Abellio:Aus für Bahnverkehr in NRW

Die angeschlagene Regionalbahn Abellio scheidet in NRW zum 31. Januar 2022 aus dem Zugverkehr aus und übergibt ihre Linien an neue Betreiber. Das teilte die Abellio-Geschäftsführung bei einer Betriebsversammlung des Unternehmens in Hagen mit. Auch das Personal soll übernommen werden. Bisher entfällt etwa jeder sechste Zugkilometer im Schienen-Personennahverkehr von Nordrhein-Westfalen auf Abellio, das mit mehr als 1000 Beschäftigten wichtige Linien wie den RE 1 von Aachen nach Hamm, den RE 11 von Düsseldorf nach Kassel und die S 2 von Dortmund nach Essen betreibt. Ziel sei es, die mehr als 1000 Arbeitsplätze der Mitarbeiter nachhaltig zu sichern und eine geordnete Übergabe an neue Betreiber auf den Weg zu bringen. Dazu werde Abellio die nötigen Vorkehrungen treffen, hieß es in der Mitteilung. Als mögliche Bewerber gelten DB Regio und National Express. Weitere Interessenten sind möglich. Eine Entscheidung über die Notvergabe wollen die Verkehrsbetriebe am 9. Dezember treffen. Die drei NRW-Nahverkehrsunternehmen Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Nahverkehr Rheinland (NVR) sicherten den Beschäftigten ausdrücklich den "vollumfänglichen Erhalt" ihrer Arbeitsplätze zu.

Der Marktaustritt betrifft nur die Abellio Rail GmbH mit Sitz in Hagen in NRW. Andere Tochterfirmen der Deutschlandholding fahren weiter - und zwar die Westfalenbahn, die vor allem in Niedersachsen tätig ist, und die Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH, deren Züge in Sachsen-Anhalt und Thüringen fahren.

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