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Sterbegeldversicherung Vergleich 2019 – Jetzt Sterbeversicherungen vergleichen und Sterbegeld sichern

Wer will schon über seinen eigenen Tod nachdenken? Weit wegschieben wir den Gedanken und konzentrieren uns auf unseren Alltag. Dabei wissen wir ganz genau, dass unser Leben eines Tages zu Ende geht und dass wir unseren Angehörigen viel Sorge und Mühe abnehmen könnten, wenn wir schon zu Lebzeiten unsere Bestattung in trockene Tücher wickeln würden. Ein wichtiger, hilfreicher Baustein auf diesem Weg ist die Sterbegeldversicherung, die oft ganz kurz auch Sterbeversicherung genannt wird.

Die Sterbegeldversicherung bewirkt die finanzielle Entlastung Ihrer Hinterbliebenen, die sich im Falle des Falles auf die Verarbeitung ihrer Trauer konzentrieren können, indem eine würdevolle Bestattung im Hintergrund ihren ganz automatischen Lauf nimmt. Anbieter von Sterbeversicherungen gibt es viele und jeder hat seine eigenen Regeln, sprich Versicherungsbedingungen, geschaffen.

Damit sie aus diesem großen Pool eine günstige Sterbegeldversicherung herausfischen können, bieten wir Ihnen hier den Sterbegeldversicherung-Vergleich an. Der damit verbundene Rechner ist ein wichtiges und leicht zu bedienendes Software-Tool zur Ausführung des kostenlosen und unverbindlichen Sterbeversicherung-Vergleichs.

Früher gab es von der Krankenkasse Sterbegeld

Das waren noch Zeiten, als die gesetzlichen Krankenkassen den erbberechtigten Hinterbliebenen freiwillig ein Sterbegeld überwies in dem Wissen, dass eine Beerdigung immer eine finanzielle Belastung darstellt. Das Sterbegeld war tatsächlich so bemessen, dass übliche Kosten einer Bestattung, also der Pfarrer und Organist, Dienstleistungen, Friedhofsgebühren und der Sarg sowie eine Einäscherung davon bezahlt werden konnten. Seit 2004 wurden solche Zahlungen auf ein paar Privilegierte eingedampft. Inzwischen muss jeder selbst zusehen, wie er in dieser Situation zurechtkommt.

Wer doch noch etwas bekommt:

  • SterbeversicherungBerechtigte gemäß Bundesversorgungsgesetz
  • Bundes- und Länder-Beamte: Manchmal kommt in den Behörden bei einzelnen Tarifangestellten die Frage auf: „Soll ich mich verbeamten lassen, lohnt sich das überhaupt?“ Wir meinen, ja. Den Hinterbliebenen eines Beamten steht gemäß Beamtenversorgungsgesetz ein Sterbegeld zu, das dem Doppelten der Dienstbezüge entspricht. Allerdings unterscheiden sich solche Regelungen etwas in den Bundesländern.
  • Arbeitnehmer mit entsprechendem Tarif- oder Arbeitsvertrag: Einige Angestellte arbeiten unter einem Tarif- oder Arbeitsvertrag, in dem bestimmte Regelungen hinsichtlich des Anspruchs auf ein Sterbegeld festgeschrieben sind.
  • Bei tödlichem Arbeitsunfall oder Berufskrankheit: Aus der gesetzlichen Unfallversicherung wurde das Sterbegeld noch nicht gestrichen. Wenn jemand nachweislich an einem Arbeitsunfall oder an einer Berufskrankheit verstirbt, gibt es von der Unfallversicherung einen feststehenden Betrag und gegebenenfalls einen Ausgleich für Überführungskosten. Die Zahlen dazu werden jedes Jahr angepasst. Aktuell können Sie mit gut 5.000 Euro rechnen.

Schüler, Auszubildende und Arbeitnehmer sind gesetzlich unfallversichert. Bei privaten Unfallversicherungen muss die Option Sterbegeld explizit vereinbart werden. Auch in diesem Fall muss dann wieder der Nachweis geführt werden, dass der Tod durch einen Arbeitsunfall oder eine anerkannte Berufskrankheit verursacht wurde.

Mit der Gesundheitsreform aus dem Jahre 2003 wurde das Sterbegeld ab 2004 leider ersatzlos gestrichen. Damals betrug das Sterbegeld 525 Euro, was heute ohnehin nicht für eine Bestattung, die eher um die 7.000 Euro kostet, ausreichen würde. Insofern haben auch schon früher viele vorsorgliche Menschen eine private Sterbegeldversicherung abgeschlossen.

Die Sterbegeldversicherung als würdiger Ersatz des Sterbegeldes

Als brauchbarer Ersatz für das Sterbegeld hat sich die Sterbegeldversicherung erwiesen. Mit dem Abschluss der Sterbeversicherung sollten Sie aber auf keinen Fall bis zu Ihrem Renteneintritt warten. Im Prinzip ist es möglich, eine Sterbegeldversicherung schon mit 18 Jahren abzuschließen. Grundsätzlich gilt: Je jünger Sie zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses sind, desto geringer ist Ihr Versicherungsbeitrag.

Sterbeversicherung mit festgelegter Dauer der Beitragszahlungen

Schon gewusst?Sie können bei Vertragsabschluss festlegen, bis wann Sie Beiträge in Ihre Sterbekasse entrichten. Je nach Ihrem Alter zum Zeitpunkt der vertraglichen Vereinbarung kann Ihre letztmalige Überweisung mit dem Renteneintrittsalter abgestimmt werden oder eben mit einem entsprechend späteren Zeitpunkt. Durch eine Überschussbeteiligung kann sich die Vertragssumme im Laufe der Zeit sogar deutlich aufstocken. Wer vor dem verabredeten Ende der Einzahlungen stirbt, erhält trotzdem den vollen Betrag aus der Sterbeversicherung.

Beitragshöhe bei der Sterbegeldversicherung

Gemäß der Stiftung Warentest liegen übliche Bestattungskosten in Deutschland im Bereich zwischen 6.000 und 8.000 Euro. Darüber hinaus kann es zu laufenden Kosten für die Grabpflege kommen oder Sie müssen noch einen Notar im Zuge der Klärung von rechtlichen Fragen zur Erbschaft einschalten. Das ist der vorgegebene Rahmen, in dem Sie sich im Zusammenhang mit einer Bestattungsvorsorge in etwa bewegen.

Folgende Parameter bestimmen im Wesentlichen die Beitragshöhe für eine Sterbegeldversicherung:

  1. Das Alter des Versicherten
  2. Die Höhe der Versicherungssumme
  3. Der Gesundheitszustand des Versicherten
Es ist eigentlich ziemlich logisch, dass ein älterer, kranker Mensch, der um eine großartige Trauerfeier bemüht ist, mehr für seine Sterbeversicherung zahlt als ein junger, gesunder Mensch, dem eine ganz bescheidene Beisetzung im Rahmen seiner Lieben als völlig ausreichend dünkt. Insofern gestaltet sich der Spread der Versicherungssummen relativ breit von circa 2.000 bis 10.000 Euro.

Lebensversicherung versus Sterbekasse

Bitte merken!Eine Sterbegeldversicherung ist durchaus vergleichbar mit der Kapitallebensversicherung. Allerdings wäre Letztere mit einer besonders niedrigen Versicherungssumme belegt. In der Tat hieß das früher eine „Klein-Lebensversicherung“. Anstatt monatlicher Beiträge, was der Normalfall ist, können Sie hierbei auch eine größere Einmalzahlung vornehmen.

Zur Veräußerung von Sterbegeldversicherungen haben sich schon sehr früh bezeichnenderweise Sterbekassen etabliert. Dabei handelte es sich meistens um eher kleine Versicherungsunternehmen, die in der Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit – VVaG – agierten. Die Idee reicht sogar bis in die Antike zurück. Sogenannte Begräbniskassen entstanden in Deutschland mit Beginn des 18. Jahrhunderts.

Eine Sterbegeldversicherung bekommen Sie bei jenen Versicherungsgesellschaften, die Lebensversicherungen verkaufen. Außerdem können Sie bei den zurzeit 35 Sterbekassen danach fragen. Der damit verbundene Garantiezins lag 2017 bei 0,9 Prozent. Gerät ein Versicherungsunternehmen ins Straucheln, tritt der Sicherungsfonds Protektor auf den Plan, damit Sie Ihre Ansprüche nicht verlieren.

Die Protektor Lebensversicherungs-AG wurde dazu gegründet, dem Sparer immer dann zur Seite zu stehen, wenn eine Gesellschaft, die Lebensversicherungen veräußert, beispielsweise in eine Insolvenz abrutscht. Ihre Leistungen zum eigenen Risikoschutz und gegebenenfalls zur Altersvorsorge bleiben dadurch vollständig erhalten, was sogar für die schon gewährten Gewinnbeteiligungen gilt. Die Mitgliedschaft bei Protektor ist kostenpflichtig und zugleich obligatorisch für alle deutschen Lebensversicherungen.

Sterbekassen unterliegen aber keinem Garantiezins. Hier werden die Zinsen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – BaFin – bestimmt. Früher boten die Sterbekassen üblicherweise einen etwas höheren Zins als die Lebensversicherungen. Doch das Blatt hat sich wegen der lang anhaltenden, extremen Niedrigzinsphase gewendet, die Sterbekassen ächzen unter der damit verbundenen Last. Und es gibt noch einen Wermutstropfen: Unter den Sterbekassen ist keinerlei Sicherungsnetz nach dem Strickmuster eines Protektors aufgespannt. In finanzieller Not kommt eine Sterbekasse nicht darum herum, Leistungen nachträglich zu kürzen, und das ist noch der beste Fall.

Dies sollten Sie beim Sterbegeldversicherung-Vergleich beachten

Gerade die Sterbeversicherungen unterscheiden sich hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr stark. Daher empfehlen wir unbedingt den Sterbeversicherung-Vergleich vor einem Vertragsabschluss durchzuführen. Wir haben uns in der Sache die Sterbegeldversicherung-Tests etwas genauer angesehen und kamen so zu den folgenden Schlussfolgerungen:

Nicht selten werden Leistungen der Sterbegeldversicherung an ausgewählte Bestattungsunternehmen und Servicepakete gebunden. Das macht die Trauerarbeit gewiss nicht einfacher. Achten Sie also darauf, dass Sie über das Sterbegeld frei verfügen können. Dazu gehört, dass die Angehörigen darüber beschließen können, wie mit dem Anteil des Geldes umgegangen wird, der nach der Trauerfeier hoffentlich noch übrig bleibt.

Gewünschte Änderungen des Vertrages sollten seitens des Versicherungsnehmers jederzeit möglich sein. Dieser Punkt kann eines Tages sehr wichtig werden, denn niemand weiß, ob er sich vielleicht nicht mit seinem Haupterben eines Tages überwirft.

Wer zum Zeitpunkt des Abschlusses der Sterbegeldversicherung noch relativ jung ist, sollte keine allzu lange Dauer der Beitragszahlung wählen. Diese Tarife kosten zu Anfang etwas mehr, dennoch bezahlen Sie bei vollumfänglichem Versicherungsschutz in der Gesamtsumme weniger.

Gibt es Sterbegeldversicherungen ohne Wartezeit?

Bei Sterbeversicherungen spielen Wartezeiten sehr wohl eine Rolle. Sie sind die folgerichtige Konsequenz aus früheren Einzelfällen, in denen Menschen mit einer Diagnose mit schlechter Prognose eben schnell noch eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen haben, um ihren Angehörigen die Trauer zu „versüßen“. So etwas mögen Versicherungsgesellschaften nicht und die gesamte Versichertengemeinschaft muss dies mit höheren Prämien bezahlen.

Die Wartezeit ist also die Zeitspanne zwischen Vertragsabschluss und Beginn des Leistungsanspruchs. Dennoch gibt es Versicherungen, die bestimmte Tarife der Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit im Portfolio haben. Machen Sie sich aber auf sehr hohe Beiträge dafür gefasst.

Eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit kriegen Sie nicht ohne Gesundheitsprüfung. Deren Ergebnis führt sehr oft zu Ausschlüssen bestimmter Erkrankungen als Todesursache. Die Gesundheitsfragen beziehen sich zum Beispiel auf Ihre Vorerkrankungen und auch darauf, ob Sie Raucher sind. Angenehm ist dabei, dass für den Abschluss einer Sterbeversicherung nur in seltenen Einzelfällen eine ärztliche Untersuchung verlangt wird. In der Regel geben sich die Gesellschaften mit einer schriftlichen Erklärung zufrieden, aus der klar hervorgeht, dass keine lebensbedrohliche Erkrankung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses vorliegt.

Doch wer unbedingt den Sofortschutz einer Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit will, macht sich in den Augen einer Versicherungsgesellschaft „verdächtig“ und muss deshalb Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten. Kommt die Versicherung dadurch zu der Einschätzung, dass Sie an Ihrer Krankheit sehr wahrscheinlich bald versterben werden, wird Ihr Versicherungsantrag emotionslos abgelehnt. Mitleidsvolle Ausnahmen für den Sterbenden sieht das Geschäftsleben nicht vor.

Eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit beziehungsweise sofortiger Leistungsanspruch gibt es nur dann, wenn bestimmte Gesundheitsfragen ehrlich und plausibel beantwortet wurden. Falls Sie an dieser Stelle nicht die ganze Wahrheit sagen, kann es passieren, dass Ihre Hinterbliebenen nur einen Teil der vereinbarten Leistungen bekommen oder sogar alles gestrichen wird.

Jeder Versicherungsvertrag kann individuell ausgestaltet werden, dazu gehören insbesondere die Beitragshöhe und der Leistungsumfang. Auch im Fall der Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit erhalten die bezugsberechtigten Hinterbliebenen die vereinbarte Versicherungssumme. Bei einer Sterbegeldversicherung mit Wartezeit kann es geschehen, dass der Versicherungsnehmer schon verstirbt, bevor die Wartefrist abgelaufen ist. In diesen eher seltenen Fällen kann die Versicherungssumme anteilig ausgezahlt werden. Diese Situation muss aber im Vertrag angesprochen sein.

Gibt es Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsprüfung?

SterbegeldversicherungDass sich Anbieter von Lebensversicherungen selbst dagegen versichern möchten, dass ihr Unternehmen nicht ausgenutzt wird und dadurch finanziell ausblutet, dafür hat wohl jeder ein gewisses Maß an Verständnis. Ein Weg, den die Unternehmen diesbezüglich einschlagen, sind eben die Gesundheitsprüfungen. In der Regel handelt es sich dabei lediglich um vorgefertigte Fragebögen, die der Antragsteller wahrheitsgemäß ausfüllen muss. Liegen Vorerkrankungen vor, werden dementsprechende Risikozuschläge erhoben. Lässt der schlechte Gesundheitszustand des Antragstellers dessen baldiges Ableben vermuten, kommt es zur rigorosen Ablehnung des Antrags auf Sterbeversicherung.

Wer dennoch eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung bevorzugt, muss in aller Regel eine Wartezeit in Kauf nehmen, die in den meisten Fällen mindestens 12 Monate, manchmal sogar 3 Jahre beträgt. Dies würde bedeuten, dass es erst 1 oder gar 3 Jahre nach Vertragsabschluss zu einer Leistung kommen kann. Wer vor Ablauf der Wartefrist verstirbt, bewirkt mit seiner Bestattungsvorsorge kaum etwas für seine Hinterbliebenen.

Die Sterbeversicherung ohne Gesundheitsprüfung ist mit besonders langen Wartezeiten verbunden. Wer keine Wartefrist will, muss mit extrem hohen Beiträgen rechnen, sofern er überhaupt einen Anbieter findet. Verstirbt der Versicherte vor Ablauf der Wartefrist, werden, je nach vertraglicher Regelung, die bislang eingezahlten Beiträge an die Hinterbliebenen ausgezahlt, allerdings abzüglich der Verwaltungskosten. Viele Tarife sind so gestaltet, dass bei plötzlichem Unfalltod die Wartezeit nicht weiter betrachtet wird. Manche Verträge sehen in einem solchen Fall sogar die Verdoppelung der Versicherungssumme vor.

Bei Selbstmord reagieren die Versicherungsgesellschaften sehr misstrauisch. Liegt der Vertragsabschluss aber schon mindestens 2 Jahre in der Vergangenheit, kann davon ausgegangen werden, dass der Entschluss zum Freitod damals noch nicht gefasst war. Verhindert werden soll auf jeden Fall, dass jemand in dem Wissen, dass er in ein paar Tagen von einer Brücke springen wird, zuvor eben noch schnell eine Sterbeversicherung abschließt.

Was Sie noch über Sterbeversicherungen wissen sollten

Sterbegeldversicherung VergleichDas Bezugsrecht hinsichtlich der Sterbegeldversicherung könnten Sie auch auf ein bestimmtes Bestattungsunternehmen übertragen. Das kann Sinn machen, zum Beispiel dann, wenn eine Sozialbedürftigkeit droht und das angesparte Vermögen dem Zugriff des Sozialamts entzogen werden soll.

Dazu sollten Sie aber wissen, dass gemäß § 90 SGB XII das Kapital in einer Sterbeversicherung nicht als verfügbares Vermögen angesehen wird, das ist übrigens bei Lebensversicherungen anders. Immerhin ist die Auszahlung für den Todesfall vorgesehen und damit ganz klar eine zweckgebundene Bestattungsvorsorge.

Der § 33 SGB XII sieht sogar vor, dass Beiträge an eine Sterbegeldversicherung als Mehrbedarf von der Sozialhilfe übernommen werden müssen. Die Richter schauen aber schon darauf, ob es sich um eine angemessene Versicherungssumme handelt oder ob hier jemand versucht, eine ganz erstaunliche Summe am Sozialamt vorbei zu mogeln.

Wer in die Situation kommt, dass er eine Pflege-Unterstützung braucht oder Hartz IV beziehen muss, braucht sich um seine Sterbeversicherung nicht sorgen. Mit dem Urteil vom 24.11.2015, Az. S 4 SO 370/14 hat das Sozialgericht Karlsruhe entschieden, dass im Falle einer „angemessenen Sterbegeldversicherung“ das Sozialamt die Beiträge dafür übernimmt.

Auch das Sozialgericht Gießen – Az. S 18 SO 65/16 – bestätigte diese Sichtweise: Wer in einem Pflegeheim lebt und eine Sozialhilfe bezieht, behält seine Sterbegeldversicherung. Eine Bestattungsvorsorge, die mit nicht überhöhten Kosten verbunden ist, ist Teil einer angemessenen Lebensführung, die zu schützen ist. Das Geld muss aber für den Todesfall klar zweckgebunden sein.

Ist Sterbegeld in Gänze steuerfrei?

In vielen Fällen müssen die Angehörigen das Sterbegeld tatsächlich gemäß ihrem Einkommensteuersatz versteuern. Dies liegt daran, dass derartige Einnahmen wie jene aus einer Kapitallebensversicherung behandelt werden. So ähnlich verhält es sich auch beim Sterbegeld für Beamte. Dabei besteht aber ein großer Unterschied darin, ob die Auszahlung der Sterbegeldversicherung tatsächlich an die Hinterbliebenen erfolgt oder ob es sich um eine Auszahlung handelt, die noch zu Lebzeiten erfolgt.

Gibt es Alternativen zur Sterbegeldversicherung?

SterbegeldEs ist richtig, dass es zur „Beerdigungsversicherung“ in der Tat gute Alternativen gibt, zu nennen wären da die Lebensversicherung, die Risikolebensversicherung und Unfallversicherungen. Daher sollen im Folgenden nochmals die wesentlichen Merkmale einer Sterbegeldversicherung zusammengefasst werden:

  • Die Sterbegeldversicherung ist im Prinzip eine Kapitallebensversicherung, die aber mit einer eher kleinen Versicherungssumme belegt ist. Die Auszahlung ist schließlich nicht für den Versicherungsnehmer bestimmt, sondern für seine Hinterbliebenen.
  • Die Beitragshöhe der Sterbeversicherung orientiert sich vornehmlich an der Höhe der Versicherungssumme und am Alter des Versicherungsnehmers. Wie zu erwarten, gilt hier: je höher die Versicherungssumme und je älter der Versicherte, desto höher der Monatsbeitrag.
  • Jeder Tarif einer Sterbegeldversicherung kann modular zusammengebaut werden, das heißt, Sie können darin unterschiedliche Optionen integrieren. Ein Beispiel dazu wäre der Unfalltodesschutz, der mit beachtlichen Leistungen verknüpft sein kann.
  • Auf jeden Fall lohnt sich ein Sterbeversicherung-Vergleich unter Nutzung unseres kostenlosen und unverbindlichen Tarifrechners.
  • Bei älteren Menschen bietet sich durchaus die Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit an. Falls Ihnen in diesem Fall die Monatsbeiträge zu hoch erscheinen, lassen sich diese deutlich reduzieren durch eine höhere Einmalzahlung ganz zu Beginn der Vertragslaufzeit. Jüngeren Menschen, die eine Beerdigungsversicherung abschließen möchten, empfehlen wir, Tarife der Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit zu meiden.
  • Wer den Versicherungsschutz sofort braucht, muss sich bei der Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit einer Gesundheitsprüfung unterziehen.
  • Eine günstige Sterbegeldversicherung finden Sie am besten durch einen individuellen Sterbegeldversicherung-Vergleich.
  • Das zur Auszahlung kommende Sterbegeld muss in vielen Fällen versteuert werden. Steuerfrei kann aber die Überweisung aus einer Sterbegeldversicherung an die Hinterbliebenen sein.

Gibt es einen relativ aktuellen Sterbegeldversicherung-Test?

Die Tarife der Sterbeversicherungen wurden von der Stiftung Warentest zuletzt im Jahre 2009 unter die Lupe genommen und Ökotest hat einen Sterbegeldversicherung-Test in 2012 durchgeführt. Sie sehen daran, dass es besser ist, sollten Sie jetzt ein gesteigertes Interesse an einer Sterbeversicherung haben, lieber selbst einen aktuellen Sterbeversicherung-Vergleich anzugehen.

Vor- und Nachteile der Sterbegeldversicherung

Gerade wegen der oft geäußerten Kritik an der Sterbegeldversicherung möchten wir hier fairerweise die Vor- und Nachteile einer Beerdigungsversicherung gegenüberstellen:

  • Nachdem das gesetzliche Sterbegeld abgeschafft wurde, stellt die Sterbeversicherung einen wichtigen Ersatz dar.
  • Ihre Angehörigen erfahren eine rasche finanzielle Unterstützung für die kostenintensive Bestattung.
  • Sofortige Auszahlung der gesamten, gegebenenfalls sogar doppelten Versicherungssumme bei Unfalltod.
  • Auf eine Gesundheitsprüfung kann verzichtet werden.
  • Versicherungsschutz im Ausland.
  • Das Geld aus einer Sterbegeldversicherung kann nicht gepfändet werden, sofern die Versicherungssumme unterhalb der Grenze von 3.579 Euro bleibt.
  • Ihre Sterbeversicherung unterliegt nicht dem Zugriff durch Sozialamt oder Altersheim.
  • Der Antrag auf Beerdigungsversicherung von älteren, kranken Menschen wird nicht selten abgelehnt.
  • Wer schon älter als 60 Jahre ist, wenn er eine Sterbegeldversicherung abschließt, muss sehr hohe Beiträge entrichten. Im Ergebnis wird meistens mehr eingezahlt, als die Sterbegeldversicherung schließlich bringt.
  • Stirbt der Versicherte schon innerhalb der ersten 3 Jahre nach Vertragsabschluss, kommt es in der Regel zu keiner Auszahlung der Versicherungssumme an die Hinterbliebenen. Im besten Fall erhalten sie die Einzahlungen abzüglich der Verwaltungskosten zurück.
  • Ein Unfalltod in sehr hohem Alter kann ein Grund zur Verweigerung der Leistungen sein.

Fazit zum Thema Sterbegeldversicherung

Die Bestattungsvorsorge ist allgemein leider ein verdrängtes Thema. Der Tod eines Menschen sowie seine kostenintensive Bestattung stellen immer eine enorme emotionale und zugleich auch finanzielle Belastung der Angehörigen dar. Die Beerdigungsversicherung beziehungsweise die Sterbegeldversicherung federt zumindest den zweiten Punkt ganz erheblich ab.

Wie auch bei anderen Versicherungen ist in diesem Fall der Sterbegeldversicherung-Vergleich vor Vertragsabschluss unbedingt zu empfehlen. Kein Vertrag und kein Tarif dieser Welt können Sie vor dem sicheren Tod bewahren. Aber es macht Sinn, sich dem Unausweichlichen von Zeit zu Zeit gedanklich zu stellen, weil wir dadurch jeden Lebtag viel bewusster genießen können und hoffentlich unsere Angehörigen nicht im Regen stehen lassen, wenn der Sensenmann meint, dass er ausgerechnet mit uns seinen traurigen Walzer in den Tod tanzen möchte.