Den Kulturbetrieb im Münchner Umland fördern und Kulturschaffende motivieren - das sind die Ziele des Tassilo-Kulturpreises, den die Süddeutsche Zeitung 2023 zum zwölften Mal ausschreibt. Ausgezeichnet werden Kulturschaffende aus dem Umland. Wieder ausgeschrieben wird ein Tassilo-Sozialpreis.
Tassilo-Preis der SZ
:Im Umland pulsiert das Kulturleben
Die Inklusions-Band „Das rote Motorrad“ aus Steinhöring, der Tölzer Zirkuskünstler Solomon Solgit und die Freisinger Kulturmacherinnen von „Modern Studio“ räumen bei der feierlichen Verleihung die drei Tassilo-Hauptpreise ab. Und beweisen mit all den anderen Preisträgern, dass im ländlichen Raum oft mehr geboten ist, als man denkt.
Tassilo-Preisträger 2025
:Die Vitalisierung eines Heimatmuseums
Der Freundeskreis des Museums Starnberger See hat der Kultureinrichtung eine enorme Entwicklung beschert. Für dieses Engagement erhalten die Förderer den Tassilo-Preis.
Tassilo-Preisträger 2025
:Helma Dietz' und Irmgard Kochs feines Gespür für literarische Talente
Seit mehr als 50 Jahren holt der Kulturverein Modern Studio namhafte Autorinnen, Autoren und Kunstschaffende nach Freising. Dabei liegt ein großes Augenmerk auf anspruchsvoller Jugendliteratur. Für manch einen Gast war der Auftritt ein Sprungbrett zum Erfolg.
Tassilo-Preisträger 2025
:Bewegender Traumtänzer
Als Akrobat, Choreograf und Musiker balanciert Solomon Solgit leichtfüßig zwischen Magie und Wirklichkeit. In Bad Tölz und Umgebung ermuntert er Kinder und Jugendliche, es ihm gleichzutun: sich auszuprobieren, eigene Talente zu entdecken – und nach den Sternen zu greifen.
Tassilo-Preisträger 2025
:„Wir spielen Theater fürs Volk“
Anschi Prott hat selbst erst über Umwege zum Theater gefunden und sich in der freien Szene einen Namen als Schauspielerin und Regisseurin gemacht. Inzwischen entwickelt sie ihre Inszenierungen nach dem Konzept der „Bürgerbühne“ gemeinsam mit Laien – humorvoll, didaktisch und immer mit höchstem Anspruch.
Tassilo-Preisträger 2025
:Künstlerin, Kuratorin und Kulturwandlerin
Anna Schölß hat Schlehdorf und Kochel am See mit ihren „Transformationen“ nachhaltig bereichert. Im Bündnis „Kunst und Kind“ setzt sie sich für bessere Vereinbarkeit von Kunst und Fürsorgearbeit ein.
Tassilo-Preisträger 2025
:Mit Spaß und Können durchs Universum der Töne
Gudrun Huber und das Dachauer Jugendsinfonieorchester sind eine fein aufeinander abgestimmte Gemeinschaft, in der sich Kinder und Jugendliche entfalten können. Nun sind sie mit dem Tassilo-Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung ausgezeichnet worden.
Tassilo-Preisträger 2025
:„Musik ist nicht Wissenschaft, sondern Leidenschaft“
Tassilo-Preisträger Tassilo Probst aus Emmering ist weltweit als Solo-Violinist gefragt. Seine Zuhörer möchte er mit seinem Spiel vor allem berühren.
Tassilo-Preisträger 2025
:Vom Wohnzimmer auf den Boulevard
Als Reimeringer Theatermanufaktur haben die Schauspielprofis Teresa Sperling und Stefan Voglhuber bereits drei eigene Stücke auf die Bühne gebracht. Die modernen bayerischen Komödien des Paares aus Inning am Holz werden inzwischen in ganz Deutschland aufgeführt – es gibt sogar Versionen auf Plattdeutsch.
Tassilo-Preisträger 2025
:„Nix Orff – wir wollen Rock!“
Musiktherapie mal ganz anders: „Das rote Motorrad“, eine Inklusions-Band aus Steinhöring, braust unerschrocken durchs Lila-Laune-Land und nimmt dabei alle mit – auf und vor der Bühne.
Bayerische Landesausstellung
:Rückkehr nach 1000 Jahren
Mit dem Tassilo-Kelch wird im Freisinger Diözesanmuseum demnächst eines der wertvollsten Kunstwerke der bayerischen Geschichte gezeigt. Der Transport erfolgt unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen.
Großes Drama und eine queere Traviata
:Das Kulturjahr 2023 in Erding
Goethes Faust unter freiem Himmel in Dorfen ist das Ereignis des Jahres. Doch es ist noch viel mehr passiert. Ein Rückblick in Bildern.
Tassilo-Kulturpreis
:Rap aus Freising, Erinnerungskultur und Lebensmittelretter
Gleich drei Tassilo-Preise gehen in diesem Jahr in den Landkreis Freising. Zu den Ausgezeichneten gehören die Sängerin "Belli", der Moosburger Stalag-Verein und das Freisinger "Café Übrig".
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Drei Mal hoch verdient
Eine Videokünstlerin, eine Sängerin und ein Verein, der sich um die Aufarbeitung von Deutschlands dunkelstem Kapitel bemüht - die Auswahl der Tassilo-Hauptreisträger und die Laudationen auf sie zeigen, wie beeindruckend vielfältig Kultur in der Region gelebt wird.
Das Oberland ist gleich dreimal vertreten
:Von jung bis jung geblieben
Ein Nachwuchs-Tassilo für die Bildhauerin Antonia Leitner, einer für das Multitalent Heini Zapf und einer fürs Lebenswerk der Gisela Geiger.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Cafés wie Cafés sein können
Die Cafés Übrig und Blabla erhalten Tassilo-Sozialpreise, die vom SZ-Adventskalender gestiftet werden. Beide werden von Ehrenamtlichen betrieben, die Teilen und Miteinander in den Mittelpunkt ihres Wirkens stellen.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:"Da gibt es nur Gisela Geiger"
In großer Einigkeit zeichnet die Jury die Campendonk-Entdeckerin und Initiatorin der weltweit größten Sammlung seiner Gemälde in Penzberg mit dem Preis für das Lebenswerk aus.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:"Ein wunderbarer Ort der Begegnung"
Der Förderverein Alte Schule Lauterbach erhält den Tassilo-Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung im Münchner Künstlerhaus. Über unermüdliche Kulturvermittler auf großer Bühne.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Es lebe die Kunst
Mit einer fröhlichen Feier hat die SZ zum zwölften Mal Kulturschaffende aus der Region mit dem Tassilo-Preis geehrt. Die Preisträgerinnen und Preisträger bescherten dem Publikum einen umfassenden Einblick in das kreative Schaffen im Münchner Umland.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:"Von allen begeistert"
Nach zweieinhalb Stunden leidenschaftlicher Diskussion hat die Jury die Preisträger des Tassilo-Kulturpreises bestimmt, den die Süddeutsche Zeitung in diesem Jahr zum zwölften Mal vergibt.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:"Ich muss nicht - ich darf"
Wer über Musiker aus dem Landkreis Ebersberg spricht, kommt an Rudi Baumann nicht vorbei: Er ist unter anderem Mitglied von "Mardi Gras" und "Schariwari" - seit 50 Jahren ist er leidenschaftlicher Hobbymusiker und kennt sich vor allem in der regionalen Szene aus. Ein Gespräch.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Mit der Kiste ins Rampenlicht
In der Rolli Gang singen junge Menschen mit Behinderung. Dabei können sie ihre Leidenschaft ausleben und ihr Handicap ausblenden.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Klassikkonzerte ohne Klassenschranken
Der Dachauer Klarinettist Georg Arzberger organisiert das "Musikfest Blumenthal". Es ist nicht nur hochkarätig besetzt, sondern auch klimaneutral und präsentiert Klassik sozial gerecht: Jeder soll nur so viel zahlen, wie er kann.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Die Traumwerker lassen sich nicht abservieren
Der Gräfelfinger Verein will ein Café eröffnen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten. Einmal war das Projekt schon sehr konkret, doch dann scheiterte es an Corona. Aber die Initiatorinnen geben nicht auf.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:"Ohne Unterstützung haben die Geflüchteten keine Chance"
Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle gründete sich 2016 der Verein "Wir schaffen das", als Anlaufpunkt entstand in Herrsching das "Café Blabla", ein Treffpunkt mit internationalem Publikum.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Weit mehr als Umtata
Die Orchester und Ensembles der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn zeichnen sich durch eine enorme Vielfalt des Repertoires aus. Das beinhaltet neben traditionellen Klängen auch Sinfonik aus allen Epochen, Swing und Filmmusik. Zudem beeindruckt die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Vereins.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Songs, die nach Aufbruch rufen
Die junge Freisinger Band "June Calls" schreibt Indie-Pop-Songs und tritt seit vergangenem Jahr live auf. Nach mehr als zwei Jahren Pandemie sehnen sich die fünf Bandmitglieder nach der großen Freiheit.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Ein Gefühl wie ewiger Sommer
"Kellerkind" aus Garching begannen einst mit einer Abschlussparty für Gymnasiasten. Heute sind ihre Elektro-Festivals "Schall im Schilf" und "Back to the Woods" weit über die Region München hinaus bekannt.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Chillen auf bairisch
Die Aßlingerin Roswitha Spielberger tourt seit zwölf Jahren als "Stianghausratschn" durch die Kleinkunstszene. Ihr Kabarett mit viel Mundart und Musik ist höchst liebenswert - und eine Auszeichnung wert.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Gemeinsam Großes geschaffen
Mit der "West Side Story" haben Schüler und Lehrer des Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums und der Musikschule als Team ein unvergessliches Musical-Ereignis auf die Beine gestellt und sich so für den Tassilopreis nominiert.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Altomünsterer Alleinstellungsmerkmal
In den 1980er Jahren entstand das deutschlandweit einzige Birgittenmuseum, das sich bis heute mit dem Kloster, seiner Geschichte und Bedeutung für Altomünster, auch aus wirtschaftlicher Sicht befasst.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Die Kraft des Visuellen
Albin Zauner zeichnet schon immer, denn er vertraut der Ausdruckskraft der bildlichen Kunst. Im vergangenen Jahr ist ihm mit der Graphic Novel "Im Demenzlabyrinth" etwas Besonderes gelungen: Er vermittelt dem Betrachter Verlusterlebnisse und Leerstellen, die sich nicht in Worte fassen lassen.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Wenn der Joghurtdeckel zum Relief und die Muschel zur Welt wird
In der "Schule der Phantasie Gräfelfing" geht der Schöpfergeist von Kindern und Jugendlichen auf Entdeckungsreise. Wichtiger als das Werk an sich ist die Entfesselung der Kreativität. Die Kursleiterinnen um Lilli Plodeck machen die künstlerischen Arbeiten auch öffentlich sichtbar.
Nominiert für den Tassilo-Preis
:Die wollen nur spielen!
Die Kirchseeoner Perchten sind durchaus gruselig, doch Angst muss vor ihnen niemand haben. Unter den wilden Kostümen stecken Frauen und Männer, die vor allem eines wollen: Gemeinschaft. Und böse Geister vertreiben.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Vor dem Abbruch kommen die Kreativen
Die Herrschinger Gruppe "Künstler aus dem Einbauschrank" ist auf kreative Zwischennutzungen spezialisiert. Bei ihren Ausstellungen und Pop-up-Events steht nicht der gewinnorientierte Verkauf sondern der Spaß an der Aktion im Vordergrund.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Metal mit mystischen Momenten
Die Hard-Rock-Band "As it rains" aus Unterföhring spielt gern laut, aber ohne bedeutungsschweres Gedöns auf. 2021 hat das Quintett, dessen Songs eher düster sind, den Nachwuchswettbewerb des KJR München-Land gewonnen.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Wo der Cafébesuch kein Privileg ist
Dafür hat die Stadt was übrig: Seit neuestem gibt es in Bayerns erstem Foodsharing-Café geretteten Kuchen und Kaffee für alle. Bezahlen tut jeder so viel, wie er mag. Das Konzept kommt an.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Raus aus dem stillen Kämmerlein
Der Konzertverein Isartal und sein Philharmonisches Orchester ermöglichen Laienmusikern, gemeinsam mit Profis sinfonische Werke aufzuführen. Davon profitiert auch das Publikum.
Lager in Moosburg
:Kunst, um zu Überleben
2015 entdeckt der Moosburger Stadtarchivar Kopien von Zeichnungen, gemalt von Inhaftierten aus dem früheren Kriegsgefangenenlager. Und macht sich auf die Suche nach den Originalen.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Im Bosco zu Hause
Hans-Georg Krause hat jahrelang das Kulturleben in Gauting geprägt: Er hebt ein Theaterfestival aus der Taufe, ein Kindertheater, Kabarettreihen, Lesungen und Konzerte. Vor allem aber verdankt ihm Gauting den Kultursaal "Bosco".
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Raus aus dem Elfenbeinturm
Die Olchinger Künstler tauschen immer häufiger klassische Ausstellungsräume gegen Plätze in der Öffentlichkeit. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu erreichen. Für sein Konzept ist der Verein nun für den Tassilopreis nominiert.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:"Da hat etwas geklappt"
Kandidatin fürs Lebenswerk: Gisela Geiger hat die größte Campendonk-Sammlung der Welt nach Penzberg geholt und der alten Bergwerkstadt einen frischen Anstrich verpasst.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Kunst ist keine Privatsache
Geraldine Frisch aus Isen ist nicht nur selbst in bemerkenswerter Weise künstlerisch aktiv. Mit ihren Initiativen schafft sie auch Aufmerksamkeit für andere Künstlerinnen und Künstler.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Servus, shalom!
Margit Meyer, Kunstlehrerin am Josef-Effner-Gymnasium, hat das internationale Schulprojekt "Dahusalem" mit der Charles-E.-Smith-Highschool for the Arts in Jerusalem auf die Beine gestellt. Über Kunst und Musik bringt es deutsche und israelische Jugendliche zusammen.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:"Es darf nicht zusammenpassen, weil es sonst langweilig wird"
Lothar Bruns ist Vorsitzender der Theatergruppe Siemens München und organisiert in seiner Wahlheimat Neubiberg seit 2016 die Kleinkunstreihe "Kultur an Gleis 3". Dafür holt der 73-Jährige ganz unterschiedliche Künstler ins Jugendzentrum - vom syrischen Geiger bis zum Rapper aus Neuperlach.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Der Kunstwerker
"Es gibt noch viel zu tun", sagt Benjamin Tillig, der Leiter des Museums Starnberger See. Und er meint es auch so. Denn er will sein Haus zu einem "regionalen Leuchtturm" machen.
Nominiert für den Tassilo-Preis
:Ein Shooting am See
Fotografie ist für die 32-jährige Melissa Bungartz Beruf und Leidenschaft zugleich. Für ein gutes Bild lässt sie ihr Model auch mal an einem Wintertag am See frieren.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Die Autorin der Zukunft
In ihren Romanen fragt die Brucker Schriftstellerin Theresa Hannig, wohin sich eine weiter technisierte Welt entwickeln könnte. Ihre Ideen bringt sie auch in gesellschaftliche Debatten ein. Für ihr Engagement ist sie nun für den Tassilo-Preis der SZ nominiert.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:"Jag' die Träume, bevor sie weg sind"
David Muhuri, Finn Millitzer, Ferdinand von Stengel, Nelvin Omerbasic, Adrian Banas, Elino Snip, Lukas Wilde, Felix Wanzeck und Benedikt Riedl haben sich zu einem äußerst kreativen Kollektiv zusammengeschlossen und wollen deutschen Rap nach Freising bringen. Dabei ist ihnen vor allem eines wichtig: Zusammenhalt.
SZ-Kulturpreis Tassilo
:Revolutionärer Generalangriff auf die Sinne
Mit ihrem Verein Blue Art aus Garching hat sich Christiane Gimkiewicz eine eigene Bühnenform geschaffen: Ihre "Cinecals" verbinden selbst geschriebene Musik, Theater und großflächige Projektionsaufnahmen.