Jetzt Bausparvertrag Vergleich durchführen

Bausparziel (Verwendungszweck)
  • Geringe Darlehenszinsen
  • Keine Darlehensgebühr
  • Erhöhung jederzeit möglich
  • Sondertilgungen möglich

Bausparvertrag Vergleich 2019 – Jetzt Bausparvertrag-Rechner nutzen und Bausparer eröffnen

Wer beabsichtigt, eine Immobilie zu erwerben, ist gut beraten, einen Bausparvertrag abzuschließen. Dabei ist es egal, ob Sie ein neues Haus bauen oder direkt in ein älteres Haus einziehen möchten. Überdies darf das Objekt, zum Beispiel eine Eigentumswohnung, langfristig vermietet sein, weil Sie vielleicht zunächst mehr Interesse an Mieteinnahmen haben. Wie auch immer, eine Immobilie kostet viel Geld, das selten jemand einfach so aus der Portokasse aufbringen kann. Die meisten müssen ihre Immobilie irgendwie finanzieren lassen, da kommt das Bausparen gerade recht.

In diesem Zusammenhang ist es sogar sehr erfreulich, dass sich die Zinsen zurzeit auf einem extrem niedrigen Niveau befinden. Zwar bekommt der Sparer deshalb praktisch nichts dazu, was auch beim Bausparvertrag beklagt wird, dafür ist aber der Zins auf Bauspardarlehen dermaßen ausgedünnt, dass jeder sofort mit einer effektiven Kredittilgung starten kann, ohne jahrelang mit schwer lastenden Zinszahlungen erdrückt zu werden. Gerade bei größeren Investitionssummen macht sich der besonders niedrige Zins auf Bauspardarlehen als höchst willkommene Ersparnis bemerkbar.

Doch Bausparvertrag ist nicht gleich Bausparvertrag. Unser Bausparrechner befähigt Sie auf einfache Weise zu einem fundierten Bausparvertrag-Vergleich, der oftmals auch nur kurz als Bausparvergleich bezeichnet wird. Auf diese Weise gelangen Sie direkt zum besten Bausparvertrag in dem Sinne, dass dessen Konditionen sehr gut auf Ihre Lebenssituation zugeschnitten sind.

Was bedeutet ein Bausparvertrag?

BausparvertragDer ursprüngliche Sinn des Bausparvertrages lag darin, einen in der Zukunft liegenden Immobilienkauf hinsichtlich der Finanzierung zu erleichtern. Erreicht werden soll dies, durch ein deutliches Entgegenkommen beim Darlehenszins im Vergleich mit anderen Kreditformen. Folgende Vorhaben können mit einem Bausparvertrag finanziert beziehungsweise teilfinanziert werden:

  • Kauf eines bebauten oder unbebauten Baugrundstücks
  • Kauf eines neuen oder älteren Einfamilienhauses
  • Erwerb einer Doppelhaushälfte
  • Investition in ein Mietshaus
  • Kauf einer Eigentumswohnung
  • Investition in eine vermietete Immobilie
  • Renovierung, Sanierung oder Umbau einer Immobilie

Das Hauptkriterium für die Verwendung von Mitteln aus einem Bausparvertrag besteht darin, dass das Geld für eine wohnwirtschaftliche Maßnahme verwendet werden muss. Dies wurde so im Bausparkassengesetz – BauSparkG, 1 Abs. 3 – bestimmt. Um dies zu erreichen, werden gleich zwei Verträge kombiniert:

  1. Sparplan
  2. Immobiliendarlehen

Das Bauspardarlehen, das in der Regel erst nach einer längeren Ansparphase zum Zuge kommt, glänzt mit einem besonders niedrigen Darlehenszins. Auf der anderen Seite wird dafür aber auch die Verzinsung des Guthabens auf niedrigem Niveau gehalten. Vor 40 Jahren war dies ein gar ärgerlicher Punkt, doch heute spielt es eigentlich keine Rolle mehr, ob das Guthaben mit 0,1 oder 0,2 Prozent verzinst wird.

Die Deutschen lieben Bausparen

Schon gewusst?Der Bausparvertrag hat in Deutschland schon eine lange Tradition. Wie beim Prinzip der Versicherung gibt es auch beim Bausparen eine Solidargemeinschaft. Alle Sparer einer Bausparkasse zahlen in einen gemeinsamen Topf ein, ganz unabhängig davon, ob es sich um eine private oder öffentlich-rechtliche Bausparkasse handelt.

Schon 1885 wurde die erste „Bausparkasse für Jedermann“ von Pastor Friedrich von Bodelschwingh gegründet. Er hatte verstanden, dass es einzelnen Personen kaum möglich ist, mit ihrem vorhandenen Eigenkapital ein Haus zu kaufen. Doch er beobachtete damals, dass sich oftmals mehrere Personen zusammenschlossen und so in der Lage waren, gemeinsam ein Haus zu erwerben. Damit war der Grundstein für die Idee zur Gründung einer Bausparkasse in Deutschland gelegt.

Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte diese Form der Baufinanzierung einen enormen Schub nach vorne. Immerhin musste in den zerstörten Städten so schnell wie möglich Wohnraum für die Zivilbevölkerung geschaffen werden. Ab 1972 regelte das bundeseinheitliche Bausparkassengesetz die Konditionen in den Verträgen der deutschen Bausparkassen. Verbunden war damit auch ein höherer Schutz für die Sparer, der das Bausparen zusätzlich beförderte.

In der Regel ist der Bausparvertrag aber nur eine Teilmenge der Gesamtfinanzierung einer Immobilie. Die Statistik des „Verbandes der privaten Bausparkassen“ weist dazu aus, dass die durchschnittliche Bausparsumme der Neuverträge in 2017 nicht einmal auf 50.000 Euro kam. Trotzdem fließen bei ungefähr 80 Prozent aller Immobilienanschaffungen Bauspardarlehen in die Finanzierungen mit ein.

Ist ein Bausparvertrag sinnvoll?

Auch die Bundesbank legt interessante Statistiken vor. Laut derer gab es im Jahre 2018 circa 27 Millionen Bausparverträge. Somit verfügen in etwa 75 Prozent der deutschen Haushalte über einen Bausparvertrag. Ein Grund dafür liegt darin, dass viele Eltern bereits für ihre Kinder einen Bausparvertrag abschließen und über sehr lange Zeit laufen lassen, damit die Kinder später, wenn sie selbst eine Familie gründen möchten, über ein gutes Polster an Eigenkapital verfügen. Bausparverträge mit Riesterförderung können in diesem Zusammenhang ein interessantes Angebot sein.

Doch ist noch heute in der modernen Zeit ein Bausparvertrag sinnvoll? Zumindest ist die Infragestellung erst einmal mehr als berechtigt. Rückblickend auf die 1990er Jahre garantierte Bausparen vor allem Sicherheit, gute Sparzinsen und zusätzlich noch staatliche Zuschüsse. Es war eine heile Welt, die es so schon lange nicht mehr gibt.

FrageEine Antwort auf die obige Frage finden wir vielleicht im Langzeitchart der Umlaufrendite. Er zeigt deutlich erkennbar einen nahezu linearen, nach unten gerichteten Trendkanal an. Mit mehr als 6 Prozent beginnt das 1995 und im Sommer 2016 wird ein Minimum sogar im leicht negativen Bereich erreicht. Das bedeutet eine verkehrte Welt, dass nämlich das Deponieren von Geld auf einem Konto kostenpflichtig geworden ist. Zu Beginn des Jahres 2018 erreichte die Umlaufrendite dann +0,5 Prozent, um sogleich danach wieder den Rückwärtsgang einzulegen. Im Ergebnis lagen die Bausparzinsen Anfang 2019 im Intervall zwischen 0,1 und einem Prozent.

Die Medien reagieren darauf schon lange mit pauschalen Aussagen der Art: „Wegen der niedrigen Zinsen lohnt sich das Bausparen nicht mehr.“ Es ist zugegeben richtig, dass sich die relativ hohen Gebühren für den Abschluss eines Bausparvertrages mit so niedrigen Zinsen nicht vertragen. Dennoch plädieren wir dafür, dass ein Bausparvertrag sinnvoll ist, und das erklärt sich so:

Wer jetzt einen Bausparvertrag abschließt, sichert sich auf lange Sicht einen extrem kleinen Darlehenszins. Luft nach unten gibt es diesbezüglich kaum, sehr wohl aber nach oben, denn eines ist sicher: Die Zinsen werden irgendwann wieder steigen. An der Tatsache der Existenz der großen Wirtschaftszyklen wird sich auch in 100 Jahren nichts geändert haben. Wer auf sein Bauspardarlehen in der späteren Hochzinsphase nur 1,5 Prozent Zinsen weniger zahlen muss, spart bei einem auf 10 Jahre ausgelegten Darlehen in Höhe von circa 50.000 Euro größenordnungsmäßig 7.000 Euro.

Der Bausparvertrag ist sicher, denn es liegt dafür eine Kapitalgarantie dergestalt vor, dass Sie in jedem Fall mindestens Ihre Einlagen zurückbekommen. Die Bausparkassen sind verpflichtet, die Ersparnisse ihrer Kunden in festverzinsliche Wertpapiere anzulegen, die über eine gute Bonität verfügen. Das sind zum Beispiel Bundesanleihen.

Bausparvertrag-Zinsen sind besonders niedrig

Bausparvertrag VergleichDie Bausparvertrag-Zinsen sind zurzeit sehr niedrig, doch ihr baldiger Anstieg steht schon in den Startlöchern. Die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen sind in den USA bereits mehrmals hintereinander angehoben worden. Dieser Trend wird sich fortsetzen, auch wenn die FED in Einzelbeschlüssen zehntel Prozentpunkte zurücksetzen wird. Spätestens dann, wenn Mario Draghi vom Vorsitz der Europäischen Zentralbank – EZB – abgelöst wird, ist der Zinsanstieg ebenfalls in Europa nicht mehr zu bremsen.

Aus diesen Gründen ist jeder, der eine Immobilie kaufen möchte, gut beraten, bald zuzuschlagen. Lassen Sie es uns mal so ausdrücken: Falls Ihr Plan, ein Haus zu kaufen, bislang noch eher weit in der Zukunft lag, sollten Sie jetzt lieber ernsthaft über ein Vorziehen Ihres Vorhabens nachdenken. Es ist ja ohnehin üblich, den Bausparvertrag viele Jahre vor dem Kauf abzuschließen, da die Ansparphase wenigstens 4 Jahre währen sollte.

Es gibt sehr wohl Bausparverträge mit kürzeren Laufzeiten, wenn dies so wegen bestimmter individueller Umstände vereinbart wird. Aber das ist eher selten. Kommt es schließlich nicht zum Erwerb einer Immobilie, weil irgendetwas im Leben die Planungen durchkreuzt hat, was ja vorkommt, müssen Sie das Bauspardarlehen, das eigentlich die Quintessenz des Bausparens ist, nicht unbedingt in Anspruch nehmen. Nach dem regulären Ablauf des Bausparvertrages können Sie sich Ihre eingezahlten Beiträge zusammen mit den über die Jahre angefallenen Zinsen auszahlen lassen. Das ist Ihr Geld, mit dem Sie machen können, was Sie wollen.

Vor- und Nachteile beim Bausparvertrag

  • Bausparen ist eine sichere und gut planbare Geldanlage.
  • Die Darlehenszinsen liegen signifikant unterhalb der sonst üblichen Kapitalmarktzinsen.
  • Mit dem Vertragsabschluss werden die Zinsen sowohl für die Ersparnisse als auch für das spätere Darlehen festgelegt. Dies behält über die gesamte Vertragslaufzeit seine Gültigkeit. Erschütterungen am Kapitalmarkt sind für den Bausparer irrelevant.
  • Die sogenannte Sperrfrist endet in der Regel nach 7 Jahren. Danach kann das eigene Kapital beliebig für jeden Zweck verwendet werden.
  • Bausparverträge können mit den staatlich geförderten vermögenswirksamen Leistungen verknüpft werden.
  • In Phasen niedriger Zinsen sind die Guthabenzinsen von Bausparverträgen extrem gering.
  • Der exakte Zeitpunkt für die Zuteilungsreife der Bausparsumme ist nicht einmal der Bausparkasse bekannt.
  • Die Vermittlerprovision beziehungsweise Abschlussgebühr für einen Bausparvertrag kann bis zu 1,6 Prozent der Bausparsumme ausmachen. Das wären 800 Euro bei einer typischen Bausparsumme von 50.000 Euro.
  • Wem gerade eine günstige Immobilie angeboten wird, der kann nicht erst jahrelang sparen, bis die Bausparkasse irgendwann großmütig mit der Zuteilungsreife winkt.

Die Möglichkeiten der Verwendung von Bauspardarlehen

Konkret werden die Verwendungsmöglichkeiten von Bauspardarlehen im Bausparkassengesetz (BauSparkG) § 1 Abs. 3 geregelt. Danach dürfen Bauspardarlehen für die folgenden wohnwirtschaftlichen Zwecke eingesetzt werden:

  • Erschließungskosten für ein Wohngebiet, das sich noch in der Planungsphase befindet.
  • Kauf von Bauland für die Errichtung eines Neubaus, der überwiegend für Wohnzwecke bestimmt ist. Der Erwerb von Erbbaurechten kommt hier ebenfalls infrage. Mit Absicht wird in diesem Zusammenhang die Formulierung „überwiegend zu Wohnzwecken“ gewählt, da in den Gebäuden beispielsweise im Erdgeschoss eine Bäckerei oder Postfiliale ihr Geschäft betreiben darf.
  • Werterhaltung, Wertsteigerung, Kauf oder Bau von Gebäuden oder Wohnungen. Die Immobilie muss überwiegend wie eine Eigentumswohnung oder ein Einfamilienhaus zu Wohnzwecken genutzt sein. Denkbar ist aber auch der Erwerb eines Rechts auf dauerhafte Nutzung des Wohnraums.
  • Umschuldung von Verbindlichkeiten, die im Rahmen von Immobilienkäufen entstanden sind.

Tatsächlich stehen gewerbliche Bauvorhaben nicht unbedingt im Widerstreit zu wohnungswirtschaftlichen Maßnahmen, allein der Wohnungsbau muss darin deutlich erkennbar sein. Das ist es nach Einschätzung des Gesetzgebers bereits dann, wenn die Maßnahme in einem Wohngebiet geplant ist. Es darf sich zum Beispiel um eine Maßnahme handeln, die lediglich zur Versorgung des Wohngebiets nützlich ist.

Wie funktioniert Bausparen eigentlich?

Wer zum ersten Mal einen Bausparvertrag abschließen möchte, hat naturgemäß viele Fragen, eine davon heißt: Wie funktioniert Bausparen?

Wie die Bezeichnung bereits suggeriert, geht es um den Abschluss eines Vertrages zwischen dem Sparer und einer Bausparkasse. Die Größe, um die sich dabei alles dreht, ist die Bausparsumme, die auch die Abschlussgebühr bestimmt. Die Bausparsumme ist das Kapital, das bei Zuteilungsreife für einen Immobilienkauf oder eine Gebäudesanierung von der Bausparkasse zur Verfügung gestellt wird. Darin enthalten sind all Ihre Ersparnisse plus die Zinsen, die über die Jahre zusammengekommen sind, darüber hinaus natürlich noch das zweckgebundene Bauspardarlehen, um das es ja im Wesentlichen geht. Schauen wir uns dazu ein Beispiel an:

Es wurde bei Vertragsabschluss eine Bausparsumme von 100.000 Euro vereinbart. Innerhalb von 6 Jahren sollen 40 Prozent davon angespart werden. Rein rechnerisch müssten dazu jeden Monat 555,56 Euro auf das Bausparkonto eingezahlt werden. Doch Ihre Zinsen werden so behandelt, als sei dies Ihr Geld, welches Sie ebenfalls selbst zugetragen haben. Diese machen sich im ersten Jahr noch nicht so sehr bemerkbar, aber mit steigendem Kontostand wird der Beitrag durch die Zinsen immer ansehnlicher, vor allem war dies früher so, als 4 Prozent Bausparvertrag-Zinsen noch an der Tagesordnung waren.

Bitte merken!Im Ergebnis zahlt der Sparer bei diesem Beispiel auf jeden Fall weniger als die bezeichneten 555 Euro monatlich ein. Und nach sechs Jahren wird ihm die zuvor vereinbarte, gesamte Bausparsumme in Höhe von 100.000 Euro überwiesen, vorausgesetzt, die „obskure“ Bedingung der Zuteilungsreife ist erfüllt.

Nun wendet sich das Blatt, denn Ihre Einzahlungen gehen weiter, allerdings sparen Sie jetzt nicht mehr, sondern Sie zahlen langsam das Darlehen mit den sogenannten Tilgungsraten zurück plus der vereinbarten Zinsen, die Sie der Bausparkasse auf das vorgestreckte Geld bezahlen müssen. Wenn also von den geliehenen 60.000 Euro jedes Jahr 6.000 Euro zurückgezahlt werden sollen, liegt der Tilgungsanteil bei 500 Euro im Monat.

Ist ein Darlehenszins von 2,5 Prozent vereinbart worden, kommen im ersten Jahr noch knapp 1.500 Euro Zinsen dazu, was pro Monat eine zusätzliche Belastung in Höhe von 125 Euro ausmacht. Da die Darlehenssumme mit zunehmender Tilgung schrumpft, verringern sich diese Zinszahlungen mit den Jahren deutlich. Es liegt also in Ihrem eigenen Interesse, das Bauspardarlehen mithilfe hoher Tilgungsraten möglichst schnell zurückzuzahlen, um dadurch Zinszahlungen an die Bausparkasse einzusparen.

In der Realität ist es meistens so, dass sich die monatlichen Zahlungen an die Bausparkasse mit der Zeit gar nicht ändern, so wie es bei unserem Beispiel den Eindruck macht. Dahinter verbirgt sich ein Computerprogramm, das all die hier angedeuteten Überlegungen numerisch berücksichtigt und daraus einen über die Jahre konstanten Zahlbeitrag ermittelt. Das ist eben deshalb möglich, weil die Spar- und Darlehenszinsen am Anfang unveränderlich fixiert werden.

Falls Sie einen Bausparvertrag abschließen, um damit einen sicheren Sparvertrag in der Hand zu haben, sollten Sie bei der Wahl des Tarifs auf eine möglichst hohe Guthabenverzinsung wertlegen. Geht es aber gleich zu Beginn um die spätere Finanzierung einer Immobilie, sollte ein möglichst geringer Darlehenszins in Ihrem Fokus stehen.

Drei Phasen des Bausparvertrages

Um das bisher Gesagte noch etwas verständlicher zu machen, sollen der Ablauf im Kontext des Bausparvertrages und die drei wesentlichen Phasen des Bausparens nochmals im Einzelnen beleuchtet werden:

Ansparphase

Das Konto Ihres Bausparvertrages füllen Sie mit regelmäßigen Ansparbeiträgen so lange auf, bis der notwendige Mindestbetrag erreicht ist, der die wichtigste Voraussetzung für die Zuteilung der Bausparsumme darstellt. Ob Sie Ihren Vertrag zunächst bis auf 25 oder 50 Prozent der Bausparsumme ansparen müssen, haben Sie selbst bei Vertragsabschluss verabredet. Das kommt alles auf Ihre persönlichen finanziellen Verhältnisse an, da Sie später in der Lage sein müssen, längerfristig Zins und Tilgung für das Darlehen aufzubringen.

Zuteilungsphase

BausparenSobald Sie beispielsweise die vereinbarte Ansparleistung von 35 Prozent der Bausparsumme erbracht haben, und dazu können Sie zwischendurch auch Sondereinzahlungen tätigen, um bei Bedarf die Ansparphase zu verkürzen, haben Sie hoffentlich die Zuteilungsreife erreicht. Die Bedingung, wann die Zuteilungsreife tatsächlich gegeben ist, ist leider nicht so ganz eindeutig und die verschiedenen Bausparkassen handhaben diesen Punkt unterschiedlich. Allein schon aus diesem Grunde empfehlen wir vor Vertragsabschluss einen ausführlichen Bausparvertrag-Vergleich.

Die Bausparkassen sind verpflichtet, die Zuteilungen so zu gestalten, dass dabei allen Bausparern gleichermaßen Gerechtigkeit widerfährt. Es kann nur so viel Geld verteilt werden, wie im Topf auch vorhanden ist. Wenn zufällig 1000 Bausparer gleichzeitig mit ihrer Ansparphase fertig sind und alle relativ hohe Bausparsummen vereinbart haben, dann wäre die Bausparkasse von einer solchen Situation überfordert. Daher werden intern jährliche Zuteilungsrunden abgehalten, eben damit die Entwicklungen nicht aus dem Ruder laufen.

Für den Bausparer kann das bedeuten, dass seine Zuteilung deutlich später erfolgt, als der Immobilienkauf geplant war. Deshalb muss sich aber niemand das „Schnäppchen“ durch die Lappen gehen lassen. Selbstverständlich können Sie das angebotene Haus sofort kaufen. Um Ihnen das zu ermöglichen, bietet Ihnen die Bausparkasse eine Zwischenfinanzierung an. Dabei handelt es sich um einen Kredit kurzer Laufzeit, dessen Zinssatz im Vergleich zu den bankenüblichen Konditionen unschlagbar günstig ist. Das kann sich die Bausparkasse deshalb leisten, weil ja Ihr bald zuteilungsreifer Bausparvertrag die sichere Ablösung dieses Kredits bedeutet.

Oftmals liegt die umgekehrte Situation vor: Ihr Bausparvertrag hat die Zuteilungsreife erreicht, aber Sie können das Geld noch nicht gebrauchen, weil da gerade gar kein Haus ist, das Sie gern kaufen möchten. In diesem Fall steht es Ihnen offen, den Bausparvertrag weiter wie bisher mit Sparbeiträgen zu bedienen. Der Vorteil für Sie liegt auf der Hand: Ihr Eigenkapitalanteil wächst weiter an, während die Darlehenssumme in gleichem Maße schrumpft. Wenn es schließlich zur Auszahlung kommt, müssen Sie auf das kleinere Darlehen weniger Zinsen bezahlen. Aber auch die Bausparkasse freut sich über eine solche Variante, weil sie dadurch etwas weniger von dem zinsgünstigen Bauspardarlehen zur Verfügung stellen muss.

Darlehensphase

Sobald die Bausparkasse die Bausparsumme überwiesen hat, früher landete diese oftmals direkt auf einem Notaranderkonto, das ein Notar für die Abwicklung des Immobilienkaufs eingerichtet hat, beginnt die Darlehensphase. Meistens mit einer Verzögerung von einem Monat müssen Sie also mit der ratenweisen Rückerstattung beziehungsweise Tilgung des Bauspardarlehens beginnen.

Falls es in Ihrer „finanziellen Macht“ steht, sollten Sie mit großen Tilgungsraten und gegebenenfalls extra Sonderzahlungen das Darlehen so schnell wie möglich abstottern, denn das erspart Ihnen viele Bausparvertrag-Zinsen. In der Regel sind die Tilgungsraten so gewählt, dass es in etwa 10 Jahre dauert, bis das Bauspardarlehen vollständig abbezahlt ist.

Die Zinssätze für die Ansparphase und die Darlehensphase des Bausparvertrages werden ganz am Anfang festgelegt und sie gelten dann für die gesamte Vertragslaufzeit. Falls Sie also den Vertrag zu einem Zeitpunkt abgeschlossen haben, der aus heutiger Sicht mit überaus günstigen Konditionen ausgestattet war, sollten Sie einen solchen Vertrag unter keinen Umständen vorzeitig kündigen. Bei dringendem Geldbedarf gibt es immer noch andere Möglichkeiten wie zum Beispiel einen Verbraucherkredit, der heute zu sehr günstigen Zinsen zu haben ist.

Niemand ist gezwungen, sein Darlehen in Anspruch zu nehmen, sobald der Bausparvertrag zuteilungsreif ist. Es ist auch für die Bausparkasse völlig in Ordnung, wenn Sie sich lediglich Ihr verzinstes Bausparguthaben überweisen lassen, das im Übrigen in keiner Weise zweckgebunden ist. Wie gesagt, falls die Verzinsung des Sparguthabens bei dem Vertrag attraktiv ist, können Sie ihn einfach als Ansparkonto weiterlaufen lassen. Gerade sehr alte Bausparverträge glänzen heute mit hohen Guthabenzinsen, worüber die Bausparkassen alles andere als amüsiert sind. Um hier nicht in eine Zinsfalle zu tappen, wurde entschieden, dass eine Bausparkasse den Vertrag 10 Jahre nach der Zuteilung von sich aus kündigen kann.

Wenn Sie schon bei Vertragsabschluss auf ein späteres Bauspardarlehen verzichten, weil Sie den Bausparvertrag lediglich als „Sparkonto“ verwenden möchten, müssen Sie bei vielen Anbietern keine Abschlussgebühr bezahlen.

Der Bausparvertrag-Vergleich dient Ihrer Übersicht

Es gibt andere Finanzprodukte mit etwas besserer Verzinsung, bei denen keine Abschlussgebühr genommen wird und die deutlich flexibler sind. In der Tat ist nicht in jeder Situation ein Bausparvertrag sinnvoll. Doch wenn Sie sich einmal für das Bausparen entschieden haben, wofür es gute Gründe gibt, sollten Sie im Vorfeld einen Bausparvertrag-Vergleich, kurz Bausparvergleich, durchführen, denn die Konditionen der Bausparkassen unterscheiden sich zum Teil drastisch.

Bitte genau hinschauenDer Bausparvertrag-Vergleich zeigt, dass die Gebühren, der Darlehenszins und somit die Monatsbeiträge sehr stark von der Wahl der Bausparkasse und eines bestimmten Tarifs abhängen. Die meisten Bausparkassen genehmigen sich erst einmal eine saftige Abschlussgebühr, die ein Prozent oder mehr von der Bausparsumme ausmacht. Bei einer Durchschnittsbausparsumme von 50.000 Euro macht das sogleich gut 500 Euro aus, die Sie losgeworden sind.

Einige Anbieter von Bausparverträgen haben verstanden, dass diese Situation potenzielle Kunden manchmal demotiviert. Zwar müssen auch sie wegen der allgemeinen Gleichbehandlung eine Gebühr kassieren, aber sie versprechen, diese in dem Fall zurückzuerstatten, wenn der Bausparvertrag für alle Beteiligten erfolgreich verläuft, das heißt, dass das Bauspardarlehen schließlich in Anspruch genommen wird.

Doch aufgepasst! Es gibt nun wiederum andere Anbieter, die gerade Wert darauf legen, dass Sie am Ende sogar auf Ihr günstiges Bauspardarlehen verzichten und nur diese Situation mit der Rückerstattung der Abschlussgebühr honorieren. Der Bausparvergleich hilft Ihnen dabei, derartige klein gedruckte Finessen zu erkennen.

Bei vielen Bausparverträgen wurden immer wieder „Bearbeitungsgebühren“ abkassiert. Diese findige Masche, Geld einzutreiben, ist bei üblichen Verbraucherdarlehen schon lange abgeschafft worden. Tatsächlich sind Bearbeitungsgebühren beim Bausparen noch rechtens. Doch mithilfe eines Bausparvergleichs unter Verwendung des Bausparrechners können Sie jene Bausparkassen ermitteln, die schon jetzt bereitwillig auf Bearbeitungsgebühren verzichten.

Die Möglichkeit der Sondereinzahlungen während der Ansparphase sollte jeder, wenn er kann, nutzen, denn dadurch wird die vereinbarte Mindestansparsumme schneller erreicht und es gibt im Ergebnis auch noch mehr Sparzinsen. Wer beispielsweise einen Lotteriegewinn, eine Erbschaft oder nur etwas Weihnachtsgeld einfährt, sollte sich das überlegen. Obwohl diese Option gerade beim Bausparvertrag sinnvoll ist, geht nicht jede Bausparkasse gern darauf ein, weil sie zum einen mehr Sparzinsen aufbringen muss und möglicherweise eine schnelle Zuteilungsreife in Ihrem Fall nicht gut in die Planung passt. Falls Sie also Sonderzahlungen für eine gute Idee halten, sollten Sie diesen Punkt beim Bausparvertrag-Vergleich im Auge haben.

Jeder Bausparvergleich basiert auf dem Bausparvertrag-Rechner

Der Bausparvertrag-Rechner ist ein sehr praktisches Tool, das Ihnen den Weg durch den Tarif-Dschungel der Bausparkassen ebnet. Ähnlich wie bei den diversen Arten der Versicherung ist es natürlich auch beim Bausparen sinnvoll, erst einmal den Bausparrechner zu aktivieren, um einen Bausparvertrag-Vergleich zu machen. In der Ergebnisliste erscheinen sodann Vorschläge, die auf Ihre Eingaben gut abgestimmt sind.

Diese sind alle mit einem entsprechenden Link verknüpft, damit Sie per Mausklick direkt zu weiterführenden Informationen des Anbieters gelangen, um gegebenenfalls gleich online einen Bausparvertrag abschließen zu können. Auch Ihre vermögenswirksamen Leistungen durch den Arbeitgeber können Sie unmittelbar in den Bausparvertrag-Rechner einfließen lassen. Dies gilt ebenfalls für verheiratete Paare, was in der Summe dann schon einen ordentlichen Teil der monatlichen Sparprämien erschlägt.

Die vermögenswirksamen Leistungen – VWL oder nur kurz VL – sind im Vermögensbildungsgesetz (VermBG) geregelt. Sinn der Sache ist, dass der Arbeitgeber dazu verpflichtet wird, Sparleistungen seiner Angestellten, Arbeiter und Auszubildenden zu unterstützen. Bei vielen größeren Arbeitgebern unterliegt dies dem Tarifrecht, es gibt aber auch Arbeitgeber, die sich diese Verpflichtung freiwillig auferlegen. Darüber hinaus können Sie Ihren Arbeitgeber anweisen, einen bestimmten Teil Ihres Entgeltes direkt auf ein vermögenswirksames Konto – das kann zum Beispiel ein Bausparvertrag sein – zu überweisen.

Wer mal einen Blick ins 5. VermBG werfen möchte, findet hier die Gelegenheit dazu:

Bausparvertrag RechnerDer Bausparrechner kann aber noch mehr: Er gibt Ihnen auch wertvolle Auskünfte über staatliche Förderungen, über die Arbeitnehmersparzulage und über die Wohnungsbauprämie. Letztere berechnet sich beispielsweise aus Ihrem zu versteuernden Einkommen, Ihrem Bausparguthaben und Ihrem Familienstand. Der Bausparvertrag-Rechner berücksichtigt selbstverständlich sämtliche Zinserträge unter Einbeziehung der Steuerabzüge und gewiss vergisst er die Abschlussgebühr nicht.

Wer in ein paar Jahren eine Immobilie erwerben möchte, in die er dann auch mit seiner Familie einziehen wird, sollte unbedingt einen Riester-Bausparvertrag zumindest in Erwägung ziehen. Während der Ansparphase wird dabei nämlich die sogenannte Riester-Förderung gewährt und das Bauspardarlehen ist besonders gering verzinst. In der Darlehensphase setzt sich die Riester-Förderung sogar noch für die Tilgungsbeiträge weiter fort.

Sollten Sie schließlich das Bauspardarlehen gar nicht brauchen, besteht die Möglichkeit, den Bausparvertrag, der ja nicht so gut verzinst wird, noch nachträglich umzuwandeln, da es mehrere Riester-Varianten mit recht unterschiedlichen Schwerpunkten gibt.

Die zwei Arten der Bausparvertrag-Zinsen

  1. Guthabenzinsen, die Sie während der Ansparphase bekommen.
  2. Darlehenszinsen, die Sie während der Darlehensphase aufbringen müssen.

Banken verdienen unter anderem damit ihr Geld, dass sie für verliehenes Geld mehr Zinsen bekommen, als sie an Zinsen für Spareinlagen bezahlen. Die schon extrem lang anhaltende und ausgeprägte Niedrigzinsphase bringt es mit sich, dass diese Zinsdifferenz, um die es dabei geht, so zusammengeschmolzen ist, dass der gesamte Bankensektor seit Jahren in einer tiefen Krise steckt.

Dennoch liegt es natürlich im ureigenen Interesse des Bausparers, möglichst niedrige Darlehenszinsen zu zahlen und gute Zinsen für seine Ersparnisse zu bekommen. Diesem Kriterium im Widerstreit zum Interesse der Bank folgt der Bausparvertrag-Rechner.

Wenn die Zinsen wieder ein hohes Niveau erreichen, bekommen Sie einen attraktiven Guthabenzins. Andererseits müssen Sie dann einen noch deutlich höheren Darlehenszins berappen. Derartige Altverträge sind also nur für Sparer interessant, ein Baudarlehen will auf dieser Grundlage keiner haben. Heute bietet sich für Sie jedenfalls die große Chance auf sehr niedrige Darlehenszinsen, die Sie jetzt für die Zukunft per Bausparvertrag festnageln können. Das kann in Ihrem Fall möglicherweise wichtiger sein als gute Sparzinsen.

Sie können davon ausgehen, dass es beim Bausparen keinen optimalen Zeitpunkt für den Vertragsabschluss gibt. Niedrige Sparzinsen sind mit niedrigen Darlehenszinsen verknüpft und hohe Sparzinsen eben mit viel höheren Darlehenszinsen. Es ist also in den meisten Fällen Unsinn, auf ein bestimmtes Zinsniveau zu warten, um einen Bausparvertrag abzuschließen.

Zusammenfassung der Fakten

Berechnung der Bausparsumme

Dazu gilt die einfache Formel:

Bausparsumme = Mindestguthaben + Darlehenssumme

Da die Zuteilungsreife nach Erreichen des Mindestguthabens manchmal noch eine Weile auf sich warten lässt, können Sie diese Zeit dazu nutzen, das Guthaben noch etwas weiter aufzustocken, um dadurch die Darlehenssumme entsprechend zu reduzieren. Dies hat den Vorteil, dass Sie in der Darlehensphase weniger tilgen und weniger Zinsen bezahlen müssen.

Es hat sich bewährt, die Bausparsumme etwas höher anzusetzen, denn die meisten Immobilien steigen im Wert. Was Sie heute noch als ausreichend ansehen, kann in 6 Jahren eine fast bedeutungslose Summe sein.

Zuteilungsreife des Bausparvertrages

Drei Punkte müssen erfüllt sein, damit die Bausparkasse Ihnen die Bausparsumme auszahlen kann:

  1. Das Mindestguthaben wurde angespart.
  2. Die Vertragslaufzeit ist erfüllt.
  3. Die interne Bewertungszahl für den Bausparvertrag wurde erreicht.

Es sind natürlich Ihre aktuellen finanziellen Möglichkeiten, die bei Vertragsabschluss über das Mindestguthaben im Zusammenwirken mit der Vertragslaufzeit entscheiden. Zugute kommt Ihnen dabei, dass die Guthabenzinsen wie Einzahlungen gewertet werden, also Ihr Guthaben entsprechend aufwerten.

AchtungIm Laufe der Jahre kann es zu einer Situation kommen, in der Sie finanziell in der Lage sind, eine oder sogar mehrere Sondereinzahlungen zu tätigen, was dazu führt, dass Sie die Mindestansparsumme deutlich schneller erreichen. Trotzdem müssen Sie aber auf die Zuteilungsreife warten, die allein Ihre Bausparkasse bestimmt. Diese Wartezeit können Sie für sich nutzen, indem Sie weitere Sparbeiträge, die über die Mindestansparsumme hinausgehen, leisten und so die Darlehenssumme verringern. Auf diese Weise kassieren Sie mehr Sparzinsen und bezahlen später weniger Darlehenszinsen.

Die ominöse Bewertungszahl dient dazu, die zu einem bestimmten Zeitpunkt möglichen Bausparauszahlungen fair auf alle zuteilungsreifen Bausparverträge zu verteilen. Wie genau die Software funktioniert, die diese Bewertungszahl festlegt, mag das Geheimnis der Bausparkassen oder ihrer Programmierer bleiben. Festzuhalten bleibt aber, dass dadurch alle Bausparer eine Gleichbehandlung erfahren, was ja im Sinne der Gerechtigkeit ist.

Der Zuteilungsreife auf der Spur

Die Bausparkasse ist grundsätzlich nicht in der Lage, den genauen Zeitpunkt der Zuteilungsreife mehrere Jahre im Voraus anzugeben. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass alle Sparer ausreichend Kapital aufgebracht haben müssen, um Ihr Bauspardarlehen überhaupt bedienen zu können. Falls Bausparen mal unmodern werden sollte oder ausgerechnet Ihre Bausparkasse schlechte Schlagzeilen macht, könnte es theoretisch sogar schwierig werden, Ihr Darlehen zusammen zu bringen.

Die auszahlbaren Bauspardarlehen werden daher im Rahmen bankinterner Zuteilungsrunden festgelegt. Wenn Sie nicht dabei sind, obwohl Sie fest damit gerechnet haben, kann das ein gar ärgerlich Ding sein, gerade dann, wenn der Verkäufer einer Immobilie ungeduldig auf sein Geld wartet. Aber es ist alles nicht so schlimm, wie es im ersten Moment vielleicht scheint, denn die Bausparkassen haben für solche Fälle gut vorgesorgt.

Damit Sie das Haus dennoch direkt kaufen können, wird Ihnen die Bausparkasse eine Zwischenfinanzierung der Bausparsumme anbieten. Da der Zeitraum für diesen Kredit in aller Regel überschaubar kurz ist und der Kredit via Bausparsumme gesichert ist, kann die Bank die Zwischenfinanzierung zu außerordentlich günstigen Konditionen anbieten.

Einen Wermutstropfen mag der eine oder andere dabei empfinden, weil in diesem Zuge auch das eigene angesparte Geld zwischenfinanziert wird, das heißt, faktisch zahlen Sie auf Ihre Ersparnisse für ein paar Wochen oder Monate Zinsen. Bleibt abzuwarten, ob der Gesetzgeber diesen Punkt eines Tages auf seine Tagesordnung setzt.

Die vorzeitige Auszahlung des Bausparvertrages ist schädlich

BausparrechnerFalls Sie vor Vertragsende dringend Geld brauchen und so gar keine andere Möglichkeit haben, sich welches zu beschaffen, können Sie einen Bausparvertrag unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist kündigen. Das ist nicht empfehlenswert, weil es Ihnen teuer zu stehen kommt. Bestimmt wissen Sie, dass ein vorzeitiges Kündigen von Lebensversicherungen ebenfalls mit erheblichen Verlusten verbunden ist. Jede Bausparkasse beansprucht in einem solchen Fall eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung, die sich auf ungefähr ein Prozent der Bausparsumme beläuft. Klingt machbar, aber nicht mehr dann, wenn wir die ganze Wahrheit hinzufügen: Diese „Gebühr“ wird für jeden zu früh gekündigten Monat fällig. Das ist ordentlich Holz vor der Hütte.

Dazu ein Beispiel:

Die Bausparsumme beträgt 100.000 Euro und Sie kündigen Ihren Vertrag 2 Jahre, bevor die Ansparphase endet. Dies würde eine Entschädigung an die Bank in Höhe von 24.000 Euro bedeuten. Wahrscheinlich haben Sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal so viel Geld angespart, das heißt, Sie zahlen noch drauf, um überhaupt aus dem Vertrag heraus zu kommen. Das wäre ja wohl richtig übel. Bestimmt verstehen Sie jetzt, warum wir von einer vorzeitigen Kündigung dringend abraten.

Falls Sie einen ganz normalen Verbraucherkredit aus Gründen einer „angeschlagenen Bonität“ nicht bekommen können, fragen Sie einen Verwandten oder Bekannten und zeigen Sie ihm Ihren Bausparvertrag als „vertrauensbildende Maßnahme“. Erklären Sie dazu dieses Problem.

Fazit

Wichtiger HinweisDass gerade jetzt der Bausparvertrag sinnvoll ist, liegt daran, dass in dem zu erwartenden Umfeld anziehender Zinsen eine auf Dauer angelegte Fixierung der zurzeit extrem günstigen Darlehenszinsen einen echten Geldwert darstellt. Die Ansparzeit beträgt beim Bausparen mindestens 18 Monate, normal sind aber eher 5 Jahre. Innerhalb dieser Zeit müssen je nach vertraglicher Vereinbarung 25 bis 50 Prozent der Bausparsumme angespart werden. Wer also eine Modernisierung oder den Kauf einer Immobilie erst in ein paar Jahren plant, ist gut beraten, einen Bausparvertrag zu eröffnen.

Die Zinsen für das Bauspardarlehen sowie für das Guthaben werden zu Beginn für die ganze Vertragslaufzeit festgelegt. Dadurch sind die Bausparvertrag-Zinsen eben nicht den Schwankungen am Kapitalmarkt ausgeliefert. Außerdem können Sie sich an staatlichen Förderbeiträgen erfreuen. Wer aber sofort Geld braucht, um eine ganz bestimmte Immobilie jetzt zu kaufen, bemüht sich besser um einen bankenüblichen Baukredit.

Vor Abschluss eines Bausparvertrages ist unbedingt ein Bausparvertrag-Vergleich zu empfehlen. Dazu stellen wir Ihnen unseren kostenlosen Bausparvertrag-Rechner ganz unverbindlich zur Verfügung. Wir raten sogar dazu, den Bausparvergleich unter unterschiedlichen Szenarien auszuprobieren, indem Sie Ihre Eingaben etwas variieren. Auf diese Weise finden Sie den wirklich besten Bausparvertrag, der ganz genau zu Ihrer Lebenssituation passt.