Aktueller Krankentagegeld­versicherung Vergleich

  • Zusätzlich absichern
  • Mehr Leistungen
  • Große Ersparnis möglich
  • Zahlreiche Tarife

Krankentagegeldversicherung Vergleich 2019 – Jetzt Krankenhaustagegeldversicherung berechnen und zusätzlich für den Krankheitsfall absichern

Die gesetzliche Krankenversicherung – GKV – zu deren Abschluss beispielsweise Tarifangestellte mit moderatem Einkommen in Deutschland gezwungen sind, ist bei den Leistungen zuweilen etwas knausrig, das dürfte vielen Menschen bekannt sein. Und weil das so ist, erfreuen sich private Zusatzversicherungen zunehmender Beliebtheit. Im Ernstfall, so das Kalkül, werden sie die schmalen GKV-Leistungen in angenehmer Weise erweitern. Zu einer solch sinnvollen Ergänzung gehört die Krankentagegeldversicherung.

Wer nicht auf ein Krankengeld durch eine GKV hoffen kann, sollte unbedingt eine Krankentagegeldversicherung in Erwägung ziehen. Das gilt insbesondere für privatversicherte Personen, oftmals handelt es sich dabei um Selbstständige. Wenn Ihnen Krankengeld von der GKV zustehen sollte, müssen Sie sich überlegen, ob die Höhe bei längerer Krankheit auch ausreicht. Besserverdienende sind in der Regel leicht enttäuscht über die Höhe ihres Krankengeldes und müssen ihren Gürtel gleich um mehrere Löcher enger schnallen.

Mithilfe des Krankentagegeld-Vergleichs finden Sie gewiss einen optimalen finanziellen Ausgleich im Krankheitsfall. Doch zuvor möchten wir für Sie den Wirrwarr um die verschiedenen Krankenzusatzversicherungen und deren Bezeichnungsweisen entwirren. Denn nur zu oft wird Krankentagegeld mit Krankenhaustagegeld verwechselt, wobei Ersteres außerordentlich wichtig ist, während Letzteres in manchen Fällen eher als überflüssig abgetan werden kann.

Welche Krankenzusatzversicherungen werden heute angeboten?

KrankentagegeldversicherungAusgerechnet das Sozialgesetzbuch schreibt es den gesetzlichen Krankenkassen ins Stammbuch, alle Leistungen auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken. Da der medizinische Fortschritt heute weit mehr zu bieten hat, als nur das unbedingt notwendige Maß, sind gesetzlich Versicherte gut beraten, über den Abschluss einer Krankenzusatzversicherung ernsthaft nachzudenken. Es gibt sogar Tarife in der privaten Vollversicherung, welche diesbezüglich noch gut ausbaufähig sind.

Sinnvoll, beziehungsweise empfehlenswert, sind zum Beispiel eine Krankentagegeldversicherung und eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Das Krankentagegeld sorgt dafür, dass Sie keinen oder zumindest nur einen geringfügigen Einkommensverlust erleiden, falls Sie längere Zeit krank werden. Es liegt auf der Hand, dass Selbstständige solch einen Schutz brauchen. Falls Sie als Angestellter über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, könnte das Krankentagegeld sinnvoll sein, weil das gesetzliche Krankengeld in diesem Fall deutlich unterhalb Ihres Nettogehalts liegt – mit der unangenehmen Folge, dass Ihre laufenden Kosten damit möglicherweise nicht mehr abgedeckt werden können.

Die Krankentagegeldversicherung ist eine freiwillige Zusatzversicherung. Abgeschlossen werden kann sie gleichermaßen von Freiberuflern, Angestellten und Selbstständigen. Sinn der Sache ist ein finanzieller Ausgleich von Einkommensverlusten im Krankheitsfall.

Weitere Zusatzversicherungen im Überblick

Wer eine Reise ins Ausland unternimmt, sollte an eine Auslandsreise-Krankenversicherung denken. Falls Ihr Aufenthalt dort länger als zwei Monate andauern soll, brauchen Sie aber eine besondere Langzeit-Versicherung.

Als wenig sinnvoll haben sich zum Beispiel Brillenversicherungen, ambulante Zusatzversicherungen und die Krankenhaustagegeldversicherung erwiesen. Bitte achten Sie hier bei der Bezeichnung auf den kleinen, aber feinen Unterschied: Die Krankentagegeldversicherung empfinden wir dagegen in vielen Fällen als empfehlenswert. Die Krankenhaustagegeldversicherung tritt dann in die Leistung ein, wenn Sie stationär im Krankenhaus untergebracht sind, ein Zustand, der tendenziell immer weiter minimiert wird. Die Krankentagegeldversicherung bezahlt dagegen auch an jenen Tagen, die Sie krank zu Hause verbringen müssen.

Schon gewusst?Eine ambulante Zusatzversicherung besteht meistens aus verschiedenen Bausteinen. Da ist von Zuschüssen für Vorsorgeuntersuchungen, alternative Heilmethoden, Hörgeräte oder Impfungen die Rede. Doch solche auf wenige Hundert Euro gedeckelten Kostenanteile werden bestenfalls alle zwei Jahre übernommen. Unter dem Strich bedeutet dies für Sie mehr Bürokratie als Nutzen. Inzwischen sind sogar einige gesetzliche Krankenversicherungen dazu bereit, Reiseimpfungen und zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen sowie Kostenanteile für Homöopathie und für Osteopathie zu übernehmen.

Der Versicherungsschutz für die Brille wird oftmals mit dem Kostenübernahme-Versprechen für Naturheilmethoden und Hörgeräte kombiniert, was derartige Verträge nur unnötig verteuert. Wie oben angedeutet werden die Leistungen zum Beispiel auf 300 Euro pro zwei Jahre begrenzt.

Zu einigen Versicherungen haben wir ein ambivalentes Verhältnis. Dazu gehört zum Beispiel die Krankenhauszusatzversicherung, die eintritt, wenn höhere Arzthonorare bei Spezialisten anfallen oder Sie Bedarf an einem Ein- oder Zweibettzimmer haben. Falls Sie sich in einem speziellen Krankenhaus behandeln lassen möchten, können ebenfalls zusätzliche Kosten anfallen, die dann von einer Krankenhauszusatzversicherung bezahlt werden.

Falls Ihnen hochwertiger Zahnersatz wichtig ist, schließen Sie eine Zahnzusatzversicherung ab. Bedenken Sie dabei, dass die GKV bei Zahnersatz stets nur einen Kostenanteil übernimmt, der ziemlich engstirnig gedeckelt ist.

Krankengeld versus Krankentagegeld

Bitte merken!Wer privat versichert ist, schließt praktisch standardmäßig eine Krankentagegeldversicherung ab. Da diese Versicherung wirklich sinnvoll ist, empfehlen wir sie auch allen gesetzlich versicherten Personen. Leider werden die beiden Begriffe Krankengeld und Krankentagegeld immer wieder durcheinandergeworfen.

Das Krankengeld zahlt die GKV ihren gesetzlich versicherten Mitgliedern, wenn sie länger als 6 Wochen erkrankt sind, weil ihr Arbeitgeber dann das Gehalt nicht mehr überweisen muss. Krankentagegeld gibt es dagegen nur von der privaten Versicherung. Wer privat krankenversichert ist, kann bei längerer Erkrankung nicht automatisch auf ein Krankengeld hoffen. Er sollte daher unbedingt ein Krankentagegeld vereinbaren, das deutlich mehr als seine Fixkosten abdeckt.

In Deutschland ist das Krankengeld eine Entgeltersatzleistung, die die gesetzlichen Krankenkassen gemäß dem Fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) zu erbringen haben. Wenn eine gesetzlich versicherte Person länger als 6 Wochen arbeitsunfähig ist, das ist zum Beispiel bei einem längeren stationären Aufenthalt im Krankenhaus nachweislich der Fall, wird die Entgeltzahlung durch den Arbeitgeber eingestellt und stattdessen greift das Krankengeld, das in der Regel ein paar Prozentpunkte unterhalb des letzten regulären Nettoeinkommens liegt. Manche Arbeitgeber zahlen aber auf Antrag diese Differenz an ihre erkrankten Mitarbeiter aus.

Beim sogenannten Kinderkrankengeld geht es darum, dass zum Beispiel Alleinerziehende erkrankte, mitversicherte Kinder unter 12 Jahren betreuen oder pflegen müssen und daher nicht an ihrem Arbeitsplatz erscheinen können. Unter bestimmten Voraussetzungen wird in solchen Fällen auf Antrag von der GKV Kinderkrankengeld gezahlt.

Die Zahlung von Krankengeld im Falle einer längeren Erkrankung erfordert bei Pflichtversicherten keine zusätzliche Vereinbarung, weil es sich dabei um eine durch den Gesetzgeber vorgeschriebene Regelleistung handelt. Seit dem 1. August 2009 müssen freiwillig krankenversicherte Personen einen speziellen, etwas teureren Wahltarif abschließen, wenn sie einen Anspruch auf Krankengeld haben möchten.

Wann lohnt sich die Krankentagegeldversicherung?

Für den Fall, dass Sie dauerhaft erkranken und nicht mehr arbeiten können, wurde die Berufsunfähigkeitsversicherung – BU – konstruiert, aber die schließt eben nicht jeder ab. Von daher lohnt es sich mitunter für Sie, wenigstens eine Krankentagegeldversicherung abzuschließen. Schauen wir uns die folgenden vier potenziellen Kundengruppen an:

  1. Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer
  2. Gesetzlich versicherte Selbstständige
  3. Privat versicherte Arbeitnehmer
  4. Privat versicherte Selbstständige
Beamte brauchen deshalb kein Krankentagegeld, weil ihr Dienstherr auch bei längerer Krankheit die Bezüge ohne Fristsetzung weiterzahlt. Dennoch rechnet sich eine Dienstunfähigkeitsversicherung für den Fall, dass Sie ihren Beruf grundsätzlich nicht mehr ausüben können.

Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer

Jeder tariflich angestellte, pflichtversicherte Arbeitnehmer erhält im Krankheitsfall 6 Wochen lang sein Gehalt weiter. Danach erst greift das Krankengeld, das in etwa 20 Prozent weniger als Ihr Nettoverdienst betragen kann, sofern Ihr Verdienst unter der Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 4.537,50 Euro brutto pro Monat liegt. Da diese Verdienstlücke nicht unbeträchtlich ist, kann eine Krankentagegeldversicherung eine gute Hilfestellung sein.

Liegen Sie über der Beitragsbemessungsgrenze, tendiert die Lücke zwischen Ihrem Nettogehalt und dem Krankengeld dazu, immer größere Ausmaße anzunehmen, weil Sie grundsätzlich nicht mehr als 2.793 Euro Krankengeld im Monat erhalten. Dies bedeutet, dass eine Krankentagegeldversicherung umso sinnvoller ist, je mehr Geld Sie verdienen. Eine Ausnahme ergibt sich dann, wenn in dem Tarifvertrag Ihrer Branche die Vereinbarung festgeschrieben wurde, dass der Arbeitgeber Ihr Krankengeld bis auf das übliche Niveau Ihres Nettoeinkommens aufstockt, was Sie aber in jedem Einzelfall beantragen müssen. In diesem Fall ist das Krankentagegeld lediglich noch ein „nice to have“.

Die Beitragsbemessungsgrenze stellt jenes Verdienstniveau dar, bis zu deren Höhe, die unter Berücksichtigung der Inflationsrate fast jährlich nach oben korrigiert wird, prozentuale Beiträge an die Sozialversicherung abgeführt werden müssen. Wer mehr verdient, kann sich glücklich schätzen, dass seine Sozialversicherungsbeiträge nicht mehr weiter ansteigen, abgesehen davon, dass sich die Bemessungsgrenze mit Sicherheit weiter erhöht.

Gesetzliche versicherte Selbstständige

KrankentagegeldWenn Sie als Selbstständiger freiwillig in einer GKV versichert sind, können Sie es sich aussuchen, ob Sie im Krankheitsfall Krankengeld erhalten möchten oder darauf verzichten können. Mit Stand 2019 bezahlen Sie ohne Krankengeldoption 14,9 Prozent Ihres Gewinns. Schließen Sie Krankengeld mit ein, steigt Ihr Beitrag auf 15,5 Prozent. Im Maximalfall kostet Sie die Krankengeldoption jeden Monat aber nur 27,23 Euro zusätzlich. Wie beim Arbeitnehmer bekommen Sie dann Krankengeld, das 70 Prozent Ihres üblichen Gewinns beträgt, nachdem Sie 6 Wochen lang arbeitsunfähig waren. Der Maximalbetrag liegt bei knapp 106 Euro pro Tag (Stand 2019).

Gesetzliche Krankenkassen bieten Selbstständigen einen speziellen Wahltarif an, der beinhaltet, dass Sie gegen ein Aufgeld schon ab der vierten Krankheitswoche Krankengeld ausbezahlt bekommen. Publizisten und Künstler können ihr Krankengeld sogar bereits ab dem 15. Krankheitstag erhalten. Mit solchen Wahltarifen verpflichten Sie sich allerdings gleich für mindestens drei Jahre der Mitgliedschaft.

Als Alternative zu einem Wahltarif der GKV können Sie ein privates Krankentagegeld abschließen, welches zum Beispiel ebenfalls ab der dritten oder vierten Woche der Krankschreibung greift. Je kürzer Sie die sogenannte Karenzzeit wählen, also jene Zeit, die vergehen muss, bevor Sie Krankentagegeld erhalten, desto teurer wird natürlich die Versicherung.

Falls Ihr Gewinn mehr als 4.537,50 Euro pro Monat ausmacht, können Sie Krankengeld im Sinne einer Basis mit einer GKV vereinbaren und zusätzlich noch privat eine Krankentagegeldversicherung als Ergänzung abschließen.

Privat versicherte Arbeitnehmer

Angestellte Arbeitnehmer, die über der Versicherungspflichtgrenze liegen, der sogenannten Jahresarbeitsentgeltgrenze – JAEG – und einer privaten Krankenversicherung – PKV – angehören, erhalten nicht automatisch Krankengeld, wenn sie länger als 6 Wochen krankgeschrieben sind. Diese Gruppe ist daher gut beraten, eine ausreichend hohe Krankentagegeldversicherung abzuschließen, die ab dem 43. Krankheitstag zahlt.

Viele privat versicherte Personen vereinbaren das Krankentagegeld sogleich im Zuge des Abschlusses ihrer Krankenversicherung. Das mag praktisch erscheinen, ist aber nicht zwingend, denn Sie können Krankentagegeld auch bei einem anderen Anbieter extra abschließen. So etwas bietet sich beispielsweise an, wenn Sie mit Ihrer bestehenden Krankenversicherung eigentlich zufrieden sind, aber per Krankentagegeld-Vergleich einen besonders günstigen Anbieter speziell für diesen Zweck gefunden haben.

Privat versicherte Selbstständige

Die Bedingungen für privat versicherte Arbeitnehmer gelten in weiten Bereichen ebenso für privat versicherte Selbstständige. Es ist in der Tat so, dass Unternehmen mit guten Konditionen bei den Tarifen der Krankenversicherung nicht automatisch auch gute Angebote für das Krankentagegeld im Portfolio haben müssen.

Bereits im Sommer 2013 veröffentlichte das Magazin Finanztest einen interessanten Vergleich der verschiedenen Krankentagegeldversicherungen. Darin wurde damals festgestellt, dass die Höhe des Krankengeldes bei einer GKV auf 2.756 Euro pro Monat begrenzt war. Daraus wurde abgeleitet, dass sich eine Krankentagegeldversicherung für Arbeitnehmer lohnen kann, die mindestens 4.000 Euro brutto verdienten. Heute müsste eine entsprechende Aussage gewiss ein Stückchen nach oben verschoben werden.

Was genau verbirgt sich hinter einer Krankenhaustagegeldversicherung?

Die Anbieter von Krankenhaustagegeldversicherungen argumentieren, dass bei einem stationären Krankenhausaufenthalt dadurch Mehrkosten entstehen können, dass für die Familienmitglieder zusätzliche Fahrtkosten für Besuche entstehen, vielleicht eine Haushaltshilfe erforderlich wird, in Kliniknähe ein Zimmer angemietet werden muss, Kosten für Telefon, TV und Internet zustande kommen und so weiter. Dass die meisten Menschen im Krankenhaus deutlich weniger Geld ausgeben, als wenn sie draußen Essen gehen oder ein Theater besuchen, wird dabei gern verschwiegen. Auf jeden Fall ist die Summe, die Ihnen die Versicherung im Krankheitsfall jeden Tag zahlt, gedeckelt. Viel mehr als 100 Euro pro Tag kommt dabei nicht heraus.

Aber mithilfe einer Krankenhaustagegeldversicherung lässt sich sehr wohl Ihre Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer finanzieren, was Ihrer Genesung gewiss zuträglich sein kann. Bei kranken Kindern ist die Unterbringung eines Elternteils sehr gefragt. Auch diese Kosten können Sie so deutlich abfedern. Im Vergleich dazu ist eine stationäre Zusatzversicherung deshalb teurer, weil darin die Chefarztbehandlung einbezogen ist.

Die Krankenhaustagegeldversicherung zahlt nur dann, wenn ein stationärer Krankenhausaufenthalt medizinisch notwendig ist, so schreibt es jedenfalls der § 192 Abs. 4 Versicherungsvertragsgesetz vor. Wenn Sie das Pech haben, sich einer langwierigen ambulanten Behandlung unterziehen zu müssen, sehen Sie dafür keinen Cent.

Die Höhe des Tagessatzes ist im Übrigen völlig unabhängig von Ihrem Einkommen. Der erste und der letzte Tag einer stationären Behandlung werden dabei zusammen als ein ganzer Tag betrachtet. Die Höhe Ihrer Beiträge wird am vereinbarten Tagessatz, an Ihrem Alter, an Ihrem Beruf und an Ihrem Gesundheitszustand orientiert. Ein 30-Jähriger bezahlt zum Beispiel 11 Euro pro Monat, um 60 Euro Krankenhaustagegeld zu erhalten. Falls Sie schon 70 Jahre alt sind, erhöht sich Ihre Monatsprämie für die gleiche Leistung auf 30 Euro.

Die Krankenhaustagegeldversicherung kann mit einer privaten Unfallversicherung oder mit einer privaten Krankenzusatzversicherung im Paket gebündelt werden. Dies hat Einflüsse auf die Leistungen:

  1. Leistungen der privaten Unfallversicherung
    Falls Sie wegen eines Unfalls stationär im Krankenhaus aufgenommen werden, erhalten Sie an jedem Tag ein fest vereinbartes Krankenhaustagegeld, wobei die Kosten für die Behandlung im Krankenhaus Ihre Krankenversicherung übernimmt.
  2. Leistungen der privaten Krankenzusatzversicherung
    Hierbei ist der Grund, warum Sie im Krankenhaus liegen, völlig egal. Sie erhalten auf jeden Fall das zum Vertragsabschluss verhandelte Krankenhaustagegeld.
Jeder Arbeitnehmer, der vom Arzt krankgeschrieben wird, hat 6 Wochen lang Anspruch auf Lohnfortzahlung. Erst danach ist die GKV im Sinne einer Lohnersatzleistung zur Zahlung von Krankengeld verpflichtet. Wer zusätzliche finanzielle Belastungen durch den Krankenhausaufenthalt befürchtet, kann dies durch eine Krankentagegeldversicherung auffangen. Anders als die Krankenhaustagegeldversicherung gleicht die Krankentagegeldversicherung den Einkommensunterschied zwischen Ihren üblichen Einnahmen und dem geringeren Krankengeld aus. Wer wie ein Selbstständiger kein Krankengeld zu erwarten hat, sollte auf jeden Fall eine Krankentagegeldversicherung abschließen.

Krankenhaustagegeldversicherung zusammengefasst

  • KrankenhaustagegeldDie Krankenhaustagegeldversicherung tritt in die Leistung ein, wenn Sie aus medizinisch notwendigen Gründen stationär in einem Krankenhaus aufgenommen worden sind. Den Tagessatz, den Sie dann auch an Wochenenden erhalten, verabreden Sie bei Vertragsabschluss mit dem Versicherungsunternehmen. Der Aufnahme- und Entlassungstag wird zusammen als ein Aufenthaltstag im Krankenhaus bewertet.
  • Die Höhe des Tagessatzes ist unabhängig von Ihrem Einkommen frei wählbar.
  • Der Leistungsumfang ist vom gewählten Tarif und dem anbietenden Unternehmen abhängig. Manche Versicherungen setzten eine vollstationäre Unterbringung voraus, andere lassen eine teilstationäre Aufnahme gelten und wieder andere zahlen nur dann, wenn Sie wegen eines Unfalls ins Krankenhaus eingeliefert worden sind.

Wie kann ich das Krankentagegeld berechnen?

Die Höhe des Krankentagegeldes kann jeder selbst bestimmen. Wer Anspruch auf Krankengeld hat, könnte sein übliches Nettogehalt als Messlatte nehmen mit dem Ziel, dass das Krankentagegeld zumindest die Differenz bis zu dem etwas geringeren Krankengeld ausgleicht, da ja die monatlichen Fixkosten auch im Krankheitsfall bestehen bleiben.

Wer beides, eine Krankentagegeldversicherung und eine Krankenhaustagegeldversicherung, abgeschlossen hat, bekommt tatsächlich separate Leistungen aus beiden Verträgen, sofern die Anspruchsvoraussetzungen für beide Fälle erfüllt werden.

Das Krankengeld beträgt für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer 70 Prozent ihres üblichen Bruttoeinkommens und höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens. Davon abgezogen werden „selbstverständlich“ noch die Arbeitnehmeranteile zur Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung, was in der Summe über 12 Prozent ausmacht.

Wer als Selbstständiger gesetzlich versichert ist, bekommt als Krankengeld 70 Prozent der Einkünfte, die einst zur Berechnung der Beiträge zugrunde gelegt worden sind. Gerade bei Selbstständigen erweist sich eine drastische Verringerung des Einkommens als großes Problem, da ja das Gros der Betriebsausgaben weiterläuft. Sie sind daher nahezu angewiesen auf ein Krankentagegeld, das für einen ordentlichen Ausgleich sorgt.

Da die Beitragsbemessungsgrenze in Höhe von 4.537,50 Euro (Stand 2019) das Krankengeld deckelt, gibt es von der GKV maximal 2.793 Euro netto pro Monat. Liegt Ihr monatlicher Bedarf bei mindestens 5.000 Euro, fehlen Ihnen im Krankheitsfall jeden Monat 2.207 Euro. Mit einem Tagessatz von knapp 75 Euro würden Sie also noch hinkommen.

Krankentagegeld ist übrigens steuer- und abgabenfrei, das heißt, Sie erhalten Ihren verhandelten Tagessatz wirklich netto ausgezahlt. Es tangiert daher auch nicht Ihre Einkommensteuererklärung, da es nicht einmal angegeben werden muss. Doch es gibt eine Ausnahme: Macht der Geschäftsführer einer GmbH die Beiträge an die Krankentagegeldversicherung im Sinne einer Betriebsausgabe steuerlich geltend, werden die Leistungen aus dieser Versicherung vom Finanzamt als steuerpflichtige Einnahmen behandelt.

Wer kein Krankengeld von einer GKV erhält, muss entsprechend hoch hinaus beim Krankentagegeld. Der Kollege mit dem Bedarf von 5.000 Euro im Monat müsste einen Tagessatz von 167 Euro mit seiner Versicherung verabreden. Bedenken Sie dabei auch, dass Sie ausreichend Rücklagen für jene Phase brauchen, in der noch kein Krankentagegeld ausgezahlt wird.

Wer schon vor längerer Zeit eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen hat, tut gut daran, hin und wieder zu überprüfen, ob dessen Höhe im Krankheitsfall überhaupt noch ausreichen würde. Eine „Anpassung“ können Sie jederzeit beantragen. Falls Ihnen Ihr aktueller Gesundheitszustand dabei Schwierigkeiten macht, könnten Sie auf die nächste Gehaltserhöhung warten, die für die Versicherung einen ernst zu nehmenden Anlass darstellt, eine Anpassung ohne Gesundheitsprüfung vorzunehmen.

Krankentagegeld im Vergleich

Bitte merken!Vor Abschluss einer Krankentagegeldversicherung sollte zunächst jeder einen Krankentagegeld-Vergleich durchführen. Vielleicht haben Sie gelernt, dass ein häufiger Wechsel des Stromanbieters gewinnbringend sein kann, so ist das aber gewiss nicht beim Krankentagegeld.

Dafür gibt es einen einfachen Grund: Viele Tarife bauen auf Altersrückstellungen auf, das heißt, ein bestimmter Anteil Ihrer Beiträge gleicht einer Spareinlage, die Sie später dazu verwenden, höhere Kosten, die Sie rein statistisch als älterer Mensch verursachen werden, auszugleichen. Wer nun den Vertrag kündigt, schießt seine Rücklagen in den Wind. Im Übrigen werden Sie unweigerlich älter, was bedeutet, dass Ihnen der nächste Vertrag, den Sie abschließen möchten, bestimmt keine besseren Konditionen bieten wird.

Einen Tarif mit guten Leistungen erkennen Sie an folgenden Merkmalen:

  • Verzicht des Versicherungsunternehmens auf ein ordentliches Kündigungsrecht
    Der Anbieter einer Krankentagegeldversicherung darf den Vertrag innerhalb der ersten 3 Jahre ohne Angabe seiner Gründe kündigen. Auf dieses „ordentliche“ Kündigungsrecht kann der Anbieter aber auch verzichten. Für Sie könnte das deshalb wichtig sein, weil Sie vielleicht bald nach Vertragsschluss längere Zeit erkranken, was keinem Versicherer gefallen würde. Aus Angst davor, einen Vertrag mit einem chronisch kranken Menschen abgeschlossen zu haben, der weiterhin nur Kosten verursachen wird, neigen die Haushälter einer Versicherung dazu, solche „verdächtigen“ Verträge schnell wieder loszuwerden. Bei einem im Vorfeld vereinbarten Verzicht auf ordentliche Kündigung ist dies aber nicht möglich.
  • Ausreichende Meldefrist für die Erkrankung
    Sie müssen die Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich durch ein ärztliches Attest nachweisen. Die Frist dafür sollte nicht zu kurz bemessen sein. Als geeigneten Maßstab können Sie hierzu das Ende der Karenzzeit ansetzen. Das ist jener Zeitpunkt, ab dem es zur Auszahlung des Tagegeldes kommt.
  • Verkürzung der Wartezeit bei wiederkehrender Erkrankung
    Falls Sie wegen der gleichen Erkrankung wiederholt krankgeschrieben werden, sollte nicht jedes Mal automatisch die gleiche Wartezeit bis zur Auszahlung von Krankentagegeld greifen. Das ist gerade für Selbstständige wichtig, weil sie von niemandem eine Lohnfortzahlung zu erwarten haben.
  • Erhöhung ohne Gesundheitsprüfung
    Die Krankentagegeldversicherung kann an ein steigendes Einkommen angepasst werden. Im Rahmen solcher Erhöhungen werden keine erneuten Gesundheitsfragen erhoben. Achten Sie darauf, dass eine solche Maßnahme einmal pro Jahr ohne Begrenzung und ohne Wartezeit angeboten wird. Die Erhöhung wird in den überwiegenden Fällen formlos innerhalb von 2 Monaten nach der Gehaltserhöhung schriftlich beantragt. Doch diese nette Option der Erhöhung hat wenig Sinn, falls Sie sich bereits dicht vor der im Tarif festgelegten Obergrenze beim Tagessatz befinden.
  • Leistungen auch während der Reha

KrankenhaustagegeldversicherungReha ist offenbar ein Unwort für Krankentagegeldversicherungen. Fast jedes Unternehmen reagiert anders gereizt darauf und die Reaktionen fallen wirklich sehr unterschiedlich aus:

  • Keine Leistung während einer Reha
  • Leistungen nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen
  • Leistungen erst nach längerer Arbeitsunfähigkeit
  • Leistung nur bei Reha in unmittelbarem Anschluss an einen stationären Krankenhausaufenthalt (Anschlussheilbehandlung)
  • Leistung nur bei schriftlicher Zusage vor Behandlungsbeginn

Der reinen Willkür sind in dieser Sache eigentlich Tür und Tor geöffnet. Ein guter Tarif zeichnet sich dadurch aus, dass die Versicherung ohne Wenn und Aber immer dann in die Leistung eintritt, wenn der Versicherte vor der Reha nachweislich 2 Wochen arbeitsunfähig war. Selbstständige wissen, wovon hier die Rede ist.

  • Leistung bei Schwangerschaft: Während des Mutterschutzes und des gesetzlichen Beschäftigungsverbots erhalten Arbeitnehmerinnen ihr Gehalt weiter, das heißt, Krankengeld ist nicht erforderlich. Frauen, die als Selbstständige privat versichert sind, genießen innerhalb der Schutzfristen seit März 2017 einen Anspruch auf Krankentagegeld. Nun gibt es ein paar Versicherungsunternehmen, denen es ernst ist mit Frauenrechten. Sie leisten auch jenseits der gesetzlichen Mutterschutzfristen zum Beispiel bei Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer Schwangerschaft, bei Schwangerschaftsabbruch oder bei Fehlgeburt.
  • Vertragsfortführung bei Arbeitslosigkeit: Bei Arbeitslosigkeit löst sich der Vertrag gern in Wohlgefallen auf. Manche Anbieter sind aber milde gestimmt und beenden den Vertrag erst dann, wenn der Versicherte keine ausreichenden Bemühungen um Arbeitssuche erkennen lässt, wobei Hartz IV auf jeden Fall das Ende der wunderbaren Freundschaft bedeutet. Wir empfehlen bei Arbeitslosigkeit, den Vertrag beitragsfrei ruhen zu lassen. Falls sich die Versicherung in der Sache ziert, fragen Sie nach einer Anwartschaftsversicherung. Diese kostet in der Regel kaum etwas, bietet Ihnen aber die Möglichkeit, Ihren Vertrag mit den bisherigen Konditionen wieder aufleben zu lassen, sobald sich Ihre finanzielle Situation wieder stabilisiert hat.
  • Vertrag ohne Alkoholklausel: Falls Alkoholmissbrauch als eindeutige Ursache für einen Unfall oder eine nachhaltige Erkrankung dingfest gemacht worden ist, werfen die meisten Versicherer das Handtuch. Dies lässt sich aber durch die Alkoholklausel ausschließen.
    Einen „vernünftigen“ Tarif zu finden, der die meisten der oben genannten Merkmale erfüllt, ist eigentlich nur mithilfe des Krankentagegeld-Vergleichs möglich. Meistens ist aber ein Kompromiss unumgänglich.

Wissenswertes über die Krankentagegeldversicherung

Wie wirkt sich eine Absenkung beim Nettoeinkommen aus?

Falls Ihr Nettoeinkommen auf Dauer geringer geworden ist, weil Sie vielleicht Ihre Arbeitszeit reduziert haben, können Sie dies bei Ihrer Versicherung anzeigen, die daraufhin Ihren Beitrag, aber auch den Ihnen zustehenden Tagessatz reduziert. Dazu sollten Sie allerdings wissen, dass der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 6. Juli 2016, Az. IV ZR 44/15 eine Klausel in Bezug auf die Leistungskürzung für unwirksam erklärt hat. Falls also Ihre Versicherung meint, weniger bezahlen zu müssen als vereinbart, haben Sie gute Chancen, bei einer Klage recht zu bekommen. Befragen Sie dazu gegebenenfalls einen Fachanwalt für Versicherungsrecht.

Wo genau befindet sich die Abgrenzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Bitte genau hinschauenZunächst einmal ist das Ende der Leistung einer Krankentagegeldversicherung nicht genau definiert, sofern es sich formal um eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit handelt. Sobald aber feststeht, dass Sie auf Dauer arbeitsunfähig bleiben werden, endet das Krankentagegeld. Ab diesem Zeitpunkt können Sie auf die Leistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung zurückgreifen. Es ist allein der medizinische Befund, der diese Grenze eindeutig zieht.

Die Krankentagegeldversicherung sollte allerdings bei Feststellung der Berufsunfähigkeit wenigstens noch 3 Monate weiter zahlen, damit Sie die Zeit überbrücken können, bis Ihr Antrag auf eine Rente bei der BU-Versicherung abschließend bearbeitet wurde. Falls es zu einer Überschneidung von Krankentagegeld und BU-Rente kommen sollte, kann Ihre Krankentagegeldversicherung gegebenenfalls Geld zurückfordern.

Bis zu welcher Höhe kann ich Krankentagegeld bekommen?

Zusammen mit dem Krankengeld und eventuell weiteren Lohnersatzleistungen darf das Krankentagegeld das reguläre Nettoeinkommen des gesamten letzten Jahres nicht übersteigen. Diese Regelung sollten Sie unbedingt bei Vertragsabschluss vor Augen haben. Oftmals ist es nicht so ganz klar, was eigentlich das Nettoeinkommen ist oder ob Sie dann überhaupt den avisierten Tagessatz erhalten können. Die Unsicherheit beim Nettoeinkommen ergibt sich zum Beispiel daraus, ob das Versicherungsunternehmen die Steuern und Ihre Betriebskosten in voller Höhe abzuziehen bereit ist.

Einige Anbieter machen sich gleich von dem Unsicherheitsfaktor Nettoeinkommen unabhängig und legen selbst einen Tageshöchstsatz fest, wobei diese Obergrenze umso niedriger liegt, je früher das Tagegeld ausgezahlt wird. Bei Existenzgründern wird die Obergrenze meistens ziemlich restriktiv gehandhabt, während zum Beispiel Ärzte durchaus hohe Tagessätze versichern können.

Lohnt ein Abschluss über eine GKV?

Die gesetzlichen Krankenversicherungen fungieren bei Zusatzversicherungen lediglich als Vermittler, das heißt, sie sind nicht der direkte Vertragspartner. Treten irgendwelche Probleme auf, müssen Sie sich ohnehin stets an den jeweiligen Kooperationspartner wenden. Dennoch lassen sich über derartige Kooperationsverträge immerhin bis zu 10 Prozent bei den Beitragszahlungen sparen, was Sie aber bitte nicht als Empfehlung auffassen, auf den Krankentagegeld-Vergleich zu verzichten.

Wie auch bei anderen privaten Krankenversicherungen sind hier im Zuge der Antragstellung Gesundheitsfragen zu beantworten. Dies sollten Sie unbedingt nach bestem Wissen und Gewissen tun, um am Ende nicht als Versicherungsbetrüger dazustehen. Falls Sie die eine oder andere Frage nicht beantworten können, ziehen Sie am besten Ihren Arzt zurate.

Fazit:

Wichtiger HinweisDie Krankentagegeldversicherung sollte auf keinen Fall mit einer Krankenhaustagegeldversicherung verwechselt werden, weil zwischen beiden ein ganz erheblicher Qualitätsunterschied besteht. Die Krankentagegeldversicherung dient dem Ausgleich der Differenz zwischen dem üblichen Nettogehalt und dem etwas geringeren Krankengeld, das beispielsweise ein Angestellter bei einer Erkrankung, die länger als 6 Wochen andauert, anstelle der Lohnfortzahlung erhält.

Doch die gesetzliche Krankenkasse zahlt nur 70 Prozent vom Bruttoeinkommen aus und achtet akribisch darauf, dass die Auszahlung 90 Prozent Ihres Nettogehalts nicht übersteigt. Überdies werden davon noch Ihre Beiträge für die Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung abgezogen. Wer also bei seinem üblichen Nettogehalt keine Abstriche machen kann, wie zum Beispiel Freiberufler, Selbstständige, aber auch Besserverdienende, die deutlich über Beitragsbemessungsgrenze liegen, sollte unbedingt über Krankentagegeld nachdenken und dabei nicht versäumen, einen Krankentagegeld-Vergleich zu machen.