Liberalismus

Ökonomie im Kalten Krieg
:Neoliberalismus Ost

Die Perestroika war sowjetischer Thatcherismus, Reagan und Thatcher machten nichts anders als eine neoliberale Perestroika. So lautet die originelle These des Historikers Fritz Bartel. Doch damit lässt er einiges außer Acht und ebnet alle Unterschiede ein.

SZ PlusRezension von Tim B. Müller

FDP
:Wenn Freiheit nur ein Wort ist

Kein Demokrat kann sich freuen, wenn eine demokratische Partei in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Aber genau das passiert gerade mit der FDP. Also: Wie kann ein Comeback gelingen? Moment, sagt der neue Chef, er überlege noch.

SZ PlusVon Bastian Brinkmann

MeinungTrump und Tech
:Nachruf auf den Liberalismus

Die rechtslibertäre Koalition aus Trump und Tech wird zur tödlichen Bedrohung für liberale Parteien. Wenn sie keine eigene Programmatik der Freiheit entwickeln, werden sie in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

SZ PlusGastbeitrag von Martin Andree

Biografie über Margaret Thatcher
:Die Erbin des Empire

Es gab den einen Thatcherismus gar nicht, schreibt der Historiker Franz-Josef Brüggemeier in seiner Biografie über die britische Premierministerin. Er schaut lieber auf die Brüche und Widersprüche konservativer Politik.

SZ PlusRezension von Dietmar Süß

Demokratie
:„Als Individuen wissen wir in der Regel am besten, was gut für uns ist“

Die Menschen werden im digitalen Zeitalter ständig manipuliert, sagt der Rechtsprofessor und ehemalige Obama-Berater Cass Sunstein. Warum er meint, dass das der liberalen Gesellschaft schadet.

SZ PlusInterview von Nils Althaus

Roman
:Champagner, Wut und Selbstmitleid

Der Journalist Frédéric Schwilden verkleidet seine Meinung über unsere Zeit in eine Geschichte über reiche Erben und „Gute Menschen“. Das wird bestimmt kein Liebesroman.

SZ PlusVon Dominik Fürst

Nation Branding
:Der Staat als Werbeagentur

Die Vermarktung liberaler Länder wird angesichts zunehmender autokratischer Herrschaft weltweit wieder wichtiger, erklärt die Historikerin Jessica Gienow-Hecht in ihrer Einführung ins Thema „Nation Branding“.

Rezension von Robert Probst

Viktor Orbáns Ungarn
:Masterplan für Demokratieverächter

Wie schaffte es Viktor Orbán, zum Vorbild illiberaler Staatenlenker zu werden? Die Journalistin Petra Thorbrietz kann das auch nicht eindeutig klären, doch ihr Buch besticht durch enorme Detailkenntnis der ungarischen Gesellschaft.

Rezension von Verena Mayer

USA
:Faschismus? Das trifft es nicht

Reboot einer Supermacht: Was in Amerika entsteht, hat keine historischen Parallelen - die passenden Begriffe werden gerade erst gesucht.

SZ PlusVon Andrian Kreye

MeinungFDP
:Aus dem Ampelmanager Dürr muss ein liberaler Visionär werden

Um ihren Platz im Parteiengefüge zu finden, braucht die FDP ein Gespür für die Bedürfnisse im Land, die nur sie befriedigen kann.

SZ PlusKommentar von Bastian Brinkmann

Christian Dürr als FDP-Chef
:So tickt der Mann, der Christian Lindner beerben soll

Der alte FDP-Chef heißt Christian, der neue wohl auch: Christian Dürr soll die Parteiführung übernehmen. Auf ihn haben sich viele in der FDP geeinigt.

SZ PlusVon Bastian Brinkmann

Liberale
:Die FDP sucht nach einem „jungen, frischen Gesicht“. Eine heikle Aufgabe

Die FDP braucht einen neuen Chef, der die Partei nach dem Debakel bei der Bundestagswahl zusammenhält. Christian Lindner hat zwar keinen Nachfolger aufgebaut, hinterlässt aber einen großen Vorteil.

SZ PlusVon Bastian Brinkmann

MeinungParteien
:Weg mit ihr? Noch ist die FDP nicht verloren

Nach ihrer verheerenden Wahlniederlage werden die Liberalen nicht im nächsten Bundestag vertreten sein. Aber immerhin haben sie die Erfahrung, wie man solche Krisen überleben kann.

SZ PlusKommentar von Bastian Brinkmann

SZ-Podcast „Das Thema“
:Osteuropa: Aufstieg der Autoritären

Einst war so viel Anfang, jetzt so viel Ende: Nach 35 Jahren zieht SZ-Korrespondentin Cathrin Kahlweit ernüchtert Bilanz.

Von Cathrin Kahlweit und Lars Langenau

Armin Nassehi
:„Die Leute stellen Trump immer als Deppen dar. Aber das ist er nicht“

Der Soziologe Armin Nassehi erklärt den Erfolg von Trump und Musk mit einem Versprechen: Disruption, damit alles weitergeht wie bisher. Gibt es das jetzt auch in Deutschland?

SZ PlusInterview: Lisa Nienhaus

FDP im Wahlkampf
:Lindners riskante Überlebensstrategie

Der FDP-Chef kokettiert mit Elon Musk. Das ist selbst in seiner Partei umstritten. Doch die Liberalen senden zunehmend libertäre Signale – und suchen die Nähe zu problematischen Bitcoin-Influencern.

SZ PlusVon Bastian Brinkmann

SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Was ist der Unterschied zwischen Liberalen und Libertären, Frau Leutheusser-Schnarrenberger?

Gibt Christian Lindner der FDP beim Dreikönigstreffen Hoffnung? Und wie unterscheiden sich seine Positionen von Elon Musk? Gespräch mit der ehemaligen Bundesjustizministerin.

Von Lars Langenau

Konservative Revolution
:Wovon die Libertären träumen

Elon Musk und Vivek Ramaswamy sollen in den USA die Bürokratie mit der Kettensäge abbauen. Da frohlocken Wirtschaftsliberale und Bürokratiegenervte. Wäre das nicht auch was für Deutschland? Achtung!

SZ PlusVon Johan Schloemann

Podcast „In aller Ruhe“ mit Carolin Emcke
:„Normative Fiktion“ – Elif Özmen über Liberalismus und Toleranz

Ist der Liberalismus zu Unrecht in Verruf geraten? Darüber diskutiert Carolin Emcke im Podcast mit der Philosophin Elif Özmen.

SZ PlusPodcast von Carolin Emcke

Ende der Koalition
:Die unfreie Partei

Was ist das Problem der FDP? Wohl, dass ihre Neigung zu zackigen Ansagen nicht zu den Grundsätzen des Liberalismus passt.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Politische Debatten
:„Konservative verstehen Liberalismus als Angriff“

Von Putin bis Trump: Die freiheitliche Gesellschaftsordnung wird durch rechtskonservative Bewegungen und autoritäre Despoten bedroht. Ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Alexandre Lefebvre über die Wut auf alles Liberale.

SZ PlusInterview von Nicolas Freund

MeinungLiberalismus
:Die FDP braucht Prinzipien, bietet aber nur kostenlose Parkplätze

Es steht mal wieder schlecht um die Partei, die für sich in Anspruch nimmt, die Verkörperung der Freiheit zu sein. Und das hat nur zum geringsten Teil mit der ungeliebten Ampel zu tun.

SZ PlusKommentar von Detlef Esslinger

Demokratie
:„Wir können die Wälle nicht immer höher ziehen“

Für den Politikwissenschaftler Philip Manow ist die liberale Demokratie keineswegs ein Idealzustand. Ein Gespräch über Populismus und die Frage, ob Abschottung wirklich weiterbringt.

SZ PlusInterview von Philipp Bovermann, Felix Stephan

Serie Zeiten(w)ende
:Fanale der Freiheit

Endet das liberale Zeitalter mit dieser Generation? Der Politologe Ivan Krastev sagt: Die populistische Rechte wird, trotz all ihrer Erfolge, nicht dauerhaft dominieren. Auch das Wahlergebnis in Frankreich deutet darauf hin.

SZ PlusEssay von Sonja Zekri

Politische Kommunikation
:Flapsige Gravitas

Habeck, Passmann, Böhmermann: Die Politikwissenschaftlerin Astrid Séville und der Soziologe Julian Müller analysieren die Redeweisen der politischen Mitte.

SZ PlusVon Johan Schloemann

Nachruf
:Chronist der Bürgerlichkeit

Der große deutsche Historiker und Bestsellerautor Lothar Gall ist tot.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Liberalismus
:Gegen jede Übermacht

"Liberalismus der Furcht": Im Werk der 1992 verstorbenen Politologin Judith Shklar findet sich der Freiheitsbegriff der Stunde. Was bedeutet er für unsere Gegenwart?

SZ PlusVon Gustav Seibt

MeinungWahlen 2024
:Demokraten, seid wachsam

So viele Menschen wie nie zuvor auf der Welt werden in diesem Jahr wählen können. Was für ein Fest für die Demokratie, einerseits. Andererseits gibt es da dieses erschreckende Szenario.

SZ PlusKommentar von Stefan Kornelius

Podcast „In aller Ruhe“ mit Carolin Emcke
:„Liberalismus ist Lebensgefühl“ - Gerhart Baum über die FDP

Wie blickt der große Liberale Gerhart Baum auf die Welt - und auf den deutschen Liberalismus? Mit wachen Augen und ohne Bitternis. Die neue Folge von "In aller Ruhe" mit Carolin Emcke.

SZ PlusPodcast von Carolin Emcke

Sachbuch von Eva von Redecker
:Von der Freiheit, nicht fliehen zu müssen

An einem Ort bleiben zu können, das ist Freiheit, schreibt die Philosophin Eva von Redecker. Wie scharf die Ablehnung ihrer Gedanken ausfällt, ist bezeichnend für die politische Kultur unserer Tage.

SZ PlusVon Jens-Christian Rabe

Historie
:Geschichte schreiben nicht nur die Unterdrücker

Mit dem Säbel gegen die Tyrannei: Polens Identität beruht auf Befreiungskämpfen, auch deshalb ist die Solidarität mit den Ukrainern so groß. Man hat die Gewalt der Großmächte oft genug selbst erlebt, etwa bei den Aufständen gegen Russland im 19. Jahrhundert.

SZ PlusVon Kia Vahland

Meinung300 Jahre Adam Smith
:Rettet den Neoliberalismus!

Heute wird "neoliberal" oft als Schimpfwort benutzt. Dabei war schon Adam Smith ein Neoliberaler. Und der Liberalismus bräuchte dringend wieder eine Erneuerung. Ein Gastbeitrag.

Von Stefan Kolev

Elon Musk auf Twitter
:Der Fürst des Cyberspace

Elon Musk provoziert fortlaufend, jüngst mit einer antisemitischen Anspielung. Welche Agenda verfolgt er?

SZ PlusVon Philipp Bovermann

SZ-Exklusiv: Alexander Kluge und Jonathan Meese im Interview
:Im Namen der Freiheit

Alexander Kluge und Jonathan Meese im großen Interview: Zur Frage, was Kunst ausmacht – und warum wir in für die Kunst bedrohlichen Zeiten leben.

SZ PlusVon Alexander Gorkow, Matthias Grundmann; Fotos: Alessandra Schellnegger

Liberalismus
:Die neue deutsche Staatsgläubigkeit

Der Ruf nach Staatshilfe war einst ein Tabu, heute geht er leicht über die Lippen. In der Dauerkrise gewöhnt sich die Wirtschaft an den Rundum-sorglos-Staat. Wie kommen wir da wieder raus?

SZ PlusEssay von Jan Diesteldorf

"Auf See" von Theresia Enzensberger
:"Was ist denn eigentlich der Weltuntergang?"

Theresia Enzensberger hat einen Roman über den gesellschaftlichen Zusammenbruch geschrieben. Ein Gespräch über das Katastrophenbewusstsein der Gegenwart und die Sehnsucht danach, ganz neu anzufangen.

SZ PlusInterview von Marlene Knobloch

Liberalismus
:Kann man nicht einfach liberal sagen?

„Neoliberalismus“ ist längst zur Chiffre für einen entmenschlichten Kapitalismus geworden. Ist die Idee der freiheitlichen Ordnung noch zu retten?

SZ PlusEin Gastbeitrag von Hans Maier, Illustration: Stefan Dimitrov

MeinungLiberalismus
:Die FDP ist nicht ernst zu nehmen

Krieg und Klimakrise: Es sind existenzielle Zeiten für Freiheitsfragen. Ausgerechnet die Partei, die sie sich auf die Fahnen geschrieben hat, macht sich nicht einmal die Mühe, nach echten Antworten zu suchen.

SZ PlusKolumne von Carolin Emcke

Oberhauswahl in Japan
:Japan steht vor einer nationalistischen Wende

Alles was nicht rechts ist, rückt in dem Inselstaat an den Rand. Davon träumen nationalistische Kreise schon lange. Eine umsichtige Mitte-Links-Opposition wäre besonders wichtig - doch die wird immer schwächer.

Von Thomas Hahn

Reihe "55 Voices for Democracy"
:Der Wert der Wahrheit

Ohne die Wahrheit kann die liberale Demokratie langfristig nicht funktionieren. Wenn alle empirischen Behauptungen und moralischen Überzeugungen gleichermaßen gültig oder ungültig sind, wird die öffentliche Debatte und die Suche nach dem Gemeinwohl zum fake.

SZ PlusGastbeitrag von Michael Zürn

Das Wahlprogramm der FDP
:Projekt Enkelfit

Durchstarten? Der Platz in der Mitte ist leider sehr eng besetzt. Zur Sprache der Wahlprogramme, Folge 3: die FDP.

SZ PlusVon Hans Hütt

MeinungKrisenpolitik
:Sei stark, Staat

Wirtschaftsliberale Politiker versprachen unter dem Slogan "schlanker Staat" einst Wohlstand für alle zu geringeren Kosten. Nur funktioniert hat es nicht, im Gegenteil: Corona hat die Mängel dieser Philosophie schonungslos aufgedeckt.

Kommentar von Claus Hulverscheidt

Liberalismus in Zeiten von Corona
:Nimm das, FDP

Identitätsstreit, Verwaltungselend, Schwerfälligkeit des Staates: Wird der politische Liberalismus seine Chance nutzen?

SZ PlusVon Gustav Seibt

Corona
:Es geht nur füreinander, miteinander

Das vergangene Jahr bedeutete Kontrollverlust, Unfreiheit und Einschränkung. Doch es hat uns auch eine wichtige Lektion erteilt. Gedanken über das kostbare Band, das uns zusammenhält.

SZ PlusKolumne von Carolin Emcke

Bücher des Monats
:"Merkels Augen waren groß und strahlend blau"

Barack Obama erzählt vom weltweiten Führungspersonal, Ayad Akhtar macht sich selbst zum Amerika-Hasser. Das sind die Bücher des Monats.

Aus der SZ-Literaturredaktion

MeinungWerkstatt Demokratie
:Wenn Freiheit sich selbst zerstört

Liberalismus verkommt zu einem Machterhaltungsmittel für die Mächtigen. Wenn sich daran nichts ändert, wird Freiheit bald nicht mehr begeistern, dann wird sie vor allem gefürchtet.

Essay von Sebastian Gierke

Was ist heute liberal?
:Raus aus der Mitte

Der Liberalismus, oft totgesagt, wirkt hier attraktiver denn je: Christoph Möllers' Buch "Freiheitsgrade" ist eine Übung in politischem Denken.

SZ PlusVon Jens Bisky

Meinungsfreiheit an der Universität
:"Wir haben nur einen Schnappschuss gemacht"

Zwei Soziologen haben untersucht, wie es unter linken Studierenden um die Meinungsfreiheit steht. Das Ergebnis finden sie teils "besorgniserregend".

Interview von Marija Barišić und Philipp Bovermann

Liberale Demokratie
:Wider die Totengräber

Der Journalist Roger de Weck und der Philosoph Julian Nida-Rümelin zeigen, wie die freie Gesellschaft verteidigt werden kann.

Rezension von Cord Aschenbrenner

MeinungFDP
:Männlich, konturlos, ausgebrannt

Derzeit scheint den Liberalen ein erneutes Bundestags-Aus zu drohen. Haben sie noch eine Chance? Mit Lindner und seinem Kurs jedenfalls nicht. Der politische Liberalismus braucht Frauen, Intellekt und Format.

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: