Rechtsstaatlichkeit

Podcast „In aller Ruhe“
:„Der Rechtsstaat schützt sich ja nicht von alleine“

Monatelang hat Bijan Moini an einem Gutachten gearbeitet, das der AfD Verfassungswidrigkeit bescheinigt. Ein Gespräch über die Abgründe im Programm der Partei.

SZ PlusPodcast von Carolin Emcke

MeinungUngarn
:Péter Magyar ist ein Systemzerstörer. Aber ob das gut ist, muss sich erst zeigen

Der Ministerpräsident geht mit aller Macht daran, in Budapest die Orbán-Zeit abzuwickeln. Und dabei sind ihm viele Mittel recht. Auch solche, bei denen man sich fragt: Wohin könnte das führen?

SZ PlusKommentar von Verena Mayer

Bestechungsskandale
:Die Reformen in der Ukraine kommen nicht vom Fleck

Eigentlich lautet die Verabredung: Die EU zahlt nur dann weitere Milliardenhilfen, wenn die Ukraine die Korruption bekämpft. Doch Kiew zeigt wenig Interesse, das Versprechen einzulösen.

SZ PlusVon Florian Hassel

MeinungUngarn
:Der neue Präsident muss penibel auf den Rechtsstaat achten

András Baka, eine Symbolfigur, ist zum Staatsoberhaupt gewählt worden. Der frühere Richter weiß, was das Land jetzt braucht.

Kommentar von Verena Mayer

Nach dem Machtwechsel
:Ungarns neuer Staatspräsident ist ein Orbán-Gegner der ersten Stunde

Es ist eine Wahl von hoher Symbolkraft: Unter der autoritären Vorgängerregierung war der Jurist András Baka entlassen worden. Nun soll er für einen rechtsstaatlichen Neuanfang stehen.

SZ PlusVon Verena Mayer

Ungarns neue Regierung
:„Wir streben eine pragmatische Beziehung zu Moskau an“

Wie kann man Ungarn wieder zu einer rechtsstaatlichen, prowestlichen Demokratie machen? Vizeregierungschefin Anita Orbán über die Rückabwicklung von 16 Jahren Fidesz-Herrschaft und den Umgang mit Russland.

SZ PlusInterview von Tobias Zick

MeinungAfD-Parteitag
:Die Öffentlichkeit sollte sich von Weidel nicht täuschen lassen

Die Parteichefin bestreitet, dass ihre Organisation extremistisch sei. Aber allein schon das Programm für Sachsen-Anhalt ist eine Zumutung.

SZ PlusKommentar von Nicolas Richter

Aus der Redaktion
:Anwaltsverein ehrt Ronen Steinke

Alle zwei Jahre vergibt der Deutsche Anwaltsverein einen Medienpreis. 2026 erhält ihn der leitende SZ-Redakteur Ronen Steinke.

Angriffe auf die Justiz
:Wer am Gericht arbeitet, wird schnell zur Zielscheibe

Ein Angeklagter prügelt mit Handschellen auf eine Staatsanwältin ein, woanders brauchen Richterinnen und ihre Kinder Polizeischutz. Hass und Hetze gegen die deutsche Justiz nehmen zu. Doch es trifft nicht alle gleich hart.

SZ PlusVon Constanze von Bullion

Sachsen-Anhalt
:Wie sich der Rechtsstaat für den AfD-Ernstfall wappnet

Mit einer absoluten Mehrheit in Sachsen-Anhalt könnte die AfD das Land – und auch den Bund – tiefgreifend verändern. Politik und Behörden versuchen, sich auf dieses Szenario vorzubereiten.

SZ PlusVon Markus Balser, Georg Ismar, Wolfgang Janisch und Henrike Roßbach

Podcast „Ist das gerecht?“
:Wie die AfD das demokratische System aushebeln könnte

Vor allem die Justiz ist anfällig, warnt der Jurist Maximilian Steinbeis. Ein Gespräch über die Einfallstore für autoritäre Populisten.

SZ PlusPodcast von Ronen Steinke

Demokratie in Europa
:Wenn das Recht die Politik verdrängt

Ein Urteil des EuGH gegen Ungarn nährt die Sorge, dass zunehmend Richter über gesellschaftliche Grundfragen entscheiden. Das könnte die Demokratie gefährden – und den Populismus befördern.

SZ PlusVon Thomas Kirchner

Polen und Slowakei
:Autokraten ausbremsen

Wie Polen sich nach acht Jahren PiS-Regierung die Demokratie zurückerkämpfen muss, beschreibt Martin Adam. Wie die Slowakei den Rechtsstaat zurückbaut, erklärt Martina Winkler.  Beide appellieren: genauer hinschauen, sich nicht zu sicher fühlen.

SZ PlusRezension von Viktoria Großmann

Polens Rechtsstaatlichkeit
:Urteil im Streit um Verfassungsrichter

Polens Präsident Nawrocki weigert sich, neue Verfassungsrichter zu vereidigen, durch die das Tribunal wieder unabhängig werden soll. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellt sich auf ihre Seite.

Von Viktoria Großmann

Journalismus
:Ein Milliardär baut einen Pranger

Das vom Tech-Investor Peter Thiel finanzierte Start-up Objection will die Glaubwürdigkeit von Artikeln durch eine KI und Ex-Agenten bewerten lassen. Auch das „mittelalterliche“ Gerichtssystem soll ersetzt werden.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

MeinungNiederlage vor EU-Gerichtshof
:Das Familiengeld-Urteil offenbart ein größeres Problem der bayerischen Regierung

Von Corona bis Cannabis: Unter Ministerpräsident Söder kassiert der Freistaat reihenweise Rügen vor Gericht. Das muss den Verantwortlichen zu denken geben.

SZ PlusKommentar von Thomas Balbierer

MeinungNach Machtwechsel
:Die EU darf Ungarn jetzt nicht einfach so Milliarden überweisen

Klar, der Orbán-Bezwinger Magyar verdient alle Hilfe und auch einen gewissen Vertrauensvorschuss. Doch noch wichtiger ist: Europa darf nie wieder seine rechtsstaatlichen Prinzipien verscherbeln.

SZ PlusKommentar von Josef Kelnberger

Europäische Union
:Die Milliarden, von denen Ungarns Schicksal abhängt

Im Mai wird Péter Magyar sein Amt antreten, aber das System Viktor Orbáns besteht fort. Bekommt der neue Premier dringend benötigte EU-Gelder, bevor es umgebaut ist?

SZ PlusVon Jan Diesteldorf

Wahlsieg der Partei Tisza
:Was Magyars Zweidrittelmehrheit für Ungarn bedeutet

Bis der Wahlsieger Péter Magyar als Ministerpräsident vereidigt wird, dürften Wochen vergehen. Was kann in der Zeit noch passieren? Und welche Prioritäten hat Magyar für seinen Start ins Amt? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

SZ PlusVon Tobias Zick

Erdrutschsieg der Opposition in Ungarn
:„Machen wir eine große ungarische Party“

Nach 16 Jahren muss Orbán seine Macht abgeben. Die Tisza-Partei von Wahlsieger Magyar kann wohl mit einer Zweidrittelmehrheit rechnen – genug, um den Abbau der Rechtsstaatlichkeit rückgängig zu machen.

SZ PlusVon Verena Mayer

MeinungWahl
:In Ungarn geht es um den ideellen Kern der EU

Regierungschef Viktor Orbán hat längst eine Autokratie errichtet, die europäische Werte wie Freiheit und Rechtsstaatlichkeit missachtet. Vom Wahlergebnis in Budapest hängt für Brüssel daher viel ab.

SZ PlusKommentar von Josef Kelnberger

Geschichte der USA
:Die versteinerte Nation

Konservative „Originalisten“ halten strikt am Wortlaut der US-Verfassung von 1787 fest und zementieren so die Spaltung der Gesellschaft, erklären Jill Lepore und Hiram Kümper in ihren brillanten Analysen.

SZ PlusRezension von Matthias Kolb

Kontrollrechte der Landtagsopposition
:„Es wird alles getan, um unangenehme Informationen zu verschleiern“

Bayerns Regierende erleiden vor dem Verfassungsgerichtshof zwei Niederlagen in Folge, weil sie die Fragerechte der Opposition verletzen. Die nächste Klage droht bereits. Und Söders Staatskanzlei? Taucht ab.

Von Thomas Balbierer

Ungarn
:Wie Viktor Orbán seine Vertrauten reich macht

Ungarns Premier hat ein System aufgebaut, in dem bestimmte Geschäftsleute mit öffentlichen Aufträgen Geld scheffeln können. Auch wenn Orbán die kommende Wahl verliert, könnte die Vetternwirtschaft weitergehen.

SZ PlusVon Tobias Zick

Biografie über Viktor Orbán
:Der Illibero

Nicht nur im Stadion, auch im Regierungsamt möchte Viktor Orbán die Größe Ungarns wiederherstellen. Der Historiker Stefano Bottoni zeigt, wie der Ministerpräsident sich dabei immer weiter von Europas Ideen entfernte.

Rezension von Verena Mayer

Volksabstimmung
:Italien sagt Nein zu Melonis Justizreform

Es ist ein schwerer Schlag für die Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni: In einer Volksabstimmung in Italien spricht sich die Mehrheit gegen einen grundlegenden Umbau der Justiz aus.

SZ PlusVon Elisa Britzelmeier

MeinungSüdkorea
:Nein, Demokratien müssen nicht wehrlos sein

Lebenslang für den ehemaligen Präsidenten: Das harte Urteil gegen Yoon Suk-yeol, der einen Putsch versucht hatte, ist auch eine Warnung an Autokraten in der Welt – und für solche, die es werden wollen.

SZ PlusKommentar von David Pfeifer

Selbstgefährdung
:„Sie dürfen sich sogar gezielt ertränken“

Eisbachsurfen, Drogen nehmen, Zucker essen, Gurtpflicht: Wann verbietet der Staat seinen Bürgern, sich selbst zu gefährden? Und warum wirkt das oft so willkürlich?

SZ PlusInterview von Jakob Biazza

MeinungUrteil im Verfahren gegen AfD-Abgeordneten
:Halemba fehlt es an Respekt vor dem Rechtsstaat

Im Lärm der Pöbeleien und Unterstellungen ging im Prozess gegen den AfD-Politiker unter, was wirklich zu kritisieren ist.

SZ PlusKommentar von Max Weinhold Hernandez

Polen, Ungarn und die EU
:Im Lager der Neinsager

Eigentlich tickt Polens Premier Donald Tusk politisch ganz anders als sein ungarischer Kollege Viktor Orbán. Doch ihm sitzt die rechtspopulistische PiS-Partei im Nacken. Deshalb hadern beide Länder mit der EU.

SZ PlusVon Viktoria Großmann und Verena Mayer

Verfassungsgericht in Polen
:Eine „beispiellose Rebellion“ gegen EU-Recht

Der Europäische Gerichtshof gibt einer Klage der EU-Kommission gegen Polen statt. Das dortige Verfassungsgericht habe gegen Unionsrecht verstoßen und sei zudem parteiisch und nicht unabhängig.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

Polen
:Ex-Justizminister flieht nach Ungarn

Nach fast zwei Jahren im Amt geht Premier Donald Tusk gegen hochrangige Politiker und Helfer der früheren PiS-Regierung vor. Der Vorwurf: Missbrauch staatlicher Mittel und Spionage.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

Politisches Engagement
:„Wir müssen was tun gegen den Rechtsruck“

In Erding hat sich die Regionalgruppe „Omas gegen Rechts“ in diesem Jahr etabliert. Warum die Angst vor der AfD eine Hauptmotivation ist, erklärt Gründungsmitglied Maria Brand im Interview.

SZ PlusInterview von Regina Bluhme

Zum Tod von Peter Häberle
:Ein Riese des Rechts

Er war ein Universalgelehrter von internationalem Ruf. In Deutschland kennt man Peter Häberle aber vor allem als Doktorvater von Karl-Theodor zu Guttenberg.

Von Heribert Prantl

MeinungAnklage gegen James Comey
:Trump hat die Sicherung im Justizsystem kalt lächelnd ausgeschaltet

Der Fall des früheren FBI-Chefs gewährt einen gruseligen Einblick in den amerikanischen Rechtsstaat. Oder das, was von diesem noch übrig ist.

SZ PlusKommentar von Reymer Klüver

Frankreich
:Haft für Sarkozy: richtig oder übertrieben hart?

Nach der historischen Verurteilung des früheren Staatschefs zu fünf Jahren Gefängnis diskutiert das Land, ob das Urteil verhältnismäßig ist. Vor allem über die Zusatzklausel der sofortigen Vollstreckung.

SZ PlusVon Oliver Meiler

MeinungBrasilien
:Ex-Präsident Bolsonaro muss in Hausarrest. Das macht Hoffnung

Der Rechtsaußenpolitiker hintertreibt seinen Prozess wegen des Putschversuchs von 2023. Dass die Richter dem Druck standhalten, ist beeindruckend − und vorbildlich auch für andere Länder.

SZ PlusKommentar von Benedikt Peters

Justiz in der Türkei
:Ein Ort, der Angst machen soll

Im Gefängnis von Silivri lässt Präsident Erdoğan sowohl Gegner als auch kritische Journalisten festhalten. Inzwischen sitzt in der Türkei ein größerer Teil der Bevölkerung in Haft als in jedem anderen europäischen Land.

SZ PlusVon Raphael Geiger

Mehrheitsverhältnisse
:Der Fall Brosius-Gersdorf ist der Beginn einer neuen Normalität

Es wird schwieriger, Verfassungsrichter zu wählen oder das Grundgesetz zu ändern. Und es wird schwierig bleiben: Warum ohne die AfD oder die Linke künftig kaum noch etwas geht im Bundestag.

SZ PlusVon Ronen Steinke

Viktor Orbáns Ungarn
:Masterplan für Demokratieverächter

Wie schaffte es Viktor Orbán, zum Vorbild illiberaler Staatenlenker zu werden? Die Journalistin Petra Thorbrietz kann das auch nicht eindeutig klären, doch ihr Buch besticht durch enorme Detailkenntnis der ungarischen Gesellschaft.

Rezension von Verena Mayer

Streitfall Frauke Brosius-Gersdorf
:Man nennt es Pluralismus

Die Wahl von Verfassungsrichtern war schon öfter ein heikler Moment: Die Politik entscheidet, muss aber Distanz zum Gericht wahren. Über die Bedingungen der Karlsruher Unabhängigkeit.

SZ PlusVon Wolfgang Janisch

Ex-Verfassungsrichter Peter Müller
:„Dies ist ein eklatantes Führungsversagen der Union“

Er war CDU-Ministerpräsident des Saarlandes und Bundesverfassungsrichter. Die geplatzte Richterwahl im Bundestag hält Peter Müller für dramatisch – die politische Mitte in Deutschland sei nur noch begrenzt handlungsfähig.

SZ PlusInterview von Detlef Esslinger

MeinungCum-Ex
:Dieses Urteil ist das falsche Signal

Der Cum-Ex-Kronzeuge darf trotz Steuerschadens von fast einer halben Milliarde Euro auf freiem Fuß bleiben. Das Gericht verurteilte ihn nur zu einer Strafe auf Bewährung. Das ist fatal.

SZ PlusKommentar von Nils Heck

MeinungVerwaltung
:Bürokratieabbau ist ein populäres Schlagwort – aber es schürt ein unsinniges Feindbild

Mit Vorschriften und Regelwerken schränkt der Staat die Unternehmen ein, gewiss – aber das ermöglicht doch überhaupt erst ein erfolgreiches Wirtschaftsleben.

SZ PlusGastkommentar von Hans Peter Bull

Rechtsstaatlichkeit
:Die EU schickt Viktor Orbán eine letzte Mahnung

In Brüssel schwindet die Geduld mit dem Ungarn. Die meisten Regierungen sind empört über das Verbot der Pride-Parade in Budapest – aber verhängen sie am Ende wirklich die Höchststrafe?

Von Josef Kelnberger

MeinungJustiz
:Der RAF-Prozess in Stammheim hat den deutschen Rechtsstaat verändert – nicht zum Guten

Vor 50 Jahren begann der Prozess gegen Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe. Die schweren Fehler, die in seinem Verlauf gemacht wurden, wirken bis heute nach.

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl

Demokratie
:Stellt Merz Macht über Recht?

In jüngster Zeit hält mancher Politiker Gesetze und Urteile offenbar eher für unverbindliche Handlungsempfehlungen. Eine Analyse.

SZ PlusVon Wolfgang Janisch

Slowakei
:Ein Hebel zum Stummschalten

Die slowakische Regierung von Robert Fico bringt ein Gesetz nach russischem Vorbild ins Parlament ein, mit dem sie kritische Organisationen ohne Weiteres auflösen könnte. Es würde auch denen gefährlich, die bisher die friedlichen Proteste organisieren.

Von Viktoria Großmann

MeinungSüdkorea
:Der Putschversuch ist gescheitert, aber die Staatskrise nicht vorbei

Das Verfassungsgericht enthebt Yoon Suk-yeol des Präsidentenamtes. Das ist ein starkes Signal, ändert jedoch nichts daran: Dieses Land braucht eine andere politische Kultur.

SZ PlusKommentar von Thomas Hahn

Staatskrise in Südkorea
:Präsident Yoon muss Platz machen für den Neuanfang

Vier Monate nach seiner Kriegsrechtserklärung gegen die Opposition verliert Yoon Suk-yeol endgültig sein Präsidentenamt, entscheidet das Verfassungsgericht. Nun wird binnen 60 Tagen ein neuer Präsident gesucht, der das gespaltene Land eint.

Von Thomas Hahn

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