Kernkraftwerk Krümmel
Vattenfall

Atomausstieg bringt weiteres Milliardenrisiko

Vor dem Schiedsgericht in Washington klagt der Atomkonzern Vattenfall auf Schadenersatz. Für einen Kompromiss scheint es zu spät.

Von Michael Bauchmüller und Claus Hulverscheidt, Berlin/New York

Uniper
Atomkraft

Stromkonzerne ziehen Klagen gegen Regierung zurück

Die Akw-Betreiber wollten Schadenersatz in Millionenhöhe. Nun verzichten sie plötzlich. Dahinter steckt keine neue Einsicht, sondern ein Deal mit der Politik.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Energiekonzerne

Zu hohe Ansprüche

Die Stromversorger hatten sich offenbar mehr von dem Urteil versprochen. Wegen der Energiewende brauchen sie gerade dringend Geld.

Von Varinia Bernau

Karlsruhe

Atomausstieg war verfassungsgemäß

Das höchste Gericht billigt den Stromkonzernen aber Entschädigungen für entgangene Gewinne zu.

Von Michael BAUCHMüLLER und Wolfgang JANISCH, Karlsruhe

Kernkraftwerk Isar II
Gerichtsurteil

Verfassungsgericht: AKW-Betreibern steht Entschädigung für Atomausstieg zu

Der deutsche Ausstieg aus der Atomenergie ist rechtens, entschieden die Richter. Die Betreiber können sich nun allerdings Hoffnungen auf Entschädigungen machen.

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Leserdiskussion

Entschädigung für Atomausstieg: Billigen Sie das Gerichtsurteil?

Laut Urteil des Verfassungsgerichts steht den Energiekonzernen wegen des beschleunigten Atomausstiegs nach der Katastrophe von Fukushima eine "angemessene" Entschädigung zu. Eon, RWE und Vattenfall hatten den Bund verklagt.

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CSU peilt Atomausstieg 2022 an
Bundesverfassungsgericht

Atomausstieg - rechtmäßig oder nicht?

Eon, RWE und Vattenfall sehen sich durch die Abschaltung ihrer Kernkraftwerke enteignet. Sie fordern eine Entschädigung in Milliardenhöhe.

Von Wolfgang Janisch, Karlsruhe

Ausstieg

Sechs Jahre noch

Kaum ein anderes Thema hat die Republik derart gespalten wie die Atomkraft. Ihre Abwicklung kommt jetzt langsam voran.

Von Michael Bauchmüller

Energieversorgung

Nicht ganz so schlimm

Der Boom der erneuerbaren Energie hat RWE wirtschaftlich zugesetzt. Im Oktober hat der Konzern deshalb seine Ökostromtochter an die Börse gebracht. Aber reicht das?

Von Varinia Bernau, Düsseldorf

Eon

Projekt Phoenix

Wie der Stromkonzern Eon trotz knapper Kassen seinen Weg in der neuen Energie-Industrie finden will.

Von Varinia Bernau, Düsseldorf

Kernkraftwerk Grohnde
Versorgungsunternehmen

Eon verunsichert Mitarbeiter mit neuem Sparprogramm

Es läuft nicht gut für den Energiekonzern Eon. Ein Sparprogramm soll helfen. Doch was bedeutet das für die Mitarbeiter?

Von Varinia Bernau

Energie

Kohle für den guten Zweck

Energie-Unternehmen wie RWE, Eon, Vattenfall und Shell haben über Jahre hinweg die Geologen des Bundes für sich forschen lassen. Mehr als eine halbe Million Euro ist seither für entsprechende Personalausgaben geflossen.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Vattenfall

Ökomann

Gunnar Groebler fördert die grüne Energie bei dem schwedischen Energiekonzern. Der Hamburger will das Image des früheren Atomstromanbieters ändern.

Von Michael Bauchmüller

Sprengung Förderbrücke in Cottbus
Braunkohlekraftwerke

Die Deutschen werden den Braunkohle-Deal noch teuer bezahlen

Vattenfall verkauft seine Braunkohle-Sparte nach Tschechien - und stiehlt sich aus der Verantwortung.

Kommentar von Michael Bauchmüller

Braunkohletagebau Jänschwalde
Braunkohle

Vattenfall darf Braunkohlesparte nach Tschechien verkaufen

Die schwedische Regierung hat dem Deal zugestimmt. Die Tagebaue und Kraftwerke in der Lausitz dürfen nun wie geplant an den Versorger EPH gehen.

LausitzWagner2
jetzt
Kraftwerkbesetzung in der Lausitz

Wegen der Kohle ins Gefängnis

Am Wochenende besetzten Demonstranten ein Kohlekraftwerk in der Lausitz. Eine Teilnehmerin schreibt über ihre Festnahme und die Nacht auf einem überfüllten Polizeirevier.

Activists Protest Coal Energy At Welzow Mine
Vattenfall

Kritik an Kohle-Aktivisten

Nach dem Sturm auf das Gelände eines Kraftwerks wirft der Energiekonzern Vattenfall den Aktivisten vor, die Büchse der Pandora geöffnet zu haben.

Proteste gegen Braunkohle in der Lausitz 10 Bilder
Bilder
Braunkohle

Aktivisten bringen Kohlekraftwerk fast zum Stillstand

Hunderte Braunkohlegegner blockierten den Nachschub für den Meiler in der Lausitz. Politiker sprechen von "Rechtsbrechern", die für Unfug demonstrieren.

Atommüll
Atomrückstellungen

Die Atomkonzerne kaufen sich frei

Der Fonds für die Altlasten der Atomenergie bricht fundamentale Prinzipien. Für 23,3 Milliarden Euro könnten die Unternehmen ihr Risiko an den Staat loswerden. Dennoch wäre die Lösung das geringste Übel.

Kommentar von Michael Bauchmüller

Atomkraftwerk Ohu bei Landshut Bayern Deutschland Nuclear power plant
Energiewende

Atomkonzerne sollen 23 Milliarden Euro für Atomausstieg bezahlen

Wenn die Konzerne die Milliarden in den Fonds überwiesen haben, übernimmt der Staat die Verantwortung - und damit auch alle Risiken.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Vattenfall

Baggern für die Kohle

Vattenfall hatte zuletzt wenig Freude am Braunkohlegeschäft in der Lausitz. Nun haben die Schweden einen Käufer gefunden, der dort trotzdem Geld verdienen will.

Von Michael Bauchmüller und Varinia Bernau, Düsseldorf

Braunkohletagebau Welzow
Tagebau

Vattenfall schlägt Lausitzer Braunkohlegeschäft an Tschechen los

Der tschechische Versorger EPH hofft auf steigende Strompreise nach dem Atomausstieg. Beobachter sorgen sich, dass am Ende der Staat für die Renaturierung zahlen muss.

Von Michael Bauchmüller und Varinia Bernau

Vattenfall

Braunkohle vor Verkauf

Der tschechische Versorger EPH ist offenbar Favorit für die Übernahme des Tagebaus und der Kraftwerke von Vattenfall.

Von Michael Bauchmüller und Varinia Bernau, Berlin

Kommentar

Ein "Weiter so" ist gefährlich

Deutschland muss sich von der Braunkohle verabschieden, aus ökologischen und aus ökonomischen Gründen. Und das ziemlich schnell, damit die Menschen sich auf die Zeit danach vorbereiten können.

Von Varinia Bernau

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Ihr Forum

Atomausstieg: Wer muss die Kosten tragen?

Durch den Atomausstieg 2011 seien den AKW-Betreibern Eon, RWE und Vattenfall Umsätze in Höhe von 120 Milliarden Euro entgangen. Nun verlangen sie Entschädigungen. Über das "Restrisiko" entscheidet allein der Staat - muss er dennoch für die wirtschaftlichen Einbußen aufkommen?