Kundgebung gegen Judenhass
Interview mit Salomon Korn

"Ich denke mal, wir schaffen das"

Salomon Korn, langjähriger Vizepräsident des Zentralrats der Juden, über die Integration von Flüchtlingen, Pegida und den "Hype um Köln".

Interview von Oliver Das Gupta und Matthias Drobinski, Frankfurt am Main

Integration von Flüchtlingen

Salomon Korn: "Wir werden nicht erleben, wie es ausgeht"

Deutschland am Abgrund? Salomon Korn sieht das nicht so. Doch die Integration der Flüchtlinge wird dauern, glaubt der langjährige Vizepräsident des Zentralrats der Juden - mindestens drei Generationen.

Von Matthias Drobinski

Juden in Deutschland

Migrationserfahrungen

Thomas de Maizière und Salomon Korn, Vorsteher der Jüdischen Gemeinde, sprechen über Antisemitismus.

Von Volker Breidecker

Mitzvah Day - Freunde der Synagoge Fraenkelufer besuchen Flüchtlingsnotunterkunft
Antisemitismus

Nahost-Deutschland

Hassparolen gegen Israel, Überfälle, Hunderttausende Flüchtlinge. Bei vielen Juden hierzulande wächst das Unbehagen. Andere versuchen, es zu überwinden: indem sie die Hand ausstrecken.

Von Thorsten Schmitz

Zeitgeschichte

Zweigeteiltes Leid

Auf dem Gelände der Europäischen Zentralbank in Frankfurt stand die Großmarkthalle, von der aus die Nazis Juden deportierten. Jetzt wurde hier eine Gedenkstätte eröffnet, die nur teilweise zugänglich ist.

Von VOLKER BREIDECKER

Osteuropa

Doppelte Leidenszeit

Befreiung ohne Freiheit: In Osteuropa folgte den Schrecken der Nazi-Herrschaft die sowjetische Besatzung. In Deutschland versteht man zu wenig, was das bedeutete.

Von Jens Bisky

Charlotte Knobloch.
Debatte um Stolpersteine

Gedenken, das entzweit

Charlotte Knobloch ist eine entschiedene Gegnerin von Stolpersteinen. Doch in den jüdischen Gemeinden gibt es auch andere Positionen zum Thema. Für wen also spricht die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München?

Von Jakob Wetzel

Salomon Korn
Interview mit Salomon Korn

"Leitkultur ist nah dran an Kulturdiktatur"

Zentralrats-Vizepräsident Salomon Korn über Leitkultur, die Sarrazin-Debatte und die normale Anormalität zwischen Juden und nichtjüdischen Deutschen.

Interview: Oliver Das Gupta

Gedenkstunde zur Pogromnacht
Alfred Grosser und der Zentralrat der Juden

Der Eklat fällt aus

Kein Ärger wegen Israel in der Frankfurter Paulskirche: Alfred Grosser spricht zum Gedenken an die Reichspogromnacht - und die Vertreter des Zentralrats der Juden bleiben sitzen.

Von Matthias Drobinski

Friedenspreis des deutschen Buchhandels
Gedenken an Reichspogromnacht

Grosser: Zehn Minuten über Israel

Der deutsch-französische Politologe Alfred Grosser wird in der Frankfurter Paulskirche zur Reichspogromnacht reden - und die jüdische Gemeinde droht mit einem Eklat.

Von S. Braun, M. Drobinski und M. Widmann

Charlotte Knobloch, AP
Charlotte Knobloch und die Synagoge

Der Tag der schrecklichen Erinnerung

Mal preist sie dieses Land, mal verdammt sie es - wie die Zentralratspräsidentin der Juden auf brüchigem Boden feste Spuren hinterlassen will.

Von Matthias Drobinski

Knobloch, dpa
Zentralrat der Juden

Die Energie, das Positive zu sehen

Charlotte Knobloch ist nun Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland. Dem Stress und den Ärger, den diese Aufgabe mit sich bringt, sieht sie gelassen entgegen.

Von Matthias Drobinski und Monika Maier-Albang

moschee, köln, dpa
Islam in Deutschland

Ein Kulturkampf mit dem Zollstock

Es geht um Messbares wie die Höhe der Minarette, aber auch um diffuse Ängste und Gefühle: Die Bürger in Köln streiten um den geplanten Bau der großen Moschee.

Von Dirk Graalmann

Flick, dpa
Eröffnung der Friedrich-Christian-Flick-Collection

Fesseln der Familienbande

Selten bereitete eine wertvolle Leihgabe so viel Bauchschmerzen: Berlin bekommt eine Sammlung moderner Kunst - aber sie ist gestiftet von einem Enkel des Rüstungsmagnaten Friedrich Flick, der sein Vermögen unter den Nazis gemacht hatte.

Von Von Holger Liebs

Leipziger Buchmesse

Neue Rekordzahlen und ein Eklat

Bei der Eröffnungsfeier hat der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, aus Protest den Saal verlassen. Er hatte sich an der Rede der künftigen lettischen EU-Kommissarin gestört.

"Wort zum Freitag" für Muslime

Religiöse Sendung

Das "Wort zum Sonntag" ist fast so alt wie das Fernsehen selbst: 1954 fand die erste Ausstrahlung statt. Nun wollen die Muslime in Deutschland mit einer eigenen Version auf Sendung gehen: dem "Wort zum Freitag".

Hans-Adam, Liechtenstein, AP
Liechtenstein

Fürst nennt BRD "Viertes Reich"

Eklat um Hans-Adam II.: In einem Brief an das Jüdische Museum in Berlin hat der Fürst Deutschland als "Viertes Reich" bezeichnet. Der Zentralrat der Juden ist entsetzt.

Opfer des NS-Terrors

Neue Diskussion über die "Stolpersteine"

An diesem Montag berät der Ältestenrat über eine Kunstaktion, die an Opfer des NS-Terrors erinnert. In den meisten deutschen Großstädten ist das Projekt erwünscht, doch München lehnt es bis jetzt ab.

Von Von Anne Goebel

Streit um Holocaust-Leugner

Israel droht Vatikan

Druck auf Benedikt XVI. wegen des Holocaust-Leugners Bischof Williamson: Israel erwägt, die Beziehungen zum Vatikan abzubrechen. CDU-Veteran Geißler und Bundestagspräsident Lammert kritisieren den Vatikan.

Streit um Holocaust-Leugner

Knobloch ist gesprächsbereit

Entspannung im Streit um den Holocaust-Leugner Williamson: Die Präsidentin des Zentralrats der Juden nimmt die Einladung der Bischofskonferenz an. Knobloch will im TV mit Kardinal Lehmann diskutieren.

Papst

Botschaft an Benedikt: "Treten Sie zurück!"

Ein deutscher Bischof protestiert, ein Gelehrter tritt aus der Kirche aus, viele Katholiken sind empört: Papst Benedikt XVI. spaltet mit seinem Kurs die Gemeinde der Gläubigen. Er macht weiter wie gehabt und fördert Ultrakonservative - zuletzt in Linz.

Ich könnte an ein Kreuz glauben; dpa
Navid Kermani

Ich könnte an ein Kreuz glauben

Dieser Muslim soll nicht für den Hessischen Kulturpreis taugen? Navid Kermanis klarer Blick auf die Bilder des Christentums.

Von Gustav Seibt

lehmann, dpa
Hessischer Kulturpreis: Eklat

"Das Gegenteil von Kultur"

Der Schriftsteller Navid Kermani ärgert sich über das Procedere beim Hessischen Kulturpreis: Er sieht sich in einem Brief von Kardinal Lehmann an Ministerpräsident Koch diffamiert.

Von Johannes Boie

kermani, ddp
Eklat beim Hessischen Kulturpreis

Der Schrecken Gottes

Eklat in Hessen: Die Landesregierung wollte den Dialog zwischen den Religionen fördern - und macht Zerwürfnisse sichtbar. Autor Kermani bleibt draußen.

Von J. Boie

"ich habe borniert reagiert"
Martin Walser will nicht mehr starrsinnig sein

"Ich habe borniert reagiert"

Zwar ist Ignaz Bubis schon tot, doch Martin Walser entschuldigt sich nun, kurz vor seinem eigenen 80. Geburtstag, für die Heftigkeit im "Brandstifter"-Streit.