Solingen

Nachrichten aus Solingen

Handyverbot an Solinger Schulen
:„Ein Junge hat ohne sein Handy ständig einen Phantomgriff an die Hose gemacht“

Weltweit wird über Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche diskutiert – Solingen hat schon eines: Alle Fünftklässler der Stadt verzichten auf Apps wie Tiktok oder Instagram und geben obendrein ihre Handys am Schultor ab. Und das soll funktionieren?

SZ PlusInterview von Hannah Simon

MeinungAfghanen
:Ein Mörder verdient Härte – aber nur er

Der Mann, der in Mannheim einen Polizisten erstochen hat, wird in Deutschland kaum mehr in Freiheit leben. Dass afghanische Ortskräfte aber quasi in Mithaftung für ihn genommen werden, ist unanständig.

SZ PlusKommentar von Detlef Esslinger

Brandanschlag von Solingen
:„Begegnet Hass nicht mit Hass“

Ein Buchprojekt erinnert an Mevlüde Genç, die 1993 beim Brandanschlag von Solingen fünf enge Verwandte verlor. Es ist für Kinder geschrieben, hat aber eine Botschaft an alle.

Rezension von Robert Probst

Oberlandesgericht Düsseldorf
:Höchststrafe für Attentäter von Solingen gefordert

Lebenslange Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung hat die Bundesanwaltschaft für den 27-jährigen Syrer beantragt. Das Urteil wird für kommende Woche erwartet.

Urteil in Solingen
:Verbranntes Vertrauen

Ayşe und Nihat Kostadinchev haben vor einem Jahr bei einem Brandanschlag in Solingen ihre Verwandten verloren, Vater, Mutter, zwei kleine Kinder. Der Täter wurde nun zu lebenslanger Haft verurteilt, das Gericht sieht kein rassistisches Motiv. Doch bei den Angehörigen bleiben Zweifel.

SZ PlusVon Leonard Scharfenberg, Lena Kampf und Volker Wiciok (Fotos)

Fußballweltmeister und Autor Christoph Kramer
:„Mut ist das Allerwichtigste im Leben“

Fußballstar, TV-Experte, Bestsellerautor: Christoph Kramer erzählt im Literaturhaus München aus seinem neuen Leben als Schriftsteller. Über einen vergnüglichen Abend, der auch ernste Themen hat – Neuigkeiten zur Romanverfilmung gibt es ebenfalls.

SZ PlusVon Bernhard Blöchl

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Anschlag von Solingen: Handlungsanweisungen vom IS?

In Solingen hat vergangenes Jahr ein Syrer drei Menschen erstochen. Nun beginnt der Prozess. Was wir über den Täter, mögliche IS-Hintermänner wissen – und wie eins seiner Opfer weiterlebt.

Von Lena Kampf  und Lars Langenau

ExklusivAttentat in Solingen
:Sie wollte tanzen, er wollte töten

An dem Tag, an dem Issa Al H. offenbar beschließt, Märtyrer zu werden, ist Lea Varoquier mit ihrer Mutter auf dem Stadtfest in Solingen verabredet. Dann sticht er ihr in den Hals. Sie überlebt, drei andere sterben. Von einer monströsen Tat und dem verdammten Zufall.

SZ PlusVon Christoph Cadenbach und Lena Kampf

Nach Anschlag von Solingen
:Ampelfraktionen einigen sich auf Sicherheitspaket

SPD, Grüne und FDP wollen nach dem Anschlag von Solingen stärker gegen islamistischen Terrorismus vorgehen. Das Paket sieht Änderungen im Waffenrecht und stärkere polizeiliche Kontrollbefugnisse vor.

Messergewalt
:Bis aufs Blut

Die Kriminalstatistik ist eindeutig, es gibt immer mehr Messerangriffe. Klar ist allerdings auch, dass die Zahlen so oder so gelesen werden können. Über die Urangst vor dem Messer und die Tücken einer Stichwunde.

SZ PlusVon Josef Wirnshofer (Text) und Thilo Schmülgen (Fotos)

Nach dem Anschlag von Solingen
:Neue Maßnahmen gegen islamistischen Terror in NRW

Mehr Befugnisse für den Verfassungsschutz, ein zweites Abschiebegefängnis – nach den Morden von Solingen stellt die NRW-Landesregierung Pläne vor, wie sie Terrorismus bekämpfen und Abschiebungen erleichtern will. Die Opposition ist unzufrieden.

SZ PlusVon Björn Finke

Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen
:Thüringer CDU will mit SPD und BSW sprechen

Der Generalsekretär betont jedoch, dass es sich dabei noch nicht um Koalitions- und auch nicht um Sondierungsgespräche handle. Man stehe am Beginn eines „langen, langen und intensiven Prozesses“.

Alle Entwicklungen im Liveblog

Nordrhein-Westfalen
:Reden über das Unsägliche

In einer Sondersitzung debattiert der NRW-Landtag über Konsequenzen nach dem Terroranschlag in Solingen. Die Abgeordneten sind erschüttert – weshalb vieles im Vagen bleibt. Und manches danebengeht.

Von Christian Wernicke

Reaktion auf Anschlag in Solingen
:Ampel verschärft Migrationsrecht

Die Bundesregierung will Leistungen für ausreisepflichtige Asylbewerber kürzen, das Waffenrecht verändern und Abschiebungen erleichtern. Die Sicherheitsbehörden erhalten mehr Befugnisse.

Von Markus Balser, Constanze von Bullion, Paul-Anton Krüger

Innere Sicherheit
:Bundesregierung einigt sich auf Migrations- und Asylpaket

Keine Leistungen für Dublin-Fälle, Messerverbot auf Volksfesten, mehr Islamismusprävention – auch mit KI: Die Ampelkoalition will als Reaktion auf den Anschlag in Solingen zahlreiche Neuerungen vornehmen.

MeinungAsylpaket
:Schnelle Lösungen in Asylfragen gibt es auch mit einem Bündnis aus Union und Ampel nicht

Kanzler Olaf Scholz und seine Koalition legen ein Maßnahmenpaket zur Asylpolitik vor und streben eine Einigung auch mit der Union an. Das zeigt Handlungsfähigkeit, wird aber die Debatte nicht beenden.

SZ PlusKommentar von Roland Preuß

Migrationspolitik
:Ampel diskutiert weitreichende Verschärfungen

„Wir werden Lehren ziehen“, sagt der Kanzler und kündigt an, irreguläre Migration weiter zu begrenzen. Asylregeln, das Waffenrecht und der Kampf gegen islamistischen Terror sollen zügig verschärft werden. Dafür führt er auch Gespräche mit der Opposition.

Von Markus Balser, Daniel Brössler, Bastian Brinkmann, Paul-Anton Krüger

Messerangriff in Solingen
:Scholz kündigt Gespräche mit Opposition über Migration an

Bundesinnenministerin Faeser werde zügig Vertreter der Länder und der Union einladen. Der Kanzler reagiert damit auf das gestrige Angebot von CDU-Chef Merz.

Alle Entwicklungen im Liveblog

Forderungen zu Asylrecht
:Von Abschiebehaft bis Zurückweisung

Könnte Deutschland beschließen, Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan ein Asylverfahren zu verweigern? Nach dem Anschlag in Solingen wird über viele Vorschläge zur Verschärfung der Migrationspolitik diskutiert. Ein Überblick.

SZ PlusVon Markus Balser, Jan Bielicki, Constanze von Bullion, Wolfgang Janisch, Roland Preuß

Flüchtlingspolitik
:„Dem Bundeskanzler entgleitet mittlerweile das eigene Land“

Merz wirft Scholz nach Solingen Kontrollverlust vor. Der CDU-Chef will nun gemeinsam ein Bündel von Gesetzen erarbeiten, um illegale Zuwanderung schnell zu begrenzen.

Von Daniel Brössler, Paul-Anton Krüger

Europa und die Migration
:In der EU denken andere längst weiter

Olaf Scholz fordert, die europäischen Asylregeln müssten jetzt auf den Prüfstand. In Brüssel fragen sich nun viele, ob er das ernst meint.

SZ PlusVon Josef Kelnberger

Messer-Debatte
:Weindörfer werden zu Waffenverbotszonen

Was bringen Messerverbote? Stuttgart hat sie bereits seit Februar 2023 in der Innenstadt – und weitet sie nun aus. Doch nicht alle Städte werten Waffenverbotszonen als Erfolg.

Von Roland Muschel

„Hart aber fair“
:Hauptsache, was fordern

Was hat das Attentat von Solingen mit den Wahlen im Osten zu tun? Nicht viel. Und trotzdem wird bei Louis Klamroth wie wild diskutiert – über alles, was mit Migration und Waffen zusammenhängt.

SZ PlusVon Thore Rausch

Attentat in Solingen
:Terroranschlag löst neue Asyldebatte aus

Kanzler Scholz will prüfen, ob schneller abgeschoben werden kann. Die Forderungen der Union, keine Menschen mehr aus Syrien und Afghanistan aufzunehmen, gehen der Regierung zu weit.

Von Jan Bielicki

Anschlag in Solingen
:„Wir werden uns diesen Zusammenhalt nicht kaputtmachen lassen“

Kanzler Scholz zeigt sich nach den Messerattacken in Solingen betroffen - und spricht von Konsequenzen. Derweil werden Details zu den Opfern bekannt.

SZ PlusVon Björn Finke

Gewaltkriminalität
:„Das wird ganz schnell passieren“

Nach Solingen will die Bundesregierung Messerverbote ausweiten. Bewegen muss sich hier vor allem die FDP. Und es werden weitere Maßnahmen diskutiert.

Von Markus Balser, Constanze von Bullion

Rechtspopulismus
:„Höcke oder Solingen“

Die AfD versucht, die Morde in Solingen für ihren Wahlkampf zu nutzen. Andere Parteien fordern allerdings ebenfalls eine deutlich härtere Asylpolitik.

SZ PlusVon Roland Preuß

Anschlag in NRW
:Warum war der mutmaßliche Attentäter von Solingen noch in Deutschland?

Ein Syrer soll in der Stadt in Nordrhein-Westfalen drei Menschen erstochen haben. Ursprünglich war Bulgarien für sein Asylverfahren zuständig. Doch die Ausweisung scheiterte – so wie bei Tausenden anderen Geflüchteten.

Von Kassian Stroh, Markus Balser, Constanze von Bullion

Islamistischer Terror
:Der IS war nie verschwunden

Der „Islamische Staat“ hat das Attentat von Solingen für sich reklamiert. Wie sich die Bedrohungslage in Deutschland seit dem verheerenden Anschlag auf dem Breitscheidplatz 2016 entwickelt hat.

SZ PlusVon Christoph Koopmann

Mutmaßlicher Attentäter von Solingen
:26 Stunden auf der Flucht

Über den Mann, der drei Menschen ermordet haben soll und sich dann der Polizei stellte, ist bisher nicht viel bekannt. Eine große Rolle spielt die Frage, wie eng der mögliche Kontakt zwischen dem IS und Issa al-H. war.

Von Christoph Koopmann

Sicherheit auf der Wiesn
:Verbot von Trachtenmessern und Rucksäcken

Nach dem Anschlag von Solingen überprüft die Stadt das Sicherheitskonzept für das Oktoberfest. Und die Polizei aktualisiert intensiv ihre Einsatzplanung.

Von Stephan Handel, Andreas Schubert

Migrationsdebatte
:Sollen Syrer in ihre Heimat zurück?

Nach dem Attentat in Solingen fordern Politiker Abschiebungen nach Syrien. Aber geht das überhaupt?

SZ PlusVon Bernd Dörries

„Caren Miosga“
:Ohne Gezeter

Nach dem Terroranschlag von Solingen hat der politische Schlagabtausch sofort wieder begonnen. Bei „Caren Miosga“ verläuft die Debatte in weiten Teilen erfreulich sachlich. Wahrscheinlich auch, weil die üblichen Scharfmacher nicht dabei sind.

SZ PlusVon Peter Fahrenholz

Sicherheit
:„Wir müssen uns vor solchen Angriffen schützen“

Der Bundespräsident fordert nach dem Anschlag von Solingen, die Terrorabwehr zu verbessern. Auch in der Koalition und Opposition wird über Konsequenzen aus dem Attentat debattiert. Einige davon wären weitreichend.

Von Daniel Brössler, Constanze von Bullion

Sicherheit
:Auf der Wiesn gilt ein Messerverbot

Nach der tödlichen Attacke von Solingen sind die Behörden in Alarmbereitschaft – vor allem mit Blick auf das größte Volksfest der Welt. Messer darf man ohnehin nicht mit aufs Festgelände bringen, doch Wiesn-Chef Baumgärtner will das Sicherheitskonzept nun noch einmal überprüfen.

Extremismus
:„Wir haben die Zukunft aufgegeben“

Der britische Schriftsteller Mohsin Hamid über den Terror von Solingen, die Lehren aus Southport und die Notwendigkeit von positiven Visionen.

SZ PlusVon Sonja Zekri

MeinungMesserattacken
:Die Bluttat von Solingen zeigt wieder einmal: Deutschland hat ein Gewaltproblem

Der Täter handelte im Namen des „Islamischen Staats“. Und er nutzte eine Waffe, die in Deutschland immer häufiger zum Einsatz kommt: ein Messer.

SZ PlusKommentar von Christoph Koopmann

Solingen
:In einem verunsicherten Land

Wieder hat ein Mann mit einem Messer Menschen ermordet. Mitten in Solingen. Der Täter: vermutlich ein Syrer. Der IS bekennt sich, die Rechten machen Wahlkampf mit den Toten. Und selbst Leute, die die Vielfalt feiern, fangen an zu zweifeln.

SZ PlusVon Björn Finke, Christoph Koopmann, Christian Wernicke und Josef Wirnshofer

MeinungSolingen
:Gegen solche Mörder gibt es kaum einen Schutz

Es ist nur redlich, dass der Staat nach dem Attentat noch intensiver über Messerverbote diskutiert als ohnehin schon. Aber auch die Gesellschaft muss klären, welche Vorkehrungen nötig sind, wenn sie offen bleiben will.

SZ PlusKommentar von Detlef Esslinger

Anschlag in Solingen
:Der mutmaßliche Attentäter wohnte ganz in der Nähe

Er sticht wahllos zu, zielt auf die Hälse – und handelte offenbar im Auftrag des „Islamischen Staats“. Am Samstagabend nimmt die Polizei den Mann fest. Er lebte nur 250 Meter vom Tatort entfernt in einer Flüchtlingsunterkunft.

SZ PlusVon Björn Finke, Christian Wernicke, Ulrich Schäfer

Solingen
:„Islamischer Staat“ übernimmt Verantwortung für Messerangriff von Solingen

Nach dem Anschlag auf einem Stadtfest am Freitagabend bekennt sich die Terrororganisation IS zu der Tat. Die Polizei durchsucht eine Flüchtlingsunterkunft in Solingen und nimmt eine Person fest.

Solingen
:Was zum Messerangriff von Solingen bekannt ist

Auf einem Stadtfest greift ein Mann mehrere Besucher mit einem Messer an. Drei Menschen werden getötet, viele verletzt. Der Täter ist flüchtig, die Polizei schließt Terrorismus nicht aus. Was wir wissen und was nicht.

Von Leopold Zaak, Barbara Vorsamer

Angriff in Solingen
:Und wieder ein Messer

In Solingen ersticht ein unbekannter Täter drei Menschen auf einem Stadtfest. Der letzte Aufschrei über Messergewalt nach dem Polizistenmord von Mannheim war nicht mal ganz verhallt. Wie groß ist das Problem?

SZ PlusVon Christoph Koopmann

Reaktionen auf Tat in Solingen
:„Es zerreißt mir das Herz“

Nach der Messerattacke in Solingen sind drei Menschen tot und mindestens acht Personen verletzt. Die Politik reagiert erschüttert. Die Reaktionen im Überblick.

Nordrhein-Westfalen
:Drei Tote und mehrere Verletzte bei Messerangriff auf Stadtfest in Solingen

Mit einem Messer sind mehrere Menschen angegriffen worden. Die Polizei ist im Großeinsatz. Der Täter ist auf der Flucht. Die Rede ist von einem möglichen Anschlag.

SZ-Serie „Ein Anruf bei …“
:„Bei uns fließt kein Tropfen Blut!“

„Hahneköppen“ hat Tradition im Bergischen Land – und entsetzt Tierschützer. Jetzt verbietet das Land NRW, Tiere fürs Brauchtum zu töten. Wolfgang Müller, Chef vom Hahneköpp-Verein „Haut ihn“ 1929 in Solingen, empört diese Begründung.

Interview von Christian Wernicke

Brandanschlag in Solingen
:Der Mann mit den weißen Schuhen

Zwei Wochen nach dem tödlichen Brandanschlag in Solingen haben die Ermittler mithilfe von Videos einen Tatverdächtigen gefunden: Der 39-jährige Daniel S. sitzt bereits in Untersuchungshaft - weil er am Montag auch noch versucht haben soll, einen Menschen zu skalpieren.

SZ PlusVon Christian Wernicke

Nach Brandstiftung
:Solingens Angst vor dem "Schon wieder"

Der Brandanschlag 1993 machte die Stadt zum Symbol für rassistische Gewalt. 31 Jahre später sterben erneut vier Zuwanderer durch Brandstiftung. Was war das Motiv, rätseln nun viele verunsicherte Einwohner. Zu Besuch in einer verwundeten Stadt.

SZ PlusVon Christian Wernicke

Nordrhein-Westfalen
:Gutachten: Tödliches Feuer in Solingen vorsätzlich gelegt

Bei dem Großbrand am Montag kam eine vierköpfige Familie ums Leben. Zunächst waren die Ermittler nicht von einem Fremdverschulden ausgegangen, nun vermuten sie Brandstiftung und ermitteln wegen Mordes.

Das Politische Buch
:Als rechte Gewalt alltäglich war

Ein kluger Sammelband erinnert an die zahllosen Anschläge gegen Migranten und Minderheiten nach 1989 und erklärt, warum Politik und Gesellschaft praktisch keine Konsequenzen zogen.

Rezension von Dietmar Süß

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