Salvador Allende

SZ PlusMeinungChile
:Gewalt von gestern

Vor genau 50 Jahren putschte sich in Santiago de Chile der Diktator Pinochet an die Macht. Und heute? Wie in vielen anderen Ländern Lateinamerikas gehört die Verharmlosung des Terrors inzwischen zum politischen Geschäft.

Kommentar von Christoph Gurk

Filmstarts der Woche
:Welche Filme sich lohnen - und welche nicht

In "Licht" erblickt ein blindes Wunderkind die unschönen Dinge der Welt. Und Karoline Herfurth spielt die "kleine Hexe", die das Zaubern lernen will.

Von den SZ-Kinokritikern

Politroman "Gegen die Zeit"
:Messbecher für Milchpulver

In seinem Roman "Gegen die Zeit" zeichnet Sascha Reh das sozialistische Chile Salvador Allendes als verblüffend zeitgemäßes Gesellschaftsexperiment.

Von Helmut Böttiger

"Gloria" im Kino
:Doch der Knochenmann tanzt

Eine Frau, die sich frei fühlen will, auch im Alter: Paulina García gibt der "Gloria" im gleichnamigen Film von Sebastián Lelio sowohl Selbstbewusstsein als auch Verletzlichkeit. Der Tod zeigt sich bei ersten flüchtigen Begegnungen, doch wie er tanzt sie zu wehmütig-trotzigen Hymnen.

Von Martina Knoben

Roman über Chile unter Salvador Allende
:Sancho Pansa und der Präsident

Salvador Allende in der Mikroperspektive, durch die Augen seines Kochs Rufino: So erzählt Schriftsteller Roberto Ampuero von den Monaten vor Pinochets Putsch - und kommt seinem historischen Helden in "Der letzte Tango des Salvador Allende" bedrohlich nahe.

Von Ralph Hammerthaler

Chile: Obduktionsbericht
:Salvador Allende: Suizid im Palast

Als der Putschist August Pinochet seinen Amtssitz bombardierte, sah Salvador Allende keine Chance mehr. Chiles Präsident nahm seine Kalaschnikow und jagte sich 1973 zwei Kugeln in den Kopf. An dieser Theorie von der Selbsttötung waren Zweifel aufgekommen, eine neue Obduktion bestätigt sie jetzt. Das Gewehr bleibt jedoch verschwunden.

Peter Burghardt

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