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ABB: Konzern stößt Sparten ab

Der neue ABB-Chef Björn Rosengren setzt den Schrumpf-Kurs seines Vorgängers fort. Drei Bereiche mit einem Umsatz von insgesamt 1,75 Milliarden Dollar will der Schweizer Elektrotechnikkonzern abstoßen: den Kupplungs- und Getriebehersteller Dodge sowie die Geschäfte mit Turboladern und Stromwandlern. Zusammen erwirtschaften die Bereiche rund sechs Prozent des Konzernumsatzes. "Wir glauben, dass ABB nicht der beste Eigner zur Weiterentwicklung dieser Geschäfte ist", erklärte der seit Anfang März amtierende Rosengren am Donnerstag anlässlich eines Investorentags. Möglich seien Verkäufe an andere Unternehmen oder auch an Finanzinvestoren. Dodge hat Insidern zufolge bereits Interessenten angelockt. Als Käufer kämen etwa die US-Anbieter Timken, Regal Beloit und Rexnord sowie der Autozulieferer Schaeffler und der schwedische Kugellager-Hersteller SKF in Frage. Das Turbolader-Geschäft, das den Insidern zufolge auf einen Wert von bis zu zwei Milliarden Dollar kommt, will Rosengren am liebsten an die Schweizer Börse bringen.

© SZ vom 20.11.2020 / Reuters
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