Aktueller Riester-Rente Vergleich

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Riester-Rente Rechner 2019 – Jetzt Riester-Rente mit Förderung vergleichen und online abschliessen

Der demografische Wandel ist eine enorme Herausforderung für unsere Sozialsysteme, das ist schon lange bekannt. Wenn nichts unternommen wird, bedeutet dies den Zusammenbruch unseres Rentensystems. Zwar ist, wie es der einstige Arbeitsminister Blüm einmal so süffisant ausdrückte, die Rente sicher, aber deren Höhe reicht bald bei Weitem nicht mehr zum Leben. Um den sich immer mehr ausweitenden Versorgungslücken zu begegnen, dringt der Gesetzgeber auf eine verpflichtende private Altersvorsorge. Ein Werkzeug, das in dieser Richtung arbeiten soll, ist die staatlich geförderte private Riester-Rente, die oft als „Riester“ abgekürzt wird.

Doch inzwischen ist geradezu ein Urwald an Riester-Tarifen aus dem Boden gewachsen. Als wegbereitende Machete können Sie aber den Riester-Rente-Rechner anwenden, der Ihnen die verschiedenen Ausgestaltungen der Riester-Verträge näherbringt. Es handelt sich um ein praktisches Tool, mit dessen Hilfe Sie Ihre konkrete Riester-Rente berechnen können. Wenn Sie den Riester-Renten-Vergleich durchführen, sollten Sie aber ein paar Punkte beachten, um dabei unter anderem herauszufinden, ob für Sie eine Riester-Rente sinnvoll ist. Ganz gewiss sind Sie an den Riester-Förderungen und an den Riester-Rente-Zulagen interessiert. Auf diese Themen wollen wir im Folgenden näher eingehen.

Was ist die Riester-Rente?

Im Jahre 2002 wurde die gesetzliche Rentenversicherung reformiert. In diesem Rahmen wurde die Riester-Rente eingeführt. Die Regierung hatte damals verstanden, dass der sogenannte Generationenvertrag, so wie er bisher funktioniert hat, angesichts der demografischen Entwicklung mehr und mehr ausgehebelt wird und daher ein Verfallsdatum hat. Eine Lösung des Problems bestand in der Absenkung des Rentenniveaus. Den sich daraus ergebenden Wermutstropfen sollten die späteren Rentner in Form einer Versorgungslücke erfahren.

Aber auch dafür zeichnete sich schnell eine Lösung ab. Die Menschen sollten verstärkt die betrieblichen Altersvorsorgemöglichkeiten nutzen und zudem in eine private Altersvorsorge investieren. An dieser Stelle kam die Riester-Rente ins Spiel, zwar eine private, aber staatlich geförderte Altersvorsorge. Wer dazu bereit war und ist, einen Riester-Vertrag abzuschließen, erhält Steuervorteile und zudem staatliche Zulagen.

Wer ist Walter Riester?

Riester RenteAm 27.09.1943 wurde Walter Riester im beschaulichen Kaufbeuren südwestlich von München geboren. In die SPD trat er 1966 ein. Von 1988 bis ins Jahr 2005 gehörte Walter Riester dem Bundesparteivorstand der SPD an. Von 2002 bis 2009 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Er galt damals übrigens als Bundestagsabgeordneter mit den höchsten Nebeneinkünften. Im Oktober 1998 übernahm er das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung und gehörte dem Kabinett des Bundeskanzlers Gerhard Schröder an. Nach der Bundestagswahl im Jahre 2002 erfolgte eine Umstrukturierung. Sein Ministerium wurde gewissermaßen aufgeteilt und im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit sowie im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung untergebracht. Ende Oktober 2002 verabschiedete sich Walter Riester aus der Bundesregierung.

Für wen eignet sich die Riester-Rente?

Schon gewusst?Riester ist für jeden geeignet, der Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Folgende Personengruppen sind daher förderberechtigt:

  • Angestellte Arbeitnehmer
  • Beamte
  • Richter
  • Selbstständige mit einer Pflichtversicherung
  • Auszubildende
  • Studierende, die einem rentenversicherungspflichtigen Job nachgehen
  • Personen, die einen Bundesfreiwilligendienst ableisten
  • Soldaten
  • Personen mit Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit sowie dienstunfähige Personen
  • Bezieher von Arbeitslosengeld I, ALG II oder Krankengeld
Bei verheirateten Paaren kann der eigentlich unberechtigte Ehepartner doch Zulagen erhalten, sofern auch sein berechtigter Partner in eine Riester-Rente einzahlt.

Lohnt sich Riester?

Die Riester-Rente unterliegt durchaus Kritik. Ein gewichtiges Argument, das immer wieder angeführt wird, sind die marktüblichen Bank- beziehungsweise Fondssparpläne, die eine klar bessere Rendite einfahren können. Allerdings zahlt Ihnen keine Bank eine lebenslange Rente, wie es eben bei den staatlich geförderten Riester-Renten und Rürup-Renten der Fall ist. Der Riester-Banksparplan und der Riester-Fondsparplan bilden lediglich die Kapitalbasis für die Rentenzahlungen.

Die Frage, ob eine Riester-Rente sinnvoll ist, sollte vielleicht eher an den recht hohen Gebühren festgemacht werden. Doch werden Sie heute nicht mit dem Tarif-Dschungel allein gelassen. Mithilfe des Riester-Rente-Rechners finden Sie in Windeseile eine Riester-Berechnung, beispielsweise für eine klassische Riester-Rente, die eben nicht überteuert ist.

Verglichen mit einer privaten Rentenversicherung sind die staatlich geförderten Basis-Renten nicht besonders flexibel. Zwar gibt es bei der Riester-Rente in eingeschränkter Weise so etwas wie ein Kapitalwahlrecht, während bei der Rürup-Rente diesbezüglich gar nichts vorgesehen ist.

Die Stiftung Warentest hat schon lange bestätigt, dass viele Menschen später mit ihrer gesetzlichen Rente nicht auskommen können. Die Riester-Rente wurde in diesem Zuge als eine gute Möglichkeit der privaten Altersvorsorge identifiziert. Da die Riester-Verträge eine staatliche Förderung erfahren, kann die sich daraus ergebende Zusatzrente ein erfreuliches Maß annehmen, sofern die Riester-Rente früh genug abgeschlossen wurde. Dies ist auch eine Kernaussage beim Riester-Renten-Test, der die Vorteile insbesondere bei kinderreichen Familien, Geringverdienern sowie bei besser verdienenden Singles sieht. Wer dies im Einzelnen quantitativ nachprüfen möchte, sollte sich eingehend mit unserem Riester-Vergleich beschäftigen.

Als besonders empfehlenswert hat sich die Riester-Rente für kinderreiche Familien mit relativ geringem Einkommen erwiesen, weil sie mit recht hohen Zulagen rechnen können. Besserverdiener ohne Kinder profitieren ebenfalls bei der Riester-Rente wegen der erheblichen Steuervorteile. Lediglich der kinderlose Durchschnittsverdiener bleibt außen vor.

Wie läuft die Riester-Förderung konkret ab?

RiesterDie Riester-Förderung setzt sich aus den drei Komponenten – dem Steuervorteil, der Grundzulage und der Kinderzulage – zusammen. Sie können also über einen längeren Zeitraum mit relativ kleinen Einzahlungen eine ansehnliche Zusatzrente aufbauen. Die Riester-Rente-Zulagen sind im Einzelnen:

  1. Die Grundzulage beträgt pro versicherter Person 175 Euro im Jahr.
  2. Pro kindergeldberechtigtes Kind beträgt die Kinderzulage 185 Euro. Für alle Kinder, die ab dem Jahre 2008 geboren wurden, gibt es sogar 300 Euro. Die Kinderzulage wird immer nur an einen Erziehungsberechtigten gezahlt. Wenn nicht anders vereinbart, ist das derjenige, der auch das Kindergeld erhält.
  3. Mit dem Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro sollen junge Menschen, die bei Vertragsabschluss noch keine 25 Jahre alt sind, motiviert werden.
Ihr Versicherer muss die Riester-Rente-Zulagen alle Jahre wieder für Sie bei der Zulagenstelle für Altersvermögen beantragen. So ähnlich läuft das Verfahren zum Beispiel auch bei der Beantragung einer Bausparprämie. Damit Sie nicht jedes Jahr das Antragsformular ausgefüllt und unterschrieben an Ihren Versicherer per Post zurücksenden müssen, können Sie der Versicherungsgesellschaft eine entsprechende Vollmacht ausstellen.

Für wen ist der Abschluss einer Riester-Rente sinnvoll?

Jeder, dem es gelang, die gesamte Riester-Förderung in Anspruch zu nehmen, empfand die Riester-Rente als sinnvoll. Gerade die Kinderzulagen gewähren eine beachtliche Unterstützung für Alleinerziehende.  Für Geringverdiener bedeuten die Zulagen der Riester-Rente eine wichtige Aufstockung ihrer Altersvorsorge trotz der recht geringen Eigenbeiträge und Besserverdienende freuen sich über Steuervorteile. Damit Sie Ihre Riester-Rente im Verein mit einer optimalen Riester-Förderung finden, gibt es unseren kostenlosen Riester-Rente-Rechner. Mit seiner Hilfe können Sie den Riester-Rente-Vergleich beliebig oft und unter verschiedenen Randbedingungen von zu Hause aus durchführen.

Wie führe ich einen Riester-Rente-Vergleich durch?

Riester Rente RechnerDer Riester-Rente-Rechner gibt unter anderem Auskunft über die Bewertungen der Risikoklassen der unterschiedlichen Riester-Produkte. Das ist deshalb wichtig, weil sich die Menschen hinsichtlich ihrer Risikobereitschaft sehr unterscheiden. Falls Sie mal ein Bankdepot eröffnet haben, erinnern Sie sich bestimmt an jenen längeren Abfragekatalog, der darauf abzielt, zu ergründen, welcher Typ Anleger Sie sind. Kommt dabei heraus, dass Sie keinerlei Erfahrungen mit Hebelprodukten haben, wird und muss Ihnen die Bank zu Ihrem eigenen Schutz den Kauf eines Optionsscheins verwehren. In etwas abgeschwächter Weise mit Blick auf das Risiko wird auch bei der Riester-Rente Ihr Geld am Kapitalmarkt angelegt.

Dennoch ist das Risiko eines teilweisen Wertverlustes bei einer fondsgebundenen Riester-Rente nicht zu unterschätzen. Daher ist eine Auskunft darüber, wie viel Ihre Einzahlungen nach 25 Jahren wirklich wert sein werden, absolut nicht möglich. Mit einer solchen Unsicherheit mag nicht jeder leben. Aus diesem Grunde bevorzugen viele die klassische Riester-Rente mit ihrem geringen Zinssatz, der eine winzige Wertsteigerung mit sich bringt. Berücksichtigen wir dabei die reale Inflationsrate, wird schnell klar, wie winzig, wenn nicht sogar negativ, die Wertsteigerung tatsächlich ist.

Der erste und wichtigste Eingabewert, den der Riester-Rente-Rechner von Ihnen wissen will, ist Ihr Einkommen, das Sie im gesamten letzten Jahr erzielt haben.

Was bringen Riester-Rente-Tests überhaupt?

Bitte merken!Die Auswahl bei den Tarifen ist schier unüberschaubar. Um hier die Spreu vom Weizen zu trennen, können Sie sich so einen Riester-Rente-Test ansehen, wenngleich dessen Aussagekraft insofern ziemlich beschränkt ist, weil dabei stets ein Durchschnittsmusterkunde ins Feld geführt wird, der mit Ihren Lebensumständen so gar nichts gemein hat. Aus diesem Grunde halten wir den individuellen Riester-Rente-Vergleich für wichtiger.

Aktuelle Testsieger werden übrigens bei den ziemlich aufwendigen Riester-Rente-Tests kaum mehr ermittelt. In 2019 untersuchte die Stiftung Warentest erneut die klassische Riester-Rente mit dem etwas dünnen Ergebnis, dass die Anzahl der Versicherer, die noch Rentenversicherungen mit Garantieverzinsung anbieten, rückläufig ist. Einen Überblick über die Ergebnisse können Sie sich hier verschaffen.

Fondsgebundene Riester-Versicherungen können dann gut laufen, wenn die vom Kunden ausgewählten Fonds eine gute Performance an den Tag legen. Eine Hilfestellung diesbezüglich bietet Finanztest mit einer Untersuchung von über 1.800 Investmentfonds, die in Riester-Versicherungen verwendet wurden und werden. Gegen einen kleinen Obolus können Sie sich darüber genauer informieren.

Die Facetten der Riester-Rente

Wie oben bereits ausgeführt wurde, stehen der klassische Riester-Vertrag, Riester-Fondssparpläne und eine fondsgebundene Riester-Rentenversicherung zur Auswahl. Außerdem haben sich Riester-Banksparpläne und der sogenannte Wohn-Riester bewährt. Letzterer hat einen Bezug zum Eigenheimrentengesetz des Jahres 2008. Zur Förderung des Erwerbs einer eigengenutzten Wohnimmobilie wurden diese speziellen Riester-Verträge konstruiert.

Klassische Riester-Rente

Diese Rente ist sicher. Die angesparten Beiträge und die Zulagen bringen eine kleine Rendite in Form von Zinsen ein, wobei ein Mindestzinssatz eine klare untere Grenze definiert. Daher ist in diesem Fall eine realistische Aussage über die spätere Mindestrente möglich. Da der Garantiezins heute nur noch bei 0,9 Prozent liegt, ergibt sich leider ein gewisser Wertverlust aufgrund der leicht höheren Inflationsrate.

Der Riester-Banksparplan

Vielleicht gerade weil dies eine kostengünstige Riester-Variante ist, wird sie durch immer weniger Banken angeboten. Zwar ändert sich hierbei die Verzinsung mit den Marktbedingungen ständig, dennoch behält der Sparer einen guten Überblick über das aktuelle Guthaben. Der Verwaltungsaufwand ist bei diesem Produkt so gering, dass oftmals nicht einmal eine Abschlussgebühr erhoben wird.

Ihr Kapital wird hierbei nicht in Finanzprodukten angelegt, die mit festen Laufzeiten verbunden sind. Aus diesem Grunde sind Produktumwandlungen jederzeit möglich. Das kann zum Beispiel sehr vorteilhaft sein, wenn Sie sich für den Kauf einer Immobilie entscheiden, was vorher noch gar nicht absehbar war. In diesem Fall wandeln Sie Ihr Kapital einfach in einen „Wohn-Riester“ um.

Der Wohn-Riester

Riester Rente sinnvollWie wäre es, wenn Sie als Rentner gar keine Miete mehr zahlen müssten? Genau das ist das Ziel beim „Wohnriestern“, was auch unter der Bezeichnung „Eigenheimrente“ bekannt ist. Durch die staatliche Förderung ist eine etwas raschere Tilgung eines Immobilienkredits möglich. Vorausgesetzt wird für den Wohn-Riester aber, dass Sie die Immobilie selbst bewohnen und Ihr Immobilien-Darlehen muss bis zum Renteneintrittsalter vollständig getilgt sein.

Erst ab diesem Zeitpunkt werden die Riester-Förderungen, die Sie erhalten haben, versteuert. Damit Sie in der Sache den Überblick behalten, gibt es das „Wohnförderkonto“. Darin werden sämtliche Zulagen und die Förderungen auf Tilgungen gelistet und summiert. Wenn Sie dann dazu in der Lage sind, den ganzen Steuerbetrag am Stück zu überweisen, werden Ihnen 30 Prozent davon erlassen, kein schlechtes Angebot.

Der Riester-Bausparvertrag

Wenn Sie heute schon wissen, dass Sie in ein paar Jahren eine Immobilie kaufen möchten, ist der Riester-Bausparvertrag eine gute Option zum Ansparen von Eigenkapital. Außerdem eignet sich ein Riester-Bausparvertrag zur Ablösung eines aktiven Immobilienkredits oder zur Finanzierung eines Umbaus, der vielleicht aus Altersgründen oder wegen einer Behinderung erforderlich ist.

Auch hier muss es sich aber um eine eigengenutzte Immobilie handeln. Beim Riester-Bausparvertrag sind die Zinsen über die ganze Laufzeit festgelegt. Daraus ergibt sich eine hohe Planungssicherheit. Wie beim Wohn-Riester wird für Sie ein Wohnförderkonto geführt, damit die Steuerforderungen ab dem Renteneintritt überwiesen werden können und Sie dabei den Überblick behalten.

Ein Kombi-Kredit mit Riester-Förderung

Es ist im Grunde genommen naheliegend, den Riester-Bausparvertrag mit einem Riester-Darlehen zu kombinieren. Dabei wird das Darlehen erst einmal gar nicht getilgt, sondern nur die Zinsen dafür werden bedient. Parallel besparen Sie den Riester-Bausparvertrag, der Ihnen einen konstanten Zinssatz einbringt. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wann Sie das unverändert bestehende Darlehen mit dem Kapital aus dem Bausparvertrag auf einen Schlag tilgen können. Das ist zugleich das Ende der Zinszahlungen und den Bausparvertrag können Sie einfach fortsetzen.

Fondsgebundene Riester-Rente

Bitte merken!Dem Kunden wird zu Beginn eine Liste von Fonds vorgelegt, die als Kapitalanlage aus Sicht der Versicherungsgesellschaft infrage kommen. Insofern haben Sie eine Auswahlmöglichkeit, wenngleich diese etwas eingeschränkt ist. Auf jeden Fall besteht hierbei eine gute Chance auf eine insgesamt bessere Rendite als bei der klassischen Riester-Rente. Das gilt insbesondere, wenn die Ansparphase noch viele Jahre währt. Über sehr lange Zeiträume gemittelt haben Aktienanlagen in der Regel eine recht gute Performance, weil „Korrekturphasen“ auf diese Weise „ausgesessen“ werden können. Da hierbei aber das Finanzmanagement nicht ganz ohne Aufwand ist, müssen Sie mit einem höheren Gebührensatz rechnen.

Nicht einmal so selten weiten sich einzelne Kurskorrekturen an den Börsen zu ausgewachsenen Börsencrashs aus, wovon Aktienfonds direkt betroffen sind. In solchen Fällen findet eine echte Geldvernichtung in großem Ausmaß statt, das heißt, eine Halbierung der Aktien- und Fondswerte ist dann nichts Besonderes, es geht noch schlimmer. Damit ein solches Szenario Ihre Rente nicht ernsthaft gefährdet, wurde hier eine Notbremse derart eingebaut, dass Ihnen als Rentner zumindest Ihre eingezahlten Beiträge einschließlich der Zulagen, aber abzüglich aller Gebühren zustehen.

Riester-Fondssparpläne

Auch bei dieser Variante wird Ihr Kapital in Aktien- und Mischfonds investiert, sodass Sie auf ansehnliche Kursgewinne und Dividenden hoffen können. Das zuvor skizzierte Risiko eines Aktiencrashs besteht hier ebenfalls. Die exakten Unterschiede zur fondsgebundenen Riester-Rente verwischen sich etwas, nicht zuletzt deshalb, weil jede Gesellschaft die Grenzen zwischen beiden Varianten etwas anders zieht. Lassen Sie sich also in der Sache detailliert beraten und stellen Sie kritische Fragen.

Weitere Fakten über die Riester-Rente

Gibt es einen Riester-Mindestbeitrag?

Rieser FörderungSelbstverständlich hat die Höhe der Riester-Förderung etwas mit Ihren Sparleistungen zu tun. Aber von entscheidender Bedeutung ist immer Ihr Bruttoeinkommen des vorangegangenen Jahres, denn davon müssen Sie mindestens 4 Prozent einzahlen. Dies schmälert sich dadurch ein wenig, weil auch alle Zulagen als eigene Einzahlungen anerkannt werden. Wenn also die 4 Prozent erfüllt sind, bekommen Sie den vollen Zuschuss.

Wir empfehlen daher, dass Sie Ihre Beiträge hin und wieder dahingehend überprüfen, ob diese noch schritthalten mit Ihrem möglicherweise gestiegenen Einkommen. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihnen nichts von den Riester-Renten-Zulagen entgeht. Es gibt allerdings einen Riester-Mindestbeitrag, der bei 60 Euro pro Jahr angesiedelt ist.

Was kostet mich eine Riester-Rente?

Die Versicherungsgesellschaften kassieren nicht unerhebliche Gebühren und führen dafür die folgenden Begründungen an:

  • Es entstehen ihnen hohe Vertriebskosten
  • Die Vor- und Nachbereitungen eines Vertragsabschlusses kosten Geld
  • Die permanente Verwaltung des Vertrages bindet Kräfte
  • Bei fondsbasierten Rentenversicherungen fallen Gebühren beim Kauf und Verkauf der Wertpapiere an

Früher war es kaum möglich, die Kosten der verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen. Erst seit 2017 muss ein einheitliches Produktinformationsblatt zur Verfügung gestellt werden, was nun endlich für eine gewisse Transparenz sorgt. Diese Informationsblätter werden dem Bundeszentralamt für Steuern vorgelegt. Dennoch bemängeln Experten zu Recht, dass ein wahrhaft aussagekräftiger Riester-Rente-Vergleich noch immer professionelle Unterstützung erfordert.

Wann wird Riester ausgezahlt?

Sobald Sie das gesetzlich festgelegte Rentenalter erreicht haben, besteht die Möglichkeit, sich bis zu 30 Prozent Ihres Riester-Kapitals als Einmalzahlung auszahlen zu lassen. Der größere Teil, nämlich 70 Prozent, wird als Kapitalbasis für eine lebenslange Rente verwendet. Falls Sie Ihre Betriebsrente mit einem Riester-Modell verknüpft haben, werden Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge erhoben, und zwar in der üblichen vollen Höhe.

Riester-Auszahlungen müssen grundsätzlich versteuert werden, weil der Staat schon während der langen Ansparphase genügend Steuervorteile gewährt hat, so jedenfalls die offizielle Denkart. Ihr individueller Steuersatz entscheidet über den Anteil Ihrer Riester-Rente, der an den Staat zurückfließt. Das ist dann das Schöne an einer kleinen Rente: Die „nachgelagerte Besteuerung“ im Ruhestand basiert dank Progression auf einem Steuersatz, der mit jenem während des Berufslebens absolut nicht mehr vergleichbar ist.

Die folgenden Aspekte sind beim Riester-Rente-Vergleich von Bedeutung

  • Bitte beachten!Vertragszertifizierung: Die Deutsche Rentenversicherung verwies wiederholt auf die Wichtigkeit einer Zertifizierung der Riester-Verträge, weil damit bestimmte Qualitätsstandards garantiert werden. Einer der wichtigsten ist sicherlich die verbindliche Garantie darüber, dass die Rente lebenslang zur Auszahlung kommt.
  • Garantierte oder voraussichtliche Rente: Bei der garantierten Rente handelt es sich um jenen Betrag, den Sie später mindestens erhalten werden. Die voraussichtliche Rente weicht davon nach oben ab, weil hierin ein realistischer, wenngleich unverbindlicher Erwartungswert zu sehen ist. Insbesondere die Anbieter von Lebensversicherungen können ein Lied davon singen, wie sich dabei der Irrtum ausweiten kann, wenn plötzlich und unerwartet eine langfristige Niedrigzinsphase den Banken- und Versicherungsbereich knebelt.
  • Jede Veränderung sofort dem Versicherer mitteilen: Wenn Sie befördert wurden und die Eingruppierung einen erfreulichen Hüpfer nach oben macht oder Sie nach langer Suche endlich die Partnerin oder den Partner fürs Leben gefunden, kann dies einen erheblichen Einfluss auf Ihre Riester-Beiträge und damit auch auf Ihre spätere Riester-Rente nehmen. Deshalb sollten Sie Ihren Versicherer so schnell wie möglich davon in Kenntnis setzen. Das liegt in Ihrem eigenen Interesse.
  • Teure Dynamikvereinbarung: Es ist gewiss sinnvoll, die Inflation durch gezielte, planmäßige Beitragserhöhungen abzufangen. Das finden auch die meisten Anbieter der Riester-Rente, allein, einige von ihnen meinen, sich diesen Service vergolden lassen zu müssen.
  • Rentengarantiezeiten kosten extra Geld: Diese Option dient der Absicherung Ihrer Angehörigen, falls Ihnen etwas zustößt. Hierbei können Zeitspannen der Rentenzahlung zwischen 3 und 20 Jahren fixiert werden, was allerdings mit bis zu 2,5 Prozent der Rente zu Buche schlägt.
  • Bei längerem Auslandsaufenthalt können Sie Ansprüche einbüßen: Weiter oben wurde erläutert, dass der Staat die Riester-Rente deshalb bewusst besteuert, weil er Ihnen während der langen Ansparphase viele Steuervorteile gewährt hat. Wer nun als Rentner ins Ausland umzieht, zahlt Steuern in der neuen Wunschheimat, aber nicht mehr in Deutschland. Das findet der Gesetzgeber nicht gerecht und reagiert deshalb etwas schroff darauf, indem Sie in einem solchen Fall sämtliche staatlichen Förderungen und Zulagen zurückzahlen müssen. Falls Sie sich darüber näher informieren möchten, stehen Ihnen die gesetzlichen Rentenversicherungsträger Rede und Antwort und verweisen in der Regel auf § 95, Absatz 1, EStG – Einkommensteuergesetz.

Wissenswertes über die Riester-Rente-Steuer

Riester VerträgeWährend der Ansparphase können die Beiträge als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Der Sonderausgabenbetrag war zuletzt allerdings auf 2.100 Euro gedeckelt und die staatlichen Zulagen sind hier nicht einzubeziehen. Während der Auszahlungsphase greift dann die nachgelagerte Besteuerung. Als Grundlage dient dazu das Wohnförderkonto, das sämtliche staatliche Zulagen sowie auch die geförderten Tilgungen ausweist. Den Steuerbetrag, der dafür fällig wird, können Sie direkt in Gänze überweisen, um sogleich einen Nachlass von 30 Prozent zu genießen. Gehen Sie nicht auf dieses Angebot ein, bezahlen Sie bis zum 85. Lebensjahr Ihre jährlichen Steuerbeträge.

Riester-Beiträge können während der gesamten Sparphase steuerlich geltend gemacht werden. Dafür erhebt der Staat Einkommenssteuer auf Ihre Riester-Rente, wenn sie endlich ausgezahlt wird, was als nachgelagerte Besteuerung bezeichnet wird. Die Höhe Ihrer Einkünfte als Rentner bestimmt schließlich den Steuersatz, dem Sie dann unterliegen. Da die meisten Rentner über weniger Einkommen verfügen als während ihres Berufslebens, wird Riester vergleichsweise moderat besteuert.

Wohn-Riester als Sonderfall

Steuerlich interessant ist es, wenn Sie die Riester-Förderung zum Erwerb Ihrer Wohnimmobilie nutzen, denn diese kann auch später nicht nachträglich besteuert werden. Allerdings will der Staat nicht ganz leer ausgehen und besteht daher auf der Führung eines Wohnförderkontos durch den Anbieter. Immer dann, wenn Bausparguthaben zur Auszahlung kommt, werden die Zulagen sowie die geförderten Spar- und Tilgungsleistungen in dieses Konto eingetragen. Sobald Sie Ihr Rentenalter erreichen, wird das Wohnförderkonto zur Berechnung Ihrer Steuern herangezogen.

Rückforderung der Förderung ist möglich

Es gibt den Tatbestand der „schädlichen Verwendung“. Da alle Riester-Verträge als Altersvorsorge konzipiert sind, wird eine vorzeitige Auflösung eines solchen Vertrages, wenn Sie dieses Geld dringend benötigen, nicht gern gesehen. In der Konsequenz müssen Sie sämtliche Förderbeträge, auch die Zulagen, zurückzahlen. Darüber hinaus müssen Sie die Zinsen als sonstige Einkünfte nachversteuern. Allein, wenn Sie aus Ihrem Riester-Vertrag Geld für den Kauf einer selbst bewohnten Immobilie entnehmen, fällt dies ausnahmsweise nicht in die Rubrik „schädliche Verwendung“.

Vor- und Nachteile der Riester-Rente im Überblick

  • Die Riester-Rente beinhaltet eine umfassende Förderung in Form von Steuervorteilen und Zulagen.
  • Der Sparer erhält eine zusätzliche lebenslange Rente, die niemals abgesenkt wird.
  • Mit der Beitragsgarantie wird festgelegt, dass später mindestens Ihre eingezahlten Sparbeiträge zur Auszahlung kommen beziehungsweise die Höhe Ihrer Rente bestimmen.
  • Der Staat beteiligt sich ansehnlich an Ihrer Riester-Rente. Je nach Ihrem Einkommen, Ihrem Familienstand und der Anzahl Ihrer Kinder liegt die Förderquote zwischen 25 und 90 Prozent, das heißt, bei Einzahlung von 100 Euro gibt der Staat bis zu 90 Euro dazu.
  • Wer schon als junger Mensch unter 25 Jahren einen Riester-Vertrag abschließt, erhält zusätzlich den Berufseinsteiger-Bonus in Höhe von 200 Euro auf seinem Riester-Konto gutgeschrieben.
  • Gegen eine eventuelle Privat-Insolvenz ist Ihr Kapital geschützt, das heißt, Ihre Gläubiger können sich daraus nicht bedienen.
  • Hinsichtlich der Riester-Rente wird seit 2018 bei Sozialleistungen ein Freibetrag von mindestens 100 Euro eingeräumt. Ihr Riester wird also nicht in voller Höhe abgezogen.
  • Die Riester-Rente ist mit ihren verschiedenen Varianten und Regelungen ziemlich komplex ausgestaltet und für viele nicht nachvollziehbar zu verstehen.
  • Wegen der nachgelagerten Besteuerung wird die Riester-Rente in voller Höhe versteuert.
  • Riester basiert auf einem personengebundenen Altersvorsorge-Vertrag und lässt sich daher nicht vererben. Lediglich bei einem weiteren bestehenden Vertrag des Ehepartners ist eine Kapitalübertragung denkbar.
  • Die Versicherer gehen heute von einer hohen Lebenserwartung aus und die Statistik gibt ihnen recht. Falls der Riester-Sparer deutlich früher verstirbt, hat er sozusagen die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
  • Bei Kündigung der Riester-Rente müssen sämtliche Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden. Die hohen Gebühren des Versicherers schlagen überdies zu Buche.

Fazit

Wichtiger HinweisRiester heißt die häufigste Art und Weise der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge, wobei die Riester-Förderung aus den unterschiedlichen Komponenten Zulage und Steuervorteil besteht. Eine Riester-Rente-Steuer wird erst mit Beginn der Auszahlungsphase fällig. Der Riester-Rente-Rechner liefert abhängig von Ihren individuellen Eingabewerten die in Ihrem Fall möglichen Riester-Rente-Zulagen. Zusätzlich erfahren Sie dabei, welche Verträge für Sie infrage kommen.

Per Mausklick können Sie sogleich die Höhe Ihrer lebenslangen klassischen Riester-Rente berechnen lassen. Der Riester-Rente-Vergleich hilft Ihnen dabei, das richtige Vorsorgekonzept mit Blick auf Ihre persönliche Risikobereitschaft und Rendite-Erwartung herauszufiltern. Der Riester-Vergleich ist nicht zuletzt deshalb dringend zu empfehlen, weil die Berechnung in der Tat sehr komplex ist.