Behandlungsfehler-Statistik -Transplantation
Transplantationsskandal

Ein Spiel mit dem Leben schwer kranker Menschen

Nahm ein Arzt den Tod von Menschen in Kauf, weil er Organspendelisten manipulierte, um seine Patienten zu bevorzugen? Nein, entscheidet der BGH und bestätigt seinen Freispruch.

Von Christina Berndt und Wolfgang Janisch

Organspende
Transplantationsskandal

BGH bestätigt Freispruch für Göttinger Transplantationsmediziner

Ein Arzt manipuliert Organspendelisten, damit seine Patienten schneller behandelt werden. Die Richter sehen darin kein strafbares Handeln.

Klinikum Großhadern in München, 2014
Transplantationen

Verfahren gegen Ärzte im Klinikum Großhadern eingestellt

Es gebe keine Anzeichen dafür, dass Patienten bei Transplantationen bevorzugt wurden. Aber: Der eingeschaltete Gutachter hat früher selbst im Klinikum gearbeitet. Die Bundesärztekammer kritisiert das.

Von Christina Berndt

Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg
Organtransplantationen

Falsche Angaben für Spenderlungen?

Damit bestimmte Patienten bevorzugt werden, sollen Mitarbeiter der Hamburger Uniklinik Akten gefälscht und vernichtet haben.

Von Christina Berndt

Behandlungsfehler-Statistik -Transplantation
Klinikum Großhadern

Ärzte tricksten bei Lungen-Transplantationen

Münchner Mediziner fälschten Blutdruck- und Sauerstoff-Werte, damit ihre Patienten schneller an ein Spenderorgan kamen.

Von Christina Berndt

Kompetenzzentrum für Thoraxchirurgie
Transplantationen im Klinikum Großhadern

"Natürlich wurde dort manipuliert"

Wurde in München getrickst, um manchen Kranken schneller als erlaubt zu einer Transplantation zu verhelfen? Die Geschichte eines Patienten nährt den Verdacht.

Von Christina Berndt

Kommentar
Organspende-Skandal

Raus aus der Altherrensauna

Transplantationsmediziner fordern von ihrer Zunft: Schluss mit dem Klüngel! Wenn sie es ernst meinen, hätten die Skandale eine heilende Wirkung.

Von Christina Berndt

Behandlungsfehler-Statistik -Transplantation
Uniklinikum Heidelberg

Skandal um Herztransplantationen weitet sich aus

Auch in Heidelberg wurden Patienten für kränker erklärt als sie waren - um ihnen früher eine Transplantation zu ermöglichen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Von Christina Berndt

Organverpflanzung in Bayern

Nachwehen des Skandals

Als Folge des Organspende-Skandals dürfen zwei bayerische Kliniken keine Lebern mehr verpflanzen. Ein Problem? Offenbar nicht. Die Krankenhäuser kooperieren jetzt enger - und haben hohe Erfolgsquoten. Doch an anderer Stelle sind Folgen der Unregelmäßigkeiten spürbar.

Von Christina Berndt

Organspendeskandal an Uni-Klinik Göttingen

Staatsanwaltschaft will gegen Freispruch für Transplantationsarzt vorgehen

An der Uniklinik in Göttingen sollen Mediziner Krankenakten gefälscht haben, um ausgewählte Patienten bevorzugt mit Spenderorganen zu versorgen. Jetzt ist der frühere Leiter der Transplantationsmedizin freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft kündigt Rechtsmittel an.

Organspende-Skandal

Herr O. und der Tod

Ein Arzt manipulierte im großen Stil Listen mit Empfängern für Spender-Lebern, so der Vorwurf. In Göttingen wird ihn das Gericht nun womöglich freisprechen.

Von C. Berndt und A. Ramelsberger

Krankenhaus bei Bremen

Schwere Panne bei Organ-Entnahme

Erst in letzter Minute fiel auf, dass der Nachweis fehlte: In einem norddeutschen Krankenhaus wurde ein Mensch ohne die vorgeschriebenen Untersuchungen zum Hirntoten erklärt. Beinahe hätte man ihm Spenderorgane entnommen.

Von Christina Berndt

Organtransplantation während einer Operation
Nach Organspende-Skandal

Weniger Menschen warten auf Organe

Immer weniger Menschen spenden Organe - aber auch die Wartelisten werden kürzer. Offenbar hat der Organspende-Skandal dafür gesorgt, dass Ärzte ihren Patienten seltener eine Transplantation empfehlen. Für die Kranken kann das von Vorteil sein.

Von Christina Berndt

Debatte um gerechte Verteilung von Organen

Eurotransplant gegen Organspenden an Ausländer

Wie viele der knappen Spenderorgane sollten an Menschen aus dem Ausland gehen dürfen? Keines, empfiehlt die Organverteilungsstelle Eurotransplant jetzt - und bringt damit die deutschen Transplantationszentren in Bedrängnis.

Christina Berndt

Rückgang der Organspendezahlen

Ärzte engagieren sich immer weniger für Transplantationen

Seit den Transplantationsskandalen ist die Zahl der Organspender drastisch zurückgegangen. Das liege aber nicht an einer gewachsenen Skepsis in der Bevölkerung, sagt der Eurotransplant-Chef Meiser der SZ. Vielmehr fehle es bei den Ärzten an Bereitschaft, sich noch für Organspenden einzusetzen.

Von Christina Berndt

Rückgang der Organspendezahl
Transplantationen

Zahl der Organspender fällt auf historisches Tief

Die Bereitschaft zur Organspende sinkt weiter. 2013 lag sie 16 Prozent niedriger als im Vorjahr. Patientenschützer fordern ein staatlich organisiertes System von der neuen Bundesregierung.

Organspende-Skandal in Göttingen

Manipulation leicht gemacht

Es war erschreckend einfach, die Transplantationsrichtlinien zu umgehen. Ein vertraulicher Bericht listet auf, wie Göttinger Ärzte bei fast der Hälfte ihrer Lebertransplantationen die Regeln massiv verletzten. Seltene und lasche Kontrollen begünstigten die Manipulationen.

Von Christina Berndt

Körperspende für die Wissenschaft

Als Leiche in die Lehre

Viele Menschen in Deutschland wollen ihren Leichnam der Wissenschaft spenden. Zu viele. Dabei müssen Spender sogar zahlen, um nach ihrem Tod seziert zu werden.

Von Caro Lobig

Fortsetzung Prozess Transplantations-Skandal
Prozess um Transplantationsskandal

Doktor O. kommt vorerst frei

500.000 Euro Kaution zahlt er für seine Freiheit: Der Angeklagte im Göttinger Transplantationsprozess wird unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Eine mehrjährige Haftstrafe muss er dennoch fürchten.

Von Christina Berndt, Göttingen

Organspende-Prozess

Göttinger Transplantationsarzt kommt aus U-Haft frei

Der frühere Leiter der Göttinger Transplantationsmedizin kommt gegen Kaution auf freien Fuß. Dennoch wird der Haftbefehl aufrecht erhalten. Wegen seiner mutmaßlichen Verwicklung in den Organspende-Skandal droht ihm eine Verurteilung - unter anderem wegen Körperverletzung.

Neuer DSO-Chef Axel Rahmel

Transplantationsmediziner mit wenig Skandalpotential

Manche nennen Axel Rahmel den Organ-Bürokraten. Doch gerade von seiner Genauigkeit dürfte die Deutsche Stiftung Organtransplantation profitieren. Die Organisation kämpft nicht nur gegen die sinkende Spendenbereitschaft, sondern war vor nicht allzulanger Zeit selbst schweren Vorwürfen ausgesetzt.

Von Christina Berndt

Mangel an Spenderorganen

Systemfehler der Organspende

Trotz eklatanten Organmangels zögern auch Ärzte: Kliniken melden seltener potenzielle Organspender. Der Zweifel resultiert nicht nur aus dem Organspende-Skandal, sondern auch aus einer ungeklärten Frage: Wem helfen die Organe am meisten?

Ein Kommentar von Nina von Hardenberg

Organspende
Geringe Bereitschaft zur Organspende

Nein, meine Niere geb' ich nicht!

Viele Menschen hat der Transplantationsskandal irritiert: Die Zahl der Organspender in Deutschland ist in diesem Jahr deutlich zurückgegangen. Doch auch viele Ärzte plagen Zweifel.

Von Werner Bartens und Christina Berndt

***BESTPIX***Germany Debates Organ Transplant System
Skandal um Organtransplantationen

Kommission entlastet Regensburger Chirurgen

In vier deutschen Lebertransplantationszentren wurde in den Jahren 2010 und 2011 gegen die Richtlinien verstoßen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Prüfkommission der Bundesärztekammer - die Regensburger Uniklinik ist wider Erwarten nicht darunter.

Von Christina Berndt

Klinikum Göttingen

Zweite Anklage im Transplantationsskandal wahrscheinlich

Im Göttinger Organspendeskandal richteten sich die Vorwürfe bislang vor allem gegen den früheren Chef der Transplantationschirurgie. Vor Gericht belasten Zeugen jedoch einen weiteren Mediziner. Sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind, könnte auch gegen ihn Anklage erhoben werden.