Ihre Flucht hat drei Journalisten nach München geführt. Früher lebten und arbeiteten sie in Uganda, Somalia und Syrien. In einer wöchentlichen Kolumne schreiben sie, welche Eigenarten der neuen Heimat sie mittlerweile übernommen haben.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Was ein Münchner Kindl zum Schlafen braucht
Mit einer Gute-Nacht-Geschichte und viel Ruhe bringt unser Autor seine Tochter ins Bett. In seiner alten Heimat Syrien würde das Abendritual komplett anders aussehen.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Warum? Und warum ich?
Unser Autor wird von einem Mann angegriffen, der sich als Polizist ausgibt und ihm ins Gesicht schlägt. Über einen Tag im Juli, der ein Gefühl von Ungewissheit zurückgelassen hat.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Nur nicht auf der Leitung stehen
Sauberes, klares Wasser, das hinter einer Hauswand aus einem Metallhahn ins Glas strömt? Über die Entdeckung einer zunehmend bedrohten Selbstverständlichkeit.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Der Ball ist bunt
In Syrien galt Fußball einst als strafwürdige Sünde – und brachte unseren Autor in Lebensgefahr. Dabei hat so ein WM-Turnier viel Gutes, etwa um den Erdkunde-Unterricht zu bereichern.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Odanzt is!
Beim Tanzen gelingt oft, woran politische Debatten scheitern. Man möchte die Amtsträger allesamt dazu animieren, sich afrikanisch-bayerischen Rhythmen hinzugeben.
Neuer „Typisch Deutsch“-Autor
:„Sie suchen dich, geh jetzt“
Sieben Jahre war der jemenitische Kameramann und Redakteur Mutasem Al-Hetari auf der Flucht. Nun kann er wieder seinem Beruf nachgehen, auch als Kolumnist für die SZ.
10 Jahre „Typisch deutsch“
:„Can I write for you guys?“
Diese Frage stellte ein geflüchteter Journalist vor zehn Jahren der SZ-Redaktion. Nach 550 Kolumnen von sechs Autorinnen und Autoren mit Einblicken und Eindrücken aus verschiedenen Kulturen lautet die Antwort einmal mehr: unbedingt! Ein Rückblick.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Das Leder rollt weiter
Unser neuer Autor hätte sich einen Erfolg der deutschen Elf gewünscht. Wie der Weg von einer Kugel aus Stofffetzen in Jemen zu einer Fußballmannschaft in Bayern helfen kann, das WM-Aus leichter zu nehmen.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Vom Leben und Überleben
Wenn die Münchner über den heißen Sommer klagen, muss sich unser Autor ein Lächeln verkneifen. Wer in Syrien gelebt hat, ist Hitzewellen in größeren Dimensionen gewohnt.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Darf’s sonst noch etwas sein?
Die Bäckerei war schon immer mehr als nur ein Ort, an dem Brot verkauft wird. Sie erzählt viel über die Geschichte eines Stadtviertels, dessen Bewohner – und deren Gemüt.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Gräber statt Gräben
Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie ähnelt sich: Was einen Friedhof für gefallene deutsche Soldaten in Algerien mit unserem Autor und dessen Weg nach München verbindet.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Durch Markt und Bein
Ein kleines Geschäft im Münchner Umland wird zum Auslöser einer Erinnerung an einen zerstörten Laden in Südsudan und hilft dabei, ein altes Trauma zu verarbeiten.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Ausgestochen gut
Die Spargelzeit setzt gängige Regeln außer Kraft. Plötzlich dreht sich alles um Konsistenz, Herkunft und Zubereitung einer kostspieligen Gemüseart. Sparsamkeit kommt jedenfalls nicht von Spargel.
Exilsyrer in München und Bayern
:„Ich kann dort meine Meinung nicht frei äußern“
Nach der Assad-Diktatur endeten viele Grausamkeiten in Syrien. Doch das Miteinander im neuen Staat gestaltet sich schwierig. Syrer aus München und Bayern blicken ganz unterschiedlich auf die Situation.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Warum Diebstahl Kulturgut sein kann
Unser Autor begleitet einen Burschenverein beim Maibaum-Klauen. Über eine komplizierte Aktion im Dunklen, nachts in Kirchseeon.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Rote Rosen oder lieber ein Huhn?
Münchner schenken zu jedem Anlass die passenden Blumen. In Uganda, der Heimat unserer Kolumnistin, kommen Gäste eher mit praktischen Dingen. Die können auch schon mal lebendig sein.
MeinungSZ-Kolumne Typisch deutsch
:Die Champions League: ein Modell für Globalität
Kompany oder Vinícius Júnior? Der FC Bayern bezwingt Real Madrid. Beide Teams eint, dass sie Fußballer aus fast allen Kontinenten integrieren – und zu den Besten formen. Davon sollte man sich etwas abschauen.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Büromeo und Julia – ein Tabu?
Wenn es um Liebe am Arbeitsplatz geht, sind die Deutschen auffällig diskret. Doch eines Tages setzt sich fast immer die Romantik gegen die Professionalität durch.
Syrischer Geflüchteter bei al-Sharaas Besuch in Berlin
:„Ich verspürte etwas, das der verloren geglaubten Würde ähnelte“
Unser Autor begegnet dem Präsidenten Ahmad al-Sharaa bei dessen Gastbesuch in Deutschland. Über ein Treffen zweier, die sich in ihrer Heimat einst vor dem Regime verstecken mussten.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Ich kandidiere? Ich kandidierte!
Soll man sich als Somalier im Großraum München zur Kommunalwahl aufstellen lassen? Gedanken von unserem Autor, der aus der Unterdrückung flüchtete – und in einer Demokratie ankam.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Vom Maximator zum Terminator
Das Starkbierfest während der Fastenzeit ist subtiler als die Wiesn. Die Kunst besteht im klugen Umgang mit dem hochprozentigen Gebräu. Und die beherrscht nicht jeder.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Fußball, Flucht und Freiheit
Der Bolzplatz ist ein Raum, wo die Sorgen des Alltags für ein paar Stunden verdrängt werden. Man läuft, lacht, lamentiert – und kommt anschließend nach Hause, als kehre man zurück von einer kleinen Reise. Eine Liebeserklärung.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Vier Kinder? Dein Ernst?
Großfamilien findet man in München heutzutage so selten wie günstige Mietwohnungen. Unser Autor kennt ganz andere Verhältnisse, etwa bei seinem Bruder und dessen 13 Sprösslingen.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Ein Land, erklärt mit Bananen
In Münchens Obstregalen zeigt sich der deutsche Anspruch an Vielfalt. Das kann einen beim Einkaufen im Supermarkt überfordern – oder in neuen Gedanken fruchten.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:#Söderisst trifft #Syrerisst
Unser Autor begegnet dem bayerischen Ministerpräsidenten bei der Sicherheitskonferenz und berichtet ihm von seinen eigenen kulinarischen Vorlieben.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Ein Syrer blickt auf eine bayerische Tradition
Vor zehn Jahren kam unser Autor als Geflüchteter im Osten von München an. Inzwischen würde er sich nicht mehr so bezeichnen, sondern als jemand, der vieles anders sieht als einst.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Hauptsache blau
Manche Deutsche haben Angst vor Menschen mit dunkler Hautfarbe? Höchste Zeit, über Ängste von Neuankömmlingen zu sprechen, wenn sie am Hauptbahnhof von Besoffenen angepöbelt werden.
MeinungSZ-Kolumne Typisch deutsch
:Elternsein in Deutschland: Mama, die Erstklässlerin
Als alleinerziehende Mutter fühlt es sich bisweilen an, als sei man selbst wieder ein Schulkind. Muss dieser Druck sein? Warum lässt man den Kindern nicht mehr Freiheiten?
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:In Damaskus wird jetzt auffällig häufig Deutsch gesprochen
Millionen Syrer haben in den vergangenen Jahren in Deutschland gelebt, gelernt und gearbeitet. Für viele ist Deutsch Teil ihres Alltags, ihrer Identität - und damit kehren sie nun zurück.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Tanzen kennt keine Behinderung
Die Scheu vor Menschen mit einer Behinderung ist manchmal groß, wohl weil sie im Alltag kaum sichtbar sind. Das müsste nicht so sein. Es gibt Möglichkeiten, in Kontakt zu kommen.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Wir spenden, aber bitte mit Beleg
Wenn in Deutschland an Bedürftige gespendet wird, handelt es sich meist um eine Mischung aus Mitgefühl und Buchhaltung. Warum das viel Gutes über dieses Land und seine Menschen sagt.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Die funkelnden Nebenfiguren der Bratwurstwelt
Zwiebeln und Currypulver spielen in den Münchner Weihnachtsmarkt-Grillbuden zu selten eine Rolle. Dabei machen sie das geröstete Mahl zum wahren Gaumenschmaus.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Marmor, Stein und Stahlwolle
Wer nie gelernt hat, sich im Haushalt zu betätigen, dem steht in höherem Alter ein beschwerlicher Nachholprozess bevor: mit allerlei Scherben und angekokelten Töpfen.
Syrer in München
:„Der Wiederaufbau ist schwerer als die Befreiung“
Ein Jahr nach dem Sturz des Assad-Regimes versammeln sich 3000 Menschen am Denkmal der Weißen Rose in München. Begegnungen mit Exil-Syrern, die ihr einstiges Heimatland vor noch größeren Herausforderungen sehen.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Stille Nacht, eilige Nacht
Beim Einkauf von Weihnachtsgeschenken lassen sich zwei Strategien unterscheiden: Langzeitplanung – und auf den letzten Drücker. Unsere Autorin erklärt, warum sie gerne zur Fraktion „Last Minute“ zählt.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Eine Frage des Ausstechens
Bei Weihnachtsplätzchen geht es vor allem um die Geselligkeit. So mancher Hobbybäcker hegt aber auch Ambitionen: Wer macht die besten? Und wer die meisten?
ExklusivJüdisches Leben in Syrien
:„Juden? Wir waren einfach Kinder“
Vor langer Zeit wurden Juden aus Syrien vertrieben, auch weil der Islam politisch instrumentalisiert wurde. Wer hat das gestürzte Regime überdauert? Über die Suche eines Münchner Muslims nach den letzten jüdischen Syrern.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Leider nicht für Kinder geeignet
Unser Autor ist seit sechs Jahren auf Wohnungssuche für seine fünfköpfige Familie. Und je länger er nichts findet, desto mehr fragt er sich, ob es weniger am schwierigen Münchner Wohnungsmarkt liegt als an seiner Herkunft.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Lasst euch anstacheln
In manchen Kulturen gelten Igel als abstoßend und werden bestenfalls als Schlangentöter engagiert. Über die Entdeckung der pieksenden Niedlichkeiten in der bayerischen Natur.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Maske ade?
Noch immer sind in München Menschen mit Covid-Masken unterwegs. Unsere Autorin ertappte sich dabei, wie sie die Nasenschutzträger von heute belächelte. Ehe das Virus unlängst wieder ihre eigene Familie heimsuchte.
Pressefreiheit im Fernsehen
:Freut euch übers deutsche Free-TV!
Unser Autor wurde in Somalia nicht von seinem Fernsehsender bezahlt, sondern von den Menschen, über die er berichtete – wenn die Inhalte genehm waren. Über die Freiheit des deutschen Fernsehens.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Leide nicht, wenn der Regen fällt
Die Münchner sind nicht immer in Galaform, wenn es um elegante Kleidung geht. Selbst im teuren Sportwagen ist Schlabberlook erlaubt. Über die Entdeckung von warmen, weiten und wasserdichten Hosen.
Mit Kleinkind auf dem Oktoberfest
:„Die Glücksgefühle sind unvergleichlich“
Unser Kolumnist hat zum ersten Mal die Wiesn mit seiner zweijährigen Tochter besucht. Was braucht es für einen erfolgreichen Familientag dort? Und darf man auf dem Teufelsrad eigentlich mit Klebstoff tricksen?
Erster Oktoberfest-Besuch
:Warum macht man da freiwillig mit?
Unser Autor ist seit 13 Jahren Münchner und mied das Oktoberfest stets wie die Katze das Wasser. Jetzt ging er das erste Mal. Über eine Wiesn-Premiere mit unerwarteten Erkenntnissen.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Mia packen das
Der Schulanfang wird in Bayern festlich zelebriert. Und doch sieht man manchen Kindern an, dass sie Angst haben. Unser Autor arbeitet als Grundschulbetreuer – und hat dafür Gegenmittel.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Granteln bis zum Gardasee
Der viele Regen, die nervigen Rennradler, der Blütenstaub auf dem Autodach: Es gibt nichts, worüber sich die Münchner nicht beschweren. Wird man so selbst zur Zwiderwurzn?
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Die Grenze des trockenen Humors
Die Münchner beschweren sich über verkalkte Wasserkocher und Duschen? Unser Autor stammt aus Somalia und fragt sich in solchen Momenten, ob es manchen Leuten hierzulande eventuell zu gut geht.
Geflüchteter Journalist trifft die Ex-Kanzlerin
:Danke, Frau Merkel
Unser Autor hörte den berühmten Satz der damaligen Kanzlerin während seiner Flucht von Syrien nach Bayern. Zehn Jahre danach begegnet er der 71-Jährigen – und möchte ihr gerne sagen: „Wir haben das geschafft.“
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Das Paradies auf Bergen
Hüttenwochenende klingt nach Romantik, Ruhe und Bergluft. Es kann aber auch sehr herausfordernd und körperlich anstrengend sein, für eine weniger geübte Familie. Wie unser Autor sich das „Hochfelln-Feeling“ erschloss.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Möchten Sie sich setzen?
Älteren Menschen seinen Sitzplatz anzubieten, gilt in Bus und Bahn als höflich. Manchmal wird die Offerte aber auch als Beleidigung aufgefasst. Über eine komplizierte Gratwanderung.