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Pflegeversicherung Vergleich

Pflegeversicherungen im Vergleich - finden Sie jetzt die besten Tarife

Mit dem Pflegeversicherung Vergleich der SZ finden Sie mit geringstem Aufwand die besten Tarife Deutschlands. Unser Ratgeber informiert Sie umfassend zu allen Themenbereichen, die für das Abschließen einer Pflegeversicherung wichtig sind. So gehen wir darauf ein, welche Leistungen eine Pflegeversicherung abdeckt, wie sich gesetzlicher und privater Schutz unterscheiden, was es bei der Begutachtung der Pflegebedürftigkeit zu beachten gilt, und wie hoch Ihr Eigenanteil ausfallen kann. Auch informieren wir Sie darüber, für wen eine Pflegeversicherung besonders sinnvoll ist, und welche Varianten der Absicherung Ihnen zugänglich sind. So helfen wir Ihnen, den Schutz zu finden, der perfekt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.


Pflegeversicherungen im Vergleich - finden Sie jetzt die besten Tarife Deutschlands

In Deutschland gibt es immer mehr Pflegebedürftige. Dies liegt in erster Linie an der zunehmend alternden Bevölkerung. Jeder Berufstätige zahlt im Rahmen der Krankenversicherung einen gewissen Betrag in eine Pflegeversicherung ein. Man spricht von der Pflege-Pflichtversicherung. Die tatsächlichen Pflegekosten können aber nur noch zu einem Teil durch diese Beiträge gedeckt werden. Aus diesem Grund ist für viele Menschen eine private Pflegeversicherung eine attraktive Option. Denn diese übernimmt im Pflegefall den Großteil aller Kosten.

Um bei der Pflegeversicherung möglichst günstige Tarife nutzen zu können, lohnt sich ein Pflegeversicherungs-Vergleich. Mit unserem Vergleichsrechner können Sie sich alle aktuell verfügbaren Angebote in Deutschland übersichtlich auflisten lassen und erhalten Einblick in den Leistungsumfang und die Tarifmodelle der wichtigsten Anbieter. Sie können sich Angebote mit verschiedenem Leistungsniveau vom Testsieger sowie vielen weiteren Versicherungen anzeigen lassen - darunter finden Sie viele von Finanztest empfohlene Tarife.

Das bringt Ihnen eine Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung übernimmt Kosten für Ihre Pflege. Hierbei ist der Leistungsumfang nicht zuletzt abhängig von der Schwere der Pflegebedürftigkeit. Es geht im Grunde genommen darum, festzustellen, auf wie viel Hilfe der Pflegebedürftige tatsächlich im Alltag angewiesen ist. In manchen Fällen kann es sich hierbei um die Notwendigkeit einer Pflege im Heim handeln oder auch um eine Pflege zu Hause. Diese kann von einem medizinischen Dienst oder auch von Angehörigen geleistet werden. Je nachdem, wie ein Pflegefall eingeschätzt wird, wird dieser mit einem bestimmten Pflegegrad eingestuft. Man unterscheidet dabei fünf Pflegegrade.

Je nachdem, wie Sie im jeweiligen Falle eingestuft werden, erhalten Sie unterschiedliche Pflegebeträge. Zusätzlich zum Pflegegeld, das Sie abhängig von Ihrem Pflegegrad erhalten, können Sie im Rahmen einer privaten Pflegezusatzversicherung noch weitere Services in Anspruch nehmen. Dazu gehören:

  • Pflegehilfsmittel
  • Ausgaben für Pflegehilfsmittel und Wohnraum
  • notwendige Umbauten
  • Kosten für eine Pflegeberatung
  • Kurse, in welchen Familienangehörige hinsichtlich Pflege geschult werden

Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung

Jeder Berufstätige, der in Deutschland krankenversichert ist, ist automatisch ein Mitglied der gesetzlichen Pflegeversicherung. Diese leistet unterschiedliche Zuschüsse, um im Falle einer Pflege Kosten zu übernehmen. Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung werden jedoch niemals die gesamten Pflegekosten decken.

Private Pflegeversicherung

Die private Pflege-Pflichtversicherung hingegen wird bei privat krankenversicherten Personen abgeschlossen. Grundsätzlich sind diese Leistungen mit jenen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung vergleichbar. Allerdings werden diese Beiträge umso teurer, je älter der Bedürftige ist und welchen Gesundheitszustand die Person aufweist. Die gesetzliche Pflegeversicherung hat keine variablen Gebühren.

Lassen Sie uns einen Blick auf die gesetzliche Pflegeversicherung werfen: Um die Kosten für zunehmende alternde Gesellschaft in Sachen Pflege nicht ausufern zu lassen, wurde im Jahr 1995 die gesetzlich verpflichtende Pflegeversicherung eingeführt. Als Teil der Sozialversicherungen gesellt sich die Pflichtversicherung der Pflege zur Kranken-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Menschen, die ihren Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen können und daher auf Hilfe angewiesen sind, werden als pflegebedürftig eingestuft. Zumindest wenn dieser Zustand sechs Monate lang besteht und als dauerhaft angenommen werden kann, wird die Pflicht-Pflegeversicherung ausbezahlt. Hierfür muss man einen Antrag bei der zuständigen Pflegekasse stellen.

Pflegegrade

Je nachdem, wie stark die betreffende Person im Alltag eingeschränkt ist, wird ein Pflegegrad definiert. Vom Pflegegrad 1, der leichte geistige und körperliche Beeinträchtigungen attestiert, bis hin zum sehr schweren Pflegefall. Beim Pflegefall 5 gibt es unterschiedlichste Einstufungen, die erwartungsgemäß auch mit unterschiedlichen Geldbeträgen unterstützt werden - je höher Ihr Pflegegrad, umso mehr Geld erhalten Sie von der Pflegeversicherung.

Grundsätzlich wird in Deutschland ein Beitragssatz von 3,05% des Bruttoeinkommens für die Pflegekassen beiseite gelegt. Allerdings gibt es eine Höchstgrenze für Menschen, die deutlich mehr verdienen. Diese liegt bei 56.250 Euro pro Jahr. Nicht jede Berufsgruppe muss zudem den vollen Beitragssatz selbst bezahlen. Im Jahr 2021 etwa galt, dass Arbeitnehmer die Hälfte des Beitragssatzes bezahlen müssen, und der Arbeitgeber die andere Hälfte. Für Selbstständige und auch Freiberufler gilt, dass der Pflegekassen-Beitragssatz vollständig durch den Versicherten übernommen werden muss.

Gesetzliche Änderungen durch die Pflegestärkungsgesetze

In den Jahren 2015 und 2017 gab es drei große Reformen bei der Pflegeversicherung. Einige Aspekte wurden hierbei neu gestaltet: 

Definition des Begriffs Pflegebedürftigkeit

Nicht nur körperliche, sondern auch seelische und geistige Beeinträchtigungen werden seither als pflegebedürftige Beeinträchtigungen klassifiziert. 

Begutachtungssystem

Nicht die Bedürftigkeit wird beim neuen reformierten Begutachtungssystem festgestellt, sondern der Grad der Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen. 

Reform der Pflegestufen

Nicht mehr drei Pflegestufen werden angewendet, um den zustand der zu pflegenden Person einzuschätzen, sondern gleich fünf Pflegegrade

Beitragssätze und Leistungen 

Pflegegeld und Pflegesachleistungen wurden in der Reform mitunter deutlich erhöht. Berücksichtigung fanden auch zunehmend Demenzkranke, welche davor nicht vollends zur Geltung kamen. Die Beitragssätze wurden ebenfalls auf das heutige Niveau angehoben. 

Leistungen für Familienangehörige, die pflegen

Familienangehörige, die sich dazu entschließen, Verwandte zu pflegen, erhalten durch die Reformen kostenlose Pflegekurse und längere Auszeiten von der Pflege. Außerdem gibt es mehr Möglichkeiten, Beruf und Pflege gesetzlich besser zu vereinbaren und zu schützen.

Zum Pflegefall geworden - das können Sie tun

Die Ursachen, die dazu führen, dass jemand zum Pflegefall wird, können sehr vielfältig sein. Dabei gibt es plötzliche Vorfälle, wie etwa Unfälle oder Schlaganfälle oder auch chronische Entwicklungen, wie sie etwa Herzerkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems oder ähnliche Erkrankungen mit sich bringen. Grundsätzlich sollten sie drei Dinge in Angriff nehmen, wenn sich eine Entwicklung zum Pflegefall anbahnt:

  • Nehmen Sie Kontakt zur Pflegekasse auf: Sie erhalten bei Ihrer Pflegekasse eine kostenlose Beratung. Hier erhalten Sie weitere Informationen darüber, wie Ihr spezieller Fall zu handhaben ist. 
  • Pflegebedürftigkeit bei Begutachtung: Wenn Sie tatsächlich als pflegebedürftig eingestuft werden, dann können Sie Pflegegeld beantragen. Jedoch hängt die Höhe des Pflegegeldes davon ab, mit welchem Pflegegrad Sie eingestuft werden. Zu diesem Zwecke müssen Sie einen Termin beantragen, an welchem die Begutachtung Ihrer Bedürftigkeit festgestellt wird. Hierfür ist die MDK zuständig - der Medizinische Dienst der Krankenversicherung. 
  • Pflegetagebuch: Führen Sie ein Pflegetagebuch, um sich auf die Begutachtung vorbereiten zu können. Schreiben Sie sämtliche Leistungen, die Sie tagtäglich durchführen nieder und besorgen Sie sich alle relevanten Atteste durch einen Arzt, um zu belegen, dass Sie Hilfe im Alltag benötigen.

Pflegebedürftigkeit und die Begutachtung

Kommt es zu einer Begutachtung, dann sind einige Faktoren ausschlaggebend darüber, welcher Pflegegrad Personen zugeordnet wird. Letztlich ist entscheidend, wie selbstständig die betreffende Person im Alltag ist. Von leichten Alltagseinschränkungen bis zu einer extremen Hilfsbedürftigkeit gibt es 5 Abstufungen, die durch die MDK festgestellt werden müssen. 

Folgende Aspekte sind ausschlaggebend, um die Einschätzung über Ihren Pflegegrad zu ermitteln: 

  • Alltagsleben und Soziales: Wie steht es um Ihren Tagesablauf - können Sie sich selbst um alles kümmern? Und ist es Ihnen möglich, mit Menschen in Verbindung zu treten? 
  • Bewältigung von medizinischen Belastungen: Sind Sie in der Lage, Medikamente selbstständig einzunehmen? Ist es Ihnen möglich, einen Arzt ohne fremde Hilfe zu besuchen? Falls ja, dann vermindert dies Ihren Pflegegrad
  • Selbstversorgung: Hierbei handelt sich wohl um den wichtigsten Aspekt Ihrer Situation. Wenn Sie sich selbstständig nicht mehr waschen und anziehen können, wenn Sie von selbst nicht mehr essen können und auch nicht mehr trinken - dann sind Sie eindeutig einem schwereren Pflegegrad zuzuordnen. 
  • Fragen der Mobilität: Sind Sie in der Lage, alleine vom Bett aufzustehen und können Sie sich in Ihrer Wohnung ganz normal und frei bewegen? 
  • Fähigkeiten der Kommunikation: Ist es Ihnen möglich, sich räumlich sowie zeitlich zu orientieren und sich sinnerfassend mit anderen Menschen zu verständigen?
  • Allgemeine psychologische Situation: Sind Sie im Alltag ausgeglichen und ruhig, oder kommt es bei Ihnen oder dem Pflegebedürftigen zu Ängsten oder etwa Aggressionen?

All diese Aspekte werden durch einen Experten eingeschätzt, sodass diese einen Pflegegrad eindeutig bestimmen können. Im Grunde genommen brauchen Sie sich in einer solchen Situation um nichts zu kümmern. Wenn Sie jedoch im Vorfeld wissen, worauf es ankommt, dann kann es Ihnen nicht passieren, dass gewisse Aspekte unter den Tisch fallen oder gar verschwiegen werden - so wie das viele ältere Menschen gerne tun, um Unabhängigkeit zu beweisen.

Private Pflegeversicherung

Als private Pflegezusatzversicherung bezeichnet man eine Versicherung, die über jene Leistungen hinausgeht, die über die gesetzliche Pflegeversicherung abgegolten werden. Insbesondere dann, wenn die Familie nicht allzu viel auf Rücklagen und Ersparnisse zurückgreifen möchte, ist eine private Zusatzversicherung bei einem privaten Anbieter empfehlenswert. Mit der passenden Pflegezusatzversicherung kann hierfür eine langfristige Entscheidung getroffen werden, die große Auswirkungen auf die finanzielle Gestaltung von älteren Menschen hat. Denn eine finanzielle Lücke kann schnell auftreten.

Die Tarifmodelle unterschiedlicher Anbieter sind sehr vielfältig. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, unser Vergleichstool zu nutzen, um die besten Angebote für Ihre individuellen Lebensumstände ermitteln zu können.

Eigenanteil je nach Region

Der Eigenanteil, der im Rahmen einer Pflegebedürftigkeit geleistet werden muss, ist eine nicht zu unterschätzende Angelegenheit - er kann schnell mehrere hundert Euro pro Monat ausmachen. Wenn es zu einer starken Bedürftigkeit kommt, dann kann es in dieser Hinsicht also zu beträchtlichen finanziellen Verpflichtungen kommen. Falls Einkommen und Rücklagen der betreffenden Person nicht vollständig für diese Pflegekosten aufkommen können, können auch die Kinder zu Zahlungen verpflichtet werden. 

Prinzipiell sind die Eigenanteile vom Wohnort und auch vom Pflegegrad abhängig. Die Unterstützung durch die gesetzliche Pflegeversicherung kann je nach Wohnort beispielsweise bei einem Aufenthalt in einem Pflegeheim zwischen 770 Euro und 2.005 Euro liegen. Der Eigenanteil kann dementsprechend schwanken, um die Restbeträge abzugelten. Für Betroffene bei Pflegegrad 5 verbleiben dadurch durchschnittliche Kosten von bis zu 2.015 Euro. Diese Kosten unterscheiden sich mitunter beträchtlich voneinander, abhängig davon, in welcher Stadt und in welchem Land man ansässig ist. In Nordrhein-Westfalen liegen die Eigenanteile mit 2.405 Euro am höchsten, während sie in Sachsen-Anhalt mit etwas mehr als 1.400 Euro deutlich moderater ausfallen.

Eine Übersicht über die Leistungen

Grundsätzlich lohnt es sich, einen Überblick über die Leistungen von Pflegeversicherungen zu haben. Das Pflegegeld ist der Hauptfaktor, wobei der Betrag immer vom jeweiligen Pflegegrad abhängig ist.

Pflege im Heim, ambulante oder stationäre Pflege: 

Bei der stationären Pflege ist es so, dass der Pflegebedürftige in einem Senioren- oder Pflegeheim unterkommt. Dort wird die Person rund um die Uhr versorgt, was dementsprechend teuer ist. Anders verläuft die ambulante Pflege, die generell am Wohnort der Pflegeperson stattfinden kann. 

Manche privaten Pflegeversicherungen leisten nur dann, wenn es zu einer stationären Pflege kommt. Wenn Pflegebedürftige aber zu Hause versorgt werden wollen, dann muss hierauf Rücksicht genommen werden. Die Pflege muss meist nachweislich durch einen professionellen Pflegedienst oder durch Angehörige abgedeckt sein.

Einmalzahlung: 

Pflegebedürftig zu werden, ändert viel im Leben der betroffenen Person. In vielen Fällen werden Umbauten im Wohnraum notwendig. Dies ist selbstverständlich mit Kosten verbunden. Auch ein Rollstuhl muss oftmals angeschafft werden. Viele Versicherer leisten eine Einmalzahlung, um in einem solchen Fall Unterstützung zu bieten.

Beitragsbefreiung

Eine Funktion, die bei manchen Pflegeversicherungen inkludiert ist, ist die Befreiung von Beiträgen. In solchen Fällen müssen keine Versicherungsbeiträge mehr bezahlt werden, wenn es zu einer Hilfsbedürftigkeit kommt. In den meisten Fällen ist dies bereits ab den niedrigsten Pflegegraden der Fall, aber nicht bei allen. Verträge ohne Beitragsbefreiung sind in der Regel etwas günstiger, als solche mit Beitragsbefreiung. Auch eine vorübergehende Beitragsbefreiung kann vertraglich abgesichert werden - dies hilft etwa, wenn es zu Arbeitslosigkeit kommt.

Ausgleich der Inflation: 

Die Pflegebedürftigkeit bleibt zwar von den Aufwänden her gleich - nicht jedoch die Beträge, die hierfür zu bezahlen sind. Die Inflation ist hierbei der Schlüssel und mit einzuberechnen, insbesondere dann, wenn der Pflegefall viele Jahre nach Abschluss der Pflegeversicherung eintritt. Eine automatische Erhöhung der Beitragsgelder ebenso wie der Auszahlungsbeträge sollte daher in einer Versicherung enthalten sein. Man spricht dann von Dynamik-Prämien und Tagesgeldern.

FAQ

Was sind Pflegegrade?

Anhand von 5 Pflegegraden, die gesetzlich verankert wurden, bestimmen die Krankenkassen den Grad der Pflegebedürftigkeit einer Person. Die 5 Abstufungen umfassen alle Situationen, vom Grad einer leichten Beeinträchtigung bis zum 5. Pflegegrad, bei dem es sich um eine schwerwiegende Beeinträchtigung und Bedürftigkeit über 24 Stunden handelt.

Was ist eine private Pflegeversicherung?

Die private Pflegeversicherung wird abgeschlossen, um im Fall einer Pflege Unterstützung beim Bezahlen von Pflegeaufwendungen zu erhalten. Es handelt sich hierbei um jene Aufwände, die nicht durch die gesetzliche Pflegeversicherung abgedeckt sind, aber von einer privaten Pflegeversicherung übernommen werden.

Für wen ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll?

Alle Menschen, die befürchten einmal ein Pflegefall werden zu können, sollten sich mit der Frage auseinandersetzen, ob sie nicht eine private Pflegeversicherung abschließen möchten. Die gesetzliche Pflegeversicherung kommt prinzipiell immer nur teilweise für Ausgaben rund um die Pflege auf. Wenn Personen keine Ersparnisse haben oder kein Einkommen vorweisen können, das für die Restbeträge aufkommt, steht man nicht selten vor großen finanziellen Herausforderungen, die Existenzen dramatisch beeinflussen können.

Wie viel Pflegegeld sollte man veranschlagen?

Im Falle einer schweren Pflegebedürftigkeit, also dem Pflegegrad 5, kommt es für Privatpersonen zu Zusatzkosten von ungefähr 1.500 Euro pro Monat. Dementsprechend sollte man vorsorgen und die private Pflegegeldversicherung nach diesen Beträgen ausrichten.

In welchen Situationen ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll?

Wenn Sie die Pflegezusatzversicherung früh abschließen, dann sind die Beiträge nicht allzu hoch und Sie haben genügend Zeit, um Kapital für die Pflege aufzubauen. Je älter Sie werden, umso teurer wird die Anschaffung von privaten Pflegeversicherungen.

Achten Sie auf diese Faktoren bei der Pflegeversicherung

Wenn es zu einer Pflegebedürftigkeit kommt, dann sind Sie mit einer privaten Pflegezusatzversicherung auf der sicheren Seite. Es gibt jedoch einige Details, auf die Sie vor dem Abschluss einer Versicherung achten sollten:

Pflegeleistungen

Der Pflegegrad ist ausschlaggebend dafür, wie viel Pflegegeld Sie erhalten. Manche Versicherungen zahlen aber erst ab höheren Pflegegraden Beiträge aus. 

Gesamthöhe des Pflegegeldes

Grundsätzlich sollten Sie für eine hohe Pflegebedürftigkeit den Betrag von ungefähr 1.500 Euro definieren. 

Beitragsdynamik

Eine Beitragsdynamik im Vertrag wird Ihnen dabei helfen, sich auch gegen die Inflation zu schützen. Bedenken Sie aber, dass dadurch auch die monatlichen Beiträge Jahr für Jahr steigen werden. 

Leistungen im Heim oder zu Hause 

Manche Versicherungen fokussieren sich ausschließlich auf Leistungen, die in einem Pflegeheim geleistet werden. Falls Sie nun Pflegebedürftigkeit erlangen, sind Sie damit darauf angewiesen, in ein Heim zu gehen. Wenn Sie nun lieber zu Hause gepflegt werden möchten, haben Sie keinen Anspruch auf Leistungen bei einer solchen Versicherung.

Pflegezusatzversicherung - für wen ist sie sinnvoll?

Insbesondere solche Personen, die bereits selbst für die Pflege von anderen Personen aufkommen mussten, wissen wie wichtig eine Pflegezusatzversicherung sein kann. Die Kosten für die Pflege einer Person können exorbitant hoch sein und nicht selten eine große Belastung für alle Angehörigen darstellen. Aus diesem Grund sollte sich jeder mit der Frage auseinandersetzen, ob eine private Pflegeversicherung eine gute Wahl für die individuellen Lebensumstände ist. 

Um Ihnen eine Hilfeleistung zu geben, haben wir hier einige Fragen für Sie vorbereitet, die Ihnen die Entscheidung erleichtern könnten: 

  1. Könnten Sie auch mit anderen Mitteln vorsorgen?
    Wenn Sie grundsätzlich über ein hohes Einkommen verfügen und sich bis zu einem höheren Alter hohe Ersparnisse beiseite schaffen konnten, dann können Sie unter Umständen auf eine private Pflegeversicherung verzichten. Dies ist dann der Fall, wenn die Pflege aus Eigenmitteln finanziert werden kann. Insbesondere Menschen, die es schaffen sich ein passives Einkommen aufzubauen, könnten unter Umständen darauf verzichten. Denn solange man auch im Falle der Pflege genügend Mittel zur Verfügung hat, um für alle Kosten aufzukommen, ist eine private Pflegeversicherung nicht immer notwendig.
  2. Sind Sie finanziell in der Lage, die Pflegezusatzversicherung über einen langen Zeitraum zu bezahlen?
    Wie steht es um Ihre allgemeine Gesundheit und Ihren Lebenswandel? Selbstverständlich können Fälle eintreten, in welchen die Pflegebedürftigkeit durch unglückliche Ursachen eintritt. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch bei Menschen, die einen ungesunden Lebenswandel führen, deutlich größer. Wenn Sie nun einen gesunden Lebenswandel pflegen und etwa viel Bewegung haben, sich gesund ernähren und allgemein Stress vermeiden, dann werden Sie in den meisten Fällen über die längste Zeit Ihres Lebens nicht hilfsbedürftig sein. Die Statistik würden in diesem Fall auf Ihrer Seite stehen und Sie könnten sich mit der Frage auseinandersetzen, ob eine private Pflegeversicherung nicht verzichtbar für Sie sein könnte - sofern Sie finanziell gut dastehen.
  3. In heutigen Zeiten ist es oft nicht ganz einfach abzuschätzen, wohin die berufliche Reise einer Person gehen soll. Manche Karrieren verlaufen zwar nach wie vor linear - viele Ökonomen gehen jedoch davon aus, dass dies eher die Ausnahme sein wird. Vor allem heutzutage in einer digitalisierten Welt mit sich schnell wandelnder Wirtschaft. Dies kann hinsichtlich Ihrer Vorsorge ein Problem werden. Nämlich dann, wenn Sie Ihre Pflegezusatzversicherung nicht dauerhaft bezahlen können und entsprechend auf Teile Ihres Einkommens verzichten können. Denn dann kann es schwierig sein, die Beitragszahlungen dauerhaft aufrecht zu halten.

Das sind die langfristigen Kosten

Bedenken Sie beim Abschluss Ihrer privaten Pflegeversicherung immer auch die tatsächlichen Kosten über den gesamten Zeitraum, über welchen die Versicherung laufen wird. Falls Sie etwa um die 20 Jahre alt sind, dann werden Sie wohl zumindest für die nächsten 30 bis 40 Jahre in Ihre Pflegeversicherung einbezahlen. Wenn Ihre Versicherung eine Inflations-Abfederung (Beitragsdynamik) hat, dann werden die Beiträge zusätzlich moderat ansteigen. Moderat bedeutet in niedrigen Prozentsätzen pro Jahr. Allerdings summiert sich dieser moderate Anstieg über die Jahre und in höherem Alter werden Sie mit hohen monatlichen Zahlungen rechnen müssen. Dies kann unter Umständen zu finanziellen Problemen führen, falls Sie etwa Ihre Arbeit verlieren oder sich beruflich neu orientieren möchten. Klar ist, dass Sie mit einer solchen Verpflichtung eine gewisse Flexibilität verlieren und stets berücksichtigen müssen, dass die Raten zu bezahlen sind - egal was kommt. Falls nicht, verlieren Sie Ihren Versicherungsschutz.

Varianten der Pflegezusatzversicherung

Eine Pflegezusatzversicherung kann viele Facetten haben und unterschiedliche Leistungen mit sich bringen. Wir stellen Ihnen hier einige davon vor:

Pflegetagegeld

Wenn Sie pflegebedürftig werden, können Sie ein Pflegetagegeld erhalten. Eine solche Pflegetagegeldversicherung zahlt Ihnen jeden Tag einen bestimmten Betrag aus, den Sie zuvor vereinbart haben. Dieses Geld kann übrigens frei verwendet werden - man hat also eine große Flexibilität. Ganz egal, ob man daheim gepflegt werden möchte oder im Pflegeheim - der täglich ausbezahlte Betrag wird immer gleich hoch bleiben. Es ist auch kein Kostennachweis notwendig - keinerlei Rechnungen müssen hinterlegt werden, um Ihre tatsächlichen Pflegeausgaben nachzuweisen.

Pflege-Rentenversicherung

Das Spannende an der Pflegerentenversicherung ist, dass hierbei ein monatlich fixer Betrag ausgezahlt wird und das über die gesamte Laufzeit. Obwohl die niedrigen Pflegegrade hiervon meist ausgenommen sind, kann diese Variante attraktiv sein. Denn man weiß exakt, wie viel Geld man erhält. So spannend diese Variante auch klingt, so nachteilig können die Konditionen sein. Denn die monatlichen Beiträge hierfür, sind zumeist sehr hoch.

Pflege-Bahr

Der Pflege-Bahr ist ein staatlich geförderter Zusatzschutz. Das tolle ist, hierbei wird keine Gesundheitsprüfung durchgeführt. Und das Minimum beim Pflegegrad 5 liegt bei 600 Euro pro Monat. Weiters sind Leistungen für die Pflegegrade 1 bis 4 gestaffelt. Wenn zumindest 10 Euro pro Monat in diese Zusatzversicherung einbezahlt wird, hat man Anspruch auf eine staatliche Förderung von weiteren 5 Euro pro Monat. Vorausgesetzt ist selbstverständlich, man erfüllt alle Kriterien. So attraktiv diese Variante auch wirkt, im Pflegefall ist das Geld, welches man aus dem Pflege-Bahr erhalten kann, allerdings zumeist nicht ausreichend.

Pflegekostenversicherung

Die Pflegekostenversicherung kann verschiedene Ausprägungen haben. Die Versicherung verpflichtet sich hierbei zumeist dazu, einen bestimmten Anteil oder Zusatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung zu bezahlen. Sie orientiert sich dabei an der Einstufung durch die Pflegekassen. In manchen Fällen müssen hierfür Nachweise erbracht werde - in manchen Fällen aber auch nicht. Beachten Sie, dass es bei der Pflegekostenversicherung eine Höchstgrenze für die Zahlung gibt.

Pflegeversicherung im großen Vergleich

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Beitrag einen guten Überblick über die Pflegezusatzversicherung gegeben zu haben, der Ihnen tatsächlich weiterhilft. Falls Sie einen Vergleich zwischen den besten Anbietern auf dem Markt wünschen, nutzen Sie unbedingt unser Vergleichstool. Mit unserem Rechner können Sie eine übersichtliche Auflistung der besten Tarife und Konditionen erhalten und sich somit viel Zeit und Nerven sparen. Denn Anfragen bei jedem einzelnen Anbieter sind wesentlich langwieriger: Sie müssten eine ganze Reihe von persönlichen Informationen preisgeben, damit der Anbieter Ihnen überhaupt ein Angebot berechnen kann. Oftmals geht eine solche Anfrage mit einer Wartezeit und einer Einwilligung Ihrerseits einher. 

Unsere Services sind dagegen schnell und anonym. Sie können zunächst Ihren Favoriten definieren, bei welchem Sie anschließend um exakte Konditionen auf Basis Ihrer angegebenen Angaben, suchen. Dann erhalten Sie alle Leistungen der Pflegeversicherung auf einen Blick. Probieren Sie jetzt unser Tool - komplett kostenlos und unverbindlich.