Aktueller Arbeitsrechtsschutz Vergleich

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Arbeits- und Berufsrechtsschutz-Vergleich 2020 – Jetzt Arbeitsrechtsschutzversicherung berechnen und absichern

Wer bei einer Streitigkeit ein Gericht bemühen muss, kann schnell ein armer Mensch werden. Dies gilt insbesondere bei Auseinandersetzungen mit einem Arbeitgeber. Daher kann ein Arbeitsrechtsschutz beziehungsweise ein Berufsrechtsschutz eine Hilfestellung sein, sowohl in finanzieller als auch in rechtlicher Hinsicht.

Der Grund ist schnell ausgemacht: Anders als bei anderen zivilrechtlichen Auseinandersetzungen müssen Sie Ihren Anwalt selbst bezahlen, auch dann, wenn Sie den Prozess gewinnen. Doch aufgepasst: Die Rechtsschutzversicherung für Arbeitsrecht wird in der Regel zusammen mit dem Privatrechtsschutz angeboten.

Ob Sie eine solche Versicherung wirklich brauchen, hängt von vielen Faktoren ab. Falls Sie Grund zur Annahme haben, dass bald Ärger mit dem Arbeitgeber am Horizont heraufzieht, sollten Sie in der Sache schnell und konsequent aktiv werden, denn bei dieser Art der Versicherung gilt eine dreimonatige Wartezeit.

Sowohl die Kosten als auch die Leistungen derartiger Rechtsschutztarife unterscheiden sich enorm, was einen strukturierten Vergleich vor einem Vertragsabschluss unverzichtbar macht. Im Übrigen kann die Police bei Bedarf um weitere Versicherungsmodule wie zum Beispiel den Verkehrs- oder Mietrechtsschutz aufgestockt werden.

Rechtsschutzversicherung für Arbeitsrecht – was ist das?

Mit einer Arbeits- beziehungsweise Berufsrechtsschutzversicherung können Sie in finanzieller Hinsicht völlig gefahrlos Ihre Interessen rechtlich wahrnehmen, die Ihnen aus jeglichem Arbeitsverhältnis, unter anderem mit öffentlich-rechtlichen Arbeitgebern, entstehen und möglicherweise verwehrt werden. Infrage kommen hier beispielsweise Kündigungsschutzklagen, die Klärung der Höhe einer Abfindung, die Richtigstellung der Eingruppierung einschließlich der Stufenzuordnung im öffentlichen Dienst oder die Durchsetzung versorgungsrechtlicher Ansprüche.

ArbeitsrechtsschutzEine große Benachteiligung für den gesamten beruflichen Werdegang stellen falsch oder zumindest geringschätzig ausgestellte Zeugnisse und Zertifikate dar. Deren Auswirkung ist kaum bezifferbar, umso wichtiger kann es in Einzelfällen sein, die Formulierung im Sinne des Arbeitnehmers von einem Arbeitsgericht klären zu lassen. Ebenfalls zu einer großen Zahl an Gerichtsstreitigkeiten kommt es durch Formulierungen in Aufhebungsverträgen, Vereinbarungen zur Kurzarbeit und nicht zuletzt betriebsbedingte Kündigungen.

Ihre Berufsrechtsschutzversicherung übernimmt sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten sowie die Rechnungen von Zeugen und Gutachtern. Dies gilt auch, wenn Sie den Prozess verlieren. In bestimmten Konstellationen ist die Übernahme der Kosten der gegnerischen Seite denkbar.

Eine Berufsrechtsschutzversicherung beziehungsweise eine Arbeitsrechtsschutzversicherung tritt stets als Tarifbestandteil einer Privatrechtsschutzversicherung in Erscheinung. Dies hat seine Begründung darin, dass es in aller Regel private Ursachen sind, die schließlich zu schier unlösbaren Konflikten am Arbeitsplatz führen. Eine klare Trennung beider Bereiche ist nur selten möglich. Sie können Ihre Versicherung bei einigen Anbietern individuell um einzelne Komponenten, wie zum Beispiel den Verkehrsrechtsschutz, erweitern.

Über den Unterschied zwischen Berufsrechtsschutz und Arbeitsrechtsschutz

Der Arbeitsrechtsschutz ist zunächst als Teilmenge des Berufsrechtsschutzes anzusehen. Konkret bedeutet dies, dass im Rahmen des Arbeitsrechtsschutzes lediglich Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer versichert sind. Beispiele dazu sind fehlende Gehaltszahlungen, ungerechtfertigte Abmahnungen, Kündigungen oder Meinungsverschiedenheiten bei der Höhe einer Abfindung.

Da eine Berufsrechtsschutzversicherung noch weit darüber hinausreicht, wird diese Art der Versicherung auch deutlich öfter abgeschlossen. Die damit gebotenen Leistungen werden unter anderem gern von Beamten, Ärzten und Apothekern, Soldaten, aber auch von Rechtsanwälten in Anspruch genommen, weil hierbei sogar Streitfälle des Disziplinar- und Standesrechts integraler Bestandteil sind.

Der Arbeitsrechtsschutz ist nur ein Teil des Berufsrechtsschutzes.

Beide Tarifmerkmale, sowohl der Arbeitsrechtsschutz als auch der Berufsrechtsschutz, gelten gleichermaßen bis zum Eintritt der Rente. Wichtige Felder, die beim Berufsrechtsschutz über die Leistungen des Arbeitsrechtsschutzes hinausgehen, seien hier nochmals betont:

  • Streitfälle mit dem Rentenversicherungsträger zu Fragen der Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrente
  • Auseinandersetzungen mit der Arbeitsagentur

Diese Leistungen bietet der Arbeitsrechtsschutz beziehungsweise der Berufsrechtsschutz

Schon gewusst?Zu den wichtigsten arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen gehören:

  • Abmahnungen – disziplinarische Maßnahme des Arbeitgebers zum formalen Rügen eines Mitarbeiters
  • Kündigungen
  • Abfindungen
  • Arbeitszeugnisse und andere Arbeitspapiere
  • Vergütung von Überstunden
  • Versetzungen – insbesondere dann, wenn damit geringere Bezüge verbunden sind
  • Verweigerte Gehaltszahlungen – dazu gehören auch Fragen des Weihnachts- und Urlaubsgeldes
  • Jugend- und Mutterschutz
  • Leistungsspektrum von Haushalts- und Pflegekräften

Diese Kosten werden übernommen:

  • Anwaltskosten gemäß Rechtsanwaltsvergütungsgesetz
  • Schlichtungsverfahren
  • Gerichtskosten
  • Rechnungen des Gerichtsvollziehers
  • Gutachterkosten
  • Zeugengelder
  • Unter bestimmten Umständen die Kosten der Gegenseite

Wie sinnvoll ist eine Arbeitsrechtsschutzversicherung?

BerufsrechtsschutzGerade vor dem Hintergrund, dass jeder Arbeitnehmer bemüht ist, Ärger mit seinem Arbeitgeber zu vermeiden, und insbesondere eine gerichtliche Auseinandersetzung scheut, ist die obige Frage wohl berechtigt. Doch die Realität zeigt, dass immer mehr derartige Prozesse vor Gericht geführt werden, zu Recht, denn die Arbeitsrichter zeigen sich in den meisten Fällen gegenüber den Arbeitnehmern als sehr verständnisvoll. Allein im Jahre 2015, so weist es das Statistische Bundesamt aus, wurden fast 375.000 Klagen vor deutschen Arbeitsgerichten geführt.

Die damit verbundenen Anwalts- und Gerichtskosten werden stets am Streitwert orientiert. Um diesen festzulegen, wird in aller Regel der Streitwertkatalog der Arbeitsgerichtsbarkeit bemüht. Wenn es zum Beispiel um die Bezahlung von Überstunden geht, ist der Streitwert jene Summe, die Sie berechnet haben und einklagen möchten. Und wenn Sie gegen Ihre Kündigung durch den Arbeitgeber vorgehen wollen, greift Paragraf 42 Absatz 2 Gerichtskostengesetz, der festlegt, dass der Streitwert drei Brutto-Monatsgehältern entspricht.

In Paragraf 12a Arbeitsgerichtsgesetz finden Sie begründet, dass derjenige, der seinen Prozess in erster Instanz vor dem Arbeitsgericht gewinnt, dennoch die Kosten für seinen Anwalt tragen muss. Das wird bei anderen Zivilprozessen ganz anders gehandhabt, denn da übernimmt stets die unterlegene Partei die Anwaltskosten. Und wenn Sie den Prozess verlieren, kommen noch die Gerichtskosten auf Sie zu. Wird ein gerichtlicher Vergleich geschlossen, fallen zwar keine Gerichtsgebühren an, aber Ihr Anwalt darf dafür eine zusätzliche Gebühr erheben.

Viele Arbeitnehmer, die vor Gericht beispielsweise eine Abfindung erstritten haben, haben sich nur kurz daran erfreuen können, weil die Rechnungen, die dann für den Rechtsstreit ins Haus flatterten, das schöne frische Geld sogleich aufgesogen haben. Mit einer Arbeitsrechtsschutzversicherung wäre ihnen das nicht passiert.

Für wen lohnt sich eine Berufsrechtsschutzversicherung?

Berufsrechtsschutz wurde vor allem für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes sowie in der freien Wirtschaft konzipiert. Die Berufsrechtsschutzversicherung unterscheidet sich etwas in den Leistungen zwischen Arbeitnehmern und Selbstständigen, da die gewerbliche Tätigkeit des Selbstständigen oder Freiberuflers durchaus noch andere Risiken birgt, was sich in den Prämien widerspiegelt. Für Ärzte und Beamte sind spezielle Rechtsschutzversicherungen aus der Taufe gehoben worden.

Wichtige UnterschiedeEine Rechtsschutzversicherung für Selbstständige wartet beispielsweise mit der Absicherung auf folgenden Feldern auf:

  • Arbeitsrechtsschutz
  • Ordnungswidrigkeiten
  • Sachenrecht
  • Sozialgerichtsschutz
  • Steuern
  • Vertragsrecht

Bei der Versicherung eines Selbstständigen oder Freiberuflers können auch die Angestellten in die Police mit einbezogen werden, ungeachtet der Tatsache, dass der Tarif immer um weitere Rechtsbereiche ergänzt werden kann. Wenn Sie den Vertrag zum Beispiel noch mit Mietrechtsschutz kombinieren, sind sämtliche Streitigkeiten rund um die eigene Mietwohnung und um die Büroräume gleich mit abgedeckt, was durchaus beruhigend wirken kann.

Die meisten Rentner benötigen keinen Arbeitsrechtsschutz mehr und Gewerkschaftsmitglieder genießen in der Regel über ihre Mitgliedschaft einen Berufsrechtsschutz.

Worauf Sie beim Berufsrechtsschutz-Vergleich achten sollten

  • AchtungDie Versicherungssumme ist eine wichtige, bestimmende Größe. Nur bis zu dieser Höchstgrenze übernimmt die Versicherung die Kosten. Bei einigen Anbietern endet die Deckungssumme bereits bei 350.000 Euro, andere zahlen dagegen ohne Deckelung. Im Arbeitsrecht empfehlen wir eine Versicherungssumme von mindestens 500.000 Euro.
  • Mit einer Selbstbeteiligung reduzieren Sie Ihre Prämienzahlung. Durchaus zu empfehlen ist es, sich auf eine Selbstbeteiligung von 150 Euro einzulassen. Manche Anbieter honorieren es, wenn ein Streit sogleich nach der Erstberatung durch einen Anwalt oder Schlichter beigelegt werden kann, indem sie die Selbstbeteiligung dann nicht in Anspruch nehmen.
  • Die freie Wahl des Rechtsanwalts ist keine Selbstverständlichkeit bei manchen Versicherern, die sich mit Rahmenverträgen auf bestimmte Anwälte festgelegt haben.
  • Der Schadenfreiheitsbonus besteht darin, dass die Selbstbeteiligung freiwillig gesenkt wird, falls Sie über lange Zeit keinen Schaden gemeldet haben. Manche Anbieter sind sogar so fair, schadenfreie Jahre bei einem Vorversicherer anzuerkennen, falls Sie die Versicherung wechseln möchten. Natürlich steigt dann die Selbstbeteiligung je nach Anbieter nach einem Schadenfall unterschiedlich stark an, in Einzelfällen sogar überproportional.
  • Schon durch eine gute telefonische Beratung können viele Rechtsfragen nachhaltig geklärt werden. Daher ist eine Arbeitsrechtsschutzversicherung dann gut, wenn sie Telefonberatungen kostenlos und ohne Begrenzung in der Anzahl akzeptiert. Dabei ist es sehr hilfreich, wenn Ihre Fragen auch Rechtsgebiete betreffen dürfen, die in Ihrer Police gar nicht erwähnt sind.

Gibt es den Arbeitsrechtsschutz ohne Wartezeit?

Rechtsschutzversicherung ArbeitsrechtNormalerweise müssen Sie bei einer Arbeitsrechtsschutzversicherung mit einer Wartezeit von drei Monaten rechnen, das heißt, jeder Streitfall, der innerhalb von 90 Tagen nach Vertragsabschluss seinen Anfang nimmt, wird eben nicht von der Versicherung übernommen.

Falls Sie aber schon einen vergleichbaren Arbeitsrechtsschutz haben und lediglich den Anbieter nahtlos wechseln möchten, kann es sein, dass die Wartezeit entfällt. Die Betonung liegt hierbei auf dem Wort „nahtlos“, denn Sie müssten den Übergang so organisieren, dass sich zwischenzeitlich kein einziger Tag ohne Versicherungsschutz ergibt.

Einen rückwirkenden Versicherungsschutz gibt es in keinem Fall. Wenn Sie heute eine Arbeitsrechtsschutzversicherung abgeschlossen haben und dann losgehen, um einen Rechtsanwalt zu beauftragen, gegen die Abmahnung von vor einer Woche vorzugehen, bezahlen Sie dieses Verfahren immer selbst.

Was die Berufsrechtsschutzversicherung nicht übernimmt

Allgemeine Rechtsberatungen

Eine allgemeine rechtliche Beratung durch einen Rechtsanwalt kann deshalb nicht übernommen werden, weil in diesem Fall noch gar kein Versicherungsfall eingetreten ist, dem diese Kosten zugeordnet werden könnten. Wir betonen das an dieser Stelle deshalb, weil viele Arbeitnehmer um die rechtliche Bewertung durch einen Profi bemüht sind, wenn es zum Beispiel um Formulierungen in einem Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräch oder eine Umsetzung geht. Auch ist die Kappung von Urlaubstagen am Jahresende immer wieder ein beliebtes Streitthema.

Manche Versicherungen bieten in Rechtsfragen eine kostenlose telefonische Beratung an. Das ist gut, weil sich dadurch viele nervenzehrende, teure Prozesse vermeiden lassen.

Aufgepasst bei Klauseln zu Aufhebungsverträgen

Firmen, die in die roten Zahlen kommen, sehen sich oft gezwungen, Umstrukturierungsmaßnahmen durchzuführen. Gewerkschafter kriegen bei diesem Wort rote Ohren, denn die Umstrukturierung eines Unternehmens wird meistens auf den Schultern der Mitarbeiter ausgetragen. Dann kommt es zu Aufhebungsverträgen, die den Mitarbeitern reihenweise schmackhaft gemacht werden. Gehen Sie nicht darauf ein, flattert Ihnen möglicherweise eine betriebsbedingte Kündigung ins Haus, die lange nicht so milde ausfällt wie der Aufhebungsvertrag.

Viele Versicherer weigern sich, die Kosten für eine anwaltliche Beratung bezüglich eines Aufhebungsvertrages zu übernehmen, und begründen dies damit, dass die Ausgestaltung von Verträgen selbstverständlich nicht versichert sei, weil dies formal nicht mit dem Eintritt eines Rechtsschutzfalles gleichzusetzen ist.

Doch diese Argumentation müssen Sie nicht in jedem Fall gelten lassen. In dem Moment, wenn Ihnen mit Kündigung gedroht wird, wenn Sie den Aufhebungsvertrag nicht unterschreiben, ist die Versicherung verpflichtet, Rechtsberatungskosten zu übernehmen. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie gegenüber Ihrer Versicherung glaubhaft machen können, dass die Kündigung rechtswidrig ist.

Am besten ist es, wenn das Versicherungsunternehmen auf jeden Fall die Beratungskosten eines Anwalts übernimmt, auch dann, wenn nicht gleich mit Kündigung gedroht wird.

Wenn ein Arbeitgeber mit der Kündigung droht

Wenn Sie so eine Ahnung haben, dass Ihr Chef wahrscheinlich demnächst beabsichtigt, mit Ihnen ein Personalgespräch über einen Aufhebungsvertrag beziehungsweise eine Kündigung zu führen, dann hat dies mit einem Versicherungsfall noch nichts zu tun, das heißt, Ihr Arbeitsrechtsschutz wird die Übernahme von anwaltlichen Beratungskosten in einem solchen Fall ablehnen. Nur wenn Sie nachweisen können, dass der Arbeitgeber bereits mit Kündigung gedroht hat, wobei die Kündigung sogar rechtswidrig wäre, dann können Sie sich auf Kostenübernahme berufen.

Kein Geringerer als der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass der Rechtsschutzfall dann eingetreten ist, wenn eine rechtswidrige Kündigung ausgesprochen wurde.

Auseinandersetzungen im Rahmen des kollektiven Arbeits- oder Dienstrechts

Gemeint sind hiermit zum Beispiel Streitigkeiten um betriebliche Regelungen oder Dienstvereinbarungen, die meistens im Rahmen der Mitbestimmung bei Betriebsräten oder Personalräten zustande kommen. Fragen des Dienstrechts, wozu die Eingruppierung, die Stufenzuordnung oder die Besoldungsgruppe gehören, werden ebenfalls nicht vom Arbeitsrechtsschutz übernommen, sollten Sie in Ihrer Eigenschaft als Arbeitnehmervertreter eine prinzipielle gerichtliche Klärung anstreben.

Nur bei schönen Aussichten

Bitte genau hinschauenDie Versicherung prüft jeden Einzelfall, bevor sie sich zu einer Zusage der Kostenübernahme überwindet. Kommt sie dabei zu dem Schluss, dass ein Fall kaum eine Erfolgsaussicht hat, wird sie aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und des verantwortungsvollen Umgangs mit den Geldern der Versicherten die Kostenübernahme versagen.

Das kommt in der Praxis gar nicht so oft vor, aber wenn dies der Fall ist, muss die Versicherungsgesellschaft ihre Entscheidung nachvollziehbar begründen. Als Kunde haben Sie dann die Möglichkeit, die Entscheidung mit einem Stichentscheid oder durch ein Schiedsverfahren anzufechten. Dazu wenden Sie sich am besten an einen Versicherungsombudsmann.

Kündigung aufgrund einer Straftat

Es gibt besondere Fälle, da führt zum Beispiel der Kunde den Versicherungsfall vorsätzlich und in einer rechtswidrigen Weise herbei. Es könnte sich dabei um einen Diebstahl handeln, der eine berechtigte fristlose Kündigung zur Folge hat. In diesem Fall besteht kein Rechtsschutz mehr. Oftmals ist aber eine solche Straftat kaum eindeutig nachzuweisen und dennoch kündigt der Arbeitgeber den Arbeitnehmer eher aus einem schlechten Bauchgefühl oder auf Hörensagen. Hier kommt es stets auf den Einzelfall an, wie sich die Versicherung dann entscheidet.

Kann ich meine Arbeitsrechtsschutzversicherung von der Steuer absetzen?

Private Versicherungspolicen sind, anders als gewerbliche, im Grundsatz nicht steuerlich absetzbar. Derartige Sachversicherungen erfüllen nicht den Zweck einer Vorsorge. In besonderen Einzelfällen ist die steuerliche Anerkennung dennoch denkbar. Insofern könnte sich eine Nachfrage beim zuständigen Finanzamt und die Darlegung des Falles lohnen.

Wenn zum Beispiel ein beruflicher Schutz in die private Rechtsschutzversicherung integriert wurde, kann der Baustein Arbeitsrechtsschutz, der meistens zwischen 40 und 60 Prozent des Rechtsschutzes ausmacht, in die Werbungskosten der Steuererklärung überführt werden. Die Aufschlüsselung der Versicherungsprämie können Sie bei Ihrer Versicherung abfragen.

Die Prämie für einen privaten Rechtsschutz oder Unfallrechtsschutz können Sie bei Ihrem Finanzamt nicht geltend machen. Lediglich den integralen Bestandteil, der speziell den Arbeitsrechtsschutz ausmacht, können Sie dem Finanzamt „unterjubeln“.

Dies beruht übrigens auf dem Urteil des Bundesfinanzhofes vom 31.1.1997 – BFH/NV 1997 S. 346. Zuvor wurde so eine Kombinationspolice aus Verkehrs-, Privat- und Berufsrechtsschutz einfach pauschal gehandhabt, indem ein Drittel davon steuerlich absetzbar war. Gemäß Anordnung des Bundesfinanzministeriums muss heute der exakte Anteil des Berufsrechtsschutzes angegeben werden.

Nur wenn Sie gezielt einen beruflichen Rechtsschutz-Vertrag abgeschlossen haben, um sich beispielsweise gegen eine Kündigung besser wehren zu können, werden Ihre Beitragszahlungen in voller Höhe anerkannt. Dies ist aber eher selten der Fall. Die meisten Rechtsschutzverträge sind tatsächlich privater Natur und enthalten teilweise einen beruflichen Schutz als Komponente.

Fazit

Wichtiger HinweisDie Arbeitsrechtsschutzversicherung ist lediglich eine Teilmenge des Berufsrechtsschutzes. Dennoch stellen beide gleichermaßen eine Rechtsschutzversicherung für Arbeitsrecht dar. Der Arbeitsrechtsschutz beziehungsweise der Berufsrechtsschutz wird vielfach als Baustein in Kombination mit dem Privatrechtsschutz angeboten.

Die Arbeit macht in der Tat eine gehörige Portion unseres Lebens aus und ist von Konflikten mit anderen Menschen, insbesondere mit dem Arbeitgeber, nicht verschont. Daher ist stets zu bedenken, dass ein Arbeitsrechtsschutz ohne Wartezeit nur in besonderen Ausnahmefällen angeboten wird. Insofern sollten Sie Ihre Berufsrechtsschutzversicherung unbedingt rechtzeitig abschließen. Nichtsdestotrotz ist vor einem Vertragsabschluss ein gründlicher Vergleich der Tarife hinsichtlich der Konditionen der verschiedenen Gesellschaften dringend anzuraten.