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Merkhilfe:Vor oder zurück?

KiZei "Zeit"

So geht die Zeitumstellung. Zeichnung: Jan Reiser

Zweimal im Jahr werden die Uhren werden umgestellt. Aber in welche Richtung?

Dürfen wir nun eine Stunde länger schlafen oder wird uns eine Stunde geklaut? Muss die Uhr vor- oder zurückgestellt werden? Mit einer Eselsbrücke können sich viele Leute merken, wie es funktioniert. Und die geht so: Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür. Und im Herbst stellt man sie zurück in den Schuppen oder Keller. Am 26. Oktober 2014, wenn die Sommerzeit endet, wird die Uhr also morgens von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Man darf eine Stunde länger im Bett bleiben. Dann beginnt die Normalzeit, die auch Winterzeit genannt wird. Und am 29. März 2015 stellt man die Uhren dann wieder vor.

Frage und Antworten zur Zeitumstellung

Wann werden die Uhren umgestellt? Die Sommerzeit beginnt am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. Die Uhren werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgedreht. Der Sonntag hat dadurch 25 Stunden. Bei der Zeitumstellung im März war der Sonntag dafür nur 23 Stunden lang.

Warum passiert das mitten in der Nacht? Weil sonst vermutlich das Chaos ausbrechen würde. Selbst nachts gibt es Probleme: Die Züge, die während der Umstellung auf Sommerzeit unterwegs sind, kommen mit Verspätung ans Ziel. Ihnen fehlt ja eine Stunde Fahrzeit. Und im Oktober, wenn es die Stunde zwischen 2 Uhr und 3 Uhr zweimal gibt, sitzen die Reisenden eine Stunde im Nachtzug rum, während der Zug im Bahnhof eine Stunde Halt machen muss.

Warum wird überhaupt an der Uhr gedreht? Dadurch soll im Sommer das Tageslicht besser genutzt werden. Man steht früher auf, als das nach der Normalzeit der Fall wäre. Abends ist es durch die Sommerzeit eine Stunde länger hell. So kommt man länger ohne elektrisches Licht aus. Auf diese Weise soll Strom gespart werden.

Was spricht gegen die Umstellung? Erstens macht die Umstellung Arbeit: Man muss zum Beispiel die Uhren im Auto oder in der Kamera von Hand umstellen. Zweitens bringt die Umstellung die innere Uhr vieler Menschen durcheinander. Sie sind an den Tagen danach müde und erschöpft. Und nicht nur sie tun sich schwer. Auch Milchkühe brauchen im Herbst einige Tage, bis sie sich an die späteren Melkzeiten gewöhnt haben. Drittens klappt das mit dem Energiesparen nicht wirklich. Im April ist es morgens recht kühl, weshalb viele Menschen heizen. Dadurch wird viel Energie verbraucht.

Gibt es die Sommerzeit auf der ganzen Welt? Nein, nicht einmal die Hälfte der Staaten weltweit macht die Umstellung mit. Die Sommerzeit gibt es in allen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, in den meisten Staaten der USA, in einigen Ländern in Afrika und Südamerika, in Neuseeland und in Teilen Australiens.

In der Print-Ausgabe der "Süddeutschen Zeitung für Kinder" heißt es irrtümlich zur Sommerzeit: Man steht später auf, als das nach der Normalzeit der Fall wäre. Das ist falsch. Man steht eine Stunde früher auf.