Woke

Udo Di Fabios neues Buch
:Mut zur Freiheit statt Bevormundung

Der Ex-Verfassungsrichter Udo Di Fabio diagnostiziert eine „Verfeindlichung“ der Gesellschaft, an der auch die überzogene Selbstgewissheit der „linken Elite“ schuld sei. Sein Gegenrezept ist freilich bedenkenswert.

SZ PlusRezension von Wolfgang Janisch

Medien
:Ein Ende, zermürbt vom Zeitgeist

Harald Martenstein, „Zeit“-Kolumnist und Lieblings-Störfaktor progressiver Zeitungsleser, wechselt nach 24 Jahren zu „Bild“. Ob er dort wieder wild und verwegen wird?

SZ PlusVon Stefan Niggemeier

Polarisierung
:„Adorno hätten Sie problemlos als ‚Querdenker‘ ansprechen können“

Der Philosoph Ralf Konersmann findet, unserer Gesellschaft ist ein guter Umgang mit Außenseitern abhandengekommen. Er wünscht sich mehr echte Vielfalt und Verrücktheit.

SZ PlusInterview von Max Florian Kühlem

Wokeness
:Linke Arroganz und rechte Propaganda

Wenn Leser über Wokeness diskutieren, wird es sehr grundsätzlich und eher heftig: Werden die Linken diffamiert von rechts oder verrennen sie sich?

USA
:Die Schriftart „Calibri“ – zu woke für den US-Außenminister

Marco Rubio ordnet an, in offiziellen Dokumenten wieder „Times New Roman“ zu verwenden. Damit will er den „äußeren Anstand wiederherstellen“. Was hat Typografie mit politischer Überkorrektheit zu tun?

Von Alexander Menden

Rassismus im Theater
:Ist „Othello“ überhaupt noch spielbar?

Das Hamburger Schauspielhaus hat Bilder historischer Inszenierungen gezeigt, in denen Blackfacing vorkam – und musste sich entschuldigen. Sensibilität ist gut, aber sie sollte ungerechte Strukturen treffen, nicht einzelne Stücke und Künstler.

SZ PlusVon Christine Dössel

MeinungGesellschaft
:Die woke Bewegung ist gescheitert. Daran ist sie auch selbst schuld

Mit ihrer belehrenden Art haben die Aktivisten der linken Identitätspolitik einen gewaltigen Backlash bewirkt. Während sie die Mitte der Gesellschaft verloren haben, hat die Rechte ihre erfolgreichsten Wahlkampfthemen für sich entdeckt.

SZ PlusKommentar von Sara Maria Behbehani

Umgang mit der AfD
:Wer Lügner überführen will

Warum schützt die Union sich und die AfD vor den Zumutungen der Wirklichkeit? Zeit, dass die Konservativen in diesem Land die Rechtsextremen in die Verantwortung nehmen.

SZ PlusEssay von Claudius Seidl

MeinungWissenschaft
:Auf die Qualität von Studien sollte es ankommen, nicht auf die Identität der Autoren

Ein Editorial im Fachjournal „Nature Reviews Psychology“ zeigt exemplarisch, wie das Ideal einer weltanschaulich neutralen Wissenschaft ausgehöhlt wird.

Kommentar von Sebastian Herrmann

Konferenz zum Backlash
:Schuld an Trump? Angst und Lustgewinn

In Basel versucht die Prominenz der Kritischen Theorie, sich den Aufstieg autoritärer Tendenzen zu erklären. Ihre Debatte um Sockenschubladen, Elektrobagger und Ängste zeigt aber auch: Ideen, wie der Entwicklung begegnet werden kann, sind rar.

SZ PlusVon Andreas Tobler

Debatte
:Die Regeln des Kulturkampfs sind dabei, sich zu verändern

Canceln? Können nicht nur die Woken. Ein Blick in die USA zeigt: In der Auseinandersetzung darüber, was sagbar ist und was nicht, betreibt die Rechte eine interessante Form der kulturellen Aneignung.

SZ PlusGastbeitrag von Thomas Chatterton Williams

Demokratie
:„Identitätspolitik verlangt viel von uns. Das muss sie auch“

Der Einsatz für benachteiligte gesellschaftliche Gruppen hat sich für die Linke nicht gelohnt und nur der Rechten Stimmen eingebracht. Oder? Der Philosoph Karsten Schubert sieht das anders.

SZ PlusInterview: Sebastian Gierke

Eva Illouz
:„Die Linke ist einem Gefühl der moralischen Überlegenheit erlegen“

Der Kulturkampf tobt derzeit so heiß wie noch nie. Die Soziologin Eva Illouz im Gespräch darüber, wie es ihrer Ansicht nach dazu kommen konnte.

SZ PlusInterview von Andreas Tobler

Wahl zur Deutschen Weinkönigin
:Kulturkampf in den Weinbergen

Ein Mann als Weinmajestät? Für Kritiker ist das der Gipfel der Wokeness. Und doch treten dieses Jahr zur Wahl der Deutschen Weinkönigin auch zwei Männer an. Levin McKenzie und der Kampf um das Krönchen.

SZ PlusVon Kathrin Wiesel-Lancé (Text) und Thomas Pirot (Fotos)

Glosse
:Das Streiflicht

Kürzlich erschien ein komischer Vogel am Ufer des Titisees, und man wird ja wohl noch fragen dürfen, woher er kommt und was er in Deutschland vorhat?

SZ Plus

Roman
:Was alles besser geworden ist

Jochen Schmidt mag Listen. Und zum dritten Mal erzählt der Schriftsteller nun schon aus dem Leben des hypersensiblen Ex-Ostdeutschen Richard Sparka. Man muss ihn einfach lieben.

SZ PlusGastbeitrag von Michael Maar

Debatte
:Was sind schon Argumente?

Die eigene Position verabsolutieren, sich eine andere nicht mal anhören und sich lieber aufregen? Wenn all das auf die „Woken“ zutreffen soll, dann trifft es erst recht auch auf deren Kritiker zu – prominent demonstriert das nun etwa ein Comedian.

SZ PlusGastbeitrag von Armin Nassehi

MeinungDebatte
:Die Epoche der Wokeness ist vorbei. Der Kulturkampf geht gerade erst richtig los

Wer heute gegen den Strom des Zeitgeists schwimmen möchte, verteidigt die Wokeness. Ein Hoch auf Gendern, Intersektionalität, Safe Spaces.

SZ PlusEin Essay von Philipp Bovermann

MeinungKünstliche Intelligenz
:Dies wird kein wirtschaftlicher Aufbruch. Dies wird ein Kulturkampf

Früher legten die USA Wert darauf, Ideale in der Welt zu verbreiten. Nun verkündet Donald Trump, warum er die KI entfesseln will – um diese Ideale zu besiegen.

SZ PlusKommentar von Andrian Kreye

Debattenkultur
:Komm, hol das Lasso raus

Freibadplakate, Indianerspiele, Spielplatzschilder: Es wird viel debattiert gerade in Deutschland. Aber zu Konsens führt das nicht. Warum?

SZ PlusVon Gerhard Matzig

Absurde Debatte um Spielplatz-Schilder
:Los, Kinder, wir gehen auf die Aktionsfläche!

In Köln sollen Spielplätze nicht mehr „Spielplatz“ heißen. Der Begriff sei ausgrenzend. Wer denkt sich eigentlich so was aus? Ein Wutausbruch.

SZ PlusVon Gerhard Matzig

Gerichtsurteil
:Ein Kinderhort unter der Flagge des Regenbogens

Eine Betreuungseinrichtung in Berlin wehrt sich vor Gericht gegen die Forderung von Eltern, dass die Flagge abgehängt wird. Mit Erfolg: Das Symbol der LGBTQ+-Community verstößt nicht gegen das Neutralitätsgebot.

Von Ronen Steinke

Krise der Demokratie
:Deutschland braucht eine verbindende Idee

Seit dem Börsencrash 2008 dominiert Antipolitik die Agenda – von rechts genauso wie von links. Ein Vorschlag, wie das Land wieder vor die eigene Zukunft kommen kann.

SZ PlusGastbeitrag von Heinz Bude

Politische Kultur
:Der Zeitgeist wandert nach rechts

Das merkt man nach Taten wie in Aschaffenburg selbst in eher liberalen Milieus. Ein Plädoyer, sich zu hinterfragen – und Widersprüche auszuhalten.

SZ PlusEssay von Philipp Bovermann

Davos
:Milei hält Brandrede gegen „Wokeness“

Der argentinische Präsident schockiert mit seinem Auftritt beim Weltwirtschaftsforum. Man könnte das als Spinnerei abtun, wenn er nicht so viele Anhänger gefunden hätte.

SZ PlusVon Kathrin Werner

MeinungPolitischer Diskurs
:Kulturkampf? Nein, Kampf der Unkulturen

Linke keifen gegen Linke, und die Rechten triumphieren. Die „politische Korrektheit“, von ihren Gegnern zum allmächtigen Monstrum aufgeblasen, hat gewaltigen Schaden angerichtet.

SZ PlusEssay von Joachim Käppner

SZ-Podcast „Auf den Punkt: Die US-Wahl“
:Zu „woke“ und zu abgehoben? Warum die Demokraten verloren haben

Warum Trump gewonnen hat, wurde bereits umfassend analysiert – aber warum hat Harris eigentlich verloren? Wie schlecht ist es um die Demokraten bestellt?

Von Stefan Kornelius, Nadja Schlüter

Donald Trump und sein Schattenkabinett
:Wie man sich totlacht

„Woke“? Zum Teufel! Das westliche Modell von der integrativen Gesellschaft zerschellt an der Wirklichkeit. In den USA, aber auch in Deutschland.

SZ PlusEssay von Hilmar Klute

ExklusivRücktritte und Kündigungen bei der Allianz Foundation
:Keine Allianz fürs Leben

Die Allianz Foundation ist eine der progressivsten Unternehmensstiftungen Deutschlands. Doch seit der Konzern die Leiterin Esra Küçük fallen ließ, fragen sich viele: Ist das Engagement der Stiftung der Versicherung zu heikel geworden?

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

„Alter weißer Mann“ im Kino
:Fühlt sich so real an

Simon Verhoeven schickt Jan Josef Liefers auf einen komödiantischen Wokeness-Parcours voller Fettnäpfchen. Merke: Als „Alter weißer Mann“ fühlt man sich nie selbst.

SZ PlusVon Josef Grübl

Anti-Woke-Bewegung in den USA
:Harley-Davidson knickt vor rechtem Aktivisten ein

Der US-Motorradhersteller sah sich einer Kampagne ausgesetzt. Der Vorwurf: zu viel „woke“ Initiativen und Engagement für Minderheiten. Und das Unternehmen? Will sich jetzt mal wieder auf Motoren konzentrieren.

Von Oliver Klasen

Jens Balzers Essay „After Woke“
:Moralischer Bankrott

Der Journalist Jens Balzer bilanziert ungnädig das Versagen der angeblich achtsamen Linken nach dem 7. Oktober. Einen ihrer Grundgedanken will er aber bewahren. Kann das gutgehen?

SZ PlusVon Felix Stephan

Deutscher Alltag
:Franziskus und das Eins-Null-Denken

In Deutschland halten nicht wenige Menschen den Papst für einen Reaktionär. Das US-Magazin "Newsweek" sieht in ihm dagegen einen woken Reformer. Über die Subjektivität von Wahrnehmung.

SZ PlusVon Kurt Kister

Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften
:Alles "woke"? Wie sich ein Verein für kritisches Denken selbst zerlegt

In der Skeptiker-Gruppe GWUP tobt ein heftiger Richtungsstreit darüber, ob man von bestimmten Themen besser die Finger lässt - weil sie zu politisch sind.

SZ PlusVon Markus C. Schulte von Drach

MeinungGroßbank JP Morgan
:Eine Festung gegen den rechten Kulturkampf

Der wohl mächtigste Banker der Welt verteidigt die Bemühungen um Vielfalt in Unternehmen gegen wachsende Angriffe von rechts. Das ist ermutigend.

SZ PlusKommentar von Meike Schreiber

USA
:Diversität? Halten sie für "woken" Unsinn

Konservative Aktivisten und prominente Unternehmer wie Elon Musk haben ein neues Feindbild entdeckt: Firmen, die sich für mehr Vielfalt einsetzen. Jetzt wollen sie deren Errungenschaften zurückdrehen.

SZ PlusVon Ann-Kathrin Nezik

Youtube-Show "The Dinosaur Hour"
:Was ist los mit John Cleese?

Manchmal ist man schon froh, wenn einer auf dem Weg in den Rechtsradikalismus gerade noch die Kurve gekriegt hat: der britische Komiker und seine neue Show "The Dinosaur Hour".

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

Wokeness
:Aufgewacht im Kulturkampf

Ein kleines Café in Connecticut erzürnt Konservative mit seinem Namen. Dabei hatte "Woke Breakfast & Coffee" gar keine politischen Hintergedanken.

Von Kathrin Werner

50 Jahre deutscher Playboy
:„Wir triggern Männerträume“

Der deutsche „Playboy“ feiert 50. Geburtstag. Geschäftsführerin Myriam Karsch und Chefredakteur Florian Boitin über prominente Nackte, gesellschaftliche Tabus und die Frage, wie woke der Playboy ist.

SZ PlusInterview von Anna Ernst und Harald Hordych

Oktoberfest
:Die woke Wiesn

Keine sexistischen Lieder und anstößigen Dekorationen mehr, nachhaltige und vegane Küche, viele Angebote für die schwule und lesbische Community: Wie sich das Oktoberfest wandelt - und warum.

Von Franz Kotteder

Axel Springer
:Schuler wird's zu bunt

Wird die "Bild" zu "woke"? Der Leiter des Parlamentsbüros empfindet das so - und kündigt mit einem Brandbrief.

Von Moritz Baumstieger und Anna Ernst

Diskriminierung und Sprache
:Warum niemand mehr "woke" sein will

Das Adjektiv "woke" hat seit seiner Entstehung einiges mitgemacht. Der Linguist Anatol Stefanowitsch erklärt, wie ein Widerstandsbegriff der schwarzen Bürgerrechtsbewegung zum Schmähwort werden konnte.

SZ PlusInterview von Violetta Simon

Tesla-Chef
:Elon Musk nennt US-Demokraten Partei des Hasses

Der Tech-Milliardär wettert gegen die "Woke"-Kultur und will nun die Republikaner wählen. Erst kürzlich hat Musk suggeriert, er habe seinen Standpunkt nie geändert - die Linke sei extremer geworden. Studien jedoch widersprechen dem Eindruck.

Interview mit John McWhorter über sein Buch "Woke Racism"
:"Warum bin ich plötzlich der Böse?"

Der Linguist John McWhorter wirft der neuen Linken in seinem Buch selbstgerechten Moralismus vor. Ein Gespräch über Rassismus, Rechtschaffenheit und den Unterschied zwischen Gesten und Handlungen.

SZ PlusInterview von Sebastian Moll

MeinungUnternehmen
:Der woke Kapitalismus

Unternehmen geben sich heute nach außen gerne weltoffen, klimafreundlich, frauenfördernd, divers. Ein schlauer Trick, um von eigenen Missständen abzulenken. Was jetzt passieren müsste - und wie echte Veränderung aussehen könnte.

SZ PlusEssay von Bernd Kramer

Woke-Debatte in England
:Nicht lustig

Der Feind steht links: Wie ausgerechnet die legendären "Monty Pythons" ins Räderwerk der neuen, englischen Humorlosigkeit geraten.

SZ PlusVon Michael Neudecker

MeinungLiteratur
:Hilfe, wir sind nicht woke genug

Darf man eine Erzählung, in der Gewalt beschrieben wird, noch drucken? Geht ein Roman, in dem ein Reaktionär reaktionäres Zeug redet, in Ordnung? In Verlagen greift die Angst um sich, zum Gegenstand aggressiver Identitätsdebatten zu werden.

SZ PlusVon Hilmar Klute

Debatte um Meinungsfreiheit
:Schneeflöckchen gegen Schnee von gestern

Wie der Streit über die neue moralische Sensibilität zur kulturellen Revolution führt - und wie man die sich immer weiter verhärtenden Fronten wieder zusammenführen könnte.

Von Jens-Christian Rabe

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