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Politik:So geht es weiter

Jahresrückblick 2015 - Akteure in der Flüchtlingskrise

Ein Geflüchteter macht ein Bild mit Kanzlerin Angela Merkel.

(Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

2015 kamen mehr Flüchtlinge nach Deutschland als erwartet. Die Politiker haben spät darauf reagiert. Doch dann haben sie angepackt.

1. Wirklich aufnehmen

Erst ging es darum, dass die Flüchtlinge nicht im Freien schlafen müssen. Nun wollen sich Politiker darum kümmern, dass die Menschen möglichst bald aus den Hallen und großen Heimen rauskommen. Wer bleiben darf, weil er Schutz braucht, soll schnell am normalen Leben teilnehmen, die Sprache lernen und eine Arbeit finden. Deutschland ist ein reiches Land. Es muss dafür keine Schulden machen. Und es entstehen dadurch viele Jobs - zum Beispiel in Schulen oder auch bei Baufirmen, weil mehr Wohnungen gebaut werden.

2. Gerecht verteilen

Vor einigen Jahren hatten die Regierungen in Europa verabredet, dass Flüchtlinge immer in dem Land Asyl beantragen und bleiben müssen, in dem sie die Europäische Union (EU) betreten. Doch in einzelnen Ländern am Rand der EU kamen viel mehr Flüchtlinge an als in anderen. Das war ungerecht. Deshalb haben sich immer mehr Länder nicht an die Verabredung gehalten. Sie haben die Flüchtlinge einfach weitergeschickt. Nun suchen die Regierungs-Chefs nach einer Lösung, wie man Flüchtlinge gerecht auf alle EU-Länder verteilen kann.

3. Besser informieren

Manche Menschen kommen, weil sie arm sind und von einer besseren Zukunft träumen. Das ist verständlich, aber kein Asylgrund. Nur wer bedroht wird, bekommt Asyl. Viele wussten das nicht, als sie sich auf den Weg machten. So kam 2015 ein großer Teil der Flüchtlinge aus Staaten des West-Balkans wie Albanien oder Kosovo. Inzwischen hat sich das herumgesprochen. Es kommen sehr viel weniger von dort. Einige Politiker wollen es den Balkan-Bewohnern dafür leichter machen, für einige Monate in der EU zu arbeiten.

4. Flucht vermeiden

Die meisten Flüchtlinge kommen aus Syrien. Dort herrscht seit Jahren Krieg. Der wirkt sich auch auf das Nachbarland Irak aus. Lange hat die Welt dabei zugeschaut. Nun wollen mächtige Länder wie die USA, Russland, Frankreich und auch Deutschland versuchen, den Krieg zu beenden. Millionen Flüchtlinge aus Syrien haben in den Nachbarländern ihrer Heimat Zuflucht gesucht. Diese Länder will Europa mit mehr Geld unterstützen als bisher. Und in Afghanistan bemühen sich Soldaten aus den USA und Europa seit Jahren, dauerhaft Frieden zu schaffen.