NSA-Untersuchungsausschuss

Schreibmaschine soll für sichere Kommunikation sorgen

Das sei kein Scherz, sagt der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschuss, Patrick Sensburg, im Interview. Um Spionage künftig zu vermeiden, denke man über den Einsatz einer Schreibmaschine nach.

Doppelagenten-Affäre

USA bieten Deutschland Kooperation an

Die USA sagen Berlin ihre Kooperation bei der Aufklärung der Affäre um den mutmaßlichen Doppelagenten beim BND zu. Allerdings will das Weiße Haus die Vorwürfe nicht im Detail kommentieren.

Neue Snowden-Dokumente

NSA speichert intime Details normaler US-Bürger

Neun von zehn Menschen, die von der NSA ausgespäht wurden, waren gewöhnliche Menschen. Laut Dokumenten von Edward Snowden speicherte der Geheimdienst dennoch Bewerbungsschreiben, Babyfotos und pikante Liebes-Chats.

Von Tobias Dorfer

Facebook Inc. Opens New Data Center In The Arctic Circle
Facebooks Datenweitergabe an NSA

Europäischer Gerichtshof soll über Prism entscheiden

Facebook verrät Nutzerdaten an die NSA, sagen Kritiker. Verstößt der Konzern damit gegen Gesetze in Europa? Das sollen nun die obersten EU-Richter entscheiden.

Von Hakan Tanriverdi

Sondersitzung Parlamentarisches Kontrollgremium
Deutsche Politiker zur NSA-Affäre

Ausgespäht, wir? Nein! Doch! Oooh

Ob Merkel, Friedrich oder Pofalla: Deutsche Politiker klangen in der NSA-Affäre oft wie der französische Schauspieler Louis de Funès. Leugnend, überrascht, unfreiwillig komisch. Eine Auswahl der schönsten Zitate.

Von Marc Zimmer und Michael König

Verhandlungsstart über Freihandelszone

"Der Prozess ist ganz klar getrübt"

Die USA und die EU beginnen die Gespräche über ein Freihandelsprogramm. Doch die NSA-Überwachungsaffäre belastet die Beziehung, seit Wochen wartet die Bundesregierung auf Antworten aus Washington. Deutsche Politiker fordern, stärkeren Druck auszuüben.

462593723
US-Präsident zur NSA-Affäre

Wie Obama die Maßstäbe verschiebt

Barack Obama zeigt Verständnis für die deutschen Ängste, doch er übersieht einen entscheidenden Punkt: Die Gefahr der NSA-Programme liegt nicht in ihrem Missbrauch, sondern in ihrer Logik. Weil der US-Präsident sie kritiklos übernimmt, macht er den Eingriff in die Privatsphäre salonfähig.

Ein Kommentar von Johannes Kuhn

462593723
Konsequenzen aus NSA-Skandal

Obama verbietet Ausspähen "befreundeter" Regierungschefs

Der US-Präsident reformiert die digitalen Überwachungsprogramme: Die Sammlung von Verbindungsdaten amerikanischer Bürger wird stärker kontrolliert, Staats- und Regierungschefs "befreundeter" Nationen erhalten eine gewisse Sicherheit, nicht ausgespäht zu werden. Und der Rest der Welt? Muss sich mit vagen Versprechen begnügen.

Die aktuellen Entwicklungen im Newsblog. Von Sebastian Gierke und Johannes Kuhn

NSA-Affäre

Bundesregierung fordert Spitzelverzicht von den USA

Deutschland will nicht länger Opfer der NSA-Spionage sein und verlangt von den USA, auf Überwachung zu verzichten. Das Weiße Haus hält sich in der Frage zurück, signalisiert aber zumindest bei Industriespionage die Möglichkeit einer Einigung.

Ströbele trifft Snowden
NSA-Ausspähaffäre

Ströbele verhandelt mit Snowden über Aussage

Deutsche Politiker diskutieren seit Tagen, wie realistisch eine Aussage von Edward Snowden vor einem NSA-Untersuchungsausschuss sein könnte. Nun deutet sich eine entscheidende Wende an: Der Whistleblower ist offenbar grundsätzlich dazu bereit, als Zeuge aufzutreten - aber nicht zwingend in Deutschland. Dies sagte er dem Grünen-Politiker Ströbele in Moskau.

Von Frederik Obermaier

CDU-Vorstandssitzung
Zitate von Unionspolitikern zur NSA-Affäre

Vom Tisch? Von wegen!

Kanzlerin Merkel, Kanzleramtschef Pofalla, Innenminister Friedrich: Über Monate hinweg versicherte die Bundesregierung, die USA würden nichts Verbotenes tun. Süddeutsche.de dokumentiert die Zitate, die plötzlich unfreiwillig komisch wirken.

Zusammengestellt von Michael König, Berlin

Internet-Überwachung

Bundesbehörde BSI prüfte NSA-Schnüffelsoftware XKeyscore

Wie eng arbeiten deutsche Behörden und US-Geheimdienste zusammen? Nun wird bekannt, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sich mit BND und NSA getroffen hat.

Von Hakan Tanriverdi

Codename "Marina"

NSA speichert Internet-Metadaten bis zu 365 Tage

Neue Dokumente von Whistleblower Snowden geben weitere Einblicke darüber, wie die NSA Daten sammelt - und wie sie daraus Persönlichkeitsprofile erstellt.

NSA
Neuer Posten bei US-Geheimdienst

NSA sucht Datenschützer

Wer will 180.000 Dollar im Jahr verdienen und die Verfassung schützen? Der US-Geheimdienst NSA schreibt die Stelle eines Datenschützers aus, der sich um die Bürgerrechte kümmern soll. Die NSA macht darin klar, dass das kein einfacher Job wird.

Computer entscheiden, ob der Kunde eine Konto eröffnen darf oder nicht.
Internet-Überwachung

Im Zeitalter der digitalen Inquisition

Sie bereitet körperlich keine Schmerzen, sie ist einfach nur da: die weltweite Kontrolle der Kommunikation im Internet. Ist damit das Ende der Privatsphäre besiegelt? Die Menschen müssen sich mit neuen Formen des zivilen Ungehorsams wehren, damit Ausspähung und Überwachung nicht zur Normalität werden.

Von Heribert Prantl

Überwachung durch US-Geheimdienste

Internetriesen wollen NSA-Anfragen veröffentlichen

Nach Microsoft und Google wollen auch die US-Internetkonzerne Facebook und Yahoo gerichtlich mehr Transparenz bei den Geheimdienstanfragen zu Nutzerdaten erzwingen. Bisher dürfen die Firmen in ihren Berichten nur die Gesamtzahl aller Regierungsanfragen offenlegen.

Demonstration 'Freiheit statt Angst'
Proteste in Berlin

Snowden-Party für mehr Datenschutz

Verbraucherschützer, Journalisten, Opferverbände - noch nie war das Bündnis "Freiheit statt Angst" breiter aufgestellt als in diesem Jahr. In Berlin wird Edward Snowden als Held gefeiert und Merkel als Hampelmann verspottet. Wie die Lösung für das Datendesaster sein könnte, darin sind sich nicht alle einig.

Von Antonie Rietzschel, Berlin

NSA taps into user data Google, Facebook, Apple and others
Internet

Was Amerikas Codeknacker mitlesen können

Online-Banking und E-Mails: Viele Internetseiten nutzten das sogenannte HTTPS-Verfahren, um Kommunikation zu schützen. Doch der US-Geheimdienst NSA kann trotzdem mitlesen. Was Internetnutzer jetzt wissen müssen - Fragen und Antworten.

Von Matthias Huber und Hakan Tanriverdi

Orange Polska Telecommunications Network Headquarters And IT Infrastructure
NSA-Affäre

Einbruch in den Schutzraum

Jetzt ist offensichtlich, was lange zu befürchten war: Die allseits empfohlene Verschlüsselung im Internet wird die meisten Menschen nicht davor retten, dass der Staat mitliest. Bis auf Weiteres bleibt den Bürgern nur, den Regierungen nicht mehr zu trauen - und es den Staatsspitzeln so schwer wie irgend möglich zu machen.

Ein Kommentar von Stefan Plöchinger

Turkmenistan
Exporte von Überwachungstechnologie

Trojaner für Diktatoren

Turkmenistan oder Kasachstan - Wikileaks-Dokumente legen nahe, dass deutsche Firmen Überwachungstechnik an autokratische Regime liefern. Demnach reisen Verkäufer von Trojanern und anderen Schnüffelwerkzeugen regelmäßig in diktatorische Staaten. Der politische Wille, diese heiklen Geschäfte zu kontrollieren, hält sich bei der Bundesregierung in Grenzen.

Von Bastian Brinkmann, John Goetz, Oliver Hollenstein und Frederik Obermaier

Überwachungsprogramm "Hemisphere"

US-Drogenpolizei speichert mehr Telefondaten als die NSA

Täglich kommen Milliarden Informationen hinzu: Der Telekommunikationskonzern AT&T sammelt für die US-Drogenpolizei DEA massenhaft Daten über Anrufe. Das Archiv ist so weitreichend, dass es sogar die Kompetenzen der NSA übertrifft.

Satellite dishes are seen at GCHQ's outpost at Bude, close to where trans-Atlantic fibre-optic cables come ashore in Cornwall, southwest England
Großbritannien im Spähskandal

"New York Times" soll Snowden-Infos vernichten

Nach dem britischen "Guardian" nun auch die "New York Times": Großbritannien soll die Chefredaktion der US-Zeitung zur Vernichtung der Snowden-Dokumente aufgefordert haben. Der "Guardian" soll von der Regierung in London bereits dazu gezwungen worden sein.

Neue Dokumente von Whistleblower Snowden

US-Geheimdienst-Hacker sollen Zehntausende Computer infiziert haben

Dass auch westliche Geheimdienste zu Hacker-Methoden greifen, war für Experten schon lange klar. Neue Unterlagen von Edward Snowden zeigen erstmals die Dimension der amerikanischen Cyber-Attacken: Demnach soll bis Ende des Jahres spezielle Spionage-Software auf mindestens 85.000 strategisch ausgewählten Computern weltweit platziert werden.

NSA-Affäre

UN verlangen Erklärung wegen Spähbericht

Der US-Nachrichtendienst NSA soll auch die New Yorker Zentrale der Vereinten Nationen ausgespäht haben. Die UN sind empört und verlangen von den USA eine Erklärung.

Internet-Überwachung

NSA soll UN-Konferenzen ausgespäht haben

"Der Datenverkehr liefert uns die internen Video-Telekonferenzen der Uno (yay!)": Dem "Spiegel" zufolge hat die NSA sogar die Zentrale der Vereinten Nationen abgehört. Außerdem lauscht der US-Geheimdienst in mehr als 80 Botschaften und Konsulaten weltweit. Steinbrück fordert deshalb Konsequenzen.