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Gaspreise 2019 – jetzt aktuelle Gaspreise vergleichen und günstigen Gas-Preis sichern

Wie es aussieht, sind die ruhigen Jahre vorbei: Die Gaspreise ziehen wieder an – und das liegt nicht an einer Verknappung auf der Angebotsseite. Im Gegensatz zum Öl schwankt der Gaspreis nicht nur in Abhängigkeit von der Konjunktur, auch das Wetter spielt eine große Rolle: Als beispielsweise im Jahr 2018 der Ölpreis kräftig nach oben kletterte, zog der Gaspreis nicht nach, er blieb fast konstant. Nach der Preiskorrektur für Öl, änderte sich das Bild. In den USA kündigte sich ein kalter Winter an. Das Gas verteuerte sich um über 50 Prozent.

Auch in Deutschland wird am häufigsten mit Gas geheizt, mit fast 50 Prozent der Haushalte ist Erdgas die wichtigste Heizquelle. Umso drastischer wirken sich die Preisanpassungen aus, die die Gasanbieter seit Ende 2018 ausgesprochen haben. Ein Blick auf die Gaspreisentwicklung der letzten Jahre zeigt ganz klar, dass es nicht nur die Beschaffungs- und Vertriebskosten sind, die den Preis nach oben treiben.

Es sind vielmehr die Netzentgelte und anderen Kosten, die zu Buche schlagen. Im 10-Jahres-Vergleich bleibt Gas zwar immer noch ein günstiger und vor allem effizienter Brennstoff, doch belasten höhere Heizkosten jedes private Budget. Verschaffen Sie sich einen Überblick und nutzen Sie die Möglichkeit zum Gasanbieterwechsel – so können Sie den Preiserhöhungen clever entgehen.

Die Entwicklung der Gaspreise – eine Einordnung

GaspreiseIn den letzten Jahren konnten sich Betreiber einer Gasheizung kaum beschweren: Die Gaspreise sind seit 2012 kontinuierlich gesunken, bevor dieser Trend im Jahr 2018 nicht nur gestoppt wurde, sondern sich umkehrte. Im Verhältnis zu 2009 bewegen sich die Gaspreise immer noch auf einem deutlich niedrigeren Niveau, was angesichts der Umweltdebatten zunächst verwundern mag: Die Verbrennung fossiler Rohstoffe, zu denen Erdgas zählt, soll demnach drastisch eingeschränkt werden. Im Vergleich zu Öl und Kohle fällt die Ökobilanz für Gas jedoch gut aus, sodass diese Brennstoffe im Fokus der öffentlichen Debatten stehen.

Darüber hinaus spielt Gas nicht nur eine Rolle als Heizquelle, insbesondere in den USA wird ein nicht unerheblicher Anteil der Stromerzeugung von Gaskraftwerken sichergestellt: Nicht nur kalte Winter, auch heiße Sommer wirken sich demnach auf die Gasnachfrage aus, wenn die Klimaanlagen nämlich auf Hochtouren laufen. Im Gegensatz zu Erdöl sind die Gasvorkommen jedoch erheblich. Zum Jahresende 2018 wurde ein fünfzigfacher Überschuss im Vergleich zum Verbrauch nachgewiesen – bei Öl beläuft sich der Faktor lediglich auf 18. So ist es nicht verwunderlich, dass schon seit 1970 das Verhältnis von Erdgasherstellung zu -verbrauch in Richtung Überproduktion tendiert.

Dabei spielt nicht nur das vor allem in den USA produzierte Schiefergas eine wichtige Rolle, sondern auch die neue Technologie des Flüssiggastransportes per Schiff eröffnet neues Potenzial: Die USA konnten ihre Gasexporte deutlich erhöhen. Waren es im Jahr 2015 rund 700 Millionen Kubikmeter an Gasexporten, erreichte die Ausfuhr an Flüssiggas im Jahr 2018 bereits die Grenze von 28,4 Milliarden Kubikmeter.

Doch auch andere Länder nutzen diese Variante, beispielsweise Australien und Russland oder Trinidad und Tobago. Unter dem Strich verzeichnete der Handel mit Flüssiggas seit 2018 einen Zuwachs von 28 Prozent. Gleichzeitig hinkt die Nachfrage den Erwartungen hinterher. Insbesondere China hält sich zurück. Einerseits hat China die eigene Gasproduktion seit 2008 rund verdoppelt, andererseits nimmt das Land von US-amerikanischen Gasimporten Abstand – und das schon seit Mitte 2018.

Bislang ist Erdgas günstig, auch wenn der Gaspreis in den letzten beiden Jahren wieder angestiegen ist. Allerdings ist im Zuge der Klimapolitik mit einer Verteuerung zu rechnen, beispielsweise durch eine potenzielle Besteuerung von Kohlendioxid.

Der Gaspreis 2019

Schon gewusst?Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. veröffentlichte die durchschnittlichen Gaspreise für Anfang 2019 in Abhängigkeit von der Verbrauchsmenge:

Einfamilienhaus – Verbrauch 20.000 Kilowattstunden pro Jahr

Der Gas Preis von 6,16 Cent je Kilowattstunde stellt im Vergleich zum Vorjahrespreis von 5,81 Cent je Kilowattstunde einen Preisanstieg von 6 Prozent dar. Gaskunden bezahlen somit im Jahr rund 70 Euro mehr. In den Angaben sind jeweils die anteiligen Grundpreise schon enthalten.

Mehrfamilienhaus – Verbrauch 80.000 Kilowattstunden pro Jahr

Mit 5,56 Cent je Kilowattstunde legte dieser Gaspreis um 6,1 Prozent zu, denn der Vorjahrespreis belief sich auf 5,24 Cent je Kilowattstunden. Gaskunden bezahlen in diesem Fall insgesamt über 250 Euro jährlich mehr. Auch hier sind die anteiligen Grundpreise enthalten.

Die Gaspreise setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:

 20182019
Kosten für Beschaffung und Vertrieb
Einfamilienhaus2,77 Cent/kWh3,05 Cent/kWh
Mehrfamilienhaus2,57 Cent/kWh2,83 Cent/kWh
Netzentgelte
Einfamilienhaus1,53 Cent/kWh1,55 Cent/kWh
Mehrfamilienhaus1,25 Cent/kWh1,26 Cent/kWh
Umlagen und Abgaben
Einfamilienhaus1,49 Cent/kWh1,56 Cent/kWh
Mehrfamilienhaus1,40 Cent/kWh1,47 Cent/kWh

Während Kosten und Vertrieb von 2018 bis Anfang 2019 um mehr als 10 Prozent gestiegen sind, haben sich die Netzentgelte nur in geringem Maße erhöht. Der Anstieg der Umlagen und Abgaben ergibt sich aus der höheren Mehrwertsteuer. Steuern und Abgaben machen demnach bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden jährlich rund 25 Prozent aus, bei einem Jahresverbrauch von 80.000 Kilowattstunden steigt er auf 26 Prozent. Der Erdgaspreis erhöhte sich ebenfalls deutlich, nämlich um 29 Prozent: Während im Jahr 2018 durchschnittlich 22,32 Euro je Megawattstunde bezahlt werden mussten, waren es im Jahr 2017 noch 17,35 Euro je Megawattstunde.

Quelle: BDEW

Das bezahlen Sie alles mit dem Gaspreis

Gas PreisEine ganze Reihe der im Gasvertrieb anfallenden Kosten legen die Gasversorger auf Sie um. Dazu zählen beispielsweise:

  • Einkaufspreis für Gas und die Handelsspanne
  • Gewinnzuschlag für den Gasversorger
  • Kosten für Marketing und Vertrieb
  • Abgaben an die Gasnetzbetreiber
  • Steuern: Erdgassteuer, Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer
  • Abgaben für Förderung und Konzessionen

Wie viel Sie konkret für Ihr Gas bezahlen, hängt nicht zuletzt von der Preisgestaltung Ihres ausgewählten Versorgers ab. Können beispielsweise digital aufgestellte Discount-Gasanbieter mit schlanken Kostenstrukturen punkten, weil sie alle Vertriebsprozesse online erledigen, stellt sich die Situation bei den großen Konzernen anders dar. Sie unterhalten in der Regel eine deutlich größere Verwaltung und einen Vertriebsapparat, die die Kosten nach oben treiben – und Sie bezahlen das mit. Allerdings gibt es einige Positionen, auf die die Gasanbieter keinen Einfluss haben:

Die Steuern

Rund ein Viertel der Gaspreise gehen an den Fiskus: Einerseits fällt die Erdgassteuer an, die im Zuge der ökologischen Steuerreform Anfang der 2000er Jahre deutlich erhöht wurde. Die Bundesregierung will mit diesen Mitteln die Umsetzung der Ziele in puncto Klimapolitik finanzieren. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für einen sparsamen Umgang mit den Ressourcen und die Einsparung von Energie gestärkt werden. Ob die Vorstellung, dass ein höherer Gaspreis Sie als Verbraucher zum Sparen animiert, wirklich fruchtet, bleibt jedoch abzuwarten.

Diese Erdgassteuer ist eine Verbrauchssteuer, die Sie ganz alleine zu stemmen haben. Sie müssen diese nicht an den Bundeshaushalt abführen, das erledigt Ihr Gasversorger für Sie. Andererseits werden die Lieferungen von Erdgas und alle damit verbundenen Leistungen natürlich der Umsatzsteuer unterworfen, die Sie ebenfalls tragen. Die gängigen 19 Prozent auf den kompletten Gaspreis, also auch auf die anderen Steuern sowie die Abgaben, Umlagen und Entgelte, werden ebenfalls von Ihrem Gaslieferanten berechnet und an die zuständige Finanzkasse abgeführt. Alles in allem umfassen die anfallenden Steuern rund ein Viertel Ihres Gaspreises.

Die Abgaben an den Gasnetzbetreiber

Die Betreiber der jeweiligen Gasnetze erheben von Ihrem Gaslieferanten ein Entgelt für die Nutzung, die Messung und natürlich die Abrechnung. Allerdings variiert die Höhe dieses Netzentgeltes in Abhängigkeit von der Region und von der Absatzmenge. Diese Position nimmt mehr als ein Viertel der Gaspreise ein.

Weitere Preisanteile

VariantenDarüber hinaus führen die Gaslieferanten weitere Teile der Gaspreise ab, wie beispielsweise die Umlage zur Förderung des Anschlusses von Biogasanlagen ans Gasnetz. Diese fällt seit 2014 in einer einheitlichen Höhe an, obwohl die Zahl derartiger Anlagen regional unterschiedlich ist. Ziel ist es, die Verbraucher im gesamten Bundesgebiet gleich zu behandeln – und das unabhängig von der Verbreitung der Biogasanlagen. Die Höhe der Umlage wird jedes Jahr neu festgelegt.

Darüber hinaus werden die Kosten für die Mess- und Steuereinrichtungen, zu denen zum Beispiel auch Gaszähler gehören, finanziert. Eine weitere Position machen die Konzessionsabgaben aus, die die Kommunen für die Bereitstellung von Wegen berechnen. Diese Abgabe wird im ersten Schritt vom jeweiligen Netzbetreiber entrichtet, der den Aufwand jedoch umlegen darf.

Als Berechnungsgrundlage dienen die Wegenutzungsverträge, die zwischen Kommune und Netzbetreiber unter Berücksichtigung der in der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) festgelegten Höchstgrenzen vereinbart werden. Eine wichtige Variable ist neben der Zahl der Einwohner die Art des Gasverbrauchs: So fällt zum Beispiel für Gas für die Warmwasseraufbereitung und zum Kochen eine andere Abgabe an als bei Erdgas für Heizzwecke.

Gaspreis: Weitere Faktoren für die Gaspreisentwicklung

Über die individuelle Preisgestaltung der Gasversorger, die selbstverständlich an der Maximierung ihrer Gewinne interessiert sind, wirken sich weitere Faktoren auf die Preisentwicklung aus. Die Ölpreisbindung wurde zwar offiziell aufgehoben und der Gaspreis entwickelt sich teilweise auch vollkommen anders, aber eine komplette Entkopplung ist nach wie vor nicht gegeben – hier eine Zusammenfassung:

Die Ölpreisbindung: Was ist darunter zu verstehen?

GaspreisDas enge Zusammenspiel von Gas- und Ölpreis war bis vor wenigen Jahren deutlich zu erkennen: Veränderte sich der Preis für Heizöl, folgte der Gaspreis. Der zeitliche Abstand betrug in der Regel rund 6 Monate. Diese Entwicklung kam nicht von ungefähr, so wurde der Wettbewerb beeinflusst. Öl sollte nicht in Konkurrenz zum Erdgas treten, für das vielmehr ein Marktanteil erobert werden sollte.

Im Jahr 2010 schob der Bundesgerichtshof (BGH) dem Ganzen jedoch einen Riegel vor und verbot diese Art der Preisbildung. Ziel war es, die Benachteiligung der Verbraucher zu beenden. Darüber hinaus sollte in diesem Zuge die Belastung durch die Preisbestandteile, die sich umlegen lassen, gesenkt werden.

Der Ansatz war eine gute Idee, allerdings bezog sich das Urteil des BGH nur auf das Ende der langen Lieferkette – und auch das nicht ohne Grund: Mussten Verbraucher früher eine sogenannte Preisanpassungsklausel vereinbaren, hatte der BGH diese zwischenzeitlich für ungültig befunden. Die auf sehr lange Sicht ausgelegten Gaslieferverträge waren hingegen gar nicht Gegenstand der Verhandlungen, existieren diese doch teilweise schon seit den 1960er Jahren. Damit kann der Gaspreis de facto gar nicht komplett vom Erdölpreis entkoppelt werden. Allerdings dürfen die Gasversorger seither die Ölpreisentwicklung nicht mehr zur Begründung einer Gaspreiserhöhung anführen, woran sie sich in der Regel auch halten.

Marktmechanismen: Was bewegt den Gaspreis?

Als Preistreiber erweisen sich immer wieder die staatlichen Abgaben, also die Umlagen, Entgelte und Steuern. Darüber hinaus hängen die Gasversorger von den Rahmenbedingungen ab – und hier gilt das Spiel von Angebot und Nachfrage. Steigen die Gaspreise bei einzelnen Anbietern, ziehen die anderen weitestgehend nach, um ihr Potenzial auszuschöpfen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Herkunft des Gases: Während Erdgas relativ günstig ist, da das Angebot die Nachfrage deutlich übersteigt, kostet Biogas in der Produktion meist deutlich mehr. Mit der Entscheidung für ein solches Gasprodukt leisten Sie jedoch einen wichtigen Beitrag für die Umwelt und nicht zuletzt für die Umsetzung der politisch beschlossenen Energiewende.

Setzen Sie den Gaspreisvergleich ein, um nicht nur die Anbieter von Biogas zu selektieren, sondern auch den günstigsten Gasversorger auszuwählen. Den Anbieterwechsel können Sie direkt einleiten.

Prognose zur weiteren Entwicklung der Gaspreise

AchtungEs scheint sich eine Trendwende zu etablieren: Nachdem die Gaspreise seit 2012 kontinuierlich gesunken waren, ziehen sie seit 2018 wieder an. Die Gasanbieter haben längst reagiert, wie Sie vielleicht selbst erfahren haben. Künftig müssen Sie sich auf weitere Anpassungen einstellen, die in erster Linie politische Ursachen haben dürften. Die Ölpreisbindung spielt keine Rolle mehr, trotzdem wirken sich die langfristigen Lieferverträge noch aus. Das Angebot ist stabil, im Gegenteil, die enormen Vorkommen an Schiefergas, die per Fracking ausgeschöpft werden, setzen die Förderer von konventionellem Erdgas gehörig unter Druck.

Die Gasreserven sollen für weitere 250 Jahre ausreichen, sollten wir das aktuelle Verbrauchsniveau beibehalten. Und doch gibt es Faktoren, die die Gaspreise in die Höhe treiben können: Zum einen können sich geopolitische Krisen auswirken, zum anderen die Entwicklung der Konjunktur und damit der Nachfrage. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass die Klimapolitik für eine Preiserhöhung sorgt, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren.

Mit dem Gasanbieterwechsel die privaten Gaspreise beeinflussen

Alle Fakten sprechen dafür, dass der Gaspreis in den nächsten Jahren weiter steigen wird – wobei eine Verknappung hier keine Rolle spielen wird. Sie können als Verbraucher am Verhältnis von Angebot und Nachfrage nichts ändern, aber durchaus am Gaspreis, den Sie an Ihren Versorger zahlen sollen: Spätestens mit dem Eingang des Informationsschreibens, das Ihnen Ihr Gaslieferant bei einer geplanten Preiserhöhung rechtzeitig zukommen lassen muss, sollten Sie daher den Gasvergleich einsetzen und nach einer Alternative suchen.

Alternativ überprüfen Sie einmal jährlich – am besten rechtzeitig vor dem möglichen Kündigungstermin – die aktuelle Situation am Gasmarkt. Sie haben dazu nur wenige Informationen in unseren Gaspreisvergleich einzugeben, schon erhalten Sie ein erstes Ergebnis. Stellen Sie den Gasvergleich individuell auf Ihre Ansprüche ein, erhalten Sie nur noch die Gasangebote angezeigt, die wirklich zu Ihren Vorstellung passen. Der Gasanbieterwechsel ist vollkommen unkompliziert. Sie finden hier alle relevanten Informationen und ausführliche Anleitungen, um nachhaltig am Gaspreis zu sparen.