Mohammed-Video - aktuelle Themen & Nachrichten - SZ.de

Mohammed-Video

Image des Islam
:Muhammad als Hingucker

Jenseits von Prophetensatire, aufgepeitschten Protesten und Friedensappellen der Islamfunktionäre wollen Werber in Graz die Marke Islam reformieren. Oder ihr zumindest in Europa ein neues Image verpassen. Was als Kunstprojekt geplant war, endet mit Bier. Ein Besuch.

Tim Neshitov

"Unschuld der Muslime"
:YouTube muss umstrittenen Film sperren

YouTube muss den umstrittenen Anti-Islam-Film "Die Unschuld der Muslime" sperren. Das US-Gericht will damit die Hauptdarstellerin des Films schützen. Die Schauspielerin bekam Todesdrohungen.

Nach Anschlag auf US-Botschaft in Libyen
:US-Beamte treten wegen Bengasi-Attacke zurück

Der tödliche Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi hat Folgen für Mitarbeiter des US-Außenministeriums: Medienberichten zufolge sind vier Beamte von ihren Posten zurückgetreten. Auch der US-Kongress beschäftigt sich jetzt mit dem Attentat.

Titanic mit Islam-Titelbild
:Nehmen sie es hin oder zünden sie was an?

Nun bringt also auch die "Titanic" ein Islam-Titelbild. Selten bekam Satire so viel Aufmerksamkeit. Schade nur, dass sie ausgerechnet jetzt so schlecht ist wie selten zuvor. Das Triste ist die gedankliche Schlichtheit all dieser Bildchen, Montagen und Witzchen.

Hilmar Klute

Weltweiter Protest nach Mohammed-Film
:Muslime demonstrieren in Dortmund gegen Schmähvideo

Friedliche Demonstrationen in Deutschland und Ausschreitungen im Rest der Welt. "Stoppt den Spott" forderten Muslime in Dortmund: "Tod Amerika, Tod Israel, Tod den Feinden des Islam" rief eine aufgebrachte Menge in Nigeria.

Proteste gegen Mohammed-Darstellungen in Europa
:Frankreich verbietet Demonstrationen

Bisher beschränkten sich die Demonstrationen auf islamische Länder. Doch nun erreichen die Proteste gegen den Film und die Karikaturen über den Propheten Mohammed auch Europa. Während in Deutschland starke Polizeiaufgebote bei Demonstrationen für Sicherheit sorgten, reagiert Frankreich mit einem generellen Verbot.

MeinungAnti-Islam-Video
:Wenn die Macht der Internetkonzerne zum Problem wird

Wird aus den Facebook-Revolutionen des arabischen Frühlings ein Youtube-Herbst? Hass-Prediger können im Internet mit einem Schmäh-Video ebenso mobilisieren wie die Aufständischen im Nahen Osten. Das Netz kann dabei helfen, demokratische Institutionen aufzubauen - und zu zerstören. Problematisch ist vor allem der immense Einfluss der Internetkonzerne.

Alexandra Borchardt

MeinungProteste gegen Mohammed-Video
:Nur konsequentes Kleinmachen hilft

Das Mohammed-Video ist eine billige Montage von Schmähungen. Seine Macher wollen damit wütende Proteste auslösen, um dann mit dem Finger auf die Krawallmacher zeigen zu können. Ein Verbot wäre daher die falsche Reaktion. Stattdessen sollte man vom Umgang mit NPD-Aufmärschen lernen.

Matthias Drobinski

Unruhen wegen Anti-Islam-Film
:Wenn die amerikanische Flagge brennt

Ein simpler Film offenbart, wie angreifbar Präsident Obama ist: Die Wucht der Ereignisse im neuen Nahen Osten überrascht die US-Regierung und offenbart das amerikanische Dilemma in der Region. Die Ausschreitungen könnten Obama im Wahlkampf noch massiv schaden.

Nicolas Richter, Washington

Umstrittener Schmähfilm in Deutschland
:Warum ein Verbot des Mohammed-Films kaum Chancen hat

Eine "geschmacklose Dämlichkeit" sieht Grünen-Politiker Beck in dem Islam-Schmähfilm "Innocence of Muslims". Innenminister Friedrich will das Video gar verbieten lassen. Doch ist das juristisch überhaupt möglich? Dürfen Rechtspopulisten den Film öffentlich zeigen? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Oliver Klasen und Matthias Kohlmaier

MeinungProteste in der islamischen Welt
:Aufstand der Suchenden

Botschaften werden gestürmt, ein Diplomat ermordet, Flaggen zerrissen - eine Demütigung für die USA. Doch der Zorn erschließt sich nur bedingt, an vielem trägt Washington keine Schuld. Die Proteste gegen das Mohammed-Video zeigen vielmehr, dass ein demokratischer Naher Osten in ebenso weiter Ferne liegt wie vor dem Arabischen Frühling.

Tomas Avenarius

Ausschreitungen wegen islamfeindlichen Schmäh-Videos
:Der hohe Preis der Meinungsfreiheit

Die heftigen Proteste gegen das anti-islamische Mohammed-Video lassen nicht nach. In Deutschland und den USA ist jetzt eine Diskussion darüber entbrannt, wie sich die Verbreitung des Films unterbinden lässt. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich will unbedingt verhindern, dass Rechtspopulisten den Film zeigen. Das Weiße Haus intervenierte sogar bei Youtube - ein extrem ungewöhnlicher Schritt.

Peter Blechschmidt und Alexandra Borchardt

Unruhen wegen Anti-Islam-Film
:Hisbollah ruft zu Protesten gegen Mohammed-Video auf

Der Führer der radikalen Hisbollah-Miliz, Hassan Nasrallah, fordert im Libanon Demonstrationen gegen das Schmähvideo. Er verlangt, dass "diejenigen, die die Produzenten unterstützen und beschützen" zur Verantwortung gezogen werden - die USA. In Deutschland wenden sich Oppositionspolitiker gegen ein Aufführverbot des Films: Er sei dämlich, aber ohne strafbaren Inhalt.

Weltweiter Aufruhr nach Mohammed-Video
:Al-Qaida ruft zu Mord an US-Botschaftern auf

Wer auf amerikanische Diplomaten trifft, soll sie töten: Mit diesem Aufruf versucht das Terrornetzwerk al-Qaida, die anti-amerikanische Stimmung wegen eines Schmäh-Videos in Teilen der islamischen Welt anzuheizen. Google hat entschieden, den Film nicht zu löschen.

Umstrittenes Video "Die Unschuld der Muslime"
:Friedrich will Vorführung von islamfeindlichem Film verbieten

Es ist eine gezielte Provokation: Die rechtsextreme Gruppierung "Pro Deutschland" will offenbar den islamfeindlichen Film "Die Unschuld der Muslime" in voller Länge in Berlin zeigen. Bundesinnenminister Friedrich kündigte an, gegen die Vorführung vorzugehen.

Protest gegen Mohammed-Video
:Demonstranten stürmen westliche Botschaften

Eine wütende Menge attackiert die deutsche Vertretung in Sudan und steckt sie in Brand. Außenminister Westerwelle verurteilt die Gewalt. Auch die US-Botschaft in Tunis wurde gestürmt - mindestens drei Menschen starben.

Tomas Avenarius, Beirut, und Daniel Brössler, Berlin

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