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Stromtarife Vergleich 2019 – Jetzt vergleichrn und Ihren besten Stromtarif finden

Beziehen Sie Strom von einem Versorgungsunternehmen, müssen Sie logischerweise dafür bezahlen. Die Berechnung der Kosten erfolgt auf der Grundlage von Stromtarifen und die sind oft genug kompliziert strukturiert: Einerseits wird die konkret bezogene Strommenge mit den entsprechenden Zählern in Kilowattstunden oder – insbesondere bei gewerblichen Kunden – in Megawattstunden gemessen und berechnet.

Bei großen Abnehmern wird sogar der genaue zeitliche Ablauf des Verbrauchs aufgezeichnet, um die Spitzenlast zu ermitteln, also die maximale Abnahmemenge. Andererseits geben die Stromtarife eine Struktur der Kosten für die erfassten Strommengen vor, denn die Abrechnung erfolgt oftmals eben nicht einfach nach der Formel: Kilowattstunde mal Strompreis je Einheit.

Es gibt durchaus gesetzliche Regelungen für die Stromtarife. Das gilt insbesondere für Verbraucherpreise. So muss beispielsweise ein als Grundversorger fungierender Stromanbieter allgemeine Preise anbieten. Er darf also seine Pflicht zur Versorgung nicht mit überteuerten Stromtarifen unterlaufen, um sich für die Verbraucher uninteressant zu machen, die ihm vielleicht wirtschaftlich nicht unbedingt einen Vorteil bringen, wie zum Beispiel Bewohner dünn besiedelter Gebiete.

In der Regel sind die Grundversorgungstarife aber trotzdem kostspieliger als die Tarife der Ersatzversorgung, die Unterschiede können Sie sehr gut im Stromtarifvergleich nachvollziehen. Die konkreten Stromtarife lassen sich also nicht mehr vorschreiben, Sie haben schließlich die freie Wahl: Ob Sie am Strompreis sparen wollen oder sich für Ökostrom interessieren – es liegt ganz bei Ihnen. Im Folgenden ein Überblick.

Der Stromtarif: Die typische Tarifstruktur für Privatkunden

Für Verbraucher ist folgender Aufbau eines Stromtarifs typisch:

  • Grundpreis: Dieser auch als Bereitstellungs- und Verrechnungspreis bezeichnete Bestandteil der Stromtarife wird unabhängig vom Stromverbrauch erhoben. In der Regel bewegt sich der Grundpreis bei monatlicher Zahlweise zwischen 0 und 10 Euro.
  • Arbeitspreis: Der eigentliche Stromverbrauch wird mit dem Arbeitspreis abgegolten, der aktuell wenigstens 28 Cent je Kilowattstunde beträgt.
Ein Beispiel: Verbraucht ein Haushalt pro Jahr 2.500 Kilowattstunden, könnten sich folgende Rechnungen ergeben:

  • 12 mal 10 Euro Grundpreis zuzüglich 2.500 Kilowattstunden á 0,28 Euro = 820 Euro pro Jahr.
  • Wählen Sie hingegen einen Stromtarif ohne Grundpreis, fällt der Arbeitspreis um einiges höher aus: 2.500 Kilowattstunden á 0,33 Euro = 825 Euro jährlich.

Als Verbraucher bezahlen Sie über den eigentlichen Strompreis hinaus eine ganze Reihe von Steuern, Umlagen und Abgaben, wie Sie ausführlich auf unserer Detailseite nachlesen können. So fallen beispielsweise nicht nur die Kosten für die Stromproduktion oder den Einkauf an, sondern auch für die Nutzung des Stromnetzes sowie Abgaben für die Konzessionen, die Öko- und Mehrwertsteuer und Umlagen nach EEG, für KWK-Anlagen und einiges mehr.

Unterschiedliche Varianten – Stromtarife für Verbraucher

Wichtige UnterschiedeWenn Sie die Stromtarife vergleichen, werden Sie auf unterschiedlich strukturierte Tarife stoßen:

  • Niedriger Grundpreis – höherer Arbeitspreis: Diese Stromtarife empfehlen sich in erster Linie für Singles, die relativ wenig Strom verbrauchen.
  • Höherer Grundpreis – niedriger Arbeitspreis: Diese Variante ist insbesondere für Familien und andere Abnehmer geeignet, die eine größere Menge Strom benötigen.
  • Kein Grundpreis – festgelegte Mindestabnahmemenge: Diese Stromtarife sollten Sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie im Prinzip einen Grundpreis bezahlen: Unterschreiten Sie nämlich die vereinbarte Mindestmenge, müssen Sie trotzdem dafür aufkommen.
  • Höherer Grundpreis – günstiger, aber zeitabhängiger Arbeitspreis: In diese Kategorie zählt beispielsweise der preiswerte Nachtstrom, auf den wir im Folgenden gesondert eingehen.
Nutzen Sie unseren Stromtarifrechner, um die unterschiedlichen Tarifvarianten durchzuspielen: Sie sehen auf einen Blick, wie sich die unterschiedlichen Strukturen auf Ihren Strompreis auswirken.

Stromtarife für Kleinverbraucher – Nachtstrom- oder Schwachlasttarife

StromtarifeZeitabhängige Stromtarife werden meist von Großabnehmern genutzt, aber auch für einige Kleinverbraucher können sie sinnvoll sein. Der Arbeitspreis setzt sich aus zwei unterschiedlichen Teilen zusammen:

  • Hochtarif (HT): Im Hochtarif wird ein hoher Arbeitspreis berechnet und zwar für den Stromverbrauch in der Zeit von 6:00 bis 22:00 Uhr.
  • Niedertarif (NT): Außerhalb dieses Zeitraums greifen günstigere Arbeitspreise, die auch als Nachttarif oder Schwachlasttarif bezeichnet werden.

Für derartige Stromtarife benötigen Sie einen speziellen Mehrtarif-Stromzähler: So können die beiden Verbrauchsmengen getrennt erfasst und entsprechend im Hochtarif oder Niedertarif abgerechnet werden. Diese Geräte sind teurer als herkömmliche, allerdings kann sich diese Investition rechnen, beispielsweise wenn Sie eine Nachtspeicherheizung oder einen elektrisch betriebenen Boiler nutzen oder sehr viel Strom verbrauchen.

Die Leistungsbereitstellung wird grundsätzlich von allen Stromkunden getragen, die dafür anfallenden Kosten sind in der Regel im Arbeitspreis verpackt.

Darüber hinaus gibt es weitere Sondertarife, wie beispielsweise für elektrische Heizungen oder Wärmepumpen. Diese lassen sich sogar ferngesteuert ein- und ausschalten, um ein professionelles Lastenmanagement zu erreichen. Sie als Verbraucher werden dadurch aber kaum eingeschränkt.

Stromtarife für gewerbliche und industrielle Großkunden

Stromtarif VergleichWährend das Kleingewerbe ähnliche Stromtarife wie private Haushalte nutzen kann, gelten für Großkunden oftmals spezielle Tarifvarianten. Diese werden in der Regel individuell ausgehandelt. Über den Grund- und Arbeitspreis hinaus werden allerdings weitere Komponenten berechnet, wie beispielsweise der Leistungspreis oder ein Aufschlag für Blindleistung. Die Abrechnung könnte demnach über folgende Bausteine erfolgen:

  • Der Grundpreis: Hier werden die Kosten für den Stromanschluss, die Miete für einen Transformator, die Messungen des Verbrauchs usw. erhoben.
  • Der Arbeitspreis: Auch in diesem Fall wird der Stromverbrauch getrennt nach Hoch- und Niedertarifzeiten berechnet.
  • Der Leistungspreis: Dieser Preisbestandteil ergibt sich aus der in einem bestimmten Intervall gemessenen maximalen Leistungsanforderung, die über 15 Minuten gemittelt wird. Die Messdaten werden automatisch an das Stromversorgungsunternehmen gesendet.
  • Der Blindleistungsbedarf: Wechselstrom besteht aus Blind- und Wirkstrom. Auch bei fehlender Energieübertragung belastet Blindstrom das Netz und führt zu Verlusten. Die Stromkunden können eine Kompensation durchführen, um den Teil einzusparen. Die sogenannte Blindarbeit wird meist nur dann mit einem Blindstromzuschlag abgerechnet, wenn sie mehr als die Hälfte der Wirkarbeit ausmacht.
Industrielle Großkunden erhalten Vergünstigungen dafür, dass die Stromversorger bei Bedarf deren Anlagen über Fernsteuerung für eine bestimmte Zeit abschalten dürfen. Um dafür ausreichend Mittel zur Verfügung zu haben, sieht der Strompreis generell eine Umlage vor.

Smart-Meter: Variable Tarife für Strom

Die neuen Technologien machen es möglich: Bei variablen Stromtarifen wird der Arbeitspreis nicht für eine bestimmte Zeitspanne festgelegt, sondern richtet sich nach der jeweiligen Stromnachfrage und dem aktuellen Stromangebot. Das schwankt insbesondere bei den regenerativen Energien wie Wind- und Solarstrom. Eine Richtgröße bei der Preisfindung können die Preise an der Strombörse sein, auf die der jeweilige Anbieter einen Zuschlag erhebt. Eine solche Vertragsgestaltung ist nur mit intelligenten Stromzählern, auch Smart-Meter genannt, machbar.

Zunächst klingt das wenig vorteilhaft, aber variable Stromtarife können durchaus Anreize schaffen: Verlegen Großabnehmer Ihren größten Stromverbrauch in die Zeiten mit wenig Netzlast und reduzieren sie, wenn das Stromnetz ohnehin stark belastet ist, dann können sich energiewirtschaftliche Vorteile ergeben. Kraftwerke und Stromnetze können kostengünstiger und vor allem effizienter genutzt werden. Außerdem sinkt der Bedarf an Regelenergie. Diese innovativen Geräte können letztendlich auch mit der technischen Ausrüstung kommunizieren, sodass Ein- und Ausschalten ohne menschliches Zutun funktioniert.

Für Privathaushalte dürften die Vorteile nicht groß genug sein, zumal sich der Stromverbrauch nur bedingt verschieben lässt. Der damit verbundene Mehraufwand lässt sich also nur schwer mit den Einsparungen kompensieren.

Grundpreis, Leistungspreis und spezielle Tarifstrukturen im Überblick

Grundpreise – warum sind diese überhaupt notwendig?

Bitte beachten!Es gibt durchaus Kritik an der gängigen Tarifgestaltung: Die Argumente, dass die Stromanbieter mit den Grundpreisen ihre Fixkosten, die also nichts mit dem Verbrauch zu tun haben, decken, greift kaum. Zu den relevanten verbrauchsunabhängigen Kosten zählen demnach die Aufwendungen für die Lieferbereitschaft, die Stromzähler und deren Ablesung sowie die Kundeverwaltung, die Rechnungslegung und bei Bedarf Inkasso-Maßnahmen.

Schließlich hat jedes Unternehmen Fixkosten und verlangt nicht zwangsläufig Eintrittsgelder oder Mindestumsätze: Stellen Sie sich vor, Sie müssten am Eingang vom Supermarkt eine Gebühr bezahlen, um überhaupt einkaufen zu können. Sie würden mit Sicherheit eine Alternative suchen. Ebenso wäre es durchaus legitim, wenn Stromanbieter die Grundpreise streichen und den Arbeitspreis etwas erhöhen.

Die Kombination aus Grund- und relativ niedrigen Arbeitspreisen steht schon seit geraumer Zeit im Fokus der Kritik. Vor allem aus Sicht des Umweltschutzes werden auf diese Weise kaum Anreize zum Energiesparen und zur Verbesserung der Energieeffizienz geschaffen. Im Gegenteil, sie würden zu einem stärkeren Verbrauch führen und damit sowohl der Umwelt auch der Volkswirtschaft schaden.

Naturgemäß sieht das die Stromwirtschaft vollkommen anders: Je höher der Umsatz, desto besser. Also wird die umsatzförderliche Tarifgestaltung der Kombination hoher Grundpreise und günstiger Arbeitspreise bevorzugt. Nur die Politik könnte hier für Abhilfe sorgen: Dass Grundpreise jedoch in absehbarer Zeit verboten werden, ist alles andere als wahrscheinlich.

Sind Sie mit dieser Preispolitik nicht einverstanden, sollten Sie den Anbieter wechseln: Nutzen Sie den Strompreisvergleich, um eine zu Ihren Ansprüchen passende Alternative herauszufinden. Den Wechsel können Sie gleich aus dem Vergleichsrechner heraus einleiten.

Ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Tarifgestaltung der Stromversorgungsunternehmen auf einen höheren Umsatz abzielt, ist die besondere Behandlung von Betreibern elektrischer Heizungen. Die gängige Begründung, dass hier nur der überschüssige Strom und somit die Kapazitäten der Kraftwerke und Netze besser genutzt werden, funktioniert ebenfalls nicht: Es sind nämlich oft genug die Elektroheizungen, die vor allem im Winter hohe Lastspitzen verursachen.

Deswegen müssen höhere Investitionen in Kraftwerke, Hochspannungsleitungen und Netze veranlasst werden. Die Vergünstigungen für Heizungsstrom sind also auf diese Weise nicht zu erklären, im Gegenteil, sinnvoll wäre ein Aufschlag, um das ungünstige Lastprofil auszugleichen. Damit würden sich jedoch die meisten dieser Heizungen gar nicht mehr rechnen, sodass die Stromversorger einen relevanten Teil ihres Umsatzes einbüßen würden.

Leistungspreise – ist diese Abrechnungsform noch zeitgemäß?

Stromtarife vergleichenFür die Bemessung der Leistungspreise sind die maximale Leistungsanforderung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes maßgeblich. Auf diese Weise wird erreicht, dass sich die Stromkunden um die Minimierung dieser Leistungsspitzen bemühen, wie beispielsweise durch die Optimierung der Betriebsabläufe oder ein stringentes Lastenmanagement. Die Folge: Der Stromverbrauch wird sukzessive gleichmäßiger, was insbesondere vor der Energiewende zur Wirtschaftlichkeit der Kraftwerke und Optimierung der Auslastung der Netze beitrug.

Doch die Energiewende veränderte die Rahmenbedingungen: Der zunehmende Anteil an schwankender Stromeinspeisung, zum Beispiel durch die erneuerbaren Energien wie Wind- oder Solarstrom, wirkt der Vergleichmäßigung des Stromverbrauchs entgegen. Nun kommt es darauf an, relevante Verbrauchsmengen flexibel zu verlagern – nämlich genau in die Zeiten, in denen die regenerativen Energien verstärkt angeboten werden. Allerdings sind dabei die begrenzten Kapazitäten der Netze zu beachten. Das Prinzip des Leistungspreises geht genau in die entgegengesetzte Richtung, denn Lastspitzen werden finanziell bestraft, auch wenn sie in den erwünschten Zeiten vorkommen.

Angesichts des sich gravierend verändernden deutschen Strommarktes ist die Zielsetzung der Leistungspreise nicht mehr gegeben. Hier wird es neue Tarifstrukturen geben müssen, die den neuen Rahmenbedingungen besser Rechnung tragen.

Spezielle Tarifstrukturen – Sinn oder Unsinn der Pakettarife

Wenn Sie die Stromtarife vergleichen, werden Sie mit Sicherheit auf die Paket- oder Kilowattstunden-Tarife stoßen und auf entsprechende Warnungen. Letztendlich handelt es sich dabei um Stromtarife mit einer Mindestverbrauchsregelung:

  • Sie legen sich auf eine bestimmte Verbrauchsmenge fest.
  • Ist Ihr tatsächlicher Stromverbrauch niedriger, bezahlen Sie trotzdem für die vereinbarte Menge.
  • Verbrauchen Sie mehr Strom, bezahlen Sie für den überschießenden Teil einen sogenannten Mehrverbrauchspreis, der deutlich über den durchschnittlichen Kilowattstundenpreisen liegt.
Mit diesen Stromtarifen gibt es überhaupt keinen Anreiz, weniger als die vereinbarte Mindestmenge zu verbrauchen – ökologisch ist das also ausgesprochen fragwürdig. Sollten Sie nicht punktgenau vorhersehen können, wie hoch Ihr Stromverbrauch im jeweiligen Zeitraum ausfallen wird, ist ein solcher Tarif alles andere als sinnvoll.

Sogenannte Stromflatrates, also ein unbegrenzter Verbrauch zu einem fest vereinbarten Preis, waren ebenfalls in Diskussion. Allerdings war den Stromanbietern das Kostenrisiko eindeutig zu hoch. Von der zu erwartenden Stromverschwendung ganz abgesehen.

Vergünstigungen für Großverbraucher – warum zahlen Privatkunden mehr für Strom?

StromtarifvergleichDie Strompreise für Großabnehmer werden regelmäßig diskutiert und kritisiert: Sie sind im Allgemeinen deutlich niedriger als die Preise, die Sie für Strom begleichen müssen. Die gängigen Gründe lauten:

  • Kleinverbraucher verursachen höhere Kosten für den Bau und den Unterhalt des Stromnetzes. Das gilt insbesondere in der Feinverteilung.
  • Großkunden verursachen hingegen weniger Aufwand bei der Administration.
  • Einige Großkunden erlauben den Stromanbietern den Zugriff auf gewisse Anlage, die von dort aus per Fernsteuerung im Rahmen des Lastmanagements zeitweise aus dem Netz genommen werden können. So lassen sich Spitzenlasten reduzieren und Investitionen vermeiden, ohne dass die Betriebsabläufe allzu sehr beeinträchtigt werden.
  • Spezielle Verträge beziehen sich auf eine bevorzugte Stromabnahme in Zeiten schwacher Lasten oder zu bestimmten Jahreszeiten – also nicht im Winter. So konzentriert sich beispielsweise das Forschungszentrum CERN auf den Sommer, um die verbrauchsintensive Beschleunigeranlage zu betreiben und das zu einem attraktiven Strompreis.

Einige der Gründe für die vergünstigen Großkundenpreise sind triftig und damit plausibel, einige hingegen nicht: So muss insbesondere die deutsche Industrie auf der Grundlage gesetzlicher Bestimmungen einige der in Ihrem Strompreis enthaltenen Abgaben nicht bezahlen. Stromintensive Industrien sind beispielsweise von der Förderung erneuerbarer Energien im Rahmen der EEG-Umlage befreit, andere Großkunden können sich darüber hinaus von den Netzentgelten befreien lassen.

Die Begründung der Politik: Die Unternehmen wären ansonsten im internationalen Wettbewerb benachteiligt. Für Sie als private Verbraucher sehen Kritiker hier die ungerechten Folgen der massiv betriebenen Lobbyarbeit.

Voraus- und Abschlagszahlungen – die möglichen Folgen unbedingt beachten

In der Praxis verlangen die Stromanbieter regelmäßige Abschlagszahlungen, deren Höhe zum einen von der gewählten Zahlweise und zum anderen von der prognostizierten Verbrauchsmenge pro Jahr abhängt. Zum Ablauf eines Vertragsjahres erfolgt dann die genaue Abrechnung: Dazu wird der Zählerstand abgelesen, mit dem des Vorjahres abgeglichen und der genaue Verbrauch ausgerechnet. Dem Jahresbetrag werden die geleisteten Akontozahlungen gegengerechnet, sodass sich eventuell eine Nachzahlung oder auch eine Erstattung bzw. ein Guthaben ergibt.

Als Besonderheit gelten die Stromtarife mit Vorkasse: Sie leisten dabei eine Vorauszahlung für einen vergleichsweise langen Zeitraum, wie beispielsweise für 1 Jahr oder auch 2 Jahre. In unserem Strompreisvergleich finden Sie mit Sicherheit einige dieser Angebote, die im Vergleich meist preiswerter sind. Der Anbieter kann mit den Zahlungen arbeiten und gibt die Vergünstigungen zumindest teilweise weiter. Aber: Sollte der Stromanbieter finanziell in Schieflage geraten, kann Ihre Vorauszahlung auch verloren sein. Im Ernstfall, nämlich bei einer Insolvenz, dürften Sie Schwierigkeiten haben, Ihr Geld zurückzuerhalten.

Stromtarifrechner – warum sich ein regelmäßiger Vergleich lohnt

Der deutsche Strommarkt ist in Bewegung: Jedes Jahr drängen neue Stromanbieter auf den Markt und treten in den Wettbewerb um Sie ein. Sie können also von einer immer größeren Auswahl an Stromtarifen profitieren, die sich mehr oder weniger preis- und serviceorientiert präsentieren. Der Nachteil: Das Angebot wird immer unübersichtlicher und intransparenter.

Bedenken Sie, dass insbesondere neue Stromanbieter mit sehr günstigen Tarifen auf Kundensuche gehen. Oft genug handelt es sich sogar um Tochtergesellschaften der Energieriesen. Nutzen Sie den Stromtarifvergleich, achten Sie dabei unbedingt auf die genauen Bedingungen. Insbesondere von einer üppigen Wechselprämie in Form von Bonifikationen sollten Sie sich nicht unbedingt verleiten lassen. Nähere Ausführungen finden Sie auf unserer Detailseite.

Sie können bei Ihrer Auswahl eines alternativen Stromtarifs auf Nummer sichergehen, indem Sie eine Preisgarantie wählen – am besten mit derselben Laufzeit wie der Stromvertrag. So schließen Sie Preiserhöhungen weitestgehend aus, allerdings gibt es auch dabei einige Tipps zu beachten: So bezieht sich eine Preisfixierung beispielsweise nur auf die vom Stromversorger zu verantwortenden Preisbestandteile. Steuern, Abgaben und Umlagen können trotzdem teurer werden.

Einige Stromanbieter bieten eine echte Preisgarantie, also Sicherheit für den gesamten Strompreis. Sie finden im Stromvergleich die entsprechenden Hinweise. So können Sie die Stromkosten genau planen und sind optimal vor bösen Überraschungen geschützt.

Die Stromkosten für Privatkunden werden in größeren Abständen den Entwicklungen des Marktes angepasst. Die Stromanbieter müssen hingegen mit den teilweise volatilen und nur schwer vorhersehbaren Großhandelspreisen an der Strombörse klarkommen. Deswegen werden in die Endkundentarife bestimmte Reserven einkalkuliert, die den Stromversorgern ein wirtschaftliches Arbeiten erlauben, ohne in kürzeren Abstände Preise anpassen zu müssen. Für Großkunden kann es deswegen sinnvoller sein, einen am Börsenpreis ausgerichteten Stromtarif zu vereinbaren. Derartige Reserven werden dann überflüssig.

Neue Stromtarife für Privatkunden – Vielfalt clever ausnutzen

Wichtiger HinweisEs ist erstaunlich, wie viele private Stromkunden vor einem Stromanbieterwechsel zurückschrecken. Dabei sprechen viele Gründe dafür:

  1. Die Zahl der Anbieter wächst ebenso wie die der zur Auswahl stehenden Stromtarife.
  2. Sie als Verbraucher sind Ihrer Entscheidung seit der Liberalisierung des Strommarktes frei.
  3. Der Stromtarifvergleich erleichtert Ihnen die Recherche und schafft Transparenz auf einem unübersichtlichen Markt.
  4. Die vielen Anbieter werben um Neukunden und belohnen den Wechsel mit attraktiven Prämien.
  5. Der Wechsel läuft reibungslos ab, wenn Sie den Wechselservice und unsere Empfehlungen nutzen.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Anzahl der Stromkunden, die sich für einen neuen Stromtarif entscheiden zwar langsam, aber stetig steigt: Im Jahr 2005 entschlossen sich nur 5 Prozent der Haushalte in Deutschland zu diesem Schritt, im Jahr 2009 waren es bereits rund 18 Prozent. Im Jahr 2017 nutzten bereits 4,7 Millionen private Kunden diese Möglichkeit.

Den größten Effekt können Sie mit einem Stromtarifwechsel erreichen, wenn Sie noch im Rahmen der Grundversorgung mit Strom beliefert werden. Machen Sie sich also gleich auf die Suche nach einem alternativen Anbieter und nutzen Sie dafür unseren Stromtarife-Vergleich!