Freiflüge und Gratis-Urlaube im Wert von 35.000 Euro: Olaf Glaeseker, der ehemalige Sprecher von Christian Wulff, ist nach Erkenntnissen der Ermittler in Niedersachsen von Party-Veranstalter Manfred Schmidt mit Geschenken "angefüttert" worden. Glaeseker widerspricht den Vorwürfen - und bringt damit seinen ehemaligen Chef in Bedrängnis.
Niedersachsens Ministerpräsident McAllister
:Wohin Arroganz führt
Er tut gern harmlos, so als hätte er nichts mit den Skandalen um Christian Wulff zu tun: Doch jetzt bekommt Niedersachsens Ministerpräsident McAllister vom Landesverfassungsgericht eklatante Fehler im Umgang mit der Affäre bescheinigt. Auch jenseits von Hannover sollten Regierungen dieses Urteil aufmerksam studieren.
Umstrittene Promi-Veranstaltung
:Klage der SPD zum Nord-Süd-Dialog rechtens
Sieg für die SPD: Im Streit um die Promi-Sause Nord-Süd-Dialog hat die niedersächsische Landesregierung Informationen schleppend herausgegeben und damit ihre Auskunftspflicht verletzt. Das hat der Staatsgerichtshof gerügt - ganz im Sinne der klagenden Sozialdemokraten.
Medienbericht zu Affäre Wulff
:Bettina Wulff soll Privatgäste zu Nord-Süd-Dialog geladen haben
Neue Vorwürfe in der Affäre um Bundespräsident Wulff: Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, soll seine Ehefrau Freunde und Bekannte zum Nord-Süd-Dialog eingeladen haben. Das gehe aus E-Mails der Präsidentengattin hervor, heißt es.
ExklusivBundespräsident in Bedrängnis
:Wulffs Staatskanzlei schrieb Gästeliste für Party
Am Abend der Bundespräsidenten-Wahl feiern 80 ausgewählte Bekannte den Erfolg von Christian Wulff auf Kosten des Eventmanagers Manfred Schmidt. Die Gästeliste für das Fest stammt nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" zum Teil aus Wulffs unmittelbarem Umfeld - und der Bundespräsident wusste von der Liste.
Affäre um Bundespräsidenten
:NDR berichtet von Sponsorenwerbung "im Namen von Christian Wulff"
War Wulff bei der Sponsorensuche für die Promi-Sause "Nord-Süd-Dialog" involviert? Der damalige Ministerpräsident verneint das bislang vehement. Doch eine Mail seines langjährigen Vertrauten Olaf Glaeseker legt nahe, dass auch im Namen Wulffs um Gelder geworben wurde.
MeinungSponsoring in der Politik
:Nicht strafbar - aber das reicht nicht
Ob eine kleine Zuwendung für das Sommerfest oder eben der Nord-Süd-Dialog, den sich Wulff-Freund Schmidt von Unternehmern mitfinanzieren ließ: Sponsoring in der Politik ist gang und gäbe, aber nicht explizit verboten. Doch von einem Bundespräsidenten erwartet man mehr, als nur, dass er sich nicht strafbar macht.