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Kredit für Selbständige und Freiberufler 2022

Werden Selbständige und Freiberufler bei der Kreditvergabe gleichgestellt?

Zwei Personen spielen mit Goldmünzen

Kredit für Selbständige und Freiberufler 2022

Anna Miller - Fachredakteurin Aktualisiert am 26.09.2022 8 Minuten Lesezeit

Ein Kredit für Selbständige und Freiberufler ist kein Selbstläufer. Die Beantragung muss präzise und sicher geplant werden. Um den gewünschten Kredit schnell nutzen zu können, lohnt sich ein Test und Vergleich durchzuführen. Hier finden Sie alle wichtigen Hintergrundinformationen. Nutzen Sie unseren Vergleichsrechner und suchen Sie noch heute nach der passenden Finanzierung für Ihr Unternehmen oder private Zwecke.

ZUM ANGEBOT

Kredit für Selbstständige – Die finanzielle Unterstützung für den Unternehmensaufbau

Der Kreditbedarf im deutschsprachigen Raum ist ungebrochen. Täglich werden tausende Geldaufnahmen angefragt, die nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Selbstständige und Freiberufler auf den Weg gebracht werden. Dabei sind die Voraussetzungen für die Aufnahme einer Finanzierung recht verschieden. Besonders all jene, die kein festes sozialversicherungspflichtiges Einkommen haben, müssen beim Kreditantrag viele Dinge beachten. Mit unserem Kredit-Vergleich finden Sie Ihren Kredit für Selbstständige, der allen Anforderungen entspricht.

Was ist ein Kredit für Selbständige und Freiberufler?

Egal ob für den Privathaushalt oder für geschäftliche Zwecke - wer als Gewerbetreibender, Selbstständiger oder Freiberufler nach finanzieller Unterstützung sucht, muss mit einigen Hürden rechnen. Auch wenn es inzwischen viele Banken gibt, die einen Kredit für Gewerbetreibende anbieten, so reicht es nicht aus, eine durchweg positive Schufa zu haben.

Bei einem Kredit für Selbstständige muss der Antragsteller belegen, dass er durch seine Selbstständigkeit oder freiberufliche Tätigkeit ausreichend hohe Einnahmen hat. Unter anderem muss dieser Nachweis durch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder durch eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) erfolgen. Entscheidend ist dabei nicht, ob das Geld für den persönlichen Bereich, als Betriebsmittelkredit, Investitionskredit, Kredit für einen Firmenwagen oder als Kontokorrentkredit aufgenommen wird. Entscheidend ist lediglich, dass der Selbstständige, Freiberufler oder Gewerbetreibende ausreichende Sicherheiten hat.

Werden Selbstständige und Freiberufler bei der Kreditvergabe gleichgestellt?

Selbstständige, Freiberufler und alle anderen Gewerbetreibende haben unterschiedliche Voraussetzungen für die Geldaufnahme. Die Voraussetzungen bei einem Selbstständigen und Gewerbetreibenden sind zum Beispiel anders gelagert als beim Freischaffenden.

Während Selbstständige und Gewerbetreibende in der Regel mit stabilen Einnahmen rechnen können, sieht das bei Freischaffenden im kreativen Bereich mitunter deutlich anders aus. Hier gibt es Monate, in denen sehr gutes Geld verdient wird und wiederum Monate, in denen weniger Geld zur Verfügung steht. Je nach Saison, Auftragslage und Tätigkeit.

Aus diesem Grund unterscheiden die meisten Banken und Geldgeber durchaus zwischen Antragstellern aus dem selbstständigen und dem gewerblichen Bereich, sowie zwischen Antragstellern aus dem freiberuflichen Bereich. Auch Existenzgründer werden anders eingestuft als Selbstständige, die bereits seit vielen Jahren ihr Gewerbe ausführen, sich einen stabilen Kundenstamm erarbeitet haben und über entsprechend sichere Einnahmen verfügen.

Privat- oder Unternehmenskredit: Welche Optionen gibt es bei einer Selbstständigkeit?

Bei einer Kreditvergabe für Selbstständige und Freischaffende wird zunächst zwischen einem Privatkredit und einem Unternehmenskredit unterschieden.

1. Die privat genutzte Finanzierung

Der Privatkredit ist eine Geldaufnahme, bei der die gewünschte Kreditsumme vom Kreditnehmer für private Zwecke genutzt wird. Diese Art der Geldaufnahme hat nichts mit den gewerblichen oder freiberuflichen Aktivitäten des Antragstellers zu tun. Die Kreditvergabe erfolgt deshalb auch an die Privatperson und nicht an das Unternehmen.

Bei einer privat genutzten Geldaufnahme für Selbstständige und freischaffende Berufsgruppen gibt es eine große Auswahl an Kreditmöglichkeiten. Es gibt sie mit Zweckbindung wie beispielsweise den Autokredit, den Umschuldungskredit, den Wohnkredit oder auch den Immobilienkredit. Außerdem gibt es eine Kreditoption, die mit einer freien Verwendung auskommt und die Möglichkeit bereithält, individuelle Projekte im privaten Bereich zu fördern.

Voraussetzung ist immer ein guter Schufa-Score. Außerdem sind zusätzliche Sicherheiten notwendig, um diese Kreditarten in Anspruch zu nehmen. Ein gutes Einkommen, das mithilfe der BWA belegt werden muss und gegebenenfalls zusätzliche Sicherheiten, wie beispielsweise eine Bürgschaft. Nur dann ist der effektive Jahreszins niedrig und die Kreditgeber bereit, die gewünschten Mittel zur Verfügung zu stellen.

2. Der Unternehmenskredit

Bei einem Unternehmenskredit gibt es ebenfalls eine große Vielfalt an Möglichkeiten. Der Selbstständige oder freiberuflich Tätige kann für seine geschäftlichen Tätigkeiten unter anderem folgende Darlehen aufnehmen:

  • Einen Betriebsmittelkredit
  • Ein Darlehen für Existenzgründer
  • Einen Investitionskredit
  • Eine Geldaufnahme für einen Firmenwagen
  • Einen Immobilienkredit
  • Ein Darlehen für Wiederaufbau
  • Einen Kontokorrentkredit
  • Ein klassischer Geschäftskredit

Dies sind nur einige Beispiele, die zur Verfügung stehen. Auch hier gilt, mithilfe eines Businessplans, ausführlichen Einkommensnachweisen und einer guten Bonität die Kreditsumme abzusichern. Zudem sind Bürgschaften sehr gerne gesehen.

Und wer durch die Corona-Krise Unterstützung benötigt, muss zusätzlich belegen können, dass die Geldaufnahme tatsächlich eine positive Wirkung auf die Entwicklung des Unternehmens hat. Ansonsten wird es schwierig, die Kreditgeber von einer Kreditaufnahme zu überzeugen.

Günstiger Kredit für Selbstständige - so funktioniert’s

Ein günstiges Darlehen für Selbstständige ist keine Zauberei. Auch wenn die Herangehensweise tatsächlich etwas anders gelagert ist, als das bei klassischen Kreditangeboten für Privatpersonen der Fall ist. Trotz allem gelingt es, auch für Selbstständige gute Kreditangebote zu finden, die für das geplante Projekt funktionieren und dafür sorgen, dass aus den Vorteilen des Kreditangebotes tolle neue Projekte entstehen.

Dafür ist wichtig, dass der Selbstständige eine gute Kreditwürdigkeit hat und diese belegt. In dem Fall ist der effektive Jahreszins niedrig und die Kreditgeber sind unter anderem bereit, die monatliche Rate an den Kundenwunsch anzupassen.

Guter Schufa-Score

Ein guter Schufa-Score ist die Grundvoraussetzung für die Geldaufnahme für Selbstständige. Der Antragsteller muss eine gute Bonität vorweisen können, die durch die in Deutschland vorgeschriebene Bonitätsprüfung abgefragt wird. Dafür darf kein negativer Schufa-Eintrag vorhanden sein.

Sollte sich ein negativer Schufa-Eintrag in der Schufa-Auskunft befinden, lohnt es, diese zuerst zu überprüfen. Es gibt viele Fälle, in denen alte Einträge noch nicht gelöscht oder fälschlicherweise Einträge vorgenommen wurden, die nicht korrekt sind. Wird das vor der Antragstellung vorgenommen, ist die Schufa sauber und die Chancen auf eine günstige Finanzierung steigen.

Lassen sich die negativen Einträge nicht bereinigen, muss ein Bürge oder ein zweiter Kreditnehmer die Fremdfinanzierung absichern. Ohne diese zusätzliche Absicherung wird es schwer, einen günstigen Kredit zu beantragen.

Dauerhafte Tätigkeit

Den Banken, Sparkassen und privaten Geldgebern ist es wichtig, dass der Kreditnehmer eine Tätigkeit nachweisen kann, die von Dauer ist. Je länger der Antragsteller bereits in seiner Tätigkeit verankert ist, umso besser ist das.

Wer bereits zwei bis drei Jahre nachweislich erfolgreich seine Tätigkeit durchführt, hat deutlich höhere Chancen auf eine Kreditvergabe als all jene, die noch nicht so lange in der Geschäftswelt verankert sind.

Deutscher Unternehmenssitz

Ein deutscher Unternehmenssitz gilt als Sicherheit für eine Geldaufnahme. Deutsche Banken vergeben generell nur Mittel an Unternehmen, die auch in Deutschland ansässig sind. Lediglich große Konzerne haben die Chance, auch vom Ausland aus auf Unterstützung zu hoffen. Für „normale“ Selbstständige und freiberuflich Tätige sowie Gewerbetreibende gilt das jedoch nicht.

Aktuelle Unterlagen

Um eine Geldaufnahme beantragen zu können, werden vielfältige Unterlagen und Nachweise benötigt. Diese Unterlagen müssen in erster Linie aktuell und aussagekräftig sein. Hier hilft es, gegebenenfalls mit dem Steuerberater zusammenzuarbeiten, um alle Unterlagen zusammen zu tragen.

Benötigt werden:

  • Aktuelle Einkommensteuerbescheide und Kontoauszüge
  • Eine aktuelle Gewinn- und Verlustrechnung
  • Eine aktuelle Einnahmen- und Überschussrechnung
  • Die letzte Jahresabschlussrechnung
  • Eine aktuelle BWA
  • Alle Angaben zu bereits vorhandenen Geldaufnahmen oder sonstigen Zahlungsverpflichtungen

Ausreichende Sicherheiten

Das Thema Sicherheiten ist sehr präsent bei einer Geldaufnahme für Selbstständige und Freischaffende. Um eventuelle Zahlungsschwierigkeiten absichern zu können, setzen Kreditgeber auf materielle, aber auch personelle Sicherheiten. Während ein Bürge oder zweiter Antragsteller den personellen Bereich absichert, können materielle Sicherheiten unter anderem in folgenden Bereichen zu finden sein:

  • Immobilienbesitz oder Grundstücksbesitz
  • Risikolebensversicherungen, klassische Lebensversicherungen und andere kapitalbildende Versicherungen
  • Derivate (Wertpapiere) wie Aktien, Fonds, Indizes, Rohstoffe oder ähnliches
  • Spareinlagen
  • Bürge oder zweiter Kreditnehmer – so verbessern sich die Chancen auf eine Finanzierung für Selbstständige

Präsentiert sich die Bonität aufgrund einiger Ungereimtheiten als zu schwach für die Kreditaufnahme, muss eine Bürgschaft die Chance auf das Darlehen für den Selbstständigen verbessern. Die Auswahl des Bürgen oder zweiten Kreditnehmers muss ganz gezielt erfolgen.

Es muss sich um eine Person handeln, die in einer festen Anstellung verankert ist, möglichst keine weiteren Verpflichtungen jeglicher Art absichert und zudem einen guten Kontakt zum Kreditnehmer hat. Außerdem müssen die Voraussetzungen des Bürgen oder zweiten Darlehensnehmer ausreichen, um im Falle eines Falles die Kreditsumme zurückzahlen zu können. Die Bank greift auf den Bürgen oder zweiten Darlehensnehmer zurück, wenn der Hauptkreditnehmer die finanziellen Verpflichtungen nicht einhalten kann. Das bedeutet, dass der Bürge oder zweite Darlehensnehmer für die Kreditsumme haftet. Egal ob er an den Zahlungsausfällen Schuld trägt oder nicht. Eine besonders genaue Auswahl der Absicherung durch eine zweite Person ist deshalb für Kreditgeber unverzichtbar.

Ein Kreditvergleich lohnt

Selbst wenn der Kredit für Selbstständige kompliziert und umfangreicher ist als ein klassischer Ratenkredit für den Privatbereich, darf nicht auf einen gründlichen Vergleich verzichtet werden. Nicht jede Bank oder jeder Kreditgeber stellt Kredite für Selbstständige zur Verfügung.

Doch all jene die es machen, rufen verschiedene Konditionen, Voraussetzungen, Zinsen und Rückzahlungsmodalitäten für die Fremdfinanzierung auf. Wer hier nicht vergleicht, um ein passendes Angebot zu finden, kann nicht das Kreditangebot erhalten, das zu ihm passt. Bessere Chancen auf einen guten Ratenkredit erhält der Interessent nicht nur durch eine gute Bonität, sondern auch durch einen umfassenden und passenden Vergleich.

Beim Vergleich geht es im ersten Schritt darum herauszufinden, welche Geldgeber für die Kreditaufnahme überhaupt geeignet sind. Dafür ist es wichtig, dass die Kredithöhe bekannt ist und dass die mögliche Laufzeit beziehungsweise die Höhe der monatlichen Raten genau ausgewählt wird. Mithilfe eines Vergleichsrechners ist es möglich, ohne Kosten und Verpflichtungen diese Dinge in Ruhe auszuprobieren. Der Vergleichsrechner zeigt lediglich unterschiedliche Angebote, macht diese aber nicht verpflichtend und belastet durch den Vergleich nicht die Schufa.

Persönliche Angaben zum Unternehmen und zur beantragenden Person werden über den Vergleich nicht abgefragt. Diese Daten werden ausschließlich mit dem Geldgeber zur Überprüfung der Bonität ausgetauscht, der unabhängig des Vergleichs dann das Kreditangebot zur Verfügung stellt.

Unser Tipp

Wir empfehlen, den Vergleich als Grundlage für die Auswahl einer passenden Fremdfinanzierung zu nutzen. Nur wenn das Darlehen mit viel Sorgfalt ausgewählt wird, passt es sich den Vorhaben an und sorgt dafür, dass die geplanten Investitionen problemlos vorgenommen werden können.

Die Zinsen für die Geldaufnahme orientieren sich an der Bonität und den Absicherungen. Bei schlechter Bonität wird eine Geldaufnahme über traditionelle Banken abgelehnt. Hier ist gegebenenfalls eine Geldaufnahme von Privatpersonen oder ein sogenannter „Peer-to-Peer“ Kredit eine Möglichkeit, die Liquidität trotz allem wieder herstellen kann. Existenzgründer und all jene die Fördermittel suchen, können auf einen KfW-Kredit zurückgreifen. Solche Angebote werden zwar nicht über den Vergleichsrechner generiert und dargestellt, sollten aber jedem Selbstständigen und Freischaffenden bekannt sein, um diese gegebenenfalls mit in die Überlegungen einbeziehen zu können.

Alternativen zum Kredit für Selbständige von der Hausbank

Hinweis

Die Hausbank ist in den seltensten Fällen der beste Ansprechpartner für eine Geldaufnahme. Zwar mag es bequem sein, dort nach Unterstützung zu fragen. Jedoch sind die Angebote meist deutlich teurer und weniger flexibel als bei der Konkurrenz.

Deshalb lohnt es, über den Tellerrand zu schauen und verschiedene Optionen in die Überlegungen einzubeziehen. Neben den Banken, Sparkassen sowie Volksbanken sind das private Geldgeber, die im Falle eines Falles behilflich sein können. Allerdings zu ganz eigenen Konditionen und mit einem Zinssatz, der nicht jedem gefällt.

Geldaufnahme für Selbstständige von privat – der Peer-to-Peer-Kredit

Die Geldaufnahme von Privatpersonen beziehungsweise ein Peer-to-Peer Kredit über online-Plattformen ist ein spezielles Kreditangebot. Hier geht es darum, dass Privatpersonen ihr Geld zur Verfügung stellen, um in Projekte zu investieren. Entweder bei anderen Privatpersonen oder bei Unternehmen.

Jedem Interessenten muss bewusst sein, dass die Zinssätze bei solchen Angeboten deutlich über den Zinsen der großen Banken liegen. Teilweise werden sie auch an Selbständige ohne die Abfrage der Schufa vergeben. Trotz allem gilt auch hier: Sicherheiten sind wichtig. Denn auch Privatpersonen möchten ihre Geldeinlagen zurückhaben und werden deshalb nur dann in ein Projekt investieren, wenn das Ausfallrisiko gering ist.

Kredit für Freiberufler

Freiberufler werden von den Banken und Sparkassen bei der Kreditaufnahme separat betrachtet. Auch bei ihnen erfolgt selbstverständlich die Schufa-Abfrage und es gibt einen guten Überblick, wie sicher die Finanzierung ist. Allerdings müssen andere Sicherheiten eingereicht werden, als dies beispielsweise bei einem großen Unternehmen oder durch mittlere Unternehmen der Fall ist. Denn das Ausfallrisiko ist bei einem Kredit für Freiberufler höher.

Wir empfehlen, das Geld leihen für selbstständige Freiberufler mit einer Bürgschaft abzusichern. So sind niedrigere Zinsen möglich und die Chancen bezüglich der Kreditvergabe steigen.

Gesucht wird der Kredit für Freiberufler übrigens ebenso über einen Kreditvergleich, wie das für unkomplizierte Kredite für Selbstständige gilt.

Kredit für Selbstständige ohne Bonitätsprüfung

Kein Kredit ohne Bonitätsprüfung

Ein Kredit für Selbstständige ohne Bonitätsprüfung ist leider nicht möglich. Jeder Geldgeber wünscht sich eine Absicherung, damit er seine finanziellen Mittel nicht an jemanden vergibt, der es am Ende nicht zurückzahlen kann. Auch Anbieter wie Bon-Kredit machen da keinen Unterschied.

Wer mit negativer Schufa einen Online-Kredit sucht, wird deshalb Schwierigkeiten bekommen. Zwar könnte ein P2P-Kredit gegebenenfalls greifen. Aber auch hier sind Sicherheiten notwendig, die letztendlich in eine Bonitätsprüfung führen, die nicht immer die Abfrage der Schufa enthalten muss. Zur Bonitätsprüfung gehört nämlich auch genau zu klären, welche Einnahmen und welche Ausgaben vorliegen.

Kredit für Selbstständige ohne Einkommensnachweis

Bei einem Kredit für Selbstständige ohne Einkommensnachweis muss zwischen zwei verschiedenen Voraussetzungen unterschieden werden. Liegt der Einkommensnachweis nicht vor, weil das Unternehmen gerade erst gegründet wurde, kann ein Existenzgründerkredit beantragt werden.

Liegen die Einkommensnachweise nicht vor, weil bei einem Bestandsunternehmen keine Einnahmen erzielt werden, dann wird es mit aller Wahrscheinlichkeit keine Auszahlung von einem passenden Kredit geben.

Anna Miller
Anna Miller Fachredakteurin

Anna Miller ist Jahrgang 74 und konzentriert sich als freie Autorin und Content Managerin schwerpunktmäßig auf die Themenbereiche Finanzen und Versicherungen. Privat ist sie leidenschaftliche Wassersportlerin, fotografiert gerne und liebt gute Musik.

FAQ – häufige Fragen zum Kredit für Selbstständige

Für jede Kreditbeantragung müssen Einkommensnachweise vorgelegt werden. Das gilt auch für Selbständige und Freiberufler. Da der klassische Lohnzettel nicht vorliegt, müssen mithilfe einer aktuellen BWA, der letzten Steuererklärung und gegebenenfalls Kontoauszügen die Einnahmen belegt werden. Bei großen Kreditbeträgen werden zusätzliche Unterlagen vom Selbständigen notwendig.

Es gibt viele Banken, die Darlehen für Selbständige, Freiberufler und Gewerbetreibende anbieten. Ein Kreditvergleich zeigt, welche Banken das sind. Die Kredite können je nach Kreditart für das Unternehmen oder den privaten Bereich genutzt werden. Entsprechende Auswahloptionen stehen dem Selbständigen im Rahmen des Vergleichs zur Verfügung.

Die Dokumente bei der Kreditaufnahme sind sehr vielschichtig. Es reicht nicht aus, dass Selbständige eine Volljährigkeit vorweisen, der Wohnsitz und der Geschäftssitz in Deutschland sind und ein Girokonto bei einer deutschen Bank bestehen.

Zusätzlich müssen Nachweise wie Einkommensteuerbescheide, Gewinn- und Verlustrechnung, Einnahmen- und Überschussrechnung, Jahresabschlussrechnung, betriebswirtschaftliche Auswertungen sowie persönliche Daten für die Kreditaufnahme hinterlegt werden. Die Geldgeber benennen bei der Beantragung alle relevanten Unterlagen. Eine Hilfestellung für das Zusammentragen der gewünschten Belege kann der Steuerberater geben.

Jeder Selbständige, aber auch Freiberufler hat das Recht, ein Darlehen zu beantragen. Ob er dies genehmigt bekommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits davon, wie das Zahlungsmittel aus der Finanzierung vom Kreditnehmer investiert werden soll. Ferner müssen die Kredithöhe und die Bonität des Kreditinteressenten betrachtet. Nur eine gute Kombination aus unterschiedlichen Optionen sorgt für eine Genehmigung.

Die Höhe der Zuwendung orientiert sich am Verwendungszweck und an den Möglichkeiten des Kreditnehmers. In einer Situation, in der gegebenenfalls die Liquidität nicht passt, es ist immer wichtig, dass schnell reagiert wird.

Und dann wird mitunter nicht jedes Angebot gründlich verglichen und nicht jede Voraussetzung optimal herausgearbeitet. Je mehr finanzielle Mittel benötigt werden, umso wichtiger ist es, sich auf die Kreditaufnahme vorzubereiten. Dann können auch sehr hohe Kreditsummen möglich sein. Es kann aber auch passieren, dass überhaupt kein Geld genehmigt wird.

Hier gilt es zu prüfen, in welches Vorhaben die Mittel fließen sollen. Wird im Privatbereich investiert, kann ein normaler Ratenkredit beziehungsweise ein Privatkredit beantragt werden. Auf Wunsch zur freien Verwendung. Wird eine Unterstützung für geschäftliche Zwecke benötigt, muss ein Unternehmenskredit beantragt werden.

Auch ein KfW-Kredit kann unter Umständen sinnvoll sein. Die KfW fördert verschiedene Projekte innerhalb der Unternehmen, sodass hier über einen KfW-Unternehmerkredit durchaus zu günstigen Konditionen finanziert werden kann. Für Existenzgründer empfiehlt sich zudem der ERP-Gründerkredit. Auch Crowdlending-Plattformen sind eine Option.

Es kommt recht häufig vor, dass ein Kredit für Selbständige abgelehnt wird. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich. In Summe läuft es aber darauf hinaus, dass die Bonität nicht ausreichend und deshalb das Ausfallrisiko für die Rückzahlung der Gelder schlichtweg zu hoch ist. Der Betroffene hat dann die Möglichkeit, noch einmal seine Voraussetzungen zu prüfen und gegebenenfalls so bessere Chancen für die Kreditaufnahme zu erhalten. Ein zweiter Antragsteller kann unter anderem viel bewirken.

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