Skandal um Brustimplantate

AOK Bayern will Geld zurück
:TÜV soll für fehlerhafte Brustimplantate haften

Der Skandal um die Brustimplantate der franzöischen Firma PIP beschäftigt jetzt auch ein Gericht in Nürnberg. Weil sich 26 Frauen aus dem Freistaat die Silikonkissen wieder entfernen lassen, will die AOK Bayern die Behandlungskosten zurück - vom TÜV.

Von Katja Auer

Skandal um Brustimplantate aus Industrie-Silikon
:TÜV muss Entschädigung an Patientinnen zahlen

Bekommen die betroffenen Brustimplantat-Patientinnen umgehend 3000 Euro Schadensersatz vom TÜV Rheinland? Diese Frage musste ein Gericht im französischen Aix-en-Provence klären. Jetzt haben die Richter entschieden: Die Prüforganisation muss zahlen - auch wenn das endgültige Urteil noch aussteht.

Prozess um Billig-Silikon
:"Unsere Hausmischung"

Weltweit fügte er 300.000 Frauen Leid zu, doch von Einsicht ist keine Spur: Ein Gericht hat Jean-Claude Mas zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er jahrelang Brustimplantate aus billigem Silikon fabrizierte. Trotzdem fuhr er nach dem Urteil als freier Mann nach Hause.

Von Christian Wernicke, Paris

Prozess um Billig-Silikon
:Chef des Brustimplantate-Herstellers muss ins Gefängnis

Er verarbeitete billiges Industriesilikon, das nicht für medizinische Zwecke zugelassen war. Jetzt wurde der Hersteller des französischen Brustimplantate-Herstellers PIP deshalb zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt.

Skandal um gefährliche Brustimplantate
:Gericht weist Klage auf Schmerzensgeld ab

Der TÜV Rheinland hatte die Brustimplantate aus billigem Bau-Silikon eines französischen Herstellers gebilligt, die vielen Frauen eingesetzt worden waren. Die Klage einer betroffenen Patientin wurde jetzt abgewiesen.

Prozess um Brustimplantat-Skandal
:Hauptangeklagter empfindet "nichts" für Geschädigte

In Frankreich beginnt der Mammut-Prozess gegen den Brustimplantat-Produzenten Jean-Claude Mas. Dieser hatte für die Herstellung billiges Industriesilikon verwendet. Reue zeigt Mas nach wie vor keine - laut eigener Aussage hält er sein Produkt für "perfekt".

Von Stefan Ulrich

Skandal um PIP-Silikonkissen
:Gericht zweifelt Anspruch auf Schadenersatz wegen minderwertiger Brustimplantate an

Bis zu 30.000 Euro Schmerzensgeld fordert eine Frau, der 2007 minderwertige Brustimplantate des französischen Herstellers PIP eingesetzt worden waren. Zum Auftakt des Prozesses in Karlsruhe spricht der Vorsitzende Richter jedoch von "rechtlichen Problemen" bei der Klage.

Hüftprothesen in der Kritik
:Giftige Gelenke

Mehr als eine Million Patienten mit künstlichen Hüftgelenken sind von einem neuen Medizinskandal betroffen. Ihre Metall-Prothesen können Ionen freisetzen, die Schmerzen auslösen, Organe schädigen und das Krebsrisiko erhöhen. Skandalträchtig ist vor allem: Die Gefahren sind seit Jahrzehnten bekannt.

Werner Bartens

Skandal um minderwertige Brustimplantate weitet sich aus
:Weiterer Hersteller hat gefährliches Billig-Silikon verarbeitet

Nicht nur Frauen mit Brustimplantaten des französischen Herstellers PIP tragen ein potentielles Gesundheitsrisiko im Körper: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat jetzt auch eine Warnung für Silikonkissen eines deutschen Unternehmens herausgegeben. Demnach wurde in den "Tibreeze"-Implantanten der GfE Medizintechnik GmbH PIP-Silikon verwendet.

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: