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Abgasskandal:Richter vertagt VW-Anhörung

Über 3-Liter-Diesel soll nun am Dienstag entschieden werden. Der Richter schickt die Anwälte von VW zum Nacharbeiten.

Im Abgasskandal beim Volkswagen-Konzern gibt es weiterhin keine Lösung für die betroffenen größeren Motoren in den USA. Am Montag verschob der zuständige Richter Charles Breyer in San Francisco eine Anhörung zu einer Einigung zwischen VW und Klägern im Fall der größeren 3-Liter-Dieselmotoren um einen weiteren Tag. Er sei optimistisch, dass die Parteien bis Dienstag 11 Uhr Ortszeit (20 Uhr MEZ) zu einer Lösung kämen. In dem angestrebten Vergleich geht es um rund 80 000 Autos mit von Audi entwickelten Motoren, die von der Abgasaffäre um manipulierte Tests betroffen sind.

Unterdessen hat der Volkswagen-Konzern in Kanada einen milliardenschweren Vergleich in der Dieselaffäre ausgehandelt. VW und seine Konzerntochter Audi sollen für die Beilegung eines Rechtsstreits um manipulierte Abgastests bis zu 2,1 Milliarden kanadische Dollar (1,5 Milliarden Euro) an kanadische Autokäufer zahlen, wie die Wettbewerbsbehörde in Ottawa am Montagabend mitteilte. Das Geld ist für den Rückkauf und Entschädigungszahlungen für rund 105 000 Autos mit 2,0-Liter-Dieselmotoren gedacht. Der Vergleich muss noch von einem Gericht bestätigt werden.