20-Dollar-Schein:Zum ersten Mal kommt eine schwarze Frau auf einen Dollarschein

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Former slave Harriet Tubman to replace Pres. Jackson on US $20 bill: official

Tubman statt Jackson: Künftig ist die Sklaven-Helferin Harriet Tubman auf der 20-Dollarnote zu sehen.

(Foto: AFP)

Lange wurde im US-Finanzministerium darüber diskutiert, welche Gesichter auf den neuen Geldscheinen zu sehen sein werden. Nun gibt es eine Entscheidung.

Fast zehn Monate haben die US-Amerikaner darüber diskutiert, welches weibliche Gesicht künftig auf einem US-Dollarschein zu sehen sein soll. Nun gibt es eine Entscheidung: Die bekannteste Fluchthelferin schwarzer Sklaven in den USA, Harriet Tubman, kommt auf den neuen 20-Dollar-Schein.

US-Finanzminister Jacob Lew habe sich für sie entschieden, bestätigte das Ministerium. Tubman habe "ihr Leben der Freiheit gewidmet", heißt es. Erstmals seit mehr als 100 Jahren wird damit wieder das Bild einer Frau eine Dollarnote zieren. Bisher war auf der 20-Dollar-Banknote Andrew Jackson, der siebte Präsident der USA, zu sehen. Sein Gesicht wandert nun auf die Rückseite der Banknote.

Eigentlich sollte die 10-Dollar-Note ein neues Gesicht erhalten, doch Gründervater Alexander Hamilton ist derzeit wieder so beliebt, dass der Sklavenhalter und Indianer-Hasser Jackson ausgewechselt wird. Auf der Rückseite des 10-Dollar-Scheins werden Bilder von Suffragetten zu sehen sein, jene Frauen, die sich für die Einführung des Frauenwahlrechts einsetzten.

In einer Umfrage der Onlinegruppe "Women on 20s" im vergangenen Jahr kam Tubman auf den ersten Platz. Die Afroamerikanerin kämpfte gegen die Sklaverei und arbeitete für das informelle Netzwerk Underground Railroad, die entlaufenen Sklaven zur Flucht aus den Südstaaten der USA verhalf.

Der Entwurf der Tubman-Note wird allerdings erst 2020 veröffentlicht*. Dann jährt sich die Einführung des Frauenwahlrechts in den USA zum hundertsten Mal. In Umlauf soll sie vor 2030 kommen.

*Korrektur: In einer früheren Version war davon die Rede, dass die Note bereits 2020 in Umlauf kommt. Wir haben das korrigiert.

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