2-G-Regel:Handelsverband wehrt sich

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hält die drohende bundesweite Einführung der 2-G-Regel für große Teile des Einzelhandels für rechtswidrig. In einem Brief an die amtierende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den voraussichtlichen nächsten Kanzler Olaf Scholz (SPD) schrieb HDE-Präsident Josef Sanktjohanser, die 2-G-Regel verletze die Berufsfreiheit der Einzelhändler und verstoße außerdem gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz. Wenn Händler lediglich geimpften und genesenen Verbrauchern den Zugang gestatten dürften, sei dies "unverhältnismäßig und daher rechtswidrig". Er stützte sich dabei auf ein Gutachten der Rechtsanwaltskanzlei Noerr. "Der Handel hat seit Beginn der Corona-Krise erhebliche Sonderopfer gebracht, obwohl er zu keinem Zeitpunkt als Inzidenztreiber bezeichnet werden konnte. Vielmehr haben zahlreiche Studien ergeben, dass das Risiko der Ansteckung im Einzelhandel marginal ist", so der HDE-Präsident. Wie hoch das Infektionsrisiko in Geschäften ist, lässt sich allerdings nur schwer sagen, weil die Kontaktverfolgung schwierig ist.

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