100 Tage Bahn-Chef Grube:Fachkompetenz

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Fachkompetenz

Rüdiger Grube, Foto: AP

Die Lister der potentiellen Kandidaten war lang: Am Ende wurde jedoch Rüdiger Grube zum Nachfolger von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn bestimmt.

(Foto: Foto: AP)

Ein Führungswechsel mitten in der Krise - das ist für jedes Unternehmen eine Gratwanderung. Dass Hartmut Mehdorn ein Manager ohne Stallgeruch folgte, hat jedoch viele Beobachter erstaunt. Denn die Liste der Kandidaten war lang: Vom Logistik-Vorstand Norbert Bensel über Fraport-Chef Wilhelm Bender bis zum ehemaligen EnBW-Patron Utz Claassen wurden etliche prominente Top-Manager genannt - ein ganz heißer Favorit war auch Andreas Meyer, der noch junge Chef der Schweizerischen Bundesbahnen.

Am Ende des Posten-Pokers saß mit Daimler-Strategievorstand Rüdiger Grube ein Überraschungskandidat auf dem Chefsessel.

Rüdiger... wer? Man habe Grube zuvor nicht gekannt, gesteht Alexander Kirchner, Chef der Bahngewerkschaft Transnet. Doch Klaus-Dieter Hommel, Chef der Verkehrsgewerkschaft GDBA, sagt, Grube habe sich "hervorragend eingearbeitet." Ohnehin, so Kirchner, gehe es in der jetzigen Situation der Bahn nicht primär um Logistik-Insiderwissen, sondern vor allem um eines - einen zerrissenen Konzern zu einen. Da brauche man vor allem die vielbeschworenen Soft-Skills, findet der Transnet-Chef - und dass er die habe, habe Grube bereits gezeigt.

Auf der nächsten Seite: Hart aber herzlich - das Auftreten des neuen Bahn-Chefs.

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