Kriegsende 1945

Literatur
:Das Schweigen brechen

Welche Folgen hat Gewalt gegen Frauen, insbesondere im Krieg? Die Schriftstellerin Ulrike Draesner wird auf zwei Podien in München über ihren Roman "Die Verwandelten" sprechen, an der Ludwig-Maximilians-Universität und im Haus des Deutschen Ostens.

Von Antje Weber

Ukraine
:Wo sich Kriege begegnen

Ukrainer heben Schützengräben aus und stoßen auf gefallene deutsche Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Und der mehr als hundert Jahre alte Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge entdeckt durch diesen Krieg eine neue Versöhnungsaufgabe.

Von Georg Ismar

SZ PlusRoman "Stadtpanther"
:Kaltblütige Münchner Bande

Martin Arz widmet sich in seinem neuen Roman "Stadtpanther" der Geschichte einer gefürchteten Verbrecherbande. Gelungen ist ihm zugleich eine atmosphärisch dichte Studie der schwierigen Nachkriegsjahre in München.

Von Sabine Reithmaier

SZ PlusZweiter Weltkrieg und die Folgen
:Der Gefangene, der blieb

1942 kommt der serbische Offizier Nikola Naumovic ins Gefangenenlager nach Moosburg und bleibt auch nach dem Krieg. 80 Jahre später macht sich seine Enkelin Tina Naumovic auf die Suche nach seinen Spuren, die zu verschwinden drohen.

Von Ella Rendtorff und Birgit Goormann-Prugger

Erinnerungskultur
:Vom richtigen Umgang mit problematischen Denkmälern

Kriegsverklärung und angebliche Heldenhaftigkeit: Ein neues Buch beleuchtet die Kriegerdenkmäler in Oberbayern und den heutigen Umgang mit diesen oft mindestens fragwürdig gestalteten Orten.

Von Matthias Köpf

SZ PlusLager in Moosburg
:Kunst, um zu Überleben

2015 entdeckt der Moosburger Stadtarchivar Kopien von Zeichnungen, gemalt von Inhaftierten aus dem früheren Kriegsgefangenenlager. Und macht sich auf die Suche nach den Originalen.

Von Pauline Held (Text) und Birgit Goormann-Prugger (digitale Umsetzung)

SZ PlusLebensborn in Steinhöring
:Verlorene Identitäten

Katholische Jugendfürsorge und Caritas sollten sich nach dem Zweiten Weltkrieg um die Kinder aus dem Heim Hochland kümmern - eine Herausforderung.

Interview: Alexandra Leuthner

1945
:Die Geburt der Süd­deutschen Zeitung

Aus dem eingeschmolzenen Bleisatz von Adolf Hitlers "Mein Kampf" entstehen die Druckplatten für die erste Ausgabe der SZ.

Von Werner Friedmann

SZ PlusEnde der NS-Diktatur
:Das ewige Räderwerk des Rechts

Wie verhielt sich die deutsche Justiz vor und nach dem Ende des NS-Staats? Benjamin Lahusen zeigt anhand bislang unausgewerteter Quellen, wie die Betroffenen die Normalität des Dritten Reiches oft nahezu geräuschlos in die neue Normalität des Friedens überführten. Die stilistisch brillante Arbeit zeigt einmal mehr überdeutlich: Es gab keine "Stunde null".

Von Knud von Harbou

SZ PlusMeinungSchlacht um den Donbass
:Die Chance, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt, tendiert gegen null

Das Gemetzel in der Ukraine wird wohl erst enden, wenn einer der beiden Gegner im Wortsinn ausgeblutet ist. So, wie es derzeit aussieht, wird das nicht Russland sein.

Kommentar von Tomas Avenarius

Berlin
:Stell dir vor, es ist Gedenken und kaum einer geht hin

Beim Erinnern an die Niederlage der Nazis sind Geschichte und Gegenwart kaum mehr zu trennen. Deshalb müssen die Russen ihren Feiertag in Berlin weitgehend isoliert begehen.

Von Jan Heidtmann

SZ PlusDer 9. Mai in der Ukraine
:"Bald wird es zwei 'Tage des Sieges' in der Ukraine geben"

In der Ukraine scheint man sich bewusst um Gegenaktionen zur Parade in Moskau zu bemühen. Selenskij hält eine Videoansprache, andere Aktionen wirken fast wie Parodien. Und der Krieg? Geht weiter.

Von Nicolas Freund und Christoph Koopmann

SZ PlusKriegsende in Bayern
:Die Tage des Zusammenbruchs

Es existieren nicht viele amtliche Berichte über die letzten Tage des NS-Regimes in Bayern, nun ist eine einzigartige Quelle online verfügbar: Pfarrer haben dort aufgeschrieben, wie fanatisch sich die SS teils an die Herrschaft klammerte, aber auch, dass die Amerikaner nicht nur Schokolade verteilten.

Von Hans Kratzer

Stalag VII A in Moosburg
:Ein Denkmal von nationaler Bedeutung

Auf der bayerischen Denkmalliste gibt es nur noch drei Wachmannschaftsbaracken aus dem Zweiten Weltkrieg, allesamt in Moosburg. Historiker betonen deren Wert, doch die Stadt braucht dringend Platz für neue Schulgebäude.

Von Alexander Kappen

Kino
:Westfront in Niederbayern

Wie gehen Kinder mit dem Thema Krieg um? Christian Lerch erzählt in seinem Kinofilm "Das Glaszimmer" von gestern - und ist damit erschreckend aktuell. Allen recht machen kann er es trotzdem nicht.

Von Josef Grübl

Nachkriegszeit
:Im Zeichen der Zivilisation

Der Historiker Paul Betts schildert das Jahr 1945, als Europa in Trümmern lag, als Ausgangspunkt einer "Wiedergeburt". Nach der Barbarei der Nazis ging es vor allem um Recivilization. Doch dieser Begriff war nicht nur Zauberwort, er ließ sich auch allzu leicht missbrauchen. Und aktuell sieht man, was alles auf dem Spiel steht.

Von Knud von Harbou

Familiengrab oder Ehrenmal?
:Bitte an die Siegermächte

Im Streit über das Jodl-Kreuz auf der Fraueninsel wenden sich Kritiker an fünf Botschafter in Berlin.

Petition im Landtag
:Keine Ehre für Jodl

Abgeordnete haken den Streit über das Kreuz für den Kriegsverbrecher auf der Fraueninsel als erledigt ab.

Von Matthias Köpf

Kriegshinterlassenschaften Nord- und Ostsee
:Gefahr aus der Tiefe

"Aus den Augen, aus dem Sinn": Nach diesem Motto wurde nach 1945 tonnenweise Munition in Nord- und Ostsee verklappt. Nun zersetzen sich die Kampfmittel und gefährden Schifffahrt, Umwelt - und auch die Menschen an Land

Von Inga Rahmsdorf

SZ PlusHistorie
:"Man hat für Massenmörder demonstriert"

1951 wurden in Deutschland die letzten Todesurteile vollstreckt - gegen Kriegsverbrecher. In der Bundesrepublik herrschte eine aufgeheizte Stimmung, die sich gegen die Siegermächte richtete. Über einen bizarren Protest, der als demokratische Bewegung verkauft wurde.

Von Alexandra Föderl-Schmid

Verena Keßlers Debüt "Die Gespenster von Demmin"
:Stille Wasser

Verena Keßler erzählt in ihrem Debütroman "Die Gespenster von Demmin" von einer deutschen Erinnerungslandschaft, in der die Zeitzeugen verschwinden.

Von Nicolas Freund

Erinnerungen aus dem Zweiten Weltkrieg
:"Sie wollten nur leben"

Gerda May verlor ihren Bruder, viele Freunde und ihre Nachbarn, die Widerstandskämpfer in der Roten Kapelle waren. Die 97-Jährige sagt trotzdem, sie habe sehr viel Glück gehabt - und erzählt von ihren Kairos-Momenten.

Von Martina Scherf

Zweiter Weltkrieg
:Neue Erkenntnisse zu den Morden von Tiefenbach

Am Kriegsende wurden 42 russische Kriegsgefangene erschossen. Der frühere Bürgermeister will in einem Büchlein das nebulöse Geschehen aufhellen.

Von Hans Kratzer

Kriegsende 1945
:In der Selbstmordwelle

Die Welle an Suiziden, die in Frühjahr 1945 durch Deutschland brandete, machte auch vor Grünwald keinen Halt. Briefe und Akten aus Gemeindearchiven erzählen die tragischen Geschichten von Menschen, die beim Zusammenbruch des NS-Staats nur im Tod einen Ausweg sahen.

Von Carina Seeburg

Militärparade in Moskau
:Stimmungsmache für Putins Verfassungsänderung

Die Militärparade zum Gedenken ans Ende des Zweiten Weltkriegs wurde wegen Corona verschoben. Historiker Ivan Kurilla erklärt, warum Präsident Putin das Ereignis - trotz hoher Infektionszahlen in Russland - schon heute nachholen lässt.

Interview von Paul Katzenberger

75 Jahre Kriegsende
:Befreiung und Leid

Soll der 8. Mai ein Gedenktag bleiben oder ein nationaler Feiertag werden? Dazu äußern sich SZ-Leser sehr unterschiedlich. Viele Menschen wurden damals vom Nazi-Regime befreit, aber für einige war auch die Zeit nach der Stunde Null mit bitterer Not verbunden.

Historischer Liveblog zu 1945
:Das Weltkriegsende in Europa Tag für Tag

Der Vormarsch der Alliierten, die Befreiung der überlebenden KZ-Häftlinge, die letzten NS-Verbrechen, Hitlers Untergang - vom 28. April bis zum 9. Mai hat die SZ dokumentiert, wie der Zweite Weltkrieg in Europa vor 75 Jahren zu Ende gegangen ist. Der historische Liveblog in der Nachlese.

Von Oliver Das Gupta, Barbara Galaktionow und Philipp Saul

Tag der Befreiung vor 75 Jahren
:"Seit Trump wissen alle, dass Nazis nicht nur ein deutsches Problem sind"

Das neue Buch der US-Philosophin Susan Neiman heißt: "Von den Deutschen lernen". Im Interview erklärt sie, warum der Titel die Menschen hierzulande mehr provoziert als viele Amerikaner.

Interview von Paul Katzenberger

SZ Jetzt75 Jahre Kriegsende
:"Von wem wurde Deutschland bitte 'befreit'? Von sich selbst?"

Das und mehr fragen sich Twitter-Nutzer anlässlich des 8. Mai, dem "Tag der Befreiung". Sie gedenken der Opfer des Nationalsozialismus.

MeinungKriegsende und Coronavirus
:Warum die Pandemie ein Wendepunkt sein kann

Jene, die das Kriegsende miterlebt haben, fühlen sich in der Corona-Pandemie erinnert an verweigerte Bürgerrechte, Mangelwirtschaft, Lebensgefahr. Jene, die an der Demokratie zweifeln, sollten verstehen, was die errungenen Freiheiten bedeuten.

Kommentar von Joachim Käppner

SZ PlusWolf Schneider zum Kriegsende 1945
:"Ich wollte überleben und sonst nichts"

Am 7. Mai 1945 kapitulierte Deutschland - und Wolf Schneider wurde 20 Jahre alt. Wie hat der bekannte Journalist, damals Unteroffizier der Wehrmacht, das Ende des Krieges erlebt?

Interview von Detlef Esslinger

Moosach
:Das Kriegsende im roten Schulhaus

Doug Claus besitzt ein Dokument aus der Nacht der Kapitulation mit 31 Unterschriften, unter anderem der von General Eisenhower. Der in München lebende US-Amerikaner versucht, alle Unterzeichner zu identifizieren

Von Anita Naujokat

Kriegsende 1945
:Grüne hissen die weiße Fahne

Martin Pilgram und Sibylle Schwarzbeck erinnern mit ihrer Gilchinger Aktion an die Gräuel des Zweiten Weltkriegs.

Von Armin Greune

KZ-Gedenkstätte
:Gottesdienst ohne Abendmahl

75. Jahrestag des Kriegsendes wird in der Kirche mit Abstand gefeiert

Gedenken an den Holocaust
:Stimmen, die in vielen Sprachen "Befreiung" riefen

Am 29. April 1945 erreichte die US Army das Konzentrationslager Dachau. Der BR gedenkt in einem audiovisuellen Rundgang der Befreiung - eindringlich und würdevoll zugleich.

Von Joachim Käppner

Kriegsende vor 75 Jahren
:"Jeder war mit Überleben beschäftigt"

In den letzten Kriegstagen herrscht im Fünfseenland Chaos. Die Archivlage aus dieser Zeit ist sehr prekär, weiß Kreisarchivpflegerin Friedrike Hellerer, die intensiv an dieser dunklen Periode forscht.

Von Armin Greune

Obermenzing
:Als der Krieg zu Ende ging

"Obermenzinger Hefte" schildern den Tag der Befreiung 1945

Lager für Displaced Persons in Feldafing
:Ignorierte Weltgeschichte

Von Ende April 1945 an kommen jüdische KZ-Häftlinge in Feldafing unter. Eisenhower und Ben-Gurion besuchen das Camp, der junge Leonard Bernstein dirigiert dort ein Konzert. Doch bisher hat es noch keine Gedenkfeier der Gemeinde gegeben.

Von Katja Sebald

Lager für Displaced Persons in Feldafing
:Aufbruch ins Leben

Tibor Diamantstein wurde bei Tutzing aus einem Todeszug befreit und als einer der ersten Bewohner ins DP-Lager nach Feldafing gebracht. Der renommierte Immunologe wollte nie als Holocaust-Überlebender definiert werden. Seine Tochter Eva erforschte die Geschichte des Ortes.

Von Katja Sebald

Kriegsende vor 75 Jahren
:Ein Schneesturm verhindert das Schlimmste

In der Nacht auf den 2. Mai 1945 befreien die US-Streitkräfte Bad Tölz. Am Vorabend beschädigt die Sprengung der Isarbrücke viele Häuser, darunter die Weinstube der Familie Janßen

Von Klaus Schieder

Kriegsende vor 75 Jahren
:"Um 11.20 Uhr kommen von Grünsink her zehn amerikanische Panzer"

Der Weßlinger Ortsarchivar Erich Rüba hat eine 110-seitige Chronik aus Zeitzeugenberichten und Dokumenten zusammengestellt. Der Flughafen in Oberpfaffenhofen war regelmäßiges Angriffsziel.

Von Patrizia Steipe

SZ PlusSZ-Serie
:Zwischen Terror und Angst

Im April 1945 leben die Münchner in Ruinen. Es fehlt an allem. Das Regime ist entschlossen, die Stadt zu verteidigen. Doch die meisten Bürger wollen nur noch überleben.

Von Wolfgang Görl

75 Jahre Kriegsende
:Zeichen der Befreiung

Wolfratshauser Vereine regen Aktion mit weißen Fahnen an

Von Felicitas Amler

SZ PlusKriegsende in Franken
:Ein Aufstand mutiger Frauen

Im März 1945 retten Dutzende Bürgerinnen ihren Heimatort Ochsenfurt am Main vor der sicheren Zerstörung. Eine Geschichte von großer Courage.

Von Joachim Käppner

Zweiter Weltkrieg
:Wie der Tod nach Dresden kam

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 bombardierten britische und US-Flugzeuge die sächsische Hauptstadt und zerstörten diese weitgehend. Historische Bilder.

Aus dem Archiv von SZ Photo

SZ PlusKriegsende in Berlin 1945
:Druschba, der Führer ist tot

Berlin, Frühjahr 1945: In Hitlers Bunker marschieren Phantasiearmeen, in den Straßen stirbt das letzte Aufgebot und eine junge Frau aus dem Widerstand erwartet sehnsüchtig die Rote Armee. Eine Geschichte über Mut und Feigheit. Eine Reportage, erschienen im Mai 1995.

Von Evelyn Roll

SZ PlusKriegsende 1945
:Weitergekämpft bis fünf nach zwölf

Der Krieg verloren, der Glaube an den "Führer" dahin: Warum wehrte sich Deutschland 1945 so blindwütig gegen eine unabwendbare Niederlage? Die Antwort muss man in der Wehrmacht selbst suchen.

Von Felix Römer

SZ PlusKriegsende 1945
:Die tödliche Dynamik der Diktatur

Zur Weltherrschaft konnten die Nazis es nicht bringen. Indes haben ihre Untaten das Erinnern auf allen Kontinenten stark geprägt.

Von Dietmar Süß

Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime
:Wen Hitler kurz vor Kriegsende ermorden ließ

Der Zweite Weltkrieg ist fast vorbei, die Rote Armee steht vor Berlin - da ermorden die Nazis noch jene, die aktiv Widerstand geleistet hatten. Eine Auswahl der NS-Gegner, die Hitler mitunter auf direkten Befehl töten ließ.

Porträts von Esther Widmann, Markus C. Schulte von Drach und Oliver Das Gupta

Sexualisierte Gewalt nach Kriegsende 1945
:"Viele Frauen schwiegen aus Scham oder Angst"

Auch westalliierte Soldaten vergewaltigten nach Kriegsende 1945 deutsche Frauen. Die Historikerin Miriam Gebhardt schildert, warum die Verbrechen lange ein Tabu waren - und wie drakonisch Täter bestraft wurden.

Interview von Oliver Das Gupta

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