Interview
Lehren aus der Trauer um Charlie Hebdo

"Wenn wir schweigen, war das nur der Anfang"

Ein Jahr nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo lassen Daniel und Emmanuel Leconte mit ihrem Film "Je suis Charlie" die Toten auferstehen. Sie appellieren an den Mut - auch in Deutschland.

Von Ruth Schneeberger

Mohammed-Karikaturen

Leider nicht lustig

Vor zehn Jahren erschienen in Dänemark Karikaturen des Propheten Mohammed. Nichts rechtfertigt die gewalttätigen Reaktionen darauf. Doch es ist falsch, eine Religion zu beleidigen. Dadurch befördert man keinen demokratiefähigen Islam.

Von Johan Schloemann

Interview
Umstrittene Zeichnungen

"Heute veröffentlicht niemand mehr Mohammed-Karikaturen"

Ist eine Karikatur ein Menschenleben wert? Flemming Rose von der dänischen "Jyllands-Posten" spricht über Angst und Selbstzensur - zehn Jahre nach der folgenreichen Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen.

Von Silke Bigalke, Stockholm

Anschlag auf Ausstellung

Attentäter von Texas stand seit Jahren unter Terrorverdacht

Womöglich wollte er sich Islamisten in Somalia anschließen. Deswegen wurde einer der Täter des Anschlags auf eine islamfeindliche Veranstaltung in Garland seit 2006 beobachtet.

Shots fired outside art center where Geert Wilders delivered keyn
Texas

IS brüstet sich mit Angriff auf Mohammed-Karikaturen-Ausstellung

Auf Twitter bezeichnet ein Kämpfer des "Islamischen Staates" die beiden Täter als "unsere Brüder". Die Männer waren von der Polizei erschossen worden, nachdem sie das Feuer auf eine islamkritische Veranstaltung eröffnet hatten.

UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit

"Manches Blasphemiegesetz ist selbst eine Karikatur"

Brauchen Götter Polizeischutz? Heiner Bielefeldt, UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit, über Karikaturen, die Verfolgung von Christen und die Frage, ob Deutschland noch einen Blasphemieparagrafen braucht.

Von Jannis Brühl

TV-Kritik
Jauch-Talk über die Anschläge in Frankreich

Gesprächstherapie statt Lösungssuche

Eigentlich will Günther Jauch in seiner Sendung einer Antwort auf die Frage näherkommen, wie man in Deutschland auf den Terror reagieren sollte. Eigentlich. Denn seine Gäste verfolgen ihre eigene Agenda.

Von Johanna Bruckner

illuparadies
jetzt.de
Deutsche Islam-Zeichnerin

"Der Terror ist die Bedrohung, nicht die Religion"

Alexandra Klobouk zeichnet Bilder über den Islam - um Nicht-Muslimen den Glauben zu erklären. Ein Gespräch über Satire, Selbstzensur und die Entscheidung, dann doch lieber einen Ast über Mohammeds Gesicht zu zeichnen.

Von Charlotte Haunhorst

French newspaper Charlie Hebdo shows the front
Satiremagazin nach dem Anschlag

"Charlie Hebdo" erscheint mit Mohammed-Titel

Mohammed weint - und verzeiht: Das erste Heft seit den Terroranschlägen auf "Charlie Hebdo" zeigt den islamischen Propheten auf dem Cover mit "Je suis Charlie"-Schild. Das Satiremagazin erscheint erstmals in Millionenauflage.

Islamkonferenz

Agenda des Misstrauens

Viele Muslime fühlen sich plötzlich fremd im eigenen Land, das gastliche Haus namens Islamkonferenz hat die Anziehungskraft einer Zahnarztpraxis angenommen. Doch es wäre zu einfach, die Schuld nur Innenminister Friedrich oder den muslimischen Vertretern anzulasten.

Ein Kommentar von Roland Preuß

Nach Razzien in Nordrhein-Westfalen

Noch mehr Sprengsubstanzen bei Salafisten gefunden

Ammoniumnitrat und eine unbekannte Substanz: Ermittler finden bei einem radikalen Islamisten hochgefährliche Stoffe. Spezialisten führten eine kontrollierte Sprengung durch.

Lars Hedegaard becomes victim of crime again
Attentat auf dänischen Journalisten

Islamkritiker überlebt Mordanschlag unverletzt

Erneut ist es in Dänemark zu einem Mordanschlag auf einen bekannten Islamkritiker gekommen. In Kopenhagen schoss ein Unbekannter auf den Journalisten Lars Hedegaard. Der 70-Jährige blieb unverletzt - der Täter konnte entkommen.

Satire-Magazin veröffentlicht neue Mohammed-Karikaturen
Neue Mohammed-Karikaturen

Verkaufen ist alles

Zuletzt machte "Charlie Hebdo" im September mit Mohammed-Zeichnungen auf sich aufmerksam. Nun setzt das französische Satireblatt schon wieder auf Provokation - mit einem Comic-Sonderheft über das Leben des Propheten.

Von Joseph Hanimann

11 Bilder
Mohammed-Schmähungen und muslimische Proteste

Geschichte einer Provokation

Egal ob Mohammed-Video, islam-kritische Karikaturen, Koran-Verbrennungen oder andere Religionskritik: Auf Provokationen reagieren Teile der islamischen Welt äußerst empfindlich. Ein Rückblick auf die Proteste seit 2004.

Protest against anti-Islam movie in Dhaka
Proteste gegen Mohammed-Schmähungen

Sieg der Zündler

Erneut gehen wütende Muslime nach dem Freitagsgebet gegen die Verunglimpfung ihrer Religion auf die Straße. Neue Karikaturen haben ihre Wut angefacht, nur zaghaft wirken die Deeskalationsversuche der Politik. Haben diejenigen, die den Kampf der Kulturen propagieren, die Oberhand?

Satire-Zeitschrift

Titanic will Islam-Heft veröffentlichen

Ein islamischer Krieger mit Turban und Schwert - in seinen Armen: Bettina Wulff. Die Satire-Zeitschrift "Titanic" will im Oktober mit einem Islam-Titelbild herauskommen. Der Chefredakteur des Magazins verteidigt die Mohammed-Karikaturen seiner französischen Kollegen - nachdrucken will er sie aber trotzdem nicht.

Reaktion auf Mohammed-Karikaturen

Frankreich schließt Botschaften in muslimischen Ländern

Aus Angst vor gewaltsamen Protesten: Das französische Außenministerium wird am Freitag Botschaften und Schulen in etwa 20 Ländern schließen. Die Regierung will damit Ausschreitungen wegen der Veröffentlichung neuer Mohammed-Karikaturen in einer Pariser Satire-Zeitschrift vorbeugen. Der Verlag will mit einer neuen Auflage nachlegen.

Satiremagazin "Charlie Hebdo" in der Kritik

Paris verurteilt Veröffentlichung neuer Mohammed-Karikaturen

Provokation oder Pressefreiheit? Die französische Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" veröffentlicht neue Mohammed-Karikaturen. Während Frankreichs Regierung den Abdruck kritisiert, verteidigt sich das angesehene Magazin. Die Homepage der Zeitschrift war am Mittwochmorgen nicht erreichbar.

Protesters break the windows of the U.S. embassy in Sanaa
Angriffe auf US-Botschaften

Tödliche Ironie

Amerikanische Nahostpolitik ist keine dankbare Aufgabe: In Libyen stirbt der US-Botschafter durch eine Islamisten-Clique, die ohne amerikanische Waffen wohl gar nicht entstanden wäre. Nun folgen Attacken auf die US-Vertretung in Jemen. Washington reagiert auf die prekäre Situation mit einem unklugen Schritt, der die Massen noch weiter radikalisieren könnte.

Ein Kommentar von Sonja Zekri

Geplanter Terroranschlag auf Zeitung

Dänisches Gericht spricht vier Männer schuldig

Ein dänisches Gericht hat vier Männer schuldig gesprochen, als Vergeltung für die Mohammed-Karikaturen einen Terroranschlag auf die Zeitung "Jyllands Posten" geplant zu haben. Den Ermittlern zufolge wollten die Verurteilten in den Redaktionsräumen der Zeitung um sich schießen.

Demonstration gegen 'Pro NRW'
Nach Attacke auf Polizisten in Solingen

Dutzende Salafisten festgenommen

Die Solinger Polizei hat 44 Angehörige der salafistischen Szene vorübergehend festgenommen. Die radikalen Islamisten hatten sich durch eine Demonstration der rechtspopulistischen Partei Pro NRW provoziert gefühlt - und waren beim Versuch, eine Absperrung zu überwinden, mit Stöcken und Steinen auf Beamte losgegangen.

Staat gegen Extremisten in NRW

Der Rechtsstaat ist tolerant, aber nicht blöd

Populistische Rechtsradikale und randalierende Islamisten: Der Konflikt zwischen Pro NRW und den Salafisten fordert den Rechtsstaat heraus. Dass mehrere Gerichte nun Kundgebungen trotz Gewaltpotential erlauben, ist richtig. Der Staat darf sich nicht zu Überreaktionen hinreißen lassen.

Ein Kommentar von Tanjev Schultz

Vor Pro-NRW-Demonstration in Köln

Weitere Gerichte erlauben Mohammed-Karikaturen

Die Ausschreitungen beim Aufeinandertreffen der rechten Gruppierung Pro NRW mit radikalen Salafisten in Bonn waren heftig gewesen - jetzt warnen die Behörden vor einer ähnlichen Eskalation in Köln. Die Polizei hatte den Rechtsextremen untersagt, islamfeindliche Karikaturen zu zeigen. Mehrere Gerichte erklärten das Verbot nun für nichtig.

Pro NRW Protests Outside New Cologne Mosque
Mehrere Salafisten in Köln festgenommen

Bürger stellen sich gegen Rechte

Demonstranten und 1000 Polizisten verhinderten eine Aktion der extremen Pro NRW in Köln. Um einen friedlichen Ablauf zu gewährleisten, musste die Polizei mehrere Salafisten festnehmen. Sie hätten gefährliche Gegenstände dabei gehabt. Zu Zusammenstößen wie in Bonn kam es nicht - Bei den Ausschreitungen am Samstag hatten Salafisten 29 Polizisten verletzt.

Mohammed-Karikatur

Dänischer Karikaturist will gegen Pro NRW vorgehen

Pro NRW provoziert mit einer Mohammed-Karikatur, gezeichnet hat sie Kurt Westergaard. Nun hat der dänische Karikaturist angekündigt, juristisch gegen die rechte Splitterpartei vorzugehen. Doch das wird nicht einfach.