhängig agieren, sagt der bisherige Chef Riccardo Zacconi. Er solle auch weiter an der Spitze bleiben. King Digital hatte zuletzt mit Geschäftsrückgängen zu kämpfen, weil das Interesse der Nutzer an Candy Crush nachließ und kein ähnlich erfolgreiches neues Spiel folgte.

Im zweiten Quartal sank der Umsatz innerhalb von drei Monaten um 14 Prozent auf 490 Millionen Dollar. Der Gewinn fiel im Vergleich zum ersten Vierteljahr um 27 Prozent auf 119 Millionen Dollar. Die Zahl der aktiven Nutzer ging um neun Prozent zurück - es waren aber immer noch gut 500 Millionen im Monat. 7,6 Millionen Spieler gaben Geld in King-Games aus, elf Prozent weniger als drei Monate zuvor.