Abgas-Skandal Automarkt boomt - bis auf VW

Volkswagen-Fahrzeuge der Modelle Sharan, Golf und Beetle.

(Foto: dpa)
  • Die Neuzulassungen für Volkswagen-Autos sind im Oktober um 0,2 Prozent zurückgegangen.
  • Andere Marken wie Daimler, BMW oder Fiat profitieren hingegen von den stetig steigenden Zulassungszahlen in Europa.

VW rutscht ab

Während in Europa immer mehr Autos registriert werden, ist die Zahl neu zugelassener Autos des Volkswagen-Konzerns im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent zurückgegangen. Zwar bleibt Volkswagen auf dem europäischen Automarkt noch immer Marktführer, der Anteil des Konzern hat sich jedoch von 25,9 auf 25,1 Prozent verringert, wie aus dem Bericht des Branchenverbands Acea hervorgeht.

Die einzelnen Marken der Volkswagen AG entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich: Während bei der Marke VW die Registrierungen nur um 0,2 Prozent zurückgingen, brachen sie bei Skoda um 2,6 und bei Seat sogar um 11,4 Prozent ein. Die Marke Audi konnte hingegen um 4,1 Prozent zulegen. Die Porsche-Zulassungen stiegen im gleichen Zeitraum sogar um 13,9 Prozent.

VW hatte im September zugegeben, dass in etwa elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Software eingesetzt wurde, die den Ausstoß von Stickoxiden im Testbetrieb als zu niedrig auswies. In der September-Bilanz war von den Auswirkungen des Abgas-Skandals jedoch noch nichts zu sehen: Die Zulassungen stiegen sogar um 8,4 Prozent. Das dürfte allerdings daran liegen, dass es sich bei ausgewiesenen Zahlen um Zulassungen von Autos handelt, die vor Wochen oder sogar Monaten bestellt wurden. Die Zahlen für Oktober fallen nun deutlich schlechter aus.

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Daimler, BMW und Fiat legen zu

Im Gegensatz zu VW profitieren andere Hersteller von dem anhaltenden Auto-Boom. Bei Daimler legten die Zulassungen im Oktober um 18,6 Prozent, bei BMW um 17,8 und bei Fiat um 15,6 Prozent zu.

Die Neuzulassungen in der EU stiegen im Oktober insgesamt um 2,9 Prozent auf 1,1 Millionen Fahrzeuge. In den ersten zehn Monaten des Jahres stiegen die Zulassungen um 8,2 Prozent auf über 11,5 Millionen Fahrzeuge. Seit mittlerweile 26 Monaten legen die Zulassungszahlen zu - jedoch ist der Zuwachs im Oktober mit 2,9 deutlich niedriger als noch im August mit 11,2 Prozent und im September mit 9,8 Prozent.

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