Euro-Krise:Die erste große Belastungsprobe für den Euro

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Euro-Krise: Illustration: Stefan Dimitrov

Illustration: Stefan Dimitrov

Es war eine krasse Prüfung für die Gemeinschaftswährung und für Europa. Wie es im Jahr 2010 zur Euro-Krise kam und welche Narben sie hinterlassen hat.

Von Cerstin Gammelin, Berlin

Serie: 20 Jahre Euro

Vor 20 Jahren löste der Euro nationale Währungen wie die Deutsche Mark, die Lira und auch den Franc als Bargeld ab. Warum der Euro unter Ökonomen umstritten war und welche Krisen die Gemeinschaftswährung überstehen musste, erklärt die SZ in einer Serie. Alle Beiträge finden Sie auf dieser Überblicksseite.

Der Start des Euro ist triumphal. Die europäische Währung, gegründet mit dem Abschluss der Maastrichter Verträge 1992 und verwirklicht mit der Einführung des Euro im Jahr 2002, wird globale Reservewährung. In der Euphorie rutschen Kreditzinsen in südlichen Euro-Ländern auf historische Tiefstände. Bürger und Staaten leisten sich bis dahin unbekannten Wohlstand. Die vermögenderen Euro-Länder, allen voran Deutschland, profitieren vom Boom im Süden, die Region ist ein riesiger Absatzmarkt für ihre exportorientierten Unternehmen. Auch weil in Deutschland das Sparen traditionell verbreitet ist, sind deutsche Banken beim Boom im Süden vorne dabei; sie transferieren Vermögen wie Rentenfonds von Nord nach Süd und bieten günstige Kredite für jedermann. Die Konsumlust ist geweckt, auch sie befeuert die Exporte. Bezahlt wird mit Krediten, als ob es kein Morgen gäbe.

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